|
Tipps für einen
dauerhaft gesunden Rücken
Auch
Kinder und Jugendliche sollten schon sehr früh auf bestimmte Dinge achten,
um später keine Rückenprobleme zu bekommen...
1.
Bewegung
hält fit und schützt vor frühzeitigem Verschleiß. Der häufige Wechsel
zwischen Bewegung und Ruhe trägt zur ausreichenden Ernährung des Gewebes bei
und fördert die Ausscheidung von Schlackestoffen. Besonders Bandscheiben und
Gelenkknorpel sind auf den ständigen Wechsel von Be- und Entlastung
angewiesen. Durch eine häufige Veränderung der Körperhaltung, z. B.
Aufstehen während der Schularbeiten, beugst du der vorzeitigen Alterung
deiner Wirbelsäule vor und förderst den Aufbau von Muskel- und Knochenmasse.
2.
Unser
Rücken fühlt sich am wohlsten, wenn er gerade gehalten wird. Dies gilt
besonders unter Belastungen. Eine gut ausgebildete Rumpf-, speziell
Bauchmuskulatur erleichtert die richtige Rückenhaltung. Auch bei
unvermeidlichen Arbeiten am Boden solltest du dich bemühen, die
physiologische Krümmung der Wirbelsäule beizubehalten. Schlechte Haltung
bewirkt eine Verstärkung des Hohl-Rundrückens. Dadurch verkürzt sich die
Wirbelsäule und es kann schon frühzeitig zur Ausbildung eines Buckels
kommen.
3.
Das Bücken
mit gekrümmtem Rücken nimmt uns die Wirbelsäule auf die Dauer sehr übel.
Besser ist ein Bücken, bei dem du durch "leichtes In-die-Hocke-Gehen" eine
gerade und damit schonende Rückenhaltung bewahrst. Du wirst feststellen,
dass beim richtigen Bücken die Hauptbelastung auf den Beinen liegt.
4.
Bereits das
Heben leichterer Gegenstände führt zu einer Belastung der Bandscheiben im
unteren Wirbelsäulenbereich. Wer bereits einen Bandscheibenschaden hat oder
an dauernden Rückenbeschwerden leidet, sollte daher überhaupt keine schweren
Lasten tragen. Ist das Heben von Lasten unvermeidlich, sollte das Gewicht so
körpernah wie möglich angehoben werden.
Schon die richtige Ausgangsposition
- mit breit gegrätschten Beinen unmittelbar vor dem zu hebenden Gegenstand -
ist entscheidend für Rücken schonende Bewegung in jeder Situation.
5.
Verteile
Lasten möglichst gleichmäßig. Nimm lieber zwei kleine Koffer als einen
großen, benutze zum Einkaufen lieber zwei Taschen und trage diese beidseits.
Du erreichst dadurch eine gerade Haltung im Schulterbereich und schonst
deine Wirbelsäule und Bandscheiben.
Auch ein Rucksack ist eine gute
Möglichkeit, Lasten möglichst schonend für die Wirbelsäule zu tragen.
6.
Die meiste
Zeit des Tages verbringen wir überwiegend im Sitzen, sei es in der Schule,
im Auto, vor dem PC oder dem Fernseher. Achte darum auf
Rücken schonendes
und entspanntes Sitzen. Das erzielst du bei Beachtung folgender 3 Punkte:
1. Den Rücken anlehnen,
2. Knie möglichst höher als die Hüfte halten,
3. Arme zum Abstützen benutzen.
7.
Gestreckte
Beine sind während langen Stehens Gift für die Wirbelsäule, weil man dadurch
in eine Hohlkreuzhaltung fällt. Steh deshalb möglichst locker. Nutze jede
Möglichkeit, dich anzulehnen, denn dadurch nimmst du das Gewicht des
Oberkörpers weg und entlastest die Lendenwirbelsäule. Günstig ist der so
genannte Thekenstand (dort solltest du das allerdings noch nicht üben!), bei dem ein Fuß auf eine leicht erhöhte Unterlage
gestellt wird. Das ermöglicht entspanntes Stehen bei gleichzeitiger
Entlastung der Wirbelsäule. Auch richtiges Schuhwerk mit flachen Absätzen
entlastet die Wirbelsäule.
8.
Die
günstigste Liegeposition ist diejenige, die die natürlichen Krümmungen der
Wirbelsäule unterstützt und gleichzeitig den Rücken möglichst gerade hält.
In der Rückenlage erreichst du diese entspannte Stellung am ehesten, wenn du
dir eine zusammengerollte Decke oder ein Kissen unter die Knie legst. In der
Seitenlage begünstigt ein zwischen die Beine genommenes Kissen oder eine
Decke die Geradehaltung der Wirbelsäule.
Die Bauchlage ist für den Rücken
ungünstig.
9.
Sinnvolle
sportliche Betätigung ist gerade für Menschen mit und ohne Rückenbeschwerden sehr
empfehlenswert. Denn jede Art von Bewegung fördert die Ernährung der
Bandscheiben und kräftigt Muskeln, Sehnen und Bänder. Speziell die Rücken-
und Bauchmuskulatur geben der Wirbelsäule Halt und balancieren sie in
optimaler Stellung aus. Beispielsweise beim Kraul- oder Rückenschwimmen wird
der ganze Rücken gestreckt und abwechselnd be- und entlastet. Auch Joggen,
Walken, Radfahren und Skilanglauf sind ein gutes Training für die Muskulatur und
stärken Herz und Kreislauf. Aber Sport und Gymnastik sollten
wirbelsäulengerecht und unter Beachtung der Regeln der Rückenschule
betrieben werden.
Alles kein Problem, wenn du deinen Körper durch Sport, Spiel, Tanz, Wandern
oder auf andere Weise in Schwung hältst - so oder so:
Viel
Spaß!
Bio-Seite HOME |