Globalisierung

Übersicht:

Kommentierte Links
Das Heft der BPB zum Thema
Suchanfragen bei Google
Drei Definitionsversuche
GATT-Abkommen (Was ist was?)
World Trade Organization (WTO)
We Feed The World - Essen global
Gruppenreferate / Workshops zu Politik, Wirtschaft und Ökologie
  Materialien und Links zur Globalisierung (LehrerInnen)

Brauchbare Links

Schlicht und kurz: Medienwerkstatt- Wissenskarte
/ BPB / BpB: Zahlen und Fakten zur Globalisierung
/ Attac Homepage / Globalisierung bei attac
Warum man wissen muss, was das GATT-Abkommen ist
Begriff "Globalisierung" (Hanisauland)
Lexikon der Globalisierung (attac)
Die wichtigsten Abkürzungen und Begriffe
Ein weiteres Lexikon der Globalisierung (taz)
Zur Globalisierung auf dem Bildungsserver der UNESCO
Globalisierung: Ursachen, Fakten, Folgen - Unabhängige Informationen zum Thema Globalisierung
Dieses Portal deckt die Lehrplaneinheit "Globalisierung" der Klasse 11 des Gymnasiums in Bezug auf Inhalt und Umfang ab.
Initiative Neue soziale Marktwirtschaft: Globalisierung verstehen
Führt die Globalisierung zur Weltwirtschaftskrise ? (2001!!!)
Globalisierung - Ängste und Kritik (BpB)
Globalisierung (Hamburger Bildungssserver)
We feed the world
Attac-Bildungsbausteine - globalisierungskritisches Unterrichtsmaterial
Harald Schuhmann, Die Globalisierungsfalle - sehr abgewogener, aber ziemlich mühsam zu bewältigender Text!(eher Oberstufe)
Linksammlung Oberstufe (macht nix)
Nachteile der Globalisierung (Tipp von Sylvana)
 
   
 Mit dem Heft werden wir demnächst auch arbeiten. Hier kann man es online lesen!
   
Suchanfragen zum Thema (Google)
 
globalisierung nachteile globalisierung referat globalisierung wirtschaft globalisierungsgegner
globalisierung deutschland globalisierung folgen probleme der globalisierung globalisierung ursachen

 

1. Definitions- und Eingrenzungsversuche
   
  Definition von Globalisierung - Was ist Globalisierung?
Unter Globalisierung wird die Veränderung der Weltwirtschaft verstanden, die zu mehr länderübegreifenden Transaktionen führt. Auch im kulturellen und gesellschaftlichen Bereich findet eine Globalisierung statt.
Beispielsweise werden heutzutage viele Produkte in den westlichen Industrieländern kaum noch hergestellt, sondern nur noch in China und anderen Billiglohnländern. Hierzu zählen zum Beispiel Produkte wie Textilien und einfache Spielzeuge.

Weitere Definitionen:
„Prozess, durch den Märkte und Produktion in verschiedenen Ländern immer mehr voneinander abhängig werden – dank der Dynamik des Handels mit Gütern und Dienstleistungen und durch die Bewegung von Kapital und Technologie.“ (OECD)

„Jenseits politischer Stellungnahme lässt sich Globalisierung als die raum-zeitliche Ausdehnung sozialer Praktiken über staatliche Grenzen, die Entstehung transnationaler Institutionen und Diffusion kultureller Muster beschreiben.“
(Klaus Müller, Globalisierung, 2002)
Quelle
 
2. Globalisierung
Dieser Begriff kommt von "global" und das bedeutet "weltumspannend". Wahrscheinlich habt ihr schon bei unterschiedlichen Gegenständen ein Schildchen gesehen mit der Aufschrift "Made in Taiwan" oder "Made in China". Warum kommen diese Waren aus China und aus anderen fernen Ländern in unsere Geschäfte?
Die Unternehmen, die Spielzeug oder andere Dinge verkaufen, wollen ihre Waren so preiswert wie möglich herstellen. Sie lassen deshalb die Waren dort produzieren, wo es nicht so viel kostet. In vielen ärmeren Ländern dieser Welt gibt es Fabriken, in denen die Menschen viel weniger Geld für die Arbeit bekommen als in Deutschland. Und wenn zum Beispiel deutsche Unternehmen Fabriken im Ausland bauen, müssen sie dort oft auch weniger Steuern zahlen als hier. Dies führt dann dazu, dass die Herstellung der Waren in ärmeren Ländern billiger ist als in Deutschland. Folglich können die Waren in Deutschland dann auch billiger verkauft werden. Durch die moderne Computertechnologie und die Reisemöglichkeiten ist dies alles viel besser möglich als früher, die Welt ist "näher zusammengerückt".
Wenn wir also weniger bezahlen für die Waren, ist die Globalisierung doch nur von Vorteil, oder? Das sehen nicht alle Menschen so. Viele kritisieren, dass bei uns die Preise nur deshalb so niedrig sind, weil die Arbeiterinnen und Arbeiter in den armen Ländern oft für einen Hungerlohn arbeiten müssen. Nicht selten sind es sogar Kinder, die viele Stunden am Tag in den Fabriken schuften.
Manche Menschen fragen, wo denn die Arbeiter und Arbeiterinnen aus Deutschland in der Zukunft Arbeit finden werden, wenn die Unternehmen ihre Fabriken im Ausland aufbauen. Andere Menschen betonen, dass die Globalisierung in armen Ländern Arbeitsplätze für Menschen schafft, denen es dort sehr schlecht geht.
Viele Menschen bemühen sich darum, dass der Handel zwischen den Ländern gerecht und fair zugeht. Dabei ist es besonders wichtig, dass auch in den armen Ländern die Menschen unter menschenwürdigen Lebensbedingungen arbeiten können.
Quelle
 
