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Glossar

GEO-Wissenstest "Buddhismus"

Übersicht:
Islam
Passion und Ostern
Die Bibel

Jahrgang 6
Thema Islam
 

Im Internet gibt es sehr viele Informationen zum Islam. Viele Seiten werden von Muslimen selbst herausgegeben. Andere schauen sich den Islam "von außen" an und geben Informationen.

Eine für die Muslime in Deutschland sehr wichtige Seite ist diese:
www.islam.de
Hier findest du alle wichtigen Informationen! Denke aber beim Herumstöbern daran, dass diese Seite von Muslimen selbst gestaltet und betreut wird.

Fragen, die immer wieder gestellt werden - und die man als "Kenner" des Islam auch beantworten können muss, findest du hier - natürlich mit den dazugehörigen Antworten. Auch diese Informationen sind von Muslimen selbst zusammengestellt:
25 Fragen zum Islam
Beschäftige dich nun mit den Fragen, die immer wieder zum Islam gestellt werden. Am Ende findest du dort ein kleines Glossar. Präge dir diese Begriffe bitte ein!

 

Man muss - wie überall beim REecherchieren im Internet sehr genau aufpassen, an welche Seiten man gerät. Manche Seiten, die vorgeben, objektiv über den Islam zu informieren, verpacken radikale Inhalte geschickt. Das Portal Qantara (Brücke) informiert sachlich und korrekt - wenn es vielleicht auch ehe für eure Lehrerinnen und Lehrer geeignet ist....

Eine gute Einführung bekommst du hier:
http://www.enfal.de/islub.htm

Über die Geschichte des Islam und über das Leben Mohammeds (Muhammad) findet man hier gute Informationen:
http://religion.orf.at/tv/lexikon/le_islam_geschichte.htm

Weitere Informationen im Netz:

Erläuterungen zum Islam allgemein, zu Muhammad, zum Koran, zur Scharia und zu islamischer Kunst und Architektur:
http://www.geocities.com/Paris/5276/religion.htm
http://www.geocities.com/Paris/5276/mohammed.htm
http://www.geocities.com/Paris/5276/koran.htm
http://www.geocities.com/Paris/5276/scharia.htm
http://www.geocities.com/Paris/5276/islamische_kunst_und_architektur.htm
Zum Verhältnis von Christentum und Islam:
http://www.christuswege.net/themen/islam.htm
Christen antworten dem Islam:
http://answering-islam.de/Main/German/index.htm


Wenn du dich gut umgeschaut hast, im Unterricht aufmerksam und konzentriert gearbeitet hast, vor allem die 25 Fragen zum Islam in Ruhe studiert hast, dann kannst du ohne Probleme diese kleine Übung bewältigen:

Wichtige Begriffe, Namen usw. (Quiz)

Hat es Mohammed als historische Gestalt gegeben? - Gespräch mit dem Islamwissenschaftler
Alfred Hackensberger

Die neue Website "Muslimische Kulturen" entstand aus der Zusammenarbeit deutscher und österreichischer Universitäten. Sie gibt Aufschluss über alle Bereiche des muslimischen Alltags für den Geschichtsunterricht in Primar- sowie Sekundarstufe I & II.

Förderstufe - Klasse 6
Thema Passionszeit und Ostern

Zur Bedeutung des christlichen Osterfestes, Überlieferungen und Bräuchen während der Osterzeit

Ostern geht es um mehr als Osterhasen und bunte Eier. Wir beantworten Fragen um das theologisch wichtigste Fest der Christenheit.
Was feiern die christlichen Kirchen an Ostern?
Ostern ist nach christlichem Glauben die Vollendung des Auftrages von Jesus Christus: Der Gottessohn starb für die Sünden der Welt und überwand den Tod durch die Auferstehung, auf die deshalb alle Christen hoffen dürfen.
Warum hat Ostern kein festes Datum?
Nach der biblischen Überlieferung ging Jesus „hinauf nach Jerusalem" zum Pessachfest. Dort kam es zu Gefangennahme, Geißelung, Verurteilung, Kreuzestod und Auferstehung. Deshalb lehnt sich der Zeitpunkt für Ostern an das Pessachfest an, das die Juden nach ihrem Kalender am Abend des 14. Nisan (Frühlingsmonat) beginnen. Nach langem Streit um das Osterdatum in der Kirchengeschichte legte 325 das Konzil von Nicäa, vereinfacht gesagt, den Ostersonntag auf den ersten Sonntag, der dem Frühlingsvollmond folgt.
Warum heißt es Karwoche und Karfreitag?
Die Bezeichnung leitet sich von dem Althochdeutschen kara ab, was Klage, Kummer oder Trauer bedeutet. In der katholischen Kirche ist er ein strenger Fast- und Abstinenztag, dem 40 Tage Verzicht (seit Aschermittwoch) vorausgehen. Dies erinnert an die 40 Tage, die Jesus in der Wüste fastete. In vielen evangelischen Gemeinden wird der Karfreitag als Abendmahlgottesdienst gefeiert.
Warum die läuten viele Kirchen die Glocken ab Gründonnerstag bis zum Ostersonntag nicht mehr?
Orgel und Kirchenglocken schweigen im Gedenken an den Tod Jesu. In manchen süddeutschen Gegenden und im Rheinland werden die Gläubigen stattdessen mit "Ratschen" zum Gottesdienst gerufen, das sind Holzinstrumente, die ein knatterndes Geräusch machen. An Karfreitag und Karsamstag brennt das Ewige licht nicht der Altar ist schmucklos, die Leuchter oft schwarz verhüllt.
Woher kommt der Name Gründonnerstag?
Er hat nichts mit der Farbe Grün zu tun, sondern wird von greinen (= weinen) aus dem Althochdeutschen abgeleitet.
Was hat es mit dem Brauch auf sich, Ostern Feuer zu entzünden?
Viele christliche Feste werden zum gleichen Zeitpunkt gefeiert wie heidnische Feste, die wesentlich älter sind. Der Frühlingsbeginn, der oft mit Ostern zusammenfällt, ist Zeichen für wiederkehrendes Leben und Licht. Die Osterfeuer und brennenden Osterräder gehen wahrscheinlich auf keltischen Ursprung zurück. Sie sollten böse Geister vertreiben.
Was haben Osterhase und Ostereier bei all dem zu suchen?
Die eigenartige Kombination von Hase und Ei soll auf die altgermanische Göttin Ostara zurückgehen, deren Fruchtbarkeitssymbole dies angeblich waren. Eier werden jedoch auch rituell beim jüdischen Pessachmahl verzehrt. Eine weitere Erklärung geht auf die Fastenpraxis der katholischen und orthodoxen Kirche zurück. Fleischgenuss ist während der Fastenzeit verboten; Eier wurden als „flüssiges Fleisch" mitgerechnet. So entstand ein Überangebot und man hat die Eier abgekocht, um sie haltbar zu machen. Das Färben von Eiern zu Ostern ist eine weit verbreitete christliche Tradition, die von Armenien über Russland, Griechenland, den Mittelmeerraum bis hin nach Mitteleuropa bekannt ist. In manchen Gegenden werden Spiele mit den Eiern veranstaltet - sie werden geworfen oder „geditscht", das heißt angestoßen. Schokoladeneier hingegen sind einfach eine clevere Verkaufsidee.
Quelle: WR vom 20.3.2008, Silvia Griffin

