In der
Meteorologie versteht man unter Wetter:
1) allgemein: das Vorhandensein und Zusammenspiel
meteorologischer Elemente (Temperatur, Bewölkung, Wind, Strahlung,
Niederschläge, Wolken) in einem atmosphärischen Raum zu einem bestimmten
Zeitpunkt;
2) den augenblicklichen Zustand und die Änderungstendenz der
Atmosphäre über einem bestimmten Gebiet.
„Wetter" bezeichnet den Zustand der
Lufthülle der Erde, der Atmosphäre an einem bestimmten Ort und zu einer
bestimmten Zeit.
Alle Angaben zum Wetter beruhen auf Messergebnissen,
die in Wetterstationen regelmäßig ermittelt werden. Dabei werden nach
festgelegten Verfahren Wetterelemente wie z.B. Lufttemperatur, Luftdruck,
Niederschlagsmengen, Windrichtung, Windstärke, Sonnenstrahlung und
Verdunstung gemessen. Durch jahrelange Beobachtung der Wetterabläufe
entwickeln Wetterforscher, die Meteorologen, Daten für Wettervorhersagen.
Die „Witterung" ist die Abfolge des Wetters an
einem Ort oder in einem Gebiet während mehrerer Tage. Liegen Messungen der
Wetterelemente über einen längeren Zeitraum (mindestens 30 Jahre) vor, kann
man aussagekräftige Durchschnittswerte berechnen und so Aussagen zum „Klima“
eines Ortes machen.
So steht es in MZR 2, S.151
Wetterphänomene (Erscheinungen)
Temperatur
Temperatur als Basisgröße der Wärmelehre, als physikalische
Zustandsvariable. Die Temperatur ist eine thermische Zustandsgröße eines
Körpers und ein Maß für die Bewegungsenergie der Moleküle eines Körpers. Je
höher die Temperatur, desto größer ihre Bewegungsenergie.
Niederschlag
Durch Luftabkühlung in der Atmosphäre aus Wasser entstehende flüssige und
feste Materialbildung; Regen, Hagel, Schnee.
Alles über Regen
bei Quarks & Co
Atmosphäre
Gashülle, die einen Planeten umgibt.
Der mittlere Luftdruck der Erde beträgt 1013,25 mbar; mit steigender Höhe
nimmt der Luftdruck ab. Das Gasgemisch, das die Erde umgibt, besteht zu
großen Teilen aus Sauerstoff, Stickstoff, Argon und Kohlendioxid.
Quelle: Schülerwissen
Gewitter, Entladung einer elektrischen Spannung zwischen Wolken,
innerhalb einer Wolke oder zwischen Wolke und Erde, begleitet von heftigen
Schauern (Regen, Hagel, Graupel), im mittleren Nordamerika auch in
Verbindung mit den gefürchteten Tornados. Die mittlere Zahl der auf der Erde
tätigen Gewitter ( besonders in den Tropen) beträgt zu jeder Zeit etwa 2000.
Meteorologisch unterscheidet man Luftmassengewitter und
Frontgewitter. Beim Luftmassengewitter steigt aus überhitzten
bodennahen Luftschichten feuchtwarme Luft auf und bildet Cumulonimbuswolken.
In der Wolke werden durch den Aufwind positiv geladene Tröpfchen nach oben
gerissen, negative bleiben unten. Die Spannung zwischen beiden Teilen kann
bis zu 1 Milliarde Volt betragen. Mit beginnender Eisbildung im oberen Teil
der Wolke verliert sie die Cumulonimbusform, und der typische Gewitteramboss
erscheint. Blitze innerhalb der Wolke oder zwischen verschiedenen Wolken
(Wolkenblitz) und auch zwischen Wolke und Erde (Erdblitz) setzen ein. Die
Luft, die durch die Blitze stark erhitzt wird, dehnt sich mit ungeheurer
Geschwindigkeit aus und erzeugt so den begleitenden Donner. Frontgewitter
treten vor allem an Kaltfronten auf, gelegentlich an Okklusionen
(Zusammentreffen von Kalt- und Warmfront), selten an Warmfronten.
Blitz, elektrische Entladung zwischen Wolke und Erde oder zwischen
Wolken. In einer Blitzbahn (Blitzkanal), mit Durchmesser unter 0,5 m, folgen
6–7 und mehr Teilentladungen aufeinander. Die elektrische Feldstärke
zwischen den Wolken erreicht 1000 Volt/cm. Die Gesamtdauer der Entladung
beträgt den Bruchteil einer Sekunde bis über eine Sekunde, die Spitzenwerte
der Stromstärke 100 000 Ampere; die Elektrizitätsmenge beträgt rund 30
Coulomb, die Blitzgeschwindigkeit rund 1000 km/s. Infolge der hohen
Temperatur wird die Luft in der Strombahn stark erwärmt; die plötzliche
Ausdehnung (Druckwelle) wird als Donner wahrgenommen.