3. Definition:
"Globalisierung" Dieser Terminus tauchte 1961 erstmals in einem englischsprachigen Lexikon auf.
Richtig Publik wurde der Begriff allerdings erst ca. 1983.
In diesem Jahr schrieb Theodore Levitt (1925-2006), Professor in Harvard einen Artikel "The Globalization of Markets".
Seit Anfang der 1980 wurde der Begriff "Globalisierung" zu einem der Kernbegriffe der wissenschaftlichen und politischen Diskussion, der einschneidende weltweite Veränderungen benennt.
Globalisierung beschreibt keinen Endzustand, sondern einen andauerneden Prozess, in dessen Verlauf der Umfang und die Intensität nationale Grenzen überschreitender Verkehrs-, kommunikations- und Austauschbeziehungen rasant zunimmt.
Einen wesentlichen Anteil daran hat auch das internet, das weltweite Zugriffe innerhalb sehr kurzer Zeit auf Informationen aus aller Welt ermöglicht.

Zitat :
Klaus M. Leisinger:
"Ich möchte der Vielzahl der auf dem Markt angebotenen Definitionen nicht noch eine Andere hinzufügen, aber darauf hinweisen, dass sich »Globalisierung« strukturell von der bisherigen, durch Freihandelsabkommen beflügelten weltwirtschaftlichen Entwicklung der Vergangenheit unterscheidet. Durch eine immens beschleunigte Ausbreitung des technischen Fortschritts, besonders in den Bereichen Verkehr und Datenübertragung sowie bei Finanzierungsinstrumenten, ist eine historisch neue Dimension der Dynamik und - durch die Übertragung des Marktprinzips auf die globale Ebene - eine völlig neue Situation entstanden:
Einem Automobilhersteller, der die Achsen seiner Autos aus Südafrika, die Motoren aus den USA, die Elektronik aus Japan und die Reifen aus Italien bezieht, ist es letztlich gleichgültig, wo eine neue Fabrik für den europäischen Markt entsteht. Er wird mit angewandter ökonomischer Rationalität denjenigen Standort suchen, der für ihn am profitabelsten ist. Zu diesem Zweck wird er einen Vergleich der Standortbedingungen vornehmen, einschließlich eines Produktivitäts- und Qualitätsvergleiches der potentiellen Arbeitskräfte. Die Standortbedingungen werden nicht nur durch die Lohn- und Lohnnebenkosten, die Kosten für das übrige Sozialpaket, die Wochenstundenzahl, die Urlaubstage und den durchschnittlichen Krankenstand seiner zukünftigen Arbeiter und Angestellten bestimmt, sondern auch durch die Anzahl und Höhe der verschiedenen Steuern, die Qualität der bestehenden Infrastruktur, die Vorgaben für die Raumplanung, die Effizienz der Verwaltung, die Länge der Genehmigungsverfahren und alles andere, was die Produktivität einer Investition beeinflusst".

(Klaus M. Leisinger, Vortrag »Regionalisierung - Ausweg aus der Globalisierungsfalle?«)

Globalisierung ist:
Globalisierung bezeichnet den Prozess der zunehmenden internationalen Verflechtung in allen Bereichen:
Wirtschaft
Politik
Kultur
Umwelt
Kommunikation, u.a.

Durch diesen Prozess ändern sich Beziehungen Einzelner, von Gesellschaften, Institutionen und Staaten.
Als Haupt-Ursachen der Globalisierung gelten
der technische Fortschritt (Kommunikations-Technik) und
Fortschritte im Transport von Waren und Menschen.

Das heißt:
Die neue Pipeline, der Billigflieger an die Riviera und auch der Pendlerbus nach Frankreich sind Motoren der Globalisierung. Außerdem haben Gesetzgeber einen freie(re)n Welthandel ermöglicht. Einige sagen auch, die Politik konnte sich dem Druck der Wirtschaft nicht mehr verschließen.
Quelle
   
Informiere dich hier über das GATT-Abkommen! Fasse die wesentlichen Fakten zusammen, sodass du darüber referieren kannst! (Gib in die Suchmaske "GATT-Abkommen" ein!)
   
