Vom ersten Menschen bis zum Ackerbau

Einen besseren Einblick in die Probleme erhältst du, wenn du auch immer mal
nach nebenan auf die Biologie-Seiten zum Thema EVOLUTION (Zusatz) schaust!


Wandgemälde aus einer 5. Klasse der AFS - 2007

Steinige Zeiten - Übersicht

Die Entstehung des Lebens Text I
Die Entstehung des Lebens Text II
Lückentext zum Text II
Kalender des Lebens
Erdzeituhr und Lucy
Wissenschaftliches zur Entstehung des ersten Lebens (sehr ausführlich - für Alleswissenwoller!)
Fragen zur Entwicklung des Lebens (und Antworten dazu)
Menschheitsgeschichte (Stammbaum mit Erläuterungen)
Im Blitztempo durch die Entwicklung
Die Entwicklung dreidimensional
Zusammenfassung mit Lückentext und Kreuzworträtsel
Was verstehen wir unter "Steinzeit"?
Altsteinzeit (Paläolithikum)
Mittelsteinzeit (Mesolithikum)
Jungsteinzeit (Neolithikum)
Eiszeit
Höhlenmalerei
Kreuzworträtsel Steinzeit
Steinzeit-Projekt einer anderen Schule
Evolution (Entwicklung des Lebens - dort weitere Link für Spezialisten...)
Tipps (gute Links)
Steinzeit-Quiz (Fragen und Antworten)
Menschen und Tiere der Eiszeit (Naturkundemuseum Kassel)
Hessisches Landesmuseum Kassel (Steinzeit)

Lernplan


Hier findest du eine Liste von Büchern, die sich mit geschichtlichen Themen von der Steinzeit bis zum Mittelalter befassen, man nennt das eine "Kommentierte Bibliographie". Es ist eine Auswahl empfehlenswerter Erzählungen und Sachbücher für Kinder und Jugendliche zur Ur- und Frühgeschichte und Archäologie.


Zusatzseite mit vertiefenden und ergänzenden Informationen (die meisten sind mit dieser
Seite hier verlinkt)
Evolution Mensch

Glossar


Wandgemälde aus einer 5. Klasse der AFS - 2007

Forscher haben herausgefunden, dass alle Lebewesen, egal ob Einzeller oder Mensch, die gleichen Grundlagen haben. Bei ihnen allen werden aus den chemischen Elementen Stickstoff, Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff - zusammen mit Phosphor und Schwefel Zucker, Fett und Eiweiße (Proteine) gebildet. Das ist die Grundlage des Lebens.
Hierzu schaut euch als Einführung das Brockhaus-Video Nr. 2 (VAAL BRO) aus unserer Schulbibliothek an!

Die Entstehung der Erde und des Lebens I

Erster Lerntext
 
Kaum ein Mensch auf der Welt kann sich vorstellen, wie der Anfang des Universums war, aber man kann ihn berechnen und umschreiben. Diesen Anfang nennen die Menschen häufig „Urknall".
In der kurzen Zeit von 1043 sec wurden Raum und Zeit geschaffen und Materie und Energie. Alles flog mit einer unvorstellbaren Geschwindigkeit auseinander und kühlte dabei ab. Durch die Ausdehnung kühlte alles noch mehr ab, die Kräfte (die man nicht sieht) wurden voneinander getrennt und so konnten nach 300.000 Jahren die ersten Atome entstehen und damit die unvorstellbar großen Mengen Materie, die es in unserem Universum gibt. Nach 2 Milliarden Jahren zogen sich die Materieteilchen gegenseitig an und es bildeten sich große Sternensysteme aus vielen Milliarden kleiner Sterne, die sich manchmal so stark anzogen, dass sie zu groß wurden und starben. Und daraus wurden dann wieder Sternensysteme. Mit der Geburt der Sterne leuchtete der Weltraum. Eines dieser Sternensysteme ist die Milchstraße.
Dann entstand in der Milchstraße durch die Zusammenballung von Materie eines Gaswirbels ein Stern, der sich selbst verbrannte, aber sehr langsam, und Wärme in den Weltraum strahlte. Die Menschen gaben ihm später den Namen Sonne. Er war aber auch so groß, dass er andere Materie auf eine Bahn rund um sich herum zwang, aus der wieder Himmelskörper wurden, die aber nicht verbrannten, die Planeten. Das war etwa 10 Milliarden Jahre nach dem Urknall.