Die häufigste Blitzform ist der Linienblitz, bei geringer Aufladung entsteht
der Perlschnurblitz; Kugelblitze bewegen sich langsam nahe am Boden,
Durchmesser etwa 20 cm, lösen sich meist mit Detonationen auf; Erklärung
noch unsicher.
Blitzschaden entsteht durch den hoch gespannten Strom, durch plötzliche
Druckbildung (wie Explosion) und Hitze (Schmelz- und Zündwirkung), auch
Schockwirkung auf Menschen. Einschlag besonders in einzelne hohe Gegenstände
(Türme, Masten, Bäume, auch stehende Menschen auf ebener Fläche), daher ist
Regenschutz unter Bäumen gefährlich.
Wind Die Luft um uns ist dauernd in Bewegung. Dadurch entstehen
leichte Brisen und auch orkanartige Stürme. Die Sonne erwärmt das Festland
und damit die darüber liegende Luftsäule. Durch diese Erwärmung bewegen sich
die Luftmoleküle schneller und die Luft dehnt sich aus. Sie ist nun weniger
dicht als die sie umgebenden kühleren Luftmassen und es entsteht ein Gebiet
mit niedrigerem Luftdruck. Die Warmluft steigt als riesige unsichtbare Blase
nach oben. Gleichzeitig fließt kühlere Luft nach, um sie zu ersetzen.
Dadurch entsteht eine Zirkulation, die der Physiker als Konvektionsströmung
bezeichnet. Der Unterschied zwischen hohem und niedrigem Luftdruck bestimmt
die Windgeschwindigkeit. Die Luft fließt dabei immer vom Hochdruckgebiet ins
Tiefdruckgebiet. Tiefdruckgebiete bringen wechselhaftes, windiges, oft
regnerisches Wetter. In Hochdruckgebieten herrscht ruhiges, schönes Wetter.
Luftdruck, der Druck, den die Luft der Erdatmosphäre aufgrund der
Schwerkraft auf ihre Unterlage oder eine ihrer Luftschichten ausübt. Er
nimmt wie die Dichte mit der Höhe ab (barometrische Höhenformel) und
schwankt entsprechend den Bewegungsvorgängen in der Atmosphäre. Ein Gebiet
geringen Luftdrucks heißt Tief, ein solches hohen Luftdrucks
Hoch. Im Mittel und auf Meeresniveau (NN) beträgt der
Luftdruck 1013 mbar bzw. 1013 hPa (Hektopascal). – Durch die dauernde
Änderung der Sonneneinstrahlung und damit Erwärmung der Luft sowie durch die
Drehung der Erde bilden sich unterschiedliche Luftdruckgegensätze und damit
Luftströmungen, die z. T. regelmäßige, z. T. unregelmäßige Winde ergeben.
Die regelmäßigen sind vor allem in tropischen Gegenden östliche Passate, in
mittleren Breiten Westwinde und in der Polargegend wieder Ostwinde. Unter
Mitwirkung der Corioliskraft entstehen spiralenförmige Luftbewegungen
(Luftwirbel), die Zyklone (Tiefdruckgebiete) ergeben und zu gewaltigen
Stürmen führen (Orkan, in Nordamerika Hurrikan, in Ostasien Taifun genannt).
Wolken Wolken bestehen aus winzigen Wassertröpfchen oder aus
Eiskristallen, die in der Luft treiben. Dazu muss allerdings feuchtwarme,
mit Wasserdampf gesättigte Luft aufsteigen. Diese kühlt sich dabei ab und
kann ab einer gewissen Temperatur den Wasserdampf nicht mehr festhalten. Ein
Teil davon kondensiert um winzige Staubteilchen und bildet kleine
Wassertröpfchen. Auf diese Weise entstehen Wolken, die oft den ganzen Himmel
bedecken. Wolken bilden sich auch, wenn Warmluft an Gebirgen aufsteigt -
etwa in den Regenwaldgebieten der Anden und des Himalaja. Auch wenn Warmluft
über die kühle Meeresoberfläche gleitet, kommt es zur Wolkenbildung. An
heißen Tagen entstehen ambossförmige Gewitterwolken. Die feinen
Wassertröpfchen in den Wolken werfen alles Sonnenlicht zurück und scheinen
daher weiß. Je dichter eine Wolke ist, umso dunkler wirkt sie, da sie kaum
Licht durchlässt.