Eine wunderschöne Seite mit Bildern, Texten, Übungen usw. zu genau diesem Themenbereich findest du hier:
http://www.tibs.at/ostern/index.htm

Hier ein Ausschnitt aus dieser Seite:

CHRISTUS VOR PILATUS

Verurteilung durch Pilatus, Gefangennahme Jesu (Lavant, Helmut Millonig, 20. Jh.)Nach dem Verrat durch Judas und der Gefangennahme Jesu wirdVerurteilung durch Pilatus, Gefangennahme Jesu (Neue Pfarrkirche Weerberg) Jesus dem römischen Statthalter Pilatus vorgeführt. Dieser verhört Jesus, kann jedoch keine Schuld finden.

Pilatus stellt den geschundenen und gegeißelten Jesus dem jüdischen Volk vor mit den Worten "Ecce homo!" (Seht, welch ein Mensch!). Auf die Frage, was er mit Jesus tun solle, antwortet das Volk: "Kreuzige ihn!".

Die Kreuzigung galt bei den Römern als die unehrenhafteste aller Strafen und wurde nur für Verurteilung durch Pilatus, Gefangennahme Jesu (Wallfahrtskirche Maria Larch)Schwerverbrecher verwendet. Das Volk hatte entschieden, Pilatus wusch seine Hände in Unschuld. Auf Verlangen der Juden gibt Pilatus den Verbrecher Barabbas frei und lässt Jesus zur Kreuzigung abführen.

Gezeigt wird der gefesselte Jesus vor Pilatus, der meist sitzt. Jesus ist von Soldaten umgeben. Auch die Szene mit der Handwaschung des Pilatus ist häufig zu finden.

Das Brechen eines Stabes, wie es bei einem der Bilder zu sehen ist, bedeutet das Todesurteil. Wenn über jemanden der Stab gebrochen wird, wird er verurteilt.

 

 

Die ganze Passionsgeschichte - frei nach dem Evangelisten Lukas erzählt, kannst du hier nachlesen!

Überblick
(mit der Zurück-Taste immer wieder hier zu dieser Übersicht!)

Begriffsklärungen: Palmsonntag - Karwoche - Gründonnerstag - Karfreitag - Karsamstag - Ostern Ostersymbole

Einzug Christi in Jerusalem
Das letzte Abendmahl
Fußwaschung
Christus am Ölberg
Verrat durch Judas
Christus vor Pilatus
Verleugnung durch Petrus
Geißelung
Dornenkrönung und Verspottung
Kreuzigung
Grablegung
Auferstehung

Der Osterfestkreis beginnt mit dem Aschermittwoch und erreicht seinen Höhepunkt in der Osternacht mit der Auferstehung Christi. Von der Osternacht bis zum Pfingstsonntag (Ausgießung des Heiligen Geistes) sind es 50 Tage.  

Palmsonntag

Mit dem Palmsonntag beginnt die Karwoche. An diesem Tag wird der Einzug Christi in Jerusalem gefeiert, wobei die Juden Christus mit Palmen zujubelten. Daher kommt die Bezeichnung Palmsonntag. Bei uns gibt es keine Palmen, weshalb meist Buchsbaum verwendet wird. Früher war der Buchsbaum in unseren Gärten überall heimisch. Die geweihten Palmzweige werden nach dem Gottesdienst daheim hinter das Kreuz, auf die Felder und in den Stall gesteckt, um so den Segen des Leidens Christi zu erbeten. Manchmal wird bei Palmprozessionen auch ein Palmesel mitgeführt, der aus Holz geschnitzt, innen hohl und auf ein Gestell mit Rädern montiert ist. Aus dem Hohlraum fielen früher Süßigkeiten oder Brote für die Bevölkerung.

Karwoche

Diese Bezeichnung kommt vom mittelhochdeutschen Wort kar (Wehklage, Trauer), verwandt mit dem englischen Wort care. Es geht dabei um die Bezeichnung der Leidenswoche Christi zwischen dem Palmsonntag und dem Ostersonntag.

Gründonnerstag

Die Bezeichnung kommt von greinen - weinen, trauern. An diesem Tag läuten zum letzten Mal die Kirchenglocken, die dann bis in die Osternnacht verstummen. Der Volksmund sagt, die Glocken seien nach Rom geflogen. Vor allem junge Leute und Messdiener ziehen mit Ratschen durch das Land und machen Lärm mit hölzernen Klappergeräten. Zum Gründonnerstagsgeschehen gehört die Fußwaschung (s. dort) dazu.

Karfreitag

Dies ist der Tag des Todes Christi. Er starb der Tradition nach um drei Uhr am Nachmittag. An diesem Tag begaben sich die Pilger im Heiligen Land auf den Leidensweg Christi zum Berg Golgota. Bei uns wurde der Leidensweg in Form von 14 Kreuzwegstationen nachempfunden (s. dort). Diese Kreuzwegstationen enden auf dem "Berg Golgota", wo sich meist eine kleine Kapelle und eine Kreuzigungsszene befindet.

Karsamstag

Der Karsamstag ist ein stiller Tag und gilt als Gedächtnistag der Grabesruhe Christi. Zwischen der Feier des Todes Jesu am Karfreitag und der Feier der Auferstehung in der Osternacht steht der Karsamstag für die "Höllenfahrt Christi", in der Jesus in das Reich des Todes hinabsteigt.

Ostern - Ostersonntag

Dabei geht es um die Auferstehung Christi, um das erste und ursprüngliche Fest der Christen. Vorbild dazu war das jüdische Passahfest, an dem der Auszug des Volkes Israel aus der ägyptischen Gefangenschaft gefeiert wird. An diesem Tag wurde von jeder Familie ein Lamm geschlachtet, gebraten und gegessen. In dieser Tradition lebte auch Jesus, der beim Letzten Abendmahl vor seinem Tod sein Fleisch und sein Blut als Opfer für die christliche Gedächtnisfeier einsetzte.

Ostersymbole

Lamm: Das Lamm ist ein altes Bild für Christus, der als das Opferlamm gilt. Der auferstandene Christus trägt meist die Osterfahne (weiße Fahne mit rotem Kreuz).

Osterei: Vor Ostern ist die Fastenzeit (ab dem Aschermittwoch). Über Jahrhunderte war es verboten, in dieser Fastenzeit Eier zu essen, da Eier unter die Fleischspeisen gerechnet wurden. So sammelten sich in den Wochen vor Ostern eine Menge Eier an. Diese Eier dienten als Begleichung für Pachtgeld und Zinsen. Für die Christen wurde das Ei auch zum Symbol der Auferstehung Christi. Die Schale bedeutet das Grab, aus ihr geht ein lebendiges Wesen hervor. Das Ei ist auch Symbol der Fruchtbarkeit, aber auch Symbol des Frühlingsanfangs. Die Freude über die Auferstehung Christi und den Frühlingsbeginn soll in bunt gefärbten Ostereiern ihren Ausdruck finden. Ursprünglich waren die Ostereier rot gefärbt, Abbild jenes Purpurmantels, mit dem Christus verspottet wurde.

Osterhase: Die Herkunft des Osterhasen ist nicht klar. Eine Theorie besagt, dass ein als Brot gebackenes Osterlamm als Osterhase missgedeutet wurde. Die zweite Theorie, die viel wahrscheinlicher ist, sieht den Osterhasen als eine evangelische Erfindung. Hasen waren bei verschiedenen Völkern Symbole für den Frühlingsanfang und der Fruchtbarkeit. Irgendwann entstand das Märchen, dass der Hase die Ostereier legt.

Osterkerze: Die Osterkerze weist auf Christus hin, der glorreich auferstanden ist vom Tod und dessen Licht das Dunkel der Herzen vertreibt. Sie ist groß und steht vorne im Altarraum. Auf ihrer Vorderseite ist mit rotem Wachs ein Kreuz aufgetragen, über dem oben der erste Buchstabe A (Alpha) und unten der letzte Buchstabe Omega des griechischen Alphabets aufgetragen ist. In die vier Felder, die durch die beiden Kreuzbalken entstehen, ist die Jahreszahl des jeweiligen Osterfestes wiederum mit rotem Wachs aufgesetzt.

Grundlage für die folgende Darstellung ist in erster Linie das Matthäus-Evangelium

Einzug Christi in Jerusalem

Dieses Fest des Einzugs Christi in Jerusalem wird am Palmsonntag, dem Sonntag vor Ostern, gefeiert. Christus reitet auf einem Esel in Jerusalem ein. Zahlreiche Pilger und die Jünger bereiten ihm einen triumphalen Empfang, breiten ihre Mäntel aus oder streuen Palmzweige auf den Weg. Palmzweige sind ein Zeichen der Huldigung (Verehrung).

Das letzte Abendmahl

Beim Letzten Abendmahl handelt es sich um die letzte Zusammenkunft von Jesus mit seinen zwölf Jüngern vor seiner Gefangennahme. Als Vorbild diente das jüdische Passahmahl, das an die Befreiung des jüdischen Volkes aus der ägyptischen Gefangenschaft erinnert.

Jesus deutet dabei seinen bevorstehenden Tod an und fordert die Jünger auf, künftig das gemeinsame Mahl zu seinem Gedächtnis zu halten. Er bezeichnet das Brot als seinen Leib, den er für die Menschheit gegeben, und den Wein als sein Blut, das er für die Menschheit vergossen habe. Im christlichen Gottesdienst ist die Darbringung von Brot (Leib Jesu) und Wein (Blut Jesu) das zentrale Element. Es geht hier um das Leben nach dem Tod.

Jesus kündigt auch seinen Verrat durch Judas an. Direkt neben Jesus befindet sich oft Johannes der Evangelist als Lieblingsjünger Jesu. Johannes kann aber auch an der Brust Jesu liegen, was sich aus der antiken Sitte erklärt, beim Mahl zu liegen.

Judas wird als Verräter gerne in gelber Kleidung dargestellt. Gelb ist die Farbe des Hasses und des Verrats.

Fußwaschung

Die Fußwaschung gehört zum Abendmahl. Noch während des Mahls wäscht Jesus seinen Jüngern die Füße. Dieser Brauch entspricht einem alten orientalischen Höflichkeitserweis, der meist von Sklaven verrichtet wurde. Nur ganz besonderen Gästen wusch der Hausherr selbst die Füße. Die Fußwaschung durch Jesus ist einerseits als ein Akt der Demut gegenüber seinen Jüngern zu sehen, anderseits als Zeichen der Sündenvergebung - er wäscht sie rein von ihren Sünden. Im Laufe des Mittelalters wird die Fußwaschung immer mehr ein Zeichen der Sündenvergebung.

Christus am Ölberg

Nach dem Letzten Abendmahl will Jesus alleine sein und sich auf sein Leiden vorbereiten. Er geht zum Garten Getsemane am Ölberg, um zu beten. Begleitet wird er nur von Petrus, Johannes und Jakobus dem Älteren. Die anderen Jünger bleiben am Eingang des Gartens zurück. Während Christus im Gebet an seinen nahen Tod denkt, schlafen die drei Jünger immer wieder ein. Jesus betet zu seinem Vater, dass der "Kelch" (des Leidens ) an ihm vorübergehen möge. Kelch oder Becher wird wie im Alten Testament als Sinnbild für den Zorn oder das Gericht Gottes verstanden, im Neuen Testament zum Symbol der göttlichen Gnade.

Oft findet sich ein Engel, der den Kelch zu Jesus bringt. Jesus rinnt in seiner Todesangst der Schweiß wie Blutstropfen von der Stirn. Die Hand Gottes, die aus den Wolken hervorkommt, bedeutet die Annahme des Opfers.

Jesus wird grundsätzlich kniend, mit aufgerichtetem Oberkörper dargestellt, Gesicht und Gewand mit Blutstropfen bedeckt.

 Verrat durch Judas

Nach dem Gebet am Ölberg in der Nacht wird Jesus im Kreis seiner Jünger verraten und gefangen genommen. Judas, einer der Begleiter Jesu, verrät ihn durch einen Kuss auf die Wange (Judaskuss = Verräterkuss) an die Tempelwache. Petrus zieht dabei sein Schwert und schlägt dem Knecht Malchus ein Ohr ab. Jesus lässt Petrus das Schwert wegstecken und fügt Malchus das Ohr wieder an. Alle Jünger fliehen und verlassen Jesus.

Christus vor Pilatus

Nach dem Verrat durch Judas und der Gefangennahme Jesu wird Jesus dem römischen Statthalter Pilatus vorgeführt. Dieser verhört Jesus, kann jedoch keine Schuld finden.

Pilatus stellt den geschundenen und gegeißelten Jesus dem jüdischen Volk vor mit den Worten "Ecce homo!" (Seht, welch ein Mensch!). Auf die Frage, was er mit Jesus tun solle, antwortet das Volk: "Kreuzige ihn!".

Die Kreuzigung galt bei den Römern als die unehrenhafteste aller Strafen und wurde nur für Schwerverbrecher verwendet. Das Volk hatte entschieden, Pilatus wusch seine Hände in Unschuld. Auf Verlangen der Juden gibt Pilatus den Verbrecher Barrabas frei und lässt Jesus zur Kreuzigung abführen.

Verleugnung durch Petrus

Vor seiner Gefangennahme sagt Jesus zu seinen Jüngern, dass alle ihn im Stich lassen werden. Zu Petrus sagt er: "Ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnet haben." Während des Verhörs Jesu im Hause des Hohenpriesters Kaiphas wartet Petrus im Hof. Als Mägde und Knechte ihn als Anhänger Jesu bezeichnen, verleugnet er dreimal. Als danach der Hahn kräht, weint Petrus vor Reue.

Die Geißelung

Die Geißelung ist eine Folterung, die nach römischen Recht als Einleitung der Kreuzigung galt. Sie kann vor oder während des Verhörs von Pilatus durchgeführt worden sein.

Christus ist fast nackt an eine Säule gebunden, zwei oder mehrere Knechte schlagen mit Geißeln auf seinen blutüberströmten Körper ein. Vor allem die Geißelknechte sind brutal dargestellt. Es geht dabei um den wilden Gesichtsausdruck und um die Aktion des Schlagens. So wurde es auf einem alten Gemälde dargestellt.

Verwandt mit diesem Thema ist die Darstellung von "Jesus an der Geißelsäule", die sich in vielen Kirchen befindet.

Dornenkrönung und Verspottung

Es geht dabei um die Krönung Jesu als "König der Juden" vor der Kreuzigung. Der römische Statthalter Pilatus fragt die Juden wiederholt, ob sie ihren König, wie Jesus bezeichnet wird, kreuzigen lassen wollen. Nach der Verurteilung zum Kreuzestod und der von Pilatus befohlenen Geißelung verhöhnen und verspotten die römischen Soldaten Jesus, legen ihm als Zeichen des Königs einen Purpurmantel um, setzen ihm eine Dornenkrone auf das Haupt und geben ihm statt eines Zepters ein Rohr in die Hand.

Kreuzigung

Nach der Kreuzannagelung erfolgt die Kreuzaufrichtung. Jesus wird zugleich mit zwei Räubern auf dem Hügel Golgatha (Schädelhöhe) gekreuzigt. Diese beiden Schächer sind im Unterschied zu Jesus meist an zwei T-förmige Kreuze gefesselt. Beim Kreuz stehen die Mutter Maria, drei weitere Frauen mit dem Namen Maria und Johannes der Evangelist. Als Lieblingsjünger von Jesus erhielt er von ihm den Auftrag, sich um Maria zu kümmern, weshalb er bei der Kreuzigung und beim Marientod zu finden ist. Es könnten auch eine Menge Zuschauer zugegen gewesen sein.

Mittags verdüstert eine Sonnenfinsternis für drei Stunden das Land. Jemand gibt Jesus mit einem mit Essig getränkten, auf ein Schilfrohr gesteckten Schwamm zu trinken.

Um drei Uhr nachmittags stirbt Jesus. Genau in diesem Moment reißt der Vorhang im Tempel zu Jerusalem entzwei und die Erde bebt. Als Erinnerung daran läuten bei uns an jedem Freitag um 15.00 Uhr die Glocken.

Der Legende nach stößt der römische Soldat Longinus seine Lanze in die Seite, und das herabtropfende Blut heilt angeblich seine kranken Augen. Aus der Seitenwunde Jesu fließt Blut und Wasser.

Am oberen Ende des Kreuzes befindet sich eine kleine Tafel mit den Buchstaben INRI (lat. Jesus Nazarenus Rex Judaeorum - Jesus von Nazareth, König der Juden).

 Grablegung

Josef von Arimathäa und Nikodemus, zwei angesehene Bürger, die Jesus nahe standen, hüllen den Leichnam in ein Leinentuch, dann legen sie ihn in ein Felsengrab oder in ein Steingrab in einem Garten in der Nähe von Golgatha. Diese Graböffnung verschließen sie mit einem großen Stein.

Bei dieser Szene sind meist auch Maria Magdalena, Johannes der Evangelist, die Mutter Maria und eine andere Maria dabei, oft auch noch weitere trauernde Frauen.

Auferstehung

Am dritten Tage stand Jesus von den Toten auf. Diese Szene gilt als Kernstück des christlichen Glaubens - beim Fest der Auferstehung handelt es sich um das Osterfest. Die Evangelien berichten nur von einem oder zwei Engeln am leeren Grab und von den Erscheinungen des auferstandenen Christus, sie sagen aber nichts über die Auferstehung selbst. Am Ostersonntag kommen jedoch Frauen zum Grab und finden es leer. Je nach Evangelium werden verschiedene Frauen genannt.

 

 

Dies ist die Leidensgeschichte Jesu, frei nacherzählt nach dem Text des Evangelisten Lukas (Lukas 19 – 24)

Jesus zieht in Jerusalem ein

Jesus zog weiter und ging nach Jerusalem hinauf. Als er in die Nähe von Betfage und Betanien am Ölberg ankam, schickte er zwei Jünger voraus mit dem Auftrag: „Geht in das Dorf, das vor uns liegt. Wenn ihr hineinkommt, werdet ihr ein Eselsfohlen angebunden finden, auf dem noch nie ein Mensch gesessen hat. Bindet es los und bringt es her! Wenn jemand euch fragt: Warum bindet ihr es los? , dann antwortet: Der Herr braucht es.“ Die beiden Jünger machten sich auf und fanden es so, wie er es ihnen gesagt hatte. Als sie das Fohlen losbanden, sagten die Leute, denen es gehörte: „Warum bindet ihr das Fohlen los?“ Sie antworteten: „Der Herr braucht es.“ Dann führten sie es zu Jesus, legten ihre Kleider auf das Tier und halfen Jesus hinauf.