Und es entstand ein Planet, der in einem Abstand von 150 Millionen km um die Sonne kreiste und gerade so heiß und kalt war, dass es Wasser, Eis -und Dampf gab. Seine Bewohner nannten ihn später Erde. Seine Oberfläche wurde bald fest und es bildeten sich festes Land und große Wasserflächen. Die Oberfläche der Erde veränderte sich im Laufe der Jahrmillionen weiter, ja sogar große Landflächen brachen auseinander.

Nach weiteren 2 Milliarden Jahren begannen sich auf der Erde Moleküle zu verbinden zu einfachen Formen des Lebens, mit der Eigenschaft, sich zu vermehren und immer neue Formen des Lebens entstehen zu lassen, von denen einige auch wieder ausstarben. Vor 2 Millionen Jahren trat dann ein Wesen auf, das ein Vorfahre des heutigen Menschen ist, aber sich noch in vielem von ihm unterschied. Mit den anderen Lebewesen veränderte sich auch der Mensch in den zwei Millionen Jahren bis heute, bis er zu dem wurde, was er heute ist. Und erst vor wenigen tausend Jahren erfanden die Menschen die Schrift, entdeckten, wie man Metalle herstellt, und vor 400 Jahren, wie man Ferngläser baut, um die Planeten zu beobachten und die Sterne. Vor 40 Jahren lernten die Menschen mit Antennen unsichtbare Sterne zu beobachten. Aber je mehr die Menschen entdecken, desto mehr neue Fragen tauchen auf.
Rudolf Hartmann

Informiere dich hier über unser Sonnensystem!
Die Erde, ein unruhiger Planet - Zur Entstehung der Erde
 
Die Entstehung der Erde und des Lebens II

Zweiter Lerntext

Die Erde ist ungefähr 4600 Millionen (4,6 Milliarden) Jahre alt. Wissenschaftler nehmen an, dass die Erde sich aus einer wirbelnden Gaswolke entwickelt hat. Diese Wolke wurde sehr heiß und verwandelte sich in einen Ball aus flüssigem Gestein. Dieser Ball kühlte langsam ab, seine Oberfläche erstarrte zu einer dünnen Gesteinskruste. An vielen Stellen brach heißes, flüssiges Gestein aus dem Inneren durch diese Kruste.
Ungeheure Dampf- und Gaswolken sammelten sich um die Erde. Heftige Stürme tobten, und aus den Wolken strömten Regengüsse. So entstanden die Meere. Von der Entstehung der Erde bis zu dem Zeit-punkt, als in diesen Meeren die ersten Pflanzen zu wachsen begannen, waren etwa 2000 Millionen (2 Milliarden Jahre) vergangen. Die Pflanzen produzierten Sauerstoff. Bis die ersten Tiere im Wasser le-ben konnten, vergingen noch einmal etwa 2000 Millionen Jahre. Erst vor etwa 550 Millionen Jahren lebten also die ersten Tiere in den großen Meeren der Erde. Die ältesten Spuren von Leben sind allerdings viel älter. Sie reichen zurück bis in die Mitte des Präkambriums (ca. 3,5 Milliarden Jahre ist das her)...
Die ersten Tiere entstanden also im Meer. Aus ganz kleinen, primitiven Tieren entwickelten sich größere Tiere, die aufs Land krochen. Sie konnten zunächst im Wasser und auf dem Land leben. Es waren Amphibien.
Um auf der Erde leben zu können, mussten diese Tiere Nahrung finden. Auch die ersten Landpflanzen entwickelten sich aus Meerespflanzen (z.B. Tang). Doch bald entwickelten sich riesige Farne, Schachtelhalme und Zapfen tragende Pflanzen, das Land wurde grün. Aus den Schildkröten, Eidechsen, Krokodilen und Fröschen, die im Wasser und an Land leben konnten, entwickelten sich riesige Landtiere, die Dinosaurier.
Keiner weiß so genau, warum die Dinosaurier ziemlich plötzlich von der Erde wieder verschwanden. Als sie ausstarben, breitete sich eine andere Tierart auf der Erde aus: Tiere, die lebende Junge zur Welt brachten und sie mit Milch säugten. Sie zogen ihre Jungen groß und beschützten sie vor Gefahren. Erdgