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Anregungen, Ergänzungen, Verbesserungen Gästebuch - oder E-Mail
 

Immer, wenn du dieses Schild siehst, gibt es für dich etwas zu tun (außer einfach nur konzentriert zu lesen)!

 

Unsere Sinnesorgane

Auge   Ohr  Die Stimme Geruchssinn  Haut   Geschmackssinn  

Zusatzseite mit Aufgaben und Erweiterungstexten zu den Sinnesorganen

Tipp: Alle euch nicht bekannten Begriffe könnt ihr im Langenscheidt-Fremdwörterbuch online nachsehen oder im Biologie Schülerduden. Denkt daran: Nomen im Nominativ Singular und Verben im Infinitiv eingeben. Was ihr dort nicht findet, steht vielleicht im Online-Biologie-Lexikon.

Onmeda informiert von A-Z über die zentralen Bestandteile des menschlichen Körpers.
 


IRRTUM:
Fünf Sinne hat der Mensch

Sehen; hören, tasten, riechen und schmecken gelten als die Sinnesausstattung des Menschen. Doch neuere Forschungsergebnisse zeigen, dass wir genau genommen über mehr als 20 verschiedene Wahrnehmungskanäle verfügen.

Allein in der Haut stecken sieben Rezeptortypen (Reize aufnehmende Zellen): zum Spüren von Schmerz sowie von Kälte und Wärme, zum Empfinden von Luftbewegungen, Vibrationen, leichten Berührungen und Druck. Auch die speziellen Sensoren, die Signale aus dem Inneren des Körpers, etwa von Muskeln, Blutgefäßen und Organen, an das Gehirn melden, werden von den meisten Wissenschaftlern inzwischen als eigenständige Sinneskanäle betrachtet. (Quelle: Stern 3/2007)

 


DIE FÜNF SINNE

Unsere fünf Sinne - wir bleiben erst einmal bei denen -  sind Sehen, Hören, Riechen, Fühlen und Schmecken. Für jeden dieser Sinne haben wir ein eigenes Organ: die Augen zum Sehen, die Ohren zum Hören, die Nase zum Riechen, die Haut zum Fühlen und die Zunge zum Schmecken. Die jeweiligen Empfindungen werden über die Sinnesorgane empfangen und über die Nerven ans Gehirn weitergeleitet, wo sie entschlüsselt werden. Das Gehirn »sieht« Bilder, »hört« Geräusche und unterscheidet Farbe, Geruch und Geschmack von Lebensmitteln. Dank deiner fünf Sinne und deines Gehirns kannst du die Welt um dich herum entdecken. So kannst du zum Beispiel die Wunder der Natur sehen, den Duft der Blumen riechen, die Vögel singen hören, aber auch den Wind, den Regen, den Schnee, Kälte und Wärme fühlen.

Diesen Basis-Text bitte gleich als Lückentext wiederholen!

DAS AUGE - sehen


Wenn du auf dieses Bild klickst, kannst du in eine faszinierende Welt "Unser Körper" eintauchen, Informationen und tolle Bilder über unsere Sinnesorgane finden - gerade auch über das Auge! Nimm dir Zeit und forsche drauf los!!!

 

SEHEN
Physik in ihrer schönsten Form
Auch wenn die Augen als „Spiegel der Seele" gelten und ungezählte Dichter sie besungen haben: Unsere Sehwerkzeuge sind vor allem ein bemerkenswerter optischer Apparat. Um ins Innere des Auges zu gelangen, muss das Licht zunächst die Hornhaut durchdringen - die mit 43 Dioptrien eine so imposante Brechkraft hat wie ein Brillenglas von der Dicke eines Wirtshausaschenbechers. Der Weg geht weiter durch die Pupille, die kreisförmige Öffnung der farbigen Iris, in die dahinter aufgehängte Linse. Sie ist variabel: Ihre Stärke ändert sich, je nachdem, ob wir nah oder fern sehen. Von der Linse aus gelangt das Licht auf die Netzhaut - die Leinwand des Sehsinns wandelt das Bild in ein elektrisches Impulsmuster um, das vom Gehirn verarbeitet werden kann.
(Quelle: Stern 3/2007)


Warum die Augen so besonders wichtig sind:

Mit unseren Sinnen können wir verschiedene Dinge gleichzeitig um uns herum wahrnehmen.  Mit der Nase riechen wir leckere oder fiese Sachen, mit den Ohren nehmen wir Musik oder Krach wahr und auf der Haut fühlen wir Berührungen. Die Augen sind dabei sozusagen unsere Hauptwerkzeuge. Sie arbeiten wie eine kleine Kamera: Das Licht fällt durch die Pupille in unser Auge. Im Auge bündelt eine Linse die Lichtstrahlen und dadurch entsteht ein winziges Bild auf der Rückwand des Augapfels. Was wir sehen, wird seitenverkehrt und auf dem Kopf abgebildet. Unser Gehirn hat sich daran gewöhnt, dass alles auf dem Kopf steht, und dreht das Bild automatisch wieder um. Damit wir gut sehen, muss auf der Netzhaut ein scharfes Bild entstehen. Die Linse sorgt dafür, dass das Bild auf der Netzhaut immer die richtige Größe hat. Guckst du auf etwas in deiner Nähe, wird die Linse dick und sorgt so dafür, dass ein scharfes Bild auf der Netzhaut erscheint. Von dort wird das Bild zum Gehirn weitergeleitet. Durch das Auge landen nun Farben und Muster im Kopf. Das Gehirn deutet sie als Straßen, Bäume, oder Autos. Manche Bilder kann das Gehirn nicht so richtig zuordnen. Es arbeitet dann aber so lange an dem Problem, bis es einen Sinn in das Gesehene bringen kann. Nicht immer stimmt das Ergebnis dann mit der Wirklichkeit überein, und manchmal bietet es auch zwei Bilder an. Das passiert bei optischen Täuschungen. Das Gehirn trickst uns sozusagen aus. (Quelle WR 2004)

Das Auge sieht aus wie ein kleiner, runder Apfel. Deshalb wird er auch Augapfel genannt. Wenn du dir dein Auge genau ansiehst, erkennst du die Iris, den farbigen Muskelring, und in ihrem Innern die schwarze Pupille. Sie ist das Loch, durch das Licht in unser Auge fällt. Die Pupille kann sich in der Größe verändern. Wenn es sehr hell ist, zieht sich die Iris zusammen und das kleine Loch in ihrer Mitte wird kleiner. So wird verhindert, dass zu viel Licht in das Auge fällt. Ist es dunkler, wird die Pupille auch wieder größer, damit mehr Licht ins Auge fallen kann. So können wir auch in der Dämmerung noch sehen.
Du kannst selbst ausprobieren:
Sieh einmal in einen Spiegel und betrachte deine Augen und die Größe deiner Pupillen ganz genau! Schalte dann das Licht für etwa drei Minuten aus und wieder an! Sieh dir nun die Pupillen an! Was ist passiert? (Quelle WR 2004)

Genau lesen! Danach Lückentext-Kontrolle!

Die Zahlen in Klammern beziehen sich auf die Abbildung unter diesem Text.
Von beleuchteten Gegenständen gehen Lichtstrahlen aus. Sie gelangen in das Auge. Durch die durchsichtige Hornhaut (3) und durch die Linse (6) werden die Lichtstrahlen auf die Netzhaut (9) gelenkt. Die grün, blau oder braun gefärbte Iris (4) wirkt wie eine Blende: Durch sie wird die Pupille (5) verengt oder erweitert, je nach der Stärke des Lichteinfalls. Ähnlich wie auf dem Film in einer Kamera wird der Gegenstand auf dem Kopf stehend abgebildet. Weshalb sehen wir ihn aber aufrecht stehend? Die Netzhaut setzt sich aus Millionen von Lichtsinneszellen zusammen. Auftreffende Lichtstrahlen werden von Lichtsinneszellen zu Nervenmeldungen umgewandelt. Über den Sehnerv (10) gelangen diese zum Gehirn. Hier wird der Gegenstand von dir bewusst wahrgenommen. Auch kannst du mit deinen Augen nacheinander nahe und ferne Gegenstände scharf sehen. Die Augenlinse ist verformbar: beim Blick in die Ferne wird sie abgeflacht, beim Blick in die Nähe wird sie stärker gekrümmt. Die Augenmuskeln (11) ermöglichen die Bewegung des Augapfels. Die Aderhaut (8) versorgt das Auge mit Blut.

Lückentext - bitte gleich nach dem genauen Lesen bearbeiten!


 

  Diese Bezeichnungen gleich üben!

In der Reihe "Löwenzahn" mit Peter Lustig gibt es das Video "Peter sieht scharf" (42021612 - 30 Minuten). Hier wird sehr anschaulich erklärt, wie das Auge aufgebaut ist und wie es funktioniert. Was kurzsichtig und was weitsichtig bedeutet, wie das Auge mit dem Gehirn zusammenarbeitet....Nach dem Betrachten dieses Films solltest du diese Fragen schnell beantworten können:

Die Zahlen in Klammern beziehen sich auf die Abbildung unter diesem Text.

Unsere Augen sind empfindliche Lichtsinnesorgane. Schutzeinrichtungen sorgen dafür, dass sie stets leistungsfähig bleiben. So sind die kugelförmigen Augäpfel in den knöchernen Augenhöhlen des Schädels teilweise vor Stößen und Schlägen geschützt. Um klar sehen zu können, muss die Hornhaut ständig sauber sein. Diese Reinigung erfolgt durch die salzige Tränenflüssigkeit aus den Tränendrüsen. Gleichzeitig wird das Auge feucht gehalten. Das Schlagen der Augenlider (2) sorgt für eine gleichmäßige Verteilung der Tränenflüssigkeit. Auch schützen die Augenlider vor zu grellem Licht. Die Wimpern und auch die Augenbrauen (1) halten Regentropfen oder Schweißtropfen von den Augen fern. Die weiße Lederhaut (7), die den ganzen  Augapfel umschließt, dient dem Schutz des Auges. Wenn man nicht gut in die Ferne sieht, ist man kurzsichtig. Mit dem Alter wird die Linse weniger biegsam; man sieht nahe Gegenstände schlechter. Mit einer Brille oder mit Kontaktlinsen kann man diese Fehlsichtigkeit korrigieren. Die Pupille verändert ständig ihre Form: Wenn helles Licht ins Auge dringt, verengt sie sich. Wenn das Licht nur schwach ist, weitet sie sich.

 

Lückentext II - Bitte gleich ausfüllen!


Eine weitere Übungsaufgabe:
Auf den Schul-PCs gibt es die Klett-Mediothek / Biologie 3. Öffne das Programm, klicke einmal auf das erscheinende Bild und wähle in der Navigation links das Thema "Sehen" und dann rechts "Das Auge". Mit einem Klick auf das i am unteren Bildrand erscheinen Buchstaben - mit dem Klick auf diese erscheint die Bezeichnung. Klickst du auf die Bezeichnung, wird der jeweilige Begriff erklärt. Mache dir Notizen! So sieht das aus:


 

Warum haben wir zwei Augen?

Sieht man einen Gegenstand mit beiden Augen, erscheint er auf der Netzhaut der Augen verkehrt herum. Aber das Gehirn dreht beide Bilder richtig herum und vereinigt sie zu einem Bild. Das Gehirn kann noch mehr: Wenn du etwas anschaust, wird der betrachtete Gegenstand in jedem der beiden Augen auf der Netzhaut abgebildet. Das eine Auge sieht ihn aber etwas mehr von rechts, das andere etwas mehr von links. Das Gehirn setzt die beiden Abbildungen zu einem einheitlichen Bild zusammen: Auf diese Weise kannst du räumlich sehen!

Mit zwei Augen ist dein Blickfeld größer als nur mit einem. Mach ein Auge zu und du wirst den Unterschied sehen. Wenn du weinst oder mit den Augen zwinkerst, halten Tränen oder Tränenflüssigkeit die Augen feucht und beseitigen Staub. Mehr als 5000‑mal am Tag öffnest und schließt du deine Lider!


Es existieren zwei verschiedene Sorten von Sinneszellen. Die Stäbchen sind für das Hell-dunkel-Sehen zuständig, die Zäpfchen für das Farben-Sehen. Von den Zäpfchen gibt es drei Sorten, die jeweils auf eine bestimmte Wellenlänge des Lichts ansprechen:

1. rotempfindliche, langwellig empfindliche (L-Zapfen)
2. grünempfindliche, mittelwellig empfindliche (M-Zapfen)
3. blauempfindliche, kurzwellig empfindliche (K-Zapfen)
Bild und Text: (Bio/Mensch/Sinnesorgane/Sehsinn)

Welche Teile des Auges haben welche Aufgabe - Wir fassen zusammen:

Augenbraue zurückhalten von Schweiß- und Regentropfen
Augenlid gleichmäßige Verteilung der Tränenflüssigkeit
Hornhaut Schutz und Lichtdurchlass
Iris reguliert den Lichteinfall durch die Pupille
Pupille Blendenöffnung der Iris
Linse Sammlung der Lichtstrahlen
weiße Lederhaut Schutz des Auges
Aderhaut Versorgung des Auges mit Blut
Netzhaut Umwandlung der Lichtreize in Nervenmeldungen
Sehnerv Weiterleiten der Nervenmeldungen zum Gehirn
Augenmuskel Bewegung der Augen

Ordne in einer Übung die Teile und ihre Bedeutung richtig einander zu!

   
Was ist auf der linken Abbildung dargestellt?

Hier wird es deutlicher:

Vertiefende Informationen zur Kurz- und Weitsichtigkeit
 

Schütze deine Augen!
Reibe nicht, wenn du einen Fremdkörper aus deinem Auge entfernen willst. Du kannst ihn vorsichtig mit der Ecke eines sauberen Tuchs entfernen. Sitzt er jedoch zu fest, suche unbedingt einen Arzt auf! Vorsicht beim Umgang mit spitzen Dingen, mit Wurf- und Gummigeschossen! Ätzende Flüssigkeiten spüle sofort mit reichlich klarem Wasser aus! Schaue nie direkt in die Sonne, schütze deine Augen vor starkem Licht mit einer guten Sonnenbrille! Richte niemals eine sehr helle Lichtquelle auf das Auge eines anderen, z.B. einen Laser-Pointer! Das kann wirklich "ins Auge" gehen!!
 
Was deinen Auge sonst noch schadet:
Es ist nicht so leicht, "sich die AUGEN zu verderben", wie viele glauben: Kurz- und Weitsichtigkeit sind keine Folge vieler Leseabende bei spärlicher Beleuchtung, sie entstehen durch eine ungünstige Formung des Augapfels, sind also angeboren - und können leicht durch eine Brille oder Kontaktlinsen ausgeglichen werden.
Richtig ist aber, dass dauerhaftes Nahsehen unseren Sehapparat enorm fordert. Besonders lange Bildschirmarbeit oder spielen am PC ohne Pausen und bei schlechter Beleuchtung strengt die Augen an. Und auch die Position des Monitors spielt eine Rolle: Wenn er so hoch steht, dass man zu ihm aufschauen muss, sind die Augen besonders weit geöffnet. Außerdem verringert sich durch das Starren die Anzahl der Lidschläge. Beides führt dazu, dass das Auge nicht ausreichend befeuchtet wird und noch gereizter auf die Belastung reagiert. Was tun? Den Monitor so aufstellen, dass man stets leicht nach unten schaut (das ist auch für den Nacken gut), und der Sehapparatur hin und wieder Pausen gönnen. Es reicht schon, die Augen gelegentlich in die Ferne schweifen zu lassen.
Der gefährlichste Feind unseres Sehsinns ist die pralle Sonne. Ihre intensive Strahlung kann zu dauerhaften Schäden führen - bis hin zur Erblindung. Deshalb gilt: niemals mit ungeschützten Augen in die Sonne schauen und vor allem niemals bei schönem Wetter ohne Sonnenbrille Ski fahren. Der Schnee reflektiert das licht und erhöht so das Risiko von Schäden.
(Quelle: Stern 3/2007)


Weitere Übungen mit der Klett-Mediothek "Menschenkunde 2 / Biologie 3" / Kapitel "Sehen":
Informiere dich über Nah- und Fernakkommodation (beobachte, wie sich die Linse verändert) und informiere dich über Nah- und Fernsichtigkeit! Dazu wählst du im Kapitel "Sehen" rechts das Symbol neben "Strahlengang und Akkommodation"!

Optische Täuschungen - wie wir uns täuschen lassen


Es gibt Dinge, die das Auge und das Gehirn auch zusammen einfach nicht hinkriegen...

Was passiert bei optischen Täuschungen?
 