Wolkenatlas
Eine tolle Seite
über Wolken - mit Film und Versuchen (SWR)
Sehr umfassende
und informative Einheit über Wolken
Niederschläge, die flüssigen und festen Ausfällungsprodukte des
Wasserdampfs, die aus der Atmosphäre auf die Erde fallen. Voraussetzung für
die Bildung von Niederschlägen ist die Abkühlung feuchter Luft unter den
Taupunkt. Sie entstehen beim Aufgleiten von Luftmassen an einer Front (zyklonale
Niederschläge), bei einem durch Bodenerhebungen erzwungenen Aufstieg
feuchter Luft (Geländeregen, Steigungsregen) oder bei deren freiem Aufstieg
(Konvektionsniederschläge); sie fallen als Dauerniederschläge oder als
Schauer. Flüssige Niederschläge: Regen, Niesel, Nebelreißen; feste
Niederschläge: Schnee, Griesel, Eisregen, Hagel. Die Menge der Niederschläge
wird mit dem Regenmesser bestimmt. Sie ist durchschnittlich am größten in
den Tropengürteln (Zenitalregen) und am geringsten in den Rand- und
Subtropen (Trockenzonen um 30° nördliche und südliche Breite); allgemein
nimmt sie vom Äquator zu den Polen hin ab. Das Maximum fällt in Deutschland
in den Allgäuer und Lechtaler Alpen (2500 mm). Die mittlere Jahreshöhe der
Niederschläge der ganzen Erde liegt wahrscheinlich bei 1000 mm. Nirgends
fehlen Niederschläge ganz, jedoch können sie in Trockenwüsten mehrere Jahre
ausbleiben. Niederschläge enthalten Staub, Ruß, gelöste Gase (z. B.
Kohlendioxid), Salze u. a. chemische Verbindungen, auch radioaktive.
Quelle: Bertelsmann wissen.de
Unwetter
Unwetter sind zwar in
Deutschland noch nicht so an der Tagesordnung
wie in anderen Regionen der Welt. Dennoch treten auch hierzulande
immer häufiger extreme Wetterlagen auf. Die Website unwetter.de
beschreibt Wetterlagen und warnt, wenn diese einen Notstand
hervorrufen können. Als Notstand verstehen die Betreiber dieser
Homepage schwere Regenfälle, extreme Dürre mit Brandgefahr, Stürme
oder Eisglätte und andere klimatische Ereignisse, die zu Katastrophen
führen können. Die Site erklärt auch, warum es zu solchen Situationen
kommt. In der Sommersaison geben die Un-Wetterfrösche allerdings meist
nur die Ozonwerte in den diversen Regionen Deutschlands bekannt.
Unwetter.de -
Wettervorhersagen für alle Regionen - Unwetterwarnungen
Zur Abgrenzung
der Begriffe Wetter und Klima (www.atmosphere.mpg.de) - Hier findest du gute
Informationen zum Aufbau der Atmosphäre (untere und obere Atmosphäre). Zu
diesen Themen z. B. gibt es sehr gute Informationen: Untere Atmosphäre -
Obere Atmosphäre - Wetter - Wolken & Partikel - Klima in Städten - Ozeane -
Landwirtschaft - Menschen ändern Klima
Noch Genaueres
zum Aufbau der Atmosphäre
Wenn du im
Duden-Schülerlexikon den Begriff "Wetter" oder den Begriff "Klima" eingibst,
findest du sehr viele gute Informationen!
Beantworte die beiden folgenden Fragen mithilfe der Links!
Wie entstehen
Blitze und Gewitter?
Warum ist der
Himmel blau?
Lies dir den folgenden Text gründlich durch, fasse das Wichtigste auf einem
Spickzettel zusammen - es dürfen höchsten 10 Stichwörter darauf stehen, aber
beliebig viele Zeichen und Symbole. Später musst du dann einen kleinen
Vortrag über Niederschläge vor der Klasse halten.
Wie
Niederschläge entstehen
Niederschläge entstehen immer aus den Wolken: Die Art der Niederschläge
auf unserer Erde hängt besonders von der Temperatur ab: Warme trockene
Luft bringt, auf der Erde Wasser zum Verschwinden. Das flüssige Wasser
wird dabei gasförmig und somit unsichtbar - es verdunstet. Der
Wasserdampf, der entsteht; ist leichter als Luft und steigt deshalb auf.
Wenn sich die Luft aber in den oberen Schichten abkühlt, wird das
gasförmige Wasser wieder flüssig ' und sichtbar. Daher bilden , sich
wieder Wassertröpfchen. Wir nehmen sie als Wolken wahr. Diesen Vorgang
nennt man Kondensation. Wenn diese Wassertropfen so schwer werden, dass
sie nicht mehr zu schweben vermögen, dann fallen sie als Niederschlag
herunter: es regnet. Ähnlich ist es bei der Entstehung von Schnee.
