Gewürznelkenbaum, tropischer Baum, aus dessen getrockneten Blütenknospen die Gewürznelken gewonnen werden. Der Gewürznelkenbaum ist ein kleiner, meist nur etwa zehn Meter hoher, immergrüner Baum. Er stammt ursprünglich von den Molukken, einer Inselgruppe im östlichen Indonesien, wird heute aber auch in anderen tropischen Ländern angebaut. Sowohl die Blätter, Blüten als auch seine Rinde duften intensiv. Die reife Frucht ähnelt einer kleinen Olive. Sie ist dunkelrot, besitzt einen der Gewürznelke ähnlichen, wenn auch weniger intensiven Geschmack und Geruch und wird gelegentlich getrocknet verkauft. Die eigentlichen Gewürznelken, deretwegen man den Baum anbaut, sind jedoch die noch geschlossenen Knospen der Blüten. Sie werden gesammelt und über einem Holzfeuer sowie in der Sonne getrocknet. Man verwendet sie ihres scharfen, aromatischen Geschmacks wegen sowohl zu verschiedenen Fleisch- und Gemüsegerichten als auch in Gebäcken und Getränken wie etwa dem Glühwein.

 

Ingwer wird überall in den Tropen und Subtropen angebaut. Der Wurzelstock wird als Gewürz genutzt.
Tropische u. subtropische Gewürzpflanze, essbarer, aromatischer, brennend scharf schmeckender Teil des Wurzelstocks des Ingwers. Aus dem Wurzelstock der Ingwerpflanze gewonnenes aromatisches, brennend scharfes Gewürz.
 

 
Muskatnuss
Die als Gewürz verwendete Muskatnuss selbst ist der Samen des Muskatnussbaumes, der wirtschaftlich bedeutendsten Art dieser Familie; sie wird auch in vielen anderen tropischen Ländern, darunter in Südasien, auf den Westindischen Inseln und in Brasilien angebaut. Aus den Samen der Muskatnussgewächse werden verschiedene Gewürze gewonnen; außerdem nutzt man sie wegen ihres Holzes

Die Samen werden getrocknet und anschließend in geriebener Form als angenehm mild-aromatisch schmeckendes Gewürz verwendet, das allerdings in größeren Mengen giftig wirkt. Auch die getrockneten Blüten, die so genannte „Muskatblüte“, werden als Gewürz benützt.
 

 
Zimt
Die bekannteste Art ist der eigentliche Zimtbaum oder Ceylonzimtbaum, aus dem der geschmacklich beste Zimt gewonnen wird, der unter dem Namen Kaneel bekannt ist. Er stammt aus Sri Lanka, wird aber in vielen anderen tropischen Ländern Südostasiens sowie in Brasilien angebaut. Der Baum wird bis zu etwa zwölf Meter hoch. Wenn sich die Rinde braun zu färben beginnt, schneidet man die nun zweijährigen Triebe ab. Zu diesem Zeitpunkt sind die Zimtbäume etwa 2,5 Meter hoch und haben am Grund einen Durchmesser von etwa fünf Zentimetern. Nachdem man alle Blätter und Zweige der Triebe entfernt hat, schält man die Rinde ab und lässt sie eine Nacht lang gären. Am nächsten Tag wird die äußere Rinde abgeschabt, um die besonders aromatische, innere Rinde freizulegen, die sich dabei von beiden Seiten her längs aufrollt. Anschließend wird sie getrocknet und erlangt dabei ihre typische, gelblichbraune Zimtfarbe.
Zimt hat ein sehr charakteristisches, stark duftendes Aroma und einen süßlichen, durchdringenden Geschmack. Er wird seit frühesten Zeiten als Gewürz in vielen Gerichten und Backwaren verwendet, aber auch zur Verfeinerung von manchen Getränken, zur Parfümierung von z. B. Seifen und in einigen Medikamenten.
 
Pfeffer, das wichtigste Gewürz der Welt, wird aus dem Pfefferkorn, der Frucht der Pfefferstrauches, einer Kletterpflanze, hergestellt. Ursprünglich stammt Pfeffer aus Indien, er wird heute in vielen tropischen, feuchtheißen Gebieten Asiens kultiviert. Pfefferkörner werden unreif und grün geerntet, getrocknet liefern sie schwarzen Pfeffer. Um weißen Pfeffer zu produzieren, werden rote, reife Pfefferkörner in Wasser eingeweicht und von ihrer äußeren Hülle befreit. Pfeffer ist eines der ältesten bekannten Gewürze und ist seit mindestens 3 000 Jahren in Gebrauch.

 
 
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