Eine Optische Täuschung oder auch Visuelle Illusion ist eine Wahrnehmungstäuschung des Gesichtssinns.
Optische Täuschungen können nahezu alle Aspekte des Sehens betreffen. Es gibt Tiefenillusionen, Farbillusionen, geometrische Illusionen, Bewegungsillusionen und einige mehr. In all diesen Fällen scheint das Sehsystem falsche Annahmen über die Natur des Sehreizes zu treffen, wie sich unter Zuhilfenahme weiterer Sinne oder durch Entfernen der auslösenden Faktoren zeigen lässt.
Optische Täuschungen werden in der Wahrnehmungspsychologie untersucht, da aus ihnen Rückschlüsse über die Verarbeitung von Sinnesreizen im Gehirn gewonnen werden können. Optische Täuschungen beruhen auf der Tatsache, dass die Wahrnehmung subjektiv ist und vom Gehirn beeinflusst wird. (Wikipedia 2007)

Optische Täuschung: Verschiedenheit von realem Gegenstand und dessen optischer Wahrnehmung; beruht auf einer falschen Beurteilung des vom Auge aufgenommenen Bildes durch das Gehirn; z. B. bei geometrischen Figuren oder bei Entfernungsschätzungen (bei klarem Wetter kleiner als bei diesigem Wetter). wissen.de-Universallexikon

Optische Täuschungen, den objektiven Gegebenheiten widersprechende Gesichtswahrnehmungen, v. a. bei geometrischen Konfigurationen (geometrisch-optische Täuschungen); beruhen physiologisch auf der Bau- und Funktionsweise des (menschlichen) Auges, psychologisch auf einer Fehldeutung beziehungsweise einem Schätzfehler bei Erfassung des Wahrgenommenen. Als weitere Ursachen können (besonders bei perspektivischen Täuschungen) Lernerfahrungen oder das Phänomen der Größenkonstanz (Größenschätzung eines Gegenstands unter unbewusster Berücksichtigung seiner Entfernung) sowie Einschätzungen von Farbhelligkeit und Farbverlauf eine Rolle spielen. Meyer's Universallexikon

Optische Täuschung, Sinnestäuschung des visuellen Systems, Wahrnehmen illusionärer Formen oder Farben. Optische Täuschungen spielen eine wichtige Rolle in der Wahrnehmungspsychologie sowie in der bildenden Kunst und der Architektur (Trompe-l'œil).
Eine optische Täuschung entsteht durch spezialisierte Verarbeitungsleistungen des visuellen Systems, das aus den beiden Augen und bestimmten Gehirnregionen (laterale Kniehöcker, Sehrinde) gebildet wird. Die Verarbeitung von Umweltinformationen durch die Netzhaut führt beispielsweise zur Verstärkung von Kontrasten (simultaner Grenzkontrast) und Verminderung geringer Unterschiede (illusionäre Farbverläufe). Weitere Sinnestäuschungen beruhen auf der Weiterverarbeitung in der Sehrinde. Dazu gehören die Überschätzung von Höhen (Müller-Layer-Täuschung), das Sehen illusionärer Figuren im zweidimensionalen (Kanisza-Dreieck) oder im dreidimensionalen Raum (Stereogramm nach Julesz).
Die Helligkeit eines Objekts wird immer relativ zu seiner Umwelt bestimmt: Ohne Rahmen erscheint das graue Feld in der Mitte unterschiedlich hell, mit Rahmen erscheint es einheitlich."Optische Täuschung." Microsoft® Encarta® Enzyklopädie 2001. © 1993-2000 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten.

Hier kannst du die bekanntesten und beeindruckendsten optischen Täuschungen und Illusionsbilder anschauen!
Gute Sammlung optischer Täuschungen

 

 
IRRTUM: Das Sehen ist der wichtigste Sinn
Der Mensch nimmt seine Umwelt in erster Linie optisch wahr, rund 60 Prozent unserer Großhirnrinde sind mit der Verarbeitung von Sehreizen beschäftigt. Aber obwohl der Verlust des Augenlichts erhebliche Einschränkungen zur Folge hat, kann ein Blinder ein erfülltes Leben führen. Nicht fühlen zu können ist hingegen verhängnisvoll: Ohne die schätzungsweise zehn Millionen taktilen Sensoren hätten wir kein Empfinden für uns und kein Bild von uns selbst - wir wären unfähig zu leben.
(Quelle: Stern 3/2007)

Additum I (Details zum Auge und zum Sehen)
 

Und hier hat Nastja mit ganz viel Liebe gezeichnet:
 




  
"Stummes" Bild vom Auge - könntest du alle Teile benennen? Lisa-Marie hat es mit großer Sorgfalt ganz toll gezeichnet!


Angepasstes Sehen: Beispiele aus der Fauna:


Sinneswahrnehmungen beim Feldhasen
 
Recherche-Aufgabe: Informiere dich darüber, wie andere Tiere sehen (drei Beispiele)!
 
Aufgaben zum Auge am PC
Kleine Präsentation von Marvin Mengel, 7A (2007) zum Auge
 

Links zu Informationen über das Auge

Sinnesorgane:  Auge, Geruchs- & Geschmackssinn, Haut, Ohr, Tastsinn
Umfangreiche Informationen rund ums Auge
onmeda Gesundheitsportal - Fachinformationen über das Auge
Die Sinnesorgane: Auge...
Eine ganze Website mit optischen Täuschungen
Optische Täuschungen bei Wikipedia
Präsentation "Optische Täuschungen" 1
Präsentation "Optische Täuschungen"  2

Optische Täuschungen - Findest du die Lösung?
Hier kann man auch nach optischen Tricks und Täuschungen fahnden...(Jan)
Gute Informationen zum Auge, zur Fehlsichtigkeit - mit Online-Sehtest - links auf "Auge" klicken! (Pascal)
Das Sehen in der Tierwelt
 

 

DAS OHR - hören

 
HÖREN: Gute Schwingungen
Wenn ein Song oder ein vorgelesenes Gedicht in unseren Kopf dringt, müssen sie zunächst durch die Luft  und dann durchs Wasser reisen. Die Ohrmuschel fängt den Schall auf, von dort aus gelangt er durch den Gehörgang auf das Trommelfell und schließlich auf die Gehörknöchelchen mit den bildhaften Namen Hammer, Amboss und Steigbügel. Diese drei Winzlinge schaffen es, den Schall um das 20-Fache zu verstärken, ehe er in die wassergefüllte Gehörschnecke eintritt. Hier erzeugt er Wellen, die ihrerseits kleinste Härchen auf bestimmten Membranen reizen. Die Härchen wandeln die Wellen in elektrische Signale für das Gehirn um.
(Quelle: Stern 3/2007)

 

Wie wir Geräusche wahrnehmen
Das Telefon schrillt. Du nimmst den Hörer ab, führst ihn an dein Ohr und hörst eine Stimme. Dies geschieht so: Eine dünne Metallhaut im Lautsprecher des Telefonhörers wird durch den Anrufer auf elektrischem Wege zum Schwingen gebracht. Diese Schwingungen werden auf die Luft übertragen. So entsteht der Schall. Da er sich ähnlich wie Wasserwellen ausbreitet, spricht man von Schallwellen. Diese Schallwellen werden von der Ohrmuschel deines Ohres aufgefangen. Sie wirkt wie ein Trichter. So gelangt der Schall durch den Gehörgang zum Trommelfell. Das Trommelfell ist eine dünne Haut, die durch die auftreffenden Schallwellen hin und her schwingt.
Drei Gehörknöchelchen leiten diese Schwingungen weiter. Die Knöchelchen sind gelenkig miteinander verbunden. Sie sitzen in einer Höhlung, die Mittelohr heißt. Nach ihrer Form bezeichnet man die Knöchelchen als Hammer, Amboss und Steigbügel. Sie übertragen die Schwingungen auf ein dünnes Häutchen, das das Mittelohr zum Innenohr hin verschließt.
Das Häutchen beginnt jetzt ebenfalls zu schwingen. Hierdurch wird eine Flüssigkeit im Innenohr bewegt. Hörsinneszellen in der Schnecke werden auf diese Weise gereizt. Sie melden den Reiz über den Hörnerv zum Gehirn: Du nimmst nun die Stimme aus dem Telefonhörer wahr.

Dazu ein Übungs-Lückentext

Grobaufbau des Ohres:

Detaillierter Aufbau des Ohres

Der Hörvorgang etwas detaillierter:

Hören. Durch die Ohrmuschel und den Gehörgang gelangen Schallwellen zum Trommelfell. Sie versetzen das Trommelfell in Schwingungen. Die Gehörknöchelchen werden mitbewegt und übertragen die Schwingungen auf das ovale Fenster.
Um die Ohrlymphe in der Schnecke in Schwingung zu bringen, ist zusätzliche Kraft erforderlich; denn Flüssigkeit ist nicht so leicht zu bewegen wie Luft. Im Mittelohr wird der Schalldruck 20fach verstärkt: Die Schwingungen des 8,5 mm² großen Trommelfells werden auf das nur 3,5 mm² große ovale Fenster konzentriert übertragen. Zudem verstärkt die Hebelwirkung die Kraft der Gehörknöchelchen. Ihre kurzen und kräftigen Stöße erzeugen in der Ohrlymphe Wellen. Diese durchlaufen Vorhofgang und Paukengang. Am Ende des Paukengangs schwingen sie im runden Fenster aus.
Die Schwingungen der Ohrlymphe übertragen sich auf die elastische Grundmembran. Dadurch werden die Sinneszellen gereizt. Der Hörnerv leitet die Erregungen zum Gehirn. Dort entsteht der Höreindruck.

Zwei Lückentexte zum Hörvorgang

Lückentext 1 (zum Text hier drüber)
Lückentext 2 (leicht abgewandelt)

Das Gleichgewicht
Im Innenohr, neben der Schnecke befinden sich drei Windungen, die Bogengänge, mithilfe derer wir unser Gleichgewicht halten können. Jedes Mal, wenn du dich bewegst oder beugst, gerät die Flüssigkeit, mit der sie gefüllt sind, in Bewegung. Diese verschiedenen Signale werden über Nerven ans Gehirn weitergeleitet, das so die Stellung unseres Körpers bestimmen kann. Das Gehirn befiehlt den Muskeln, das Gleichgewicht wiederherzustellen. Wenn du auf einem Schiff bist, das von den Wellen hin- und hergeworfen wird, gerät diese Flüssigkeit im Ohr heftig in Bewegung und dein Gleichgewichtsinn wird gestört: Du kannst seekrank werden, dir wird schlecht. Das Gleiche passiert, wenn du im Auto sitzt und eine kurvige Straße entlang fährst.

Merke: Wir unterscheiden Außenohr, Mittelohr und Innenohr!

Die Teile des Ohres richtig bezeichnen!

Schall,  Schwingungen der Materie, die mit dem Ohr gehört oder mit physikalischen Geräten nachgewiesen werden können. Der Schall pflanzt sich im Medium (Schallträger, meist Luft) als periodische Schwankungen der Dichte in Wellen fort. Beim hörbaren Schall unterscheidet man die aus Schwingungen bestehenden Töne, die aus mehreren Tönen zusammengesetzten Klänge und die als Geräusch empfundenen unregelmäßigen Schwingungen. Hörbar sind die Schallwellen von 16 bis rund 20 000 Hertz ( = Schwingungen pro Sekunde). Je größer die Schwingungszahl (Frequenz) ist, um so höher ist der Ton. Der für den Menschen nicht mehr hörbare Schall heißt Infraschall (unter 16) bzw. Ultraschall  (über 20 000 Hertz). Manche Tiere (z. B. Hunde, Fledermäuse ) können auch Ultraschall noch hören. Ultraschall wird in der Medizin z. B. zur Untersuchung der inneren Organe und für Schwangerschaftsuntersuchungen verwendet; energiereicher, hochfrequenter Ultraschall auch zur Zerstörung von Nierensteinen und Geschwülsten auf der Haut oder zur Rheumabehandlung, in der Technik z. B. zu Materialprüfungen verwendet. Die Schallgeschwindigkeit ist umso größer, je weniger elastisch eine Substanz ist. Aus Messungen der Schallgeschwindigkeit in einem Körper kann auf dessen Beschaffenheit geschlossen werden. Darauf beruhen Untersuchungen über den Aufbau der Erdrinde, Erzvorkommen u. Ä.

Schallgeschwindigkeit, Ausbreitungsgeschwindigkeit der Schallwellen. Die Schallgeschwindigkeit ist in allen Medien verschieden groß. Für gasförmige Stoffe ergeben sich Schallgeschwindigkeiten von einigen hundert m/s. Der Schall in unserer Atmosphäre legt 331 m/sec zurück. In Flüssigkeiten ist die Schallgeschwindigkeit wesentlich höher, bis zu 2000 m/s (Wasser: 1407 m/s). Die größten Werte werden in festen Stoffen erreicht, z. B. ist die Schallgeschwindigkeit in Eisen 5100 m/s.

Recherche 1: Warum knallt die Peitsche?
Recherche 2: Was ist eine Schallmauer?


Ein Flugzeug durchbricht die Schallmauer!

Weiterleitung der Schallwellen:


Welches Teil unseres Ohres hat welche Bedeutung: Wir fassen zusammen:

Ohrmuschel Auffangen von Schallwellen
Gehörgang Weiterleitung des Schalls
Ohrschmalzdrüse Produziert Ohrenschmalz (verhindert Eindringen von Schmutz)
Trommelfell gerät in Schwingungen und "meldet" ans Mittelohr weiter
Paukenhöhle beherbergt die Gehörknöchelchen (Hammer, Amboss, Steigbügel)
Gehörknöchelchen Weiterleiten der Schwingungen
Ohrtrompete Druckausgleich zwischen Mittelohr und Außenwelt
Schnecke enthält Flüssigkeit und Hörsinneszellen (Gleichgewicht!)
Hörsinneszellen nehmen Reize auf und wandeln sie um in Nervenmeldungen
Hörnerv leitet die Nervenmeldungen zum Gehirn

Teile des Ohres und ihre Funktion in einer Übung einander zuordnen!

Der Hörvorgang zusammengefasst:
1. Die Ohrmuscheln empfangen den Schall und leiten ihn weiter zum Trommelfell.
2. Das Trommelfell wird durch den Schall zum Schwingen gebracht.
3. Die Schwingungen des Trommelfells werden über Hammer, Amboss und Steigbügel an   die  Membran des Innenohres übertragen.
4. Im Innenohr wird der Schall in schwache elektrische Impulse umgewandelt.
5. Diese Signale werden vom Hörnerv zum Gehirn geleitet: Wir hören!

Schutz für die Ohren
Die OHREN nehmen pausenlos Geräusche auf, auch wenn wir uns dessen gar nicht bewusst sind - etwa während des Schlafs. Sie sind recht lärmempfindlich, können sich zum Glück aber in einem  gewissen Maße selbst vor Überforderung schützen: Während ein Streichquartett in gemäßigter Lautstärke einfach zum Innenohr übertragen wird, ziehen sich bei einem dröhnenden Rockkonzert reflexhaft zwei kleine Muskeln zusammen, die an den Gehörknöchelchen sitzen. Sie vermindern dadurch die Weiterleitung der Schallenergie um bis zu zwei Drittel. Das funktioniert nicht immer: Bei plötzlich auftretenden lauten Geräuschen wie etwa einem Pistolenschuss in Ohrnähe ist die Reaktion einfach zu langsam. Sie können deshalb ein sogenanntes Knalltrauma verursachen und das Innenohr dauerhaft schädigen. Der beste Schutz für die Ohren ist, extrem laute Geräusche, wie sie Silvesterböller oder Trillerpfeifen erzeugen, zu meiden. Aber auch andauernde Lärmbelastung ist nicht ohne - schließlich bleibt nach der Schutzreaktion der Gehörknöchelchen noch immer ein Drittel der Lautstärke übrig. Bei stark elektronisch verstärkten Konzerten sind deshalb Ohrstöpsel hilfreich. Und wer es liebt, die Anlage im Auto oder den MP3-Player so richtig aufzudrehen, sollte sich darüber im Klaren sein, dass er sein Gehör in Mitleidenschaft ziehen kann. Wer ihm etwas Gutes tun will, gönnt ihm hin und wieder längere Ruhephasen.
(Quelle: Stern 3/2007)

Dauerlärm schadet Herz und Kreislauf
Lärm macht krank!
Neben der verbreiteten Lärmschwerhörigkeit und Störungen im Magen-Darm-Bereich verursacht Lärm auch Schäden im Herz-Kreislauf-System. Experten des Umweltbundesamtes in Berlin schätzen, dass sich in Deutschland jährlich etwa 4 000 Herzinfarkte auf den Verkehrslärm zurückführen lassen.
Lärm ist ein Störfaktor für die Gesundheit. Sein schädlicher Einfluss macht sich schon bei leisen Geräuschen bemerkbar, wenn sie etwa die Nachtruhe und den Schlaf dauerhaft beeinträchtigen. »Ein Übermaß an Schall in Stärke und Dauer kann«, so erläutert im Gespräch mit dieser Zeitschrift Dr. Wolfgang Babisch vom Umweltbundesamt, »nachhaltige gesundheitliche Beeinträchtigungen oder Schäden hervorrufen. Schall wirkt auf den gesamten Organismus, indem er körperliche Stressreaktionen auslöst. Dies kann schon bei niedrigeren, nicht das Gehör schädigenden Schallpegeln geschehen, wie sie zum Beispiel beim Verkehrslärm vorkommen.«

Dauerlärm ist nicht nur eine Ursache für zunehmende Schwerhörigkeit, er gilt auch als Risikofaktor für Herz und Kreislauf.

Gemessen werden Schallpegel übrigens in der Einheit Dezibel. Berücksichtigt man das Lautstärkeempfinden des menschlichen Gehörs, heißt es Dezibel (A), abgekürzt dB (A). Flüstern verursacht etwa 30, starker Straßenverkehr 80 bis 90 dB (A).

Schallwellen können Träger von Lärm oder Musik sein.

Beim Schall kommt es nicht nur auf Stärke und Dauer an, sondern auch auf die Umstände. In einem Sinfoniekonzert kann ein Fortissimo mit einem Schallpegel von bis zu 90 dB (A) beglücken. Kommt aber Schall in gleicher Stärke von einer stark befahrenen Straße, kann das sehr stören.
Viele Menschen glauben, sie hätten sich an Dauerlärm gewöhnt, und er könne ihnen daher nichts mehr anhaben. Das ist ein Irrtum, denn die Stressreaktionen laufen über das autonome, nicht steuerbare Nervensystem ab. Dabei setzen die Nebennieren vermehrt die Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin frei, die sich mit dem Blutfluss im ganzen Körper verbreiten und eine Kette von Reaktionen auslösen. Es erhöhen sich Blutfette und Blutzucker, die Gerinnungsfähigkeit des Blutes wird beeinträchtigt, der Blutdruck steigt. Alles zusammen verstärkt, wenn der Lärm dauerhaft ist, die Verkalkung der Blutgefäße mit der möglichen Folge eines Herzinfarkts und danach anhaltender Herzschwäche.

Nächtlicher Lärm besonders ungünstig

Das Umweltbundesamt hat 61 nationale und internationale Studien ausgewertet und dabei geprüft, wie stark Lärm, besonders auch Straßenverkehrslärm, bei einem Pegel von 65 dB (A) und mehr die Gesundheit beeinträchtigt. Übereinstimmend wurde in allen Studien der Zusammenhang zwischen chronischem Lärm und Krankheit bestätigt. Ein interessantes Resultat dabei war auch, erklärte Babisch, »dass die Forschungsergebnisse zeigen, dass der menschliche Organismus während der nächtlichen Ruhephase auf Lärm empfindlicher reagiert als in der aktiven Phase am Tag«. Daran werde deutlich, wie wichtig Maßnahmen zur Minderung des Lärms und zum Schutz der Nachtruhe seien.

Die Tyrannei des Lärms

Mehr als die Hälfte aller Menschen in Deutschland gibt an, sich durch Verkehrs- und Fluglärm belästigt zu fühlen, informiert das Umweltbundesamt. Sie beeinträchtigen Wohlbefinden, Konzentrationsfähigkeit, Kommunikation und lösen Ärger,Wut sowie eine allgemeine Unzufriedenheit aus. Etwa 16 Prozent der deutschen Bevölkerung leiden nach Angaben des Umweltbundesamtes unter dauerhaftem Verkehrslärm von mehr als 65 dB (A). Fachleute sprechen daher bereits von der »Tyrannei des Lärms«.
Quelle: Max Conradt in "Neue Apotheken Illustrierte, 1. Juni 2207


Lies diesen Artikel gründlich durch, notiere Stichwörter und fasse ihn schriftlich zusammen!



Fragen zum Ohr
Kreuzworträtsel zum Ausdrucken (PDF) - Lösungswort: GEHOERKNOECHELCHEN

Wie funktioniert unsere Stimme?

Für die menschliche Stimmbildung ist der Kehlkopf verantwortlich. Er liegt auf der vorderen Halsseite am oberen Ende der Luftröhre. Bei Männern kann man ihn mehr oder weniger deutlich von außen als Adamsapfel erkennen. Im Inneren des Kehlkopfs sind die zwei Stimmlippen gespannt. Die freien inneren Ränder der Stimmlippen nennt man Stimmbänder. Die Stimmlippen können durch Muskeln, Knorpel und Gelenke bewegt werden, so dass sie die Luftröhre bis auf einen kleinen Spalt verschließen. Diese engste Stelle der Luftröhre nennt man Stimmritze oder Glottis. Beim Atmen sind die Stimmlippen entspannt, damit die Luft ungehindert in die Lunge hinein und wieder heraus strömen kann.

Um einen Ton zu erzeugen, spannen wir die Stimmlippen an. Die Luft, die aus der Lunge strömt, versetzt die Stimmbänder in Schwingungen. Nach einem ähnlichen Prinzip funktionieren übrigens auch die Holzblasinstrumente Fagott und Oboe. Je entspannter die Stimmlippen sind, desto langsamer schwingen sie und der Ton ist tiefer. Sind sie angespannt, schwingen sie schneller und der Ton wird höher.

Aus diesem Grundton bilden wir nun mit Hilfe von Rachen, Mund und Nase Worte und Sätze, wir sprechen oder singen, schreien laut oder flüstern leise.
Quelle: http://www.gesundheit.de/krankheiten/hals-nasen-ohren/heiserkeit/printer.html

Suche die folgende Seite im Internet und höre dir den Podcast (oben rechts) an, dann weißt du sehr viel mehr über die Stimme, wie sie funktioniert:

Weitere Informationen im Internet:
Im Norddeutschen Rundfunk gab es einmal einen Film zum Thema "Biologie - Das Geheimnis der Stimme". Die Beschreibung dieses Films enthält viele interessante Informationen!
Alles über die Stimme bei Quarks&Co (WDR )
Du kannst auch auf eigene Faust recherchieren - gib einfach Wörter wie "Stimme, Kehlkopf, Stimmbänder..." in eine Suchmaschine ein.

 

DIE HAUT - Der Tastsinn / fühlen

FÜHLEN Lebenswichtiger Spür-Sinn
Schon als Säuglinge brauchen wir täglich Berührung - das Gefühl der Wärme, der Nähe, der Geborgenheit. Erst die mehr als zehn Millionen Sensoren im Inneren unseres Körpers und in der Haut ermöglichen uns ein Bewusstsein unserer selbst und einen Kontakt mit der Welt. Fingerkuppen und Mund sind besonders reich mit empfindsamen Zellen ausgestattet.
(Quelle: Stern 3/2007)

Mit der Haut kannst du Berührungen wahrnehmen. Außerdem schützt sie deinen Körper vor Krankheitskeimen und ermöglicht es uns auch, uns kaltem oder warmem Klima anzupassen. Wenn es heiß ist, schwitzt man. Durch den verdampfenden Schweiß, kühlt sich der Körper ab. Wenn es kalt ist, verengen sich die Gefäße der Haut, damit der Körper nicht auskühlt. Unsere Haut ist etwa 3 mm dick und besteht aus zwei Zellschichten, der Oberhaut und der Lederhaut. Alle drei bis vier Wochen erneuert sich die Oberfläche der Haut. In der Lederhaut befinden sich Muskeln, Schweißdrüsen, kleine Blutgefäße, die die Haut mit Nährstoffen versorgen, und unzählige Nervenenden, die Gegenstände »fühlen«.

Die Haut  ist das größte Sinnesorgan des menschlichen Körpers. Sie besitzt zahlreiche spezielle Rezeptoren und Nervenendungen. Mit diesen nimmt sie Berührungs- Druck-, Schmerz- und Temperaturreize auf.

Über so genannte Tastscheiben, die an der Grenze zwischen Ober-  und Lederhaut liegen, werden Druckempfindungen wahrgenommen. In kleinen Vorwölbungen der Lederhaut liegende ovale Tastkörperchen und um die Haarwurzeln liegende Nervengeflechte registrieren Berührungen.

Kaltrezeptoren nehmen Kälteempfindungen (unter 36°C) wahr und Warmrezeptoren die Wärmeempfindungen (über 36°C).

Als Hautdecke bildet die Haut die äußere Oberfläche des Körpers und erscheint an den einzelnen Körperregionen sehr unterschiedlich. Zu den Hautanhangsgebilden gehören neben den Hautsinnesorganen die Nägel, die Haare und die Hautdrüsen.

Gleich mit einem Lückentext wiederholen!

Mit deinen Fingern und der Haut kannst du fühlen, was für eine Form Gegenstände haben, ob sie heiß oder kalt sind, weich oder hart. Die Haut hat auch ein Stoß- und Schmerzempfinden. Tausende von feinen Nervenenden in der Haut übertragen diese Empfindungen ans Gehirn. An manchen Stellen ist unser Körper empfindlicher; das ist abhängig von der Anzahl der Nervenzellen, die sich an dieser Stelle befinden, Augen, Lippen, Gesicht und Finger sind sehr empfindlich.

Hautpflege

Gründliches und regelmäßiges Waschen mit Seife verhindert ein Verstopfen der Hautporen, die Ausbreitung von Krankheitserregern sowie Körpergeruch. Spätestens innerhalb einer Woche sind deine Haare fettig und Schuppen sichtbar. Krankheitserreger können sich nun verstärkt vermehren. Ihr Wachstum wird auch durch eng anliegende und durchgeschwitzte Kleidung gefördert.

Gut durchblutete Haut macht deinen Körper widerstandsfähig gegenüber Krankheiten. Diese "Abhärtung" erreichst du durch heißes und anschließend kaltes Duschen oder Waschen, durch Frottieren und Bürsten, viel Bewegung an frischer Luft sowie beim sinnvollen Sonnenbaden. Sonnenbrand entsteht nämlich durch ungewohnt langes Liegen in praller Sonne. Dadurch wird die Haut spröde.

Haut, wie sie im Jugend-Brockhaus steht:

Haut bedeckt bei Mensch und Tier die Oberfläche des Körpers und schützt ihn vor Kälte, Hitze, Austrocknung oder Krankheitserregern. Die Haut des Menschen ist ein Sinnesorgan; sie ist dicht durchsetzt mit Empfindungsnerven für Druck-, Berührungs-, Schmerz- und Temperaturreize. Durch ihre Zahlreiche Blutgefäße und durch Schweißabsonderung hilft sie, die Körpertemperatur zu regulieren. Die Haut ist außerdem ein Atmungs-, und Stoffwechselorgan; so werden durch den Schweiß verschiedene Stoffe abgesondert, in der Unterhaut wird Fett gespeichert, und unter der Einwicklung von Sonnenlicht wird Vitamin D gebildet. Die Haut ist aus 3 Schichten Aufgebaut: Die Oberhaut besteht an ihrer Oberfläche abgestorbenen, verhornten Zellen, die sich ständig abschuppen und von der tiefer liegenden Keimschicht erneuert werden. Hier werden auch die Pigmente gebildet, die die Hautfarbe bestimmen. Bei Sonnenbestrahlung schiebt sie sich nach oben und bewirken die Sonnenbräune. Unter der Oberhaut liegt die Lederhaut; ihre Bindegewebsbündel bestimmen die äußerlich sichtbaren Rillen und Federungen der Haut. In die Lederhaut eingebettet sind zahlreiche Blut- und Lymphgefäße, Nerven, Talg- und Schweißdrüsen und Haare. Die Talgdrüsen fetten die Haut ein. Als dritte Schicht folgt die Unterhaut. Sie ist von lockerer, weicher Beschaffenheit und enthält vor allem Fettzellen. Als Hautanhangsgebilde bezeichnet man Haare sowie Finger- und Zehennägel.
Quelle: Der Jugendbrockhaus, Wiesbaden 1985

Genauere Informationen zu Oberhaut, Lederhaut und Unterhaut
Aufbau der Haut, Funktion der Hautschichten (Tipp: Pascal K.)
Informiere dich hier, wie das Rauchen der Haut schadet!
Genaueres zu den verschiedenen Hautrezeptoren

Und hier zeigt sich, dass wir begnadete Zeichnerinnen und Zeichner haben, die
glatt ihre Zeichnungen in jedem Lehrbuch gut unterbringen können:


Linda Karges ist die Künstlerin!

Tastsinn, wie er im Jugend-Brockhaus erklärt ist:

Tastsinn, Fähigkeit eines Organismus, durch Reizempfänger (Rezeptoren) in der Haut mechanische Reize aufzunehmen und zu verarbeiten. Die Rezeptoren für diese Wahrnehmungen sind nicht in einem Organ zusammengefasst wie z.B. beim Auge oder beim Ohr, sondern über die ganze Körperfläche verstreut. In einigen Hautregionen liegen sie besonders dicht zusammen (Lippen, Fingerkuppen), in anderen dagegen sehr weit auseinander (Oberschenkel, Rücken). Zum Tastsinn gehören viele Rezeptorenarten, die unterschiedlich aufgebaut sind. Dadurch ist es möglich, bei Tastwahrnehmungen zwischen Berührungs-, Druck-, Vibrations- und Kitzelreizen zu unterscheiden. Außerdem können formen und Eigenschaften von Gegenständen durch den Tastsinn erkannt werden. Dazu muss jedoch z.B. die Hand aktiv bewegt werden, das heißt, sie muss den Gegenstand >abtasten <. Dabei werden verschiedene Hautrezeptoren gleichzeitig erregt, und es kann dadurch z.B. zwischen klebrig, trocken, nass, rund, eckig, weich, hart, glatt, rau unterschieden werden. Im weiteren Sinn können auch die Empfindung für Schmerz und Temperatur dazugezählt werden. Im Tierreich findet man einen Tastsinn schon bei den einfachsten Formen, z.B. den Schwämmen, die zur Aufnahme von Berührungsreizen spezialisierte Zellen besitzen. Im Pflanzenreich kann man z.B. die „Fühlborsten“ der Mimosen als eine Art Tastsinn bezeichnen.
Quelle: Der Jugendbrockhaus, Wiesbaden 1985

Die Teile der Haut und ihre Aufgabe - wir fassen zusammen!

Haar Schutz vor Wärmeverlust und Sonnenstrahlen, Aufnahme von Berührungsreizen
Hornschicht Schutz vor Verletzungen und Austrocknung
Keimschicht Nachbilden von Hautzellen
Pigment Schutz vor Verbrennungen durch Sonnenstrahlen
Schweißpore Schutz vor Überhitzung durch Verdunstung von Schweiß
freie Nervenenden Umwandlung von Berührungsreizen; Schmerzempfindung
Lamellenkörperchen Aufnahme von Druckreizen
Schweißdrüse Produktion von Schweiß
Kältekörperchen Aufnahme von Temperaturreizen "kalt"
Wärmekörperchen Aufnahme von Temperaturreizen "warm"
Haarmuskel ermöglicht z.B. das Aufrichten von Haaren
Talgdrüse Produktion von Talg (fett)
Tastkörperchen Aufnahme von Berührungsreizen
Fetteinlagerung Schutz vor Druck und Unterkühlung
Blutgefäße Versorgung der Haut mit Nährstoffen und Sauerstoff


Die Eigenschaften von Haut und Haaren (medizinisch-fachliche Informationen)
Der Film "Die Haut - Grenzfläche zwischen Körper und Umwelt"

Die Teile und ihre Funktion einander zuordnen - hier üben!
Teil 1   Teil 2

Kleiner Facharzt für Augen-, Ohren- und Hautheilkunde

Vorbereitende Frage und Aufgaben (Ziele speichern unter...und am PC bearbeiten oder ausdrucken und handschriftlich bearbeiten)
Antworten zur Kontrolle
Lernplan Auge, Ohr, Haut

GESCHMACKSSINN

SCHMECKEN - Kluge Knospen
Vieles, was wir zu schmecken glauben, riechen wir in Wahrheit - wenn das Aroma von Speisen aus der Mundhöhle von hinten in  die Nase steigt  Trotzdem sitzen im Gaumen und vor allem auf der Zunge bis zu 9000 Geschmacksknospen, mit denen wir etwa feststellen können, ob etwas süß, sauer, bitter, salzig  ist. Anders als lange vermutet, sind sämtliche Regionen der Zunge für alle Ausprägungen empfindlich (siehe unten!).

Vorweg ein Experiment:
EXPERIMENT Zungenkitzel: Stell dir frisch gemahlenen Pfeffer, Zimtpulver und Zucker bereit - Halte dir mit einer Hand die Nase zu, während du mit der anderen Zimt auf deine Zunge streust. Lasse die Nase nach 15 Sekunden wieder los. Du wirst vermutlich zuerst nur ein leichtes Prickeln auf der Zunge spüren, der typische Zimtgeschmack stellt sieh erst ein, wenn die Nase wieder frei ist. Denn das Aroma, das wir beim Essen wahrnehmen, ist meist eine Kombination aus schmecken und riechen - wobei das Riechen den größten Anteil hat. Verfahre mit dem Pfeffer und dem Zucker genauso wie mit dem Zimt. Du wirst feststellen: Guter Pfeffer hat geschmacklich weitaus mehr zu bieten als die auch ohne Nase wahrnehmbare Schärfe. Nur Zucker entwickelt seinen Geschmack fast vollständig auf der Zunge.
(Quelle: Stern 3/2007)

Auf der Zunge, auf dem weichen Gaumen und dem Kehldeckel in der Mundhöhle befinden sich so genannte Geschmacksknospen. Wenn wir unsere Zunge im Spiegel betrachten, können wir sehen, dass sie mit kleinen, warzenähnlichen Erhöhungen bedeckt ist, die Papillen genannt werden; zwischen den Papillen befinden sich winzige Wallgräben: in sie sind die Geschmacksknospen eingebettet.
Geschmacksknospen sind gebündelte, stiftchenförmige Sinneszellen, am Grunde von Nervenfasern umflochten. Die Endungen liegen frei, so dass der Speichel sie erreichen kann. Denn wir können nur Stoffe schmecken, die der Speichel löst oder die selbst mehr oder weniger flüssig sind. Darum bezeichnet man auch den Geschmackssinn, ebenso wie den Geruchssinn, als chemischen Sinn, denn die Sinnesnerven werden durch eine Art chemischer Reaktion veranlasst, Impulse an das Gehirn zu senden.
Beim Geschmack unterscheiden wir süß, salzig, sauer und bitter. Für jede Geschmacksart sind besondere Geschmacksknospen besonders empfindlich. Süßes schmecken wir vor allem an der Zungenspitze, Bitteres auf dem hinteren Teil der Zunge, während die Knospen an beiden Seiten der Zunge Saures und Salziges schmecken. In der Mitte der Zunge gibt es eine Zone ohne Geschmacksknospen.


Die Zunge besitzt etwa 10 000 Geschmacksknospen, die in die Bereiche süßer, saurer, salziger und bitterer Geschmacksempfindungen gruppiert sind.    

Laut Scientific American (18. März 2001) ist der Plan mit den Geschmacksfeldern auf der Zunge falsch.  "The Taste Map: All Wrong" lautet ein Artikel dort.  Dieser Plan der Geschmacksfelder kam zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf und ist eine Fehlinterpretation von Forschungsergebnissen vom Ende des 19.Jahrhunderts.  In Wirklichkeit kann jede Geschmacksrichtung von jeder Geschmacksknospe wahrgenommen werden.
"One of the most dubious "facts" about taste--and one that is commonly reproduced in textbooks--is the oft-cited but misleading "tongue map" showing large regional differences in sensitivity across the human tongue. These maps indicate that sweetness is detected by taste buds on the tip of the tongue, sourness on the sides, bitterness at the back and saltiness along the edges.
In reality, all qualities of taste can be elicited from all the regions of the tongue that contain taste buds. At present, we have no evidence that any kind of spatial segregation of sensitivities contributes to the neural representation of taste quality, although there are some slight differences in sensitivity across the tongue and palate, especially in rodents."
Scientific American

Mehr als die Hälfte dessen, was wir als Geschmack empfinden, ist in Wirklichkeit Geruch. Darum "schmecken" wir auch so wenig, wenn wir verschnupft sind. Hält man sich Augen und Nase zu und lässt sich abwechselnd ein Apfel und ein Zwiebelstück in den Mund stecken, wird man kaum angeben können, was man gerade zerkaut.
Der Mensch hat etwa 10.000 Geschmacksknospen eine Kuh aber 35.000 und eine Antilope 50.000! Wale haben fast gar keine, sie brauchen sie nicht. Manche Fliegen und Schmetterlinge schmecken außer mit dem Rüssel auch noch mit den Füßen.
 


Die Zunge ist muskulös, von Schleimhaut umhüllt und ständig mit Speichel befeuchtet. Neben ihrer Funktion zum Sprechen und zum Kauen, dient sie als Geschmackssinnesorgan. Die Oberfläche der Zunge ist rauh und von kleinen Erhebungen, den Papillen, übersäht. Diese sind über die ganze Zunge verteilt.

An einer V-förmigen Linie zwischen Zungenrücken und Zungengrund befinden sich die meisten Geschmackspapillen. Am Rand, zwischen den Furchen dieser Papillen liegen die Geschmacksknospen. Aus diesen ragen die kleinen Stiftchen der Sinneszellen heraus. Die Nervenfasern sind direkt mit den Hirnnerven verbunden und vermitteln über elektrische Reize die Informationen über die getesteten chemischen Stoffe zum Gehirn. 


Diesen Basistest als Lückentext bearbeiten

Was wir schmecken
Warum schmeckt man nichts, wenn man sich die Nase zuhält?
GESCHMACK - Das Schmecken ist ein komplizierter Prozess. Es kann viele Ursachen haben, warum wir manche Geschmäcke als angenehm empfinden, andere hingegen nicht mögen. Für die Wahrnehmung sind dabei jedenfalls nicht nur Zunge und Gaumen zuständig.
 

IRRTUM: Geschmeckt wird mit der Zunge
In Gaumen und Zunge liegen unterschiedliche Sensoren, mit deren Hilfe wir vor allem Salziges, Süßes, Saures und Bitteres voneinander unterscheiden können: Trotzdem entstehen Geschmackserlebnisse nicht in erster Linie durch die Zunge: Was wir als Aroma wahrnehmen, ist in vielen Fällen zu 90 Prozent : Geruch. Forscher aus Dresden und den USA konnten kürzlich sogar nachweisen, dass es einen Unterschied macht, ob Duftmoleküle durch die Nasenlöcher oder über den Rachen in die Nasenhöhle gelangen. Aufnahmen mit einem Computertomografen zeigten, dass ein Gefühl von Genuss vor allem dann im Gehirn entsteht, wenn ein Aroma aus dem Mundraum in die Nasenhöhle aufsteigt. Das könnte die Erklärung dafür sein, dass manche Käsesorten stinken, aber dennoch köstlich schmecken.(Quelle: Stern 3/2007)

GERUCHSSINN

Auf die Nase gebunden!

  • In unserer Sprache finden sich viele Redewendungen, die etwas mit dem Riechen oder der Nase zu tun haben:
  • "Ich kann ihn nicht riechen!" oder "Stinker" sagt man, wenn man jemanden nicht ausstehen kann.
  • "Das stinkt zum Himmel", sagt man, wenn etwas richtig mies ist.
  • "Morgenluft wittern", sagt man, wenn sich jemand Hoffnung macht.
  • "Von jemandem die Nase voll haben", sagt man, wenn man sich über jemanden ärgert.
  • "Immer der Nase nach", bedeutet: immer gerade aus.
  • "Er steckt seine Nase überall hinein", sagt man, wenn jemand superneugierig ist.
  • "Jemandem etwas auf die Nase binden", bedeutet: etwas erzählen, das man besser für sich behalten sollt

Sicher fallen dir noch mehr Redewendungen ein!

Beginnen wir ausnahmsweise mal in der Tierwelt:

Verglichen mit den Supernasen aus dem Tierreich zieht das menschliche Riechorgan den Kürzeren: Hunde zum Beispiel erschnüffeln sogar eine Million verschiedene Düfte!

Bei den Insekten sind Gerüche zur Verständigung weit verbreitet. Sie finden auch ihre Partner mit der Nase. Weltrekordler sind wohl die Schmetterlinge. Die Männchen tragen auf ihren Köpfen regelrechte Antennenbäume, die nur zum Riechen da sind. So erkennen die männlichen Insekten die Lockstoffe der duftenden Damenwelt über mehrere Kilometer. Bienen und andere Staaten bildende Insekten können sich über Duftstoffe sogar unterhalten.