Schnee ist nicht, wie mancher glauben mag, gefrorener Regen. Es schneit
vielmehr, wenn sich die oberen Luftschichten am Himmel sehr schnell
unter 0 Grad Celsius abkühlen. Dann verwandelt sich der aufsteigende
Wasserdampf nämlich nicht in Wassertropfen, sondern in Schneekristalle
und diese fallen herunter: es schneit. Gefrorenen Regen gibt es als
Niederschlag allerdings auch. Man nennt diese Form des Niederschlags
Graupel. Er entsteht; wenn die Regentropfen während des Falls zur Erde
durch Abkühlung gefrieren. ,Schließlich kennen wir auch noch den Hagel
als Niederschlag. Wenn der Wind die Regentropfen immer wieder in die
Höhe wirbelt, wo es kälter ist; dann gefrieren sie. Beim Hinuntersinken
bleibt immer wieder eine neue Schicht Wasser an ihnen hängen. Wenn sich
dieser Vorgang oft genug wiederholt hat, sind die gefrorenen
Tropfen-schließlich so dick und schwer ; geworden, dass sie nicht mehr
schweben können und als Hagelkörner zu Boden fallen. Diese Hagelbildung
tritt hauptsächlich bei Gewittern im Sommer auf, wo große
Temperaturunterschiede zwischen dem Boden und der Höhe bestehen. |
Lies dir den folgenden Text gründlich durch, fasse das Wichtigste auf
einem Spickzettel zusammen - es dürfen höchsten 10 Stichwörter darauf
stehen, aber beliebig viele Zeichen und Symbole. Später musst du dann einen
kleinen Vortrag über die Entstehung von Wind vor der Klasse halten.
Wie Winde entstehen .
Ohne Luft können wir nicht leben. Bei jedem Atemzug atmen wir einen
halben Liter Luft ein. Luft ist durchsichtig; wir fühlen sie als
Windzug, wenn sie sich bewegt. Milliarden kleiner Luftteilchen
(Moleküle) haben in einem Stecknadelkopf Platz. Wir leben auf dem Grund
eines riesigen „Luftmeeres" (der Atmosphäre). Mit zunehmender Höhe wird
die Luft immer dünner, so dass Bergsteiger im Himalaja Sauerstoffgeräte
benutzen, um genug Luft zu bekommen: In einer Höhe von über 50 km Höhe
gibt es überhaupt keine Luft mehr.
Der Luftdruck wird in Hektopascal (hPa) oder in Millibar (mbar)
gemessen. In Meereshöhe beträgt der normale Luftdruck etwa 1013 hPa oder
mbar, das heißt, die Luft drückt mit einem Gewicht, das etwa einem
Kilogramm entspricht, auf jeden Quadratzentimeter der Erdoberfläche.
Dies entspricht dem Gewicht einer 10 Meter hohen Wassersäule über jedem
Quadratzentimeter der Erdoberfläche.
Sinkt der Luftdruck unter den Normalwert von 1013 hPa (mbar), so spricht
man von Tiefdruck. Liegt der Druck über diesem Wert, nennt man dies
Hochdruck. Wer am Morgen eines schönen, warmen Sommertags das
Freibad besucht, macht folgende Erfahrung: Boden und Luft sind bereits
schön warm, das Wasser dagegen ist noch kühl. Die Sonnenstrahlen haben
die Bodenplatten schneller erwärmt als das Wasser. Sonnenstrahlen heizen
felsigen oder sandigen Boden, Straßen und Siedlungen rascher auf als
Gewässer, Wälder oder Wiesen. Über wärmeren Gebieten dehnt sich die Luft
aus und steigt durch die Erwärmung nach oben. Dabei sinkt der Luftdruck
am Boden unter den Normalwert. Die Meteorologen sprechen dann von einem
Tiefdruckgebiet. Über den kälteren Flächen sinkt die Luft nach unten und
sammelt sich. Der Luftdruck steigt hier also. Es entsteht somit ein
Hochdruckgebiet.
Die Luft hat nun das Bestreben, die Luftdruckunterschiede auszugleichen.
Also strömen Luftteilchen vom Hoch ins Tief. Und diese Luftbewegung
bezeichnen wir als Wind. Die Windstärke hängt von der Stärke der
Luftdruckunterschiede und dem Abstand der Luftdruckgebiete ab. Je größer
die Druckunterschiede und je näher das Hoch dem Tief ist, desto stärker
ist der Wind. Im Schwimmbad sind die Druckunterschiede nur sehr gering,
daher spüren wir auch nur eine schwache Brise, die vom Wasser zu den
Bodenplatten weht. |
Hoch- und
Tiefdruckgebiete (Link-Tipp von Pascal K.)