Während er dahin ritt, breiteten die Menschen ihre Kleider auf dem Weg aus. Als er an die Stelle kam, wo der Weg vom Ölberg hinabführt, begannen alle Jünger freudig und mit lauter Stimme Gott zu loben wegen all der Wundertaten, die sie gesehen hatten:

„Gepriesen sei der König, er kommt im Namen des Herrn!
Im Himmel Friede und Herrlichkeit in der Höhe!“
Da riefen ihm einige Pharisäer aus der Menge zu: „Meister, bring deine Jünger zum Schweigen!“ Er erwiderte: „Ich sage euch: Wenn sie schweigen, werden die Steine schreien.“

 Eine alte Witwe opfert

 Als er eines Tages im Tempel das Volk lehrte, blickte er auf und sah, wie die Reichen ihre Gaben in den Opferkasten legten. Dabei sah er auch eine arme Witwe, die zwei Kupfermützen hineinwarf. Da sagte er: „Wahrhaftig, ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr als alle anderen hineingeworfen. Denn sie alle haben nur etwas von ihrem Reichtum in den Opferkasten gelegt. Die Frau aber, die nur das Nötigste zum Leben hat, ihre ganze Habe gegeben, alles, was sie besaß.“
Schreiber: Patrick Schmidt

 Judas verrät Jesus

 Das Fest der Ungesäuerten Brote, das Pascha genannt wird, war nahe. Und die Hohenpriester und Schriftgelehrten suchten nach einer Möglichkeit, Jesus unauffällig zu beseitigen; sie fürchteten nämlich das Volk. Der Satan aber ergriff Besitz von Judas, genannt Iskariot, der zu den Zwölf gehörte. Judas ging zu den Hohenpriestern und Hauptleuten und beriet mit ihnen, wie er Jesus an sie ausliefern könnte. Da freuten sie sich und kamen mit ihm überein, ihm Geld dafür zu geben. Er sagte zu und suchte von da an nach einer günstigen Gelegenheit, um ihn an sie auszuliefern, ohne dass das Volk es merkte.
Schreiberin: Dominique

 Jesus feiert das Paschamahl

Dann kam der Tag der Ungesäuerten Brote, an dem das Paschalamm geschlachtet werden musste. Jesus schickte Petrus und Johannes in die Stadt und sagte: „Geht und bereitet für uns das Paschamahl vor. Sie fragten ihn: „Wo sollen wir es vorbereiten?“ Er antwortete ihnen: „Wenn ihr in die Stadt kommt, wird euch ein Mann begegnen, der einen Wasserkrug trägt. Folgt ihm in das Haus, in das er hineingeht, und sagt zu dem Herrn des Hauses: Der Meister lässt dich fragen: Wo ist der Raum, in dem ich mit meinen Jüngern das Paschamahl essen kann? Und der Hausherr wird euch ein großes Obergemach zeigen, das mit Polstern ausgestattet ist. Dort bereitet alles vor!“ Sie gingen und fanden es so, wie er ihnen gesagt hatte, und bereitet das Paschamahl vor.
Schreiberin: Annika Gleim

 Als die Stunde gekommen war, setzte er sich mit den Aposteln zu Tisch. Und er sagte zu ihnen: „Wie sehr habe ich mir gewünscht, vor meinem Leiden dieses Paschamahl mit euch zu essen. Denn ich sage euch: Ich werde es nicht mehr feiern, bis es seine Erfüllung findet im Reich Gottes.“ Dann nahm er einen Becher, sprach das Dankgebet, und sagte: „Nehmt ihn und reicht ihn unter euch weiter! Denn ich sage euch: Von nun an werde ich nicht mehr von der Frucht des Weinstocks trinken, bis das Reich Gottes kommt.“ Dann nahm er Brot, sprach das Dankgebet, brach das Brot und reichte es ihnen mit den Worten: „Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird. Tut dies zu meinem Gedächtnis!“ Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch und sagte: „Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, das für euch vergossen wird. – Doch sehr, der Mann, der mich verrät, sitzt mit mir am Tisch. Der Menschensohn muss zwar den Weg gehen, der ihm bestimmt ist; aber wehe dem Menschen, durch den er verraten wird.“ Da fragte einer den anderen, wer von ihnen das wohl tun werde. Petrus beteuerte: „Herr, ich bin bereit, dir auch ins Gefängnis und in den Tod zu folgen.“ Jesus antwortete: „Ich sage dir, Petrus, ehe heute der Hahn kräht, wirst du dreimal leugnen, mich zu kennen.“

 Jesus betet im Garten Getsemani

 Dann verließ Jesus die Stadt und ging, wie er es gewohnt war, zum Ölberg; seine Jünger folgten ihm. Als er dort war, sagte er zu ihnen: „Betet darum, dass ihr nicht in Versuchung geratet!“ Dann entfernte er sich ungefähr einen Steinwurf weit, kniete nieder und betete:“ Vater, wenn du es willst, nimm diesen Kelch von mir! Aber nicht mein, sondern dein Wille geschehe!“ Da erschien ihm ein Engel vom Himmel und gab ihm die Kraft. In seiner Angst betete er noch inständiger, und sein Schweiß tropfte wie Blut zur Erde. Nach dem Gebet stand er auf, ging zu den Jüngern und fand sie schlafend; denn sie waren vor Kummer erschöpft. Er sagte zu ihnen: „Wie könnt ihr schlafen? Steht auf und betet, damit ihr nicht in Versuchung geratet!“

 Jesus wird gefangen genommen

Noch während er redete, kam eine Schar Männer, und einer der Zwölf, nämlich Judas, ging ihnen voran. Er näherte sich Jesus, um ihn zu küssen. Jesus aber sagte zu ihm: „Judas, mit einem Kuss verrätst du den Menschensohn?“ Als seine Begleiter merkten, was vorging, fragten sie: „Herr, sollen wir mit dem Schwert dreinschlagen?“ Und einer von ihnen schlug auf den Sklaven des Hohenpriesters ein und hieb ihm das rechte Ohr ab. Jesus aber rief: „Lasst das! Hört auf!“ Und er berührte das Ohr und heilte den Mann. Zu den Hohenpriestern, den Hauptleuten der Tempelwachen und zu den Ältesten, die auf ihn zukamen, sagte Jesus: „Mit Schwertern und Knüppeln seid ihr ausgezogen wie gegen einen Räuber. Als ich Tag für Tag bei euch im Tempel war, habt ihr nicht gewagt, mir etwas anzutun. Aber das ist eure Stunde, jetzt hat die Finsternis die Macht.“

Schreiberin: Sophia Unterstein

 Sie nahmen ihn fest, führten ihn ab und brachten ihn in das Haus des Hohenpriesters; Petrus folgte von weitem. Mitten im Hof zündeten sie ein Feuer an und setzten sich ringsum; Petrus setzte sich zu ihnen. Eine Magd sah ihn am Feuer sitzen, schaute ihn genau an und sagte „Der war auch mit zusammen“ Petrus aber leugnete: „Frau, ich kenne ihn nicht.“ Kurz danach bemerkte ihn ein anderer und sagte: „Du gehörst auch zu ihnen.“ Petrus aber sagte: „ Mensch, nein!“ Etwa eine Stunde später behauptete wieder einer: „Ganz sicher, der war auch mit ihnen zusammen Außerdem ist er ein Galiläer.“ Petrus aber erwiderte: „Mensch ich weiß nicht, wovon du redest!“ In diesem Augenblick, noch während er redete, krähte ein Hahn. Da wandte sich der Herr um und blickte Petrus an. Jetzt erinnerte sich Petrus an das, was der Herr zu ihm gesagt hatte: Ehe heute der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. Und er ging hinaus und begann bitter zu weinen.
Schreiber: Konrad Braach