Manche Lebewesen setzen Gerüche wiederum als Kampfmittel ein. Das Stinktier zum Beispiel schlägt seine Feinde durch körpereigene Duftstoffe in die Flucht. (Bild und Text: Werra-Rundschau v. 3.8.2003)

 

So sehen Nase, Mund und Rachen im Querschnitt aus.

Damit wir Menschen etwas riechen können, wie zum Beispiel den Duft einer Blüte, muss sich der Geruch erst einmal in der Luft ausbreiten. Von der Oberfläche der Blüte dampfen ständig winzige Geruchsteilchen ab. Ebenso von frischem Brot, leckerer Schokolade oder auch vom Misthaufen auf einem Bauernhof.
Über unsere Nase nehmen wir nicht nur den lebenswichtigen Sauerstoff auf, hier werden auch ständig Krankheitserreger und Staub aus der Atemluft gefiltert. Dazu arbeiten viele kleine Haare im Inneren der Nase wie unzählige Kehrbesen. Die Nase sorgt dafür, dass im Winter die Luft leicht aufgewärmt in unsere Lungen kommt.
Aber die Nase ist nicht nur zum Atmen da, sondern liefert uns viele nützliche Informationen. Den lieblichen Duft einer Blume, den Auspuffgestank der Autos oder den Geruch von leckerem Essen können wir riechen. Bananen und Äpfel müssen wir nicht sehen, um sie auseinander halten zu können. Unsere Nase hilft uns dabei, den Unterschied auch bei geschlossenen Augen zu erkennen.
All das zieht durch die Nase zu einer etwa Briefmarken großen Schleimhaut am oberen Ende der Nase. Hier warten etwa drei Millionen Rezeptorzellen auf die einzelnen Geruchsmoleküle. Über Nervenbahnen geht es dann per Eilpost weiter. Der jeweilige Geruch wird als verschlüsseltes Signal zum Gehirn gesendet. Über mehrere Schaltzentralen landet dieses Signal schließlich in der Riechrinde des Gehirns. Erst jetzt weiß der Mensch, wovon er die Nase voll hat.
Riechen und Schmecken ist übrigens überlebenswichtig. Denn diese Sinne warnen uns vor verdorbenen Lebensmitteln oder lassen uns einen Brand rechtzeitig erkennen.
Wissenschaftliche Studien beweisen die Superleistung der menschlichen Nase: Sie kann bis zu 10 000 Gerüche wahrnehmen. Auf unserer Zunge dagegen können wir gerade einmal vier verschiedene Geschmacksrichtungen wahrnehmen: süß, sauer, salzig und bitter. Alle anderen, besondere Aromen unserer Speisen schmecken wir nicht – wir riechen sie. Besondere Feinschmecker haben trainierte Riechzellen. Sie können bis zu
30 000 Düfte unterscheiden.

Diesen Text eben noch einmal als Lückentext bearbeiten!

Quelle: Bild und Text: WR vom 03.08.2003
 

 
Geruch
Geruch, Duft, der von einem Gegenstand, Stoff oder Lebewesen ausgeht und mit Hilfe der Nase durch den Geruchssinn wahrgenommen werden kann. Dabei lösen die meisten Gerüche Mischempfindungen aus, an denen auch der Geschmackssinn beteiligt ist. Bei den einzelnen Lebewesen ist die Empfindlichkeit des Geruchssinns unterschiedlich ausgeprägt. Während der Hund, mit sehr vielen Riechzellen ausgestattet, Gerüche sehr gut unterscheiden kann, hat der Mensch ein nur wenig ausgebildetes Geruchsvermögen. Auch zeigen die Riechzellen starke Gewöhnungen. Wenn man einem bestimmten Geruch längere Zeit ausgesetzt ist, lässt die Empfindung für diesen deutlich nach. Gerüche unterstützen den Geschmackseindruck beim Essen und dienen der Orientierung. Auch haben sie Einfluss auf das Paarungsverhalten der Tiere.
Quelle: Jugend-Brockhaus, Wiesbaden 1985
 
IRRTUM: Was wir wahrnehmen, ist uns auch bewusst
Viele Wissenschaftler gehen inzwischen davon aus, dass es neben der bewussten auch eine unbewusste Wahrnehmung gibt - die gleichwohl unser Fühlen, Handeln und Entscheiden beeinflussen kann. So präsentierten schwedische Emotionsforscher Männern die Bilder schöner Frauen und ließen dabei vor dem Zeigen einiger Fotos wenige Millisekunden lang Aufnahmen von Spinnen oder Schlangen aufblitzen. Keine der Testpersonen bemerkte die Tierfotos, doch die Frauenporträts, denen sie vorgeschaltet waren, erschienen ihnen unattraktiver als andere. Offenbar lösten die Schlangen- und Spinnenbilder unterschwellig negative Gefühle aus, die das Urteil beeinflussten.
(Quelle: Stern 3/2007)


Der Rachen verbindet Mund- und Nasenhöhle - Vergrößert: die Riechschleimhaut

 
Vorbeugen - gesund erhalten
Das RIECHEN und das SCHMECKEN sind Reaktionen unseres Sinnessystems auf bestimmte Moleküle, man nennt sie auch die „chemischen Sinne". Beim Riechen gelangen die Moleküle über die Nase in die Nasenhöhle, beim Schmecken über die Mundhöhle - wo auch noch die Rezeptoren in Zunge und Gaumen aktiv werden. Wie eng beide Sinne miteinander arbeiten, merken wir besonders dann, wenn sie vorübergehend beeinträchtigt sind. Vor allem nach Erkrankungen der oberen Luftwege, etwa nach einem Schnupfen, kann die Fähigkeit zu riechen längere Zeit gestört sein. Meist kehrt sie binnen eines Jahres zurück, sie kann aber auch ganz verschwinden. Vitamin-A-Nasentropfen und ein tägliches Riechtraining mit Duftölen wie Rose, Zitrone, Eukalyptus und Gewürznelke können dabei helfen, dass sich der Geruchssinn regeneriert sich wieder erholt..
Allgemein schwindet die Fähigkeit des Riechens und Schmeckens  mit fortschreitendem Alter.
Erheblich beschleunigt wird dieser Abbauprozess durch das Rauchen. Aufgrund der verminderten Wahrnehmung kann die Lebensqualität erheblich beeinträchtigt sein. Denn das, was wir schmecken und riechen, hat unmittelbaren Einfluss auf Zentren des Gehirns, die für Zufriedenheit und Glücksgefühle zuständig sind. Achtsames Genießen, bei dem man versucht, einzelne Geschmacksnuancen zu erspüren und zu benennen, trainiert die Sinne.
Das Fühlen, ein System aus Millionen von Sinneszellen, die uns über unser Gehirn mit jedem Winkel unseres Körpers und mit der Außenwelt in Kontakt halten, ist normalerweise außerordentlich stabil und bedarf keiner besonderen Wartung.
Wer ein optimales Körperempfinden genießen möchte, sollte aber den gesamten Apparat in Bewegung halten: Zahlreiche  Studien der vergangenen Jahre  zeigen, dass tägliche Aktivität das  körperliche Wohlgefühl entscheidend fördert - und außerdem das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Diabetes, Schlaganfall, Depression und Demenz deutlich senkt. Es bringt schon etwas, sich jeden Tag mindestens 30 Minuten lang moderat sportlich zu betätigen, etwa flott spazieren zu gehen oder ein paar Runden zu schwimmen. Wer seinen Körper auf diese Weise fordert, kann damit auch dem biologischen Alterungsprozess entgegenwirken - und fühlt sich wacher und lebendiger.
(Quelle: Stern 3/2007)

Aufgaben zu allen Sinnesorganen:
1. Lies die gelb unterlegten Texte und fass schriftlich zusammen, was du zum Schutz deiner Sinne tun beziehungsweise nicht tun solltest!
2. Lies dir die grau unterlegten Texte mit der Überschrift "Irrtum...." genau durch und fasse schriftlich zusammen, welche Irrtümer in diesen Texten richtig gestellt werden.
3. Recherchiere im Internet und beschreibe kurz jeweils eine Augen-, Ohren- und eine Hautkrankheit!
 

Zusatztexte zu einzelnen Sinnesorganen

Großes Kreuzworträtsel zu allen Sinnesorganen mit Lösung (PDF zum Ausdrucken)
 

Weiterführendes:
Aufbau und Funktion des menschlichen Gehirns: http://www.biokurs.de/skripten/12/bs12-41.htm

© gerhard wellmann, 2007


Bei
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