 

WTO

Welthandelsorganisation (WTO)

Die WTO wurde 1995 als Nachfolgeorganisation des Allgemeinen Zoll- und Handelsabkommens (GATT) gegründet; Sitz ist Genf. Die WTO ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen, hat 148 Mitglieder (2005) und ist neben dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank die wichtigste Institution zur Behandlung internationaler Wirtschaftsprobleme. Im Mittelpunkt der handelspolitischen Vereinbarungen steht die Meistbegünstigung (d.h. Zollvergünstigungen eines Landes müssen gegenüber allen Handelspartnern gelten) und die Nichtdiskriminierung (d.h. erlaubte Ausnahmen vom Verbot der Mengenbeschränkung müssen für alle Teilnehmer gelten). Mit der Gründung der WTO ist das Welthandelsregime über den klassischen Warenhandel hinaus auf weitere Bereiche ausgeweitet worden, wobei als wichtigste der Handel mit Dienstleistungen (GATS), handelsbezogene geistige Eigentumsrechte (TRIPS), handelsbezogene Investitionsmaßnahmen (TRIMS) und landwirtschaftliche Produkte (AoA) zu nennen sind. Die wichtigsten Organe der WTO sind: 1) die zweijährig tagende Ministerkonferenz, die 2) den Generalsekretär wählt; zwischen den Ministerkonferenzen führt 3) der Allgemeine Rat die Geschäfte. Darüber hinaus bildet die Streitschlichtungsvereinbarung (DSU) eine zentrale Neuerung, durch die etwaige Vertragsbrüche von einem von den beteiligten Staaten unabhängigen Gremium (DSB) in einem Schiedsgerichtsverfahren entschieden werden.. (www.bpb.de)
 

http://de.wikipedia.org/wiki/Nichttarif%C3%A4res_Handelshemmnis

  Der Film: We Feed the World - Essen global ist ein Film über Ernährung und Globalisierung, Fischer und Bauern, Fernfahrer und Konzernlenker, Warenströme und Geldflüsse - ein Film über den Mangel im Überfluss.
Er gibt in eindrucksvollen Bildern Einblick in die Produktion unserer Lebensmittel sowie erste Antworten auf die Frage, was der Hunger auf der Welt mit uns zu tun hat. Zu Wort kommen neben Fischern, Bauern und Fernfahrern auch Jean Ziegler und der Produktionsleiter von Pioneer Rumänien sowie Peter Brabeck, Konzernchef von Nestle International, dem größten Nahrungsmittelkonzern der Welt.
 
  26.07.2006
http://www.foodwatch.de/literatur/essen_global/index_ger.html

Ein Film sagt mehr als 1.000 Worte. Der seit März 2006 in deutschen Kinos laufende Dokumentarfilm "We Feed the World" führt drastisch vor Augen, wie unsere täglichen Nahrungsmittel tatsächlich hergestellt werden: Tierquälerei in der Hühnermast, Regenwaldzerstörung durch Sojaanbau, leergefischte Meere, Trinkwasserverschmutzung durch Monokulturen.

Weil die dadurch entstehenden Kosten nicht in die Preise der Herstellung eingehen, können die Lebensmittel immer noch billiger werden. Gleichzeitig bleibt der Geschmack auf der Strecke, wenn etwa fades Einheitsgemüse für lange Transportwege und Haltbarkeit gezüchtet wurde, nicht aber für den Genuss.

Das Desaster ist menschengemacht. Die großen Nahrungsmittelkonzerne und die mit sinnlosen Subventionen geförderte Landwirtschaft verursachen sowohl Überproduktion als auch Hunger. Weil die Überschüsse zu Dumpingpreisen auf die Märkte der Dritten Welt geworfen werden, wird vor Ort die kleinbäuerliche Landwirtschaft zerstört und dadurch Armut erzeugt.

Um dieses System zu ändern, bedarf es einer Agrarpolitik, die die Landwirte dazu zwingt, für die Grundwasserverschmutzung durch Dünger und Pflanzenschutzmittel zu zahlen. Statt mit Landwirtschaftsidyllen in die Irre zu führen, bedarf es außerdem klarer, verständlicher Verbraucherinformationen über die Herstellungsweise der Nahrungsmittel. Die Agrar- und Nahrungsindustrie wehrt sich dagegen. Eine "Politik des Einzelnen mit dem Einkaufskorb" reicht nicht aus. Gegen diese geballte Macht können Verbraucher nur etwas ausrichten, wenn sie sich zusammenschließen.
 
Die Internetseite zum Film - Hintergründe, Informationen...
We Feed the World - Materialien und Hintergründe, Unterrichtsvorschläge...
Filmheft der BPB zum Film (PDF)
   
Expertenkongress zum Thema - Fortsetzung in Klasse 10
   
   
   
   
   
   
   
   
AL 9
Schule
Home
Sitemap