Fasse die wichtigsten Fakten dieses Artikels in Stichwörtern zusammen!
|
UN schlagen
Klima-Alarm
Dürren, Überflutungen, Artenrückgang: Alles nicht mehr abwendbar, sagen
Experten
WR/HNA 3. März 2007
NEW YORK. Die
dramatischen Folgen des Klimawandels sind nach Einschätzung des
UN-Klimarats nicht mehr zu verhindern. Das geht Medienberichten zufolge
aus einem Entwurf für den zweiten Teil des UN-Klimaberichts hervor, der
am Freitag bekannt wurde. Selbst mit einer deutlichen klimapolitischen
Wende ließen sich die Konsequenzen der globalen Erwärmung wie
Überschwemmungen, Dürren und Artenrückgang bestenfalls mildern, heißt es
in dem Bericht.
Der UN-Klimarat rechnet
mit steigenden Zahlen von Todesfallen, Verletzungen und Erkrankungen
durch Hitzewellen, Überschwemmungen, Stürme, Waldbrände und Dürren. Mehr
Hitzetote seien vor allem in Europa und Asien zu befürchten. Einige
hundert Millionen Menschen in dicht besiedelten Küstenregionen seien
allein durch den Meeresspiegelanstieg bedroht. Mehr als ein Sechstel der
Weltbevölkerung lebt laut UN-Klimarat in Regionen, wo Gletscher und
Schnee wichtige Wasserreservoire sind - die aber „sehr wahrscheinlich"
weiter schwinden würden.
Der Klimawandel sei
bereits weiter fortgeschritten als bislang bekannt, heißt es in dem
Entwurf weiter, dessen endgültige Fassung am 6. April in Brüssel
beschlossen wird. Der UN-Klimarat hat für seinen Bericht etwa 30 000
Datensätze der vergangenen 20 Jahre ausgewertet. Eine Erwärmung um 0,6
Grad Celsius bis zum Jahr 2100 sei unabwendbar. Ein schnelles Umsteuern
sei dennoch dringend nötig; um einen noch stärkeren Temperaturanstieg
mit verheerenden Folgen abzuwenden.
Feucht-warme Winter
Auch Deutschland drohen
empfindliche Konsequenzen „Das neue Deutschland zeichnet sich durch
trocken-heiße Sommer und feucht-warme Winter aus", berichteten die
Klimaexperten Friedrich-Wilhelm Gerstengarbe und Peter Werner vom
Potsdam-Institut für ~ Klimafolgenforschung (PIK). Laufe der
Treibhausgasausstoß weiter wie bisher, seien insbesondere im
niederschlagsarmen Osten Wasserprobleme garantiert. Im Sommer habe der
Regen bereits. abgenommen, im Winter werde es dagegen
niederschlagsreicher.
PIK-Experte Wolfgang
Cramer nannte als gut erforschtes Beispiel für Klimawandelfolgen den
Hitzesommer 2003. „Der war zu einem gewichtigen Teil durch den
Klimawandel bedingt und hat in Europa zu 30 000 Hitzetoten geführt",
sagte Cramer, „das sind Todesopfer, die wir dem Klimawandel zuschreiben.
20 Sturmtote in USA
Eine massive Sturmfront
zog gestern eine Spur der Verwüstung durch mehrere Staaten im Südwesten
der USA und kostete mindestens 20 Menschen das Leben. In Alabama riss
ein Tornado das Dach einer Schule weg: Dort kamen acht Schüler ums
Leben, etliche weitere waren stundenlang unter Trümmern eingeklemmt. Ein
siebenjähriges Mädchen kam in Missouri ums Leben. (dpa/ap)
Zitate zur Klimakrise
Apollo-Proamm
„Wenn.sich die deutsche Autoindustrie nicht bald etwas einfallen
lässt, wird sie in zehn Jahren nicht mehr wirklich marktfähig sein. Ich
kann mir gut vorstellen, dass die Amerikaner bald eine Art
Apllo-Programm initiieren, um klimafreundliche Technologien zu
entwickeln!“
Prof. Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des Potsdam-Instituts für
Klimafolgenforschung
Gefährlich wie Krieg
„Der Klimawandel bedeutet für die Welt eine ähnlich große Gefahr wie
ein Krieg. Unglücklicherweise war meine Generation etwas unachtsam
dabei, auf unseren einzigartigen Planeten zu achten. Diese Probleme sind
grenzüberschreitend. Nur ein gemeinsames und abgestimmtes
internationales Vorgehen, begleitet und unterstützt von individuellen
Initiativen, wird ausreichen. Wir sind alle mit schuld am Prozess der
globalen Erwärmung."
Ban Ki Moon, UN-Generalsekretär |
Arbeit mit Klimadiagrammen
Arbeite zunächst diesen Lernkurs zu
Klimadiagrammen durch:

Klimadiagramme können euch auf anschauliche Art
sehr viele Informationen über das Klima eines Ortes geben. Mithilfe von
Klimadiagrammen lassen sich die Werte verschiedener Orte schnell und leicht
miteinander vergleichen. Um Informationen aus einem Klimadiagramm entnehmen
zu können, solltet ihr es zunächst lesen und danach auswerten.