 Der Hohe Rat verhörte Jesus

 Die Wächter trieben ihren Spott mit Jesus. Sie schlugen ihn, verdeckten ihm das Gesicht und fragten: „Sag uns, Prophet, wer hat dich geschlagen?“ Und noch viele andere Lästerungen musste er über sich ergehen lassen .Als es Tag wurde, versammelte sich der Ältestenrat des Volkes, die Hohenpriester und Schriftgelehrten, und man führte ihn vors Gericht. Sie sagten: „Wenn du der Messias bist, dann sag es uns!“ Er antwortete ihnen: „Wenn ich es euch sage, werdet ihr mir nicht glauben; von nun an wird der Menschensohn zur Rechten des allmächtigen Gottes sitzen. Da fragten alle: „Du bist also der Sohn Gottes?“ Er antwortete ihnen: „Ihr sagt es, ich bin es.“ Da riefen sie: „Was brauchen wir jetzt noch Zeugenaussagen? Wir haben es selbst aus seinem Mund gehört.“
Schreiberin: Charlotte Götting

 Jesus steht vor Pilatus

Daraufhin erhob sich die ganze Versammlung, und man führte Jesus zu Pilatus. Dort erhoben sie Anklage gegen ihn und sagten: „Wir haben festgestellt, dass dieser Mensch unser Volk verführt, es davon abhält, dem Kaiser Steuern zu zahlen, und sich als Messias und König ausgibt.“ Pilatus fragte ihn: „Bist du der König der Juden?“ Er antwortete ihm: „Du sagst es.“ Da sagte Pilatus zu den Hohenpriestern und zum Volk: „Ich kann bei diesem Menschen keine Schuld feststellen.“ Sie aber blieben hartnäckig und sagten: „Er wiegelt das Volk auf und verbreitet seine Lehre in ganz Judäa, von Galiläa bis hierher.“

Pilatus rief die Hohenpriester und andere Mitglieder des Hohen Rats und das Volk zusammen und sagte zu ihnen: „Ihr habt mir diesen Menschen hergebracht und behauptet, er wiegle das Volk auf. Ich selbst habe ihn in eurer Gegenwart verhört. Ich habe keine eurer Anklagen bestätigt gefunden. Ihr seht also: Er hat nichts getan, wofür er den Tod verdient. Daher will ich ihn nur auspeitschen lassen und dann frei geben.“ Da schrieen sie alle miteinander: „Weg mit ihm, lass den Barabbas frei!“ Dieser Mann war wegen eines Aufruhrs in der Stadt und wegen Mordes ins Gefängnis geworfen worden. Pilatus aber redete wieder auf sie ein, denn er wollte Jesus frei lassen. Doch sie schrieen: „Kreuzige ihn! Kreuzige ihn!“ Zum dritten Mal sagte er zu ihnen: „Was für ein Verbrechen hat er denn begangen. Ich habe nichts feststellen können, wofür er den Tod verdient. Daher will ich ihn auspeitschen lassen und dann frei geben.“ Sie aber schrieen und forderten immer lauter, dass Jesus gekreuzigt würde, und mit ihrem Geschrei setzten sie sich durch. Pilatus entschied, dass ihre Forderung erfüllt werde. Er gab den Mann frei, der wegen Aufruhr und Mord im Gefängnis saß, und den sie gefordert hatten. Mit Jesus aber verfuhr er, wie sei es gewollt hatten.

Jesus wird gekreuzigt

Als die Soldaten Jesus abführten, ergriffen sie einen Mann aus Zyrene mit Namen Simon, der gerade vom Feld kam. Ihm luden sie das Kreuz auf, damit er es hinter Jesus hertrage. Es folgte eine Menge Menschen, darunter auch Frauen, die um ihn klagten und weinten. Jesus wandte sich zu ihnen um und sagte: „Ihr Frauen von Jerusalem, weint nicht über mich; weint über euch und eure Kinder! Denn es kommen Tage, da wird man sagen: Wohl den Frauen, die unfruchtbar sind, die nicht geboren und nicht gestillt haben! Dann wird man zu den Bergen sagen: Fallt auf uns! und zu den Hügeln: Bedeckt uns! Denn wenn das schon am grünen Holz geschieht, was wird dann erst am dürren geschehen?" Zusammen mit Jesus wurden auch zwei Verbrecher zur Hinrichtung geführt.

Sie kamen zu der Stelle, die „Schädel“ genannt wird. Dort kreuzigten sie ihn und die Verbrecher, den einen zur Rechten, den anderen zur Linken. Jesus aber betete: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun." Sie warfen das Los und verteilten seine Kleider. Das Volk stand dabei und schaute zu. Die Mitglieder des Hohen Rats spotteten: „Anderen hat er geholfen, nun soll er sich selbst helfen, wenn er der von Gott erwählte Messias ist." Auch die Soldaten verspotteten ihn; sie traten vor ihn hin, reichten ihm Essig und sagten: „Wenn du der König der Juden bist, dann hilf dir selbst!"

Über ihm war eine Tafel angebracht mit der Aufschrift: Das ist der König der Juden. Einer der Verbrecher, die neben ihm hingen, lästerte ihn: „Bist du denn nicht der Messias? Dann hilf dir und uns!" Der andere aber wies ihn zurecht und sagte: "Fürchtest du Gott nicht? Du erleidest doch die gleiche Strafe. Uns geschieht recht, wir erhalten den Lohn für unsere Taten; dieser aber hat nichts Unrechtes getan." Dann sagte er: „Jesus, denk an mich, wenn du in deiner Macht als König kommst!" Jesus erwiderte ihm: "Amen, ich sage dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein."

 Es war etwa um die sechste Stunde, als eine Finsternis über das ganze Land kam. Sie dauerte bis zur neunten Stunde. Die Sonne verdunkelte sich. Der Vorhang im Tempel riss mitten entzwei, und Jesus rief laut: „Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist." Und alle, die sahen, was sich ereignet hatte, schlugen sich an die Brust und gingen betroffen weg. Alle seine Bekannten aber standen fern vom Kreuz, auch die Frauen, die ihm von Galiläa gefolgt waren und alles mit ansahen

 Jesus wird begraben

Zu den Mitgliedern des Hohen Rates gehörte ein Mann namens Josef, der aus der jüdischen Stadt Arimathäa stammte. Er wartete auf das Reich Gottes, hatte dem, was die anderen beschlossen und durchgeführt hatten, nicht zugestimmt, weil er gut und gerecht war. Er ging zu Pilatus und bat um den Leichnam Jesu. Und er nahm ihn vom Kreuz, hüllte ihn in ein Leinentuch und legte ihn in ein Felsengrab, in dem noch niemand bestattet worden war. Das war am Rüsttag, kurz bevor der Sabbat begann. Die Frauen, die mit Jesus aus Galiläa gekommen waren, gaben ihm das Geleit und sahen zu, wie der Leichnam in das Grab gelegt wurde. Dann kehrten sie heim und bereiteten wohlriechende Öle und Salben zu. Am Sabbat aber ruhten sie, wie es vom Gesetz vorgeschrieben war.

 Engel erscheinen den Frauen am leeren Grab

 Am ersten Tag der Woche gingen sie mit den wohlriechenden Salben in aller Frühe zum Grab. Da sahen sie, dass der Stein vom Grab weggewälzt war. Sie gingen hinein, fanden aber den Leichnam Jesu, des Herrn, nicht. Als sie ratlos dastanden, traten zwei Männer in leuchtenden Gewändern zu ihnen. Sie erschraken und blickten zu Boden. Die Männer aber sagten zu ihnen: „Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Erinnert euch an das, was er euch gesagt hat, als er noch in Galiläa war: Der Menschensohn muss den Händen der Sünder ausgeliefert und gekreuzigt werden, und am dritten Tag muss er auferstehen." Da erinnerten sie sich an seine Worte. Sie verließen das Grab und berichteten alles den Elf und den übrigen Jüngern. Es waren Maria aus Magdala, Johanna und Maria, die Mutter des Jakobus. Auch die anderen Frauen, die bei ihnen waren, erzählten es den Aposteln. Doch die Apostel hielten das alles für Geschwätz und glaubten den Frauen nicht. Petrus aber stand auf und lief zum Grab. Er beugte sich vor, sah aber nur die Leinenbinden dort liegen. Dann ging er nach Haus, voll Verwunderung über das, was geschehen war.

 Der Auferstandene erscheint den Jüngern auf dem Weg nach Emmaus

 Am gleichen Tag waren zwei von den Jüngern auf dem Weg in ein Dorf namens Emmaus, das sechzig Stadien von Jerusalem entfernt ist. Sie sprachen miteinander über all das, was sich ereignet hatte. Und während sie miteinander redeten und sich besprachen, kam Jesus dazu und ging mit ihnen. Doch sie waren wie mit Blindheit geschlagen, so dass sie ihn nicht erkannten. Er fragte sie: „Was sind das für Dinge, über die ihr auf dem Weg miteinander redet?" Da blieben sie traurig stehen, und der eine von ihnen, der Kleopas hieß, antwortete ihm: „Bist du der einzige in Jerusalem, der nicht gehört hat, was sich in diesen Tagen dort ereignete?" Er fragte sie: „Was denn?" Sie antworteten ihm: „Das mit Jesus aus Nazaret; er war ein Prophet und hat vor Gott und allem Volk Großes getan und gesagt. Doch unsere Hohenpriester und Führer haben ihn zum Tod verurteilt und ans Kreuz schlagen lassen. Wir aber hofften, dass er es sei, der Israel retten werde. Und heute ist schon der dritte Tag, seit das geschehen ist. Einige der Frauen aus unserem Kreis haben uns allerdings in große Aufregung versetzt. Sie waren in der Frühe beim Grab, fanden aber seinen Leichnam nicht. Als sie zurückkamen, erzählten sie, ihnen seien Engel erschienen und hätten gesagt, dass er lebe. Einige von uns gingen dann zum Grab und fanden es so, wie die Frauen gesagt hatten; ihn selbst aber sahen sie nicht."

Da sagte er zu ihnen: „Begreift ihr denn nicht? Wie schwer fällt es euch, alles zu glauben, was die Propheten gesagt haben! Musste nicht der Messias all das erleiden, um so in seine Herrlichkeit zu gelangen?" Und ausgehend von Mose und allen Propheten legte Jesus ihnen dar, was in der ganzen Schrift über ihn geschrieben steht.

So erreichten sie das Dorf, zu dem sie unterwegs waren. Jesus tat, als wolle er weitergehen, aber sie baten ihn dringend: „Bleib bei uns; es will Abend werden, und der Tag hat sich schon geneigt." Da ging er mit ihnen hinein, um bei ihnen zu bleiben. Und als er sich mit ihnen zum Essen niedergesetzt hatte, nahm er das Brot, sprach den Segen, brach es und gab es ihnen. Da gingen ihnen die Augen auf, und sie erkannten ihn; dann war er nicht mehr zu sehen. Und sie sagten zueinander: „Brannte uns nicht das Herz, als er unterwegs mit uns redete und uns den Sinn der Schrift erklärte?"

Noch in derselben Stunde brachen sie auf und kehrten nach Jerusalem zurück. Sie fanden die Elf und die anderen Jünger versammelt. Diese sagten: „Der Herr ist wirklich auferstanden und ist dem Simon erschienen." Da erzählten auch sie, was sie unterwegs erlebt und wie sie ihn erkannt hatten, als er das Brot brach.

 Jesus erscheint den Jüngern in Jerusalem

 Während sie noch darüber redeten, trat er selbst in ihre Mitte. Vor Angst und Schrecken meinten sie, einen Geist zu sehen. Da sagte er zu ihnen: „Was seid ihr so bestürzt? Warum lasst ihr in eurem Herzen solche Zweifel aufkommen? Seht meine Hände und Füße an: Ich bin es wirklich. Fasst mich doch an und seht." Dabei zeigte er ihnen seine Hände und Füße. Freude und Staunen erfüllte sie; doch konnten sie es immer noch nicht glauben. Da sagte er zu ihnen: „Habt ihr etwas zu essen hier?" Sie gaben ihm ein Stück gebratenen Fisch. Er nahm es und aß es vor ihren Augen. Dann sprach er zu ihnen: „Ich werde zu euch herab senden, was mein Vater verheißen hat. Bleibt in der Stadt, bis ihr mit der Kraft aus der Höhe ausgerüstet seid!"

 Der Vater nimmt seinen Sohn in den Himmel auf

Dann führte er sie hinaus in die Nähe von Betanien. Dort erhob er seine Hände und segnete sie. Und während er sie segnete, verließ er sie und wurde zum Himmel emporgehoben. Sie aber fielen vor ihm nieder. Dann kehrten sie in großer Freude nach Jerusalem zurück. Und sie waren immer im Tempel, um Gott zu preisen.
Quelle: Bibel für die Grundschule, Kevelaer 1979

Osterquiz

Förderstufe - Klasse 6
Die Bibel und ihre Entstehung

Die Entstehung des Alten Testaments
Bevor die ersten Teile des Alten Testaments niedergeschrieben wurden, waren sie schon Jahrhunderte lang mündlich weitergegeben worden. Ab dem 9. Jahrhundert v. Chr. sind die Texte dann schriftlich niedergelegt worden. Es ist jedoch sehr schwer, die genaue Entstehungszeit der alttestamentlichen Bücher anzugeben. So gehen andere Bibelforscher davon aus, dass die Bücher Mose im Urtext schon etwa 1450 v. Chr. verfasst worden sind. Seit dem 5. Jahrhundert v. Chr. haben jüdische Gelehrte die heiligen Schriften gesammelt und zu größeren Einheiten zusammengefügt, beginnend mit der Tora. Die jüngsten Bücher wurden erst im 2. Jahrhundert v. Chr. niedergeschrieben. So sind von den Anfängen mündlicher Überlieferung bis zu den letzten schriftlichen Aufzeichnungen des Alten Testaments etwa tausend Jahre vergangen. Die Geltung einzelner Bücher war im Judentum lange umstritten. Vermutlich stand der genaue Umfang der hebräischen heiligen Schriften gegen Ende des 1. Jahrhunderts n. Chr. fest. In den Jahrhunderten nach der Zerstörung des Tempels und Jerusalems durch die Römer im Jahr 70 n. Chr. fixierten jüdische Gelehrte die Gestalt des Textes bis in kleinste Einzelheiten. Der so bearbeitete hebräische Text wird "masoretischer Text" genannt, weil er in seiner heutigen Gestalt auf der "Masora" genannten Überlieferungstätigkeit jüdischer Gelehrter (Masoreten) beruht. Er ist bis heute die Grundlage für die Übersetzung des Alten Testaments.

Der von uns »Altes Testament« genannte Teil der Bibel ist die »Heilige Schrift« der Juden. Zusammen bilden Altes und Neues Testament die »Heilige Schrift« der Christen. Das Alte Testament beschreibt die Geschichte des Volkes Israel mit seinem Gott. Es zeigt Jahwe, der mitzieht, führt und befreit, der aber auch Übertretungen bestraft. Es zeigt Jahwe, der seinem Volk aus Liebe Lebensregeln gibt, damit die Menschen gut miteinander auskommen können. Diese Regeln sind in den fünf Büchern Mose, der Tora, zusammengefasst. Tora heißt Weisung, die Weisung Gottes an sein Volk.

Hier wird von Abraham, Jakob, Josef und Mose erzählt.

Die Entstehung des Neuen Testaments
Die frühesten Schriften des Neuen Testaments sind die Briefe des Apostels Paulus. Die Worte Jesu und die Erzählungen über sein Wirken wurden zunächst mündlich weitergegeben; erst als der zeitliche Abstand zu den Ereignissen wuchs, entstand das Bedürfnis nach schriftlicher Auszeichnung. Auf diesem Weg sind die Evangelien entstanden. Fast alle neutestamentlichen Schriften wurden noch im 1. Jahrhundert n. Chr. verfasst. Damals wie auch später gab es daneben noch eine Vielzahl von Schriften, die im Titel vorgaben, Evangelien, Apostelgeschichten oder Jüngerbriefe zu sein, aber die Botschaft von Jesus Christus oder die Lehre der Apostel aus eigener Sicht wiedergaben. Deshalb musste die frühe Kirche eine Entscheidung fällen, welche Schriften als verbindlich galten. Dabei gab es, durch örtliche oder personelle Gegebenheiten bestimmt, Unterschiede in der Auswahl. Am Ende des 2. Jahrhunderts n. Chr. stand jedoch das Neue Testament im wesentlichen in seinem heutigen Umfang fest. Die Auseinandersetzungen der Folgezeit führten im 4. Jahrhundert zur endgültigen Festlegung eines "Kanons" (d.h. wörtlich "Richtschnur") von 27 Schriften, der seitdem in allen großen Kirchen Geltung hat. In den 27 Schriften des Neuen Testaments wird entfaltet, was Jesus Christus für den einzelnen Menschen und für das Heil der ganzen Welt bedeutet.

Quelle: http://www.bibelgesellschaft.ch/html/bibel/entstehung.htm

Die Bibel ist das Buch in der Weltliteratur, das am häufigsten gedruckt, in die meisten Sprachen übersetzt und auch am meisten gelesen wird. Dies ist kein Wunder, denn die Bibel ist das Buch, das von allen christlichen Kirchen als die Urkunde ihres Glaubens anerkannt wird. Die Bibel ist eine Sammlung von vielen Büchern und Briefen. Das sagt schon ihr Name: Er kommt vom griechischen Wort »biblia« und heißt »Bücher«. Im Verlauf von etwa 1000 Jahren (von ca. 950 v. Chr. - 100 n. Chr.) haben Menschen aus ganz unterschiedlichen Zeiten, Könige und Priester, Arme und Reiche, Mächtige und Ohnmächtige ihre Erinnerungen und ihre Erfahrungen miteinander und ihre Erfahrungen mit Gott und Jesus Christus aufgeschrieben. Sie berichten in Liedern und Gedichten, in Geschichtserzählungen, in Gleichnissen und Wundergeschichten von ihren Ängsten und ihrem Glück, von ihren Hoffnungen und Sehnsüchten und ihren Enttäuschungen, von Not und Befreiung.

In der Bibel steht über die Bibel: »Alles, was in den heiligen Schriften steht, ist von Gottes Geist eingegeben und hilft, die Wahrheit zu lehren und den Irrtum aufzudecken, Fehler zu berichtigen und zu einem Leben einzuleiten, das Gott gefällt. So dient es dazu, dass ein Mensch, der Gott gehört, zu allen guten Taten fähig wird.«
2. Tim. 3,16-17

Das Neue Testament: Die Geschichte der frohen Botschaft Jesu
7 vor  bis 33 nach Christi Geburt:
Jesus wächst auf. Um das Jahr 30 verkündet er durch Worte und Taten das Evangelium, d. h. die frohe Botschaft, von der Liebe Gottes zu den Menschen.

30- 50 n. Chr.:
Die Jünger erzählen überall im Lande, was sie mit Jesus erlebt und von ihm gehört haben. Es bildet sich eine Urgemeinde. Einzelne Worte Jesu werden aufgeschrieben.

50- 60 n. Chr.:
Der Apostel Paulus gründet Gemeinden außerhalb Israels. Er schreibt ihnen Briefe, um sie in ihrem Glauben zu stärken und in Fragen des Gemeindelebens zu beraten.

60- 70 n. Chr.: Markus  - 70-80: Matthäus - 80-90 Lukas - um 90 Johannes - nach 90 Apostelgeschichte
Markus, Matthäus, Lukas und Johannes schreiben mit Hilfe der mündlichen Überlieferung und den bereits aufgeschriebenen Jesusworten die vier Evangelien.

um 400: Mehrere Versammlungen von Bischöfen und Gemeindeältesten legen fest, welche Bücher und Briefe in die Sammlung des Neuen Testamentes aufgenommen werden.

Inhaltsverzeichnis einer Bibel


Quiz "Rund um die Entstehung der Bibel"

Quelle: Das Leben suchen, Frankfurt 1985

Additum I (Näheres zu den 5 Büchern Mose, den 4 Evangelien und zur Bibelgeschichte)

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