Wir lesen ein Klimadiagramm

In der Abbildung oben ist das Klimadiagramm von Jakutsk dargestellt. Die
Temperaturwerte sind als rote Kurve und die Niederschläge als blaue Säulen
dargestellt. Die Werte für Temperatur und Niederschlag sind im Verhältnis 1
: 2 eingezeichnet das heißt dem Temperaturwert 20 °C auf der linken Skala
steht der Niederschlagswert 40 mm auf der rechten Skala gegenüber. Dies hat
den Vorteil, dass man mit einem Blick erkennen kann, ob ein Monat feucht
oder trocken ist.
Wenn ihr ein Klimadiagramm lesen und auswerten wollt, könnt ihr in folgenden
Schritten vorgehen:
Klimadiagramme können euch auf anschauliche Art sehr viele Informationen
über das Klima eines Ortes geben. Mithilfe von Klimadiagrammen lassen sich
die Werte verschiedener Orte schnell und leicht miteinander vergleichen. Um
Informationen aus einem Klimadiagramm entnehmen zu können, solltet ihr es
zunächst lesen und danach auswerten. Wir lesen ein Klimadiagramm
In der Abbildung oben ist das Klimadiagramm von Neapel dargestellt. Die
Temperaturwerte sind als rote Kurve und die Niederschläge als blaue Säulen
dargestellt. Die Werte für Temperatur und Niederschlag sind im Verhältnis 1
: 2 eingezeichnet das heißt dem Temperaturwert 20 °C auf der linken Skala
steht der Niederschlagswert 40 mm auf der rechten Skala gegenüber. Dies hat
den Vorteil, dass man mit einem Blick erkennen kann, ob ein Monat feucht
oder trocken ist.
Wenn ihr ein Klimadiagramm lesen und auswerten wollt, könnt ihr in folgenden
Schritten vorgehen:
1. Allgemeine Stationsangaben:
• Nennt die Klimastation, den Staat, die Höhe der Station und die Lage im
Gradnetz (falls angegeben).
2. Temperatur:
• Nennt die Jahresdurchschnittstemperatur und den wärmsten und den kältesten
Monat.
• Errechnet den Temperaturunterschied zwischen den beiden Monaten.
• Stellt fest, welche und wie viele Monate heiß (über 20 °C), warm (15 bis
20 °C), mild (5 bis 15 °C), kühl (0 bis 5 °C), kalt (0 bis 10 °C), sehr kalt
(unter 10 °C) sind.
• Zeigt die Monate auf, in denen die Vegetation wachsen kann
(Durchschnittstemperatur über 5 °C).
3. Niederschlag:
• Nennt den Jahresniederschlag. Bezeichnet die Monate, in denen die
Niederschläge am höchsten, gering oder überhaupt nicht vorhanden sind.
Benennt aride und humide Monate!
• Berechnet den Unterschied zwischen dem niederschlagsreichsten und -ärmsten
Monat.
• Gebt an, ob die Niederschläge gleichmäßig auf das Jahr verteilt sind oder
zu bestimmten Zeiten fallen.
4. Zusammenwirken von Temperatur und Niederschlag:
• Überlegt, was die Temperaturwerte der Station und ihr Verlauf während des
Jahres für das Leben der Menschen bedeuten.
• Stellt fest, welche und wie viele Monate feucht oder trocken sind.
• Überlegt, was die Niederschlagsmenge und ihre Verteilung über das Jahr für
das Leben der Menschen bedeuten.
• Bedenkt, welche Schlüsse sich aus dem Klima der Station für das Wachstum
der Pflanzen und das Leben der Tiere ziehen lassen.
5. Aride und humide Monate
Wie du gelesen hast, kannst du aus einem Klimadiagramm sehr schnell
verschiedene Informationen ablesen. Außer den durchschnittlichen
Monatswerten für Temperatur und Niederschlag lässt sich vor allem erkennen,
ob ein bestimmter Ort für die Landwirtschaft geeignet ist oder
nicht. Genauer gesagt geht es darum, ob genügend Niederschlag fällt, damit
Pflanzen wachsen können.
- Ein Monat ist arid, d. h. es
fällt zu wenig Niederschlag im Verhältnis zur Temperatur, wenn seine
Niederschlagskurve unter der Temperaturkurve oder in gleicher Höhe wie
diese verläuft.Die Verdunstungsmenge ist dann größer als die
Niederschlagsmenge.
Wenn also z. B. 20 mm oder weniger Niederschlag fallen und die Temperatur
mindestens 10 Grad Celsius beträgt, so ist der Monat arid.
In manchen Klimadiagrammen ist eine aride Jahreszeit zusätzlich
gekennzeichnet (in unserem Beispiel durch die gelbe Farbe).

Bildquelle
- Verläuft die Niederschlagskurve über der
Temperaturkurve, so ist der Monat humid. Die
Verdunstungsmenge ist kleiner als die Niederschlagsmenge. Fallen also z.
B. 40 mm Niederschlag, so darf die Temperatur nicht über 19 Grad Celsius
liegen, damit der Monat humid ist.
In manchen Klimadiagrammen ist eine humide Jahreszeit zusätzlich
gekennzeichnet (in unserem Beispiel durch die senkrechten blauen Linien).
Besonders niederschlagsreiche Monate (über 100 mm) sind als blaue Fläche
hervorgehoben).
Kontroll- bzw. Bewertungsbogen für eine
Klimadiagramm-Interpretation:
PDF
Word
Anleitung zum Zeichnen eines Diagramms:
- Verwende Millimeterpapier (notfalls Blatt mit Rechenkästchen)
- Zeichne zuerst die x-Achse der Monate. 5 mm (1 Kästchen) sind 1 Monat.
- Dann kommt die y-Achse. 1 cm (2 Kästchen) entspricht 10 °C (links) und auf
der rechten Seite entspricht 1 cm 20 mm Niederschlag.
- Trage nun die einzelnen Werte der Temperatur ein und verbinden die Punkte
mit einer Linie (rot).
- Trage dann die Niederschlagswerte ein und verbinde sie mit einer blauen
Linie.
Aufgabe: Bearbeite die gestellten Aufgaben zu einem Klimadiagramm auf
dieser Seite:
http://www.m-forkel.de/klima/ausw_klimad.html
und lerne danach auf dieser Seite oder auf der Klimazonenseite das, worin du
noch nicht sicher genug bist (Lernplan)!
Klimadiagramme weltweit!
|
Wettersymbole

Okklusion [ lateinisch],
Zusammenschluss von Kalt- und Warmfront eines Tiefs zur Okklusionsfront;
infolge höherer Zuggeschwindigkeit holt die Kaltfront die Warmfront ein,
wobei die Warmluft des Warmsektors vom Boden abgehoben wird. Bei der
normalen Okklusion haben vorlaufende und nachfolgende Kaltluft etwa die
gleiche Temperatur; Kaltluftcharakter hat die Okklusion, wenn die
nachfolgende Luftmasse kälter ist, Warmfrontcharakter hat sie, wenn die
nachfolgende Luftmasse wärmer ist als die vorlaufende.
Aufgaben:
Eine Zusammenfassung ist ein Text, der aus vollständigen Sätzen
besteht!
Bei unbekannten Wörtern hilfst du dir hier:
1.
Lies den ersten der
beiden Texte durch und fasse die wichtigsten Informationen schriftlich
zusammen!
2.
Erläutere
schriftlich die
Bedeutung des Klimawandels für die Landwirtschaft!
3.
Erkläre
schriftlich, vielleicht auch mit einer Zeichnung, was man unter dem
"Treibhauseffekt" versteht! Wenn du das Wichtigste aus dem Text
"Treibhauseffekt" aufgeschrieben hast, kannst du rechts daneben ein bisschen
rumgucken, da gibt es Videos zum Thema...
4.
Die Seite der
Tagesschau stellt hier hervorragende Informationen unter dem Titel "Auf dem
Weg in die Heißzeit" zusammen. Informiere dich
über die Folgen der Erderwärmung! Such dir ein oder zwei Schwerpunkte und
bereite einen Kurzvortrag vor (Spickzettel)! Vorschlag: Lies den Text, der
sich hinter dem Link "Fünf Grad mehr erzeugen eine andere Welt" verbirgt und
notiere Stichwörter, die dir helfen diese Überschrift zu begründen. Du
kannst dir aber such einen anderen Schwerpunkt aussuchen.
5.
Die Zeitschrift
GEO (Dezember 2006) beschäftigt sich intensiv mit der Erderwärmung unter dem
Thema "Der überheizte Planet". Öffne den Artikel (PDF) und fasse
abschnittweise schriftlich zusammen!
Der Artikel ist ziemlich umfangreich. Aber in einer Schulstunde müsste das
zu schaffen sein.
6.
Gletscher:
Rückzug der Riesen - Immer deutlicher zeigt sich: Dem "ewigen Eis" der Alpen
bleiben nur noch wenige Jahrzehnte. Steigende Temperaturen bringen die
Eismassive in den Hochgebirgen zum Abtauen - mit schwer wiegenden Folgen -
Öffne den Link und fasse die wichtigsten Folgen schriftlich zusammen!
Und jetzt teste dein Wissen - es ist ein Test für Erwachsene und baut nicht
auf unserem Unterricht auf - du kannst also völlig gefahrlos
herumprobieren....
Wissenstest:
Wetter und Klima Wieso gibt es in Europa keine Hurrikane? Und wie viele
Gewitter entladen sich weltweit in einer Stunde? Teste dein Wissen zum
Thema "Wetter und Klima" !
Wissenstest:
Klimawandel Es ist nur eine dünne Lufthülle, aber ohne sie wäre kein
Leben auf der Erde möglich. Test dein Wissen rund um Klima und
Klimawandel!
Klimawandel: Wo es in Deutschland am
wärmsten wird
Düsseldorf (RPO). Sintflutartige Regenfälle im Süden, tropische Nächte in
Norddeutschland. Ein neues Klimamodell zeigt, wie sich zwischen Sylt,
Sauerland und Siebengebirge das Wetter in den kommenden hundert Jahren
ändern könnte. Am meisten betroffen sind die Menschen in Norddeutschland.
Insgesamt droht Deutschland bis zum Jahr 2100 ein merklicher
Temperaturanstieg. Gegenüber den Jahren 1961 bis 1990 steigen die
Temperaturen - je nach Emissionsseznario - zwischen 1,6 und 2,3 Grad
Celsius.
Die Niederschläge nehmen von 2071 an deutschlandweit um 17 bis 22 Prozent
ab, im ohnehin schon trockenen norddeutschen Tiefland sind es sogar 50
Prozent. Für die Winter in den Gebirgsregionen werden hingegen deutlich
niedrigere Niederschläge erwartet.
Mit den vorliegenden Klimaprojektionen des Modells "Wettreg"
(Wetterlagen-basierte Regionalisierungsmethode) lassen sich sich mögliche
Klimaentwicklungen darstellen. Andreas Troge, Präsident des
Umweltbundesamtes, sprach davon, dass die Berechnungen verdeutlichten, "was
mit dem Klimawandel auf uns zu kommen dürfte". Zugleich könne man sich
rechtzeitig auf diese unabwendbaren Folgen einstellen. Viele weitere
Informationen zum Thema auf dieser Seite:

Fotos: Wo es in Deutschland am wärmsten wird
Lernen am PC
1 Klima
1.1 Klima und Klimazonen
Internetadresse:
Für die Homepage verantwortlich: Matthias Forkel, Abiturient Letztes Update:
16.02.2005
Thema: Das Klima und die Klimazonen
Arbeitsauftrag:
Sammle Informationen zu einer Klimazone deiner Wahl. Was
ist typisch für das Klima? Lege deine Notizen zu dieser Klimazone so an,
dass du den Rest der Klasse später darüber informieren kannst!
1.2 Reaktionen auf die Klimaveränderung
Internetadresse:
Für die Homepage verantwortlich: ESPERE-ENC
Die Homepage ist ein Projekt der Europäischen Union.
Letztes Update: 01.06.2004
Thema: Menschliche Einwirkungen auf das Klima und Klimaschutz
Einsatz im Unterricht:
Auf der Homepage könnt ihr sehr viel zum Thema „Klimaschutz“ erfahren.
Deswegen ist es auch hier angebracht, verschiedene Bereiche von einzelnen
Gruppen bearbeiten zu lassen.
Arbeitsauftrag:
(zu Einheit 1 „Menschgemachter Klimawandel“)
„Bildet vier Gruppen! Jede Gruppe liest sich einen Artikel zu diesem Thema
durch. Anschließend sprecht ihr innerhalb eurer Gruppe über das Gelesene.
Habt ihr auch wirklich alles verstanden? Gut! Dann mischt ihr jetzt die
Gruppen so durch, dass in jeder Gruppe mindestens ein Experte zu einem
dieser Artikel sitzt. Berichtet euch gegenseitig ,was ihr erfahren habt.
Abschließend macht jeder allein die Tests eins und zwei.“
1.3 Arbeiten mit Klimadiagrammen
Internetadresse:
(Diese Adresse
steht auch oben über der "Arbeit mit Klimadiagrammen" als durchzuarbeitender
Lernkurs!)
Für die Homepage verantwortlich: Entwickelt für das Forum Erdkunde - der
Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Universität Kiel. Überarbeitet und
ergänzt von Wolfgang Dehmer. Letztes Update: 2001
Thema: Klimadiagramme lesen und zeichnen
Einsatz im Unterricht:
Diese Homepage ist eine gelungene Abwechslung für euch, Klimadiagramme
einmal anders kennen zu lernen.
Arbeitsauftrag:
„Nimm ein kariertes Blatt Papier, ein Lineal und einen Bleistift zur Hand.
Arbeite die Homepage Schritt für Schritt durch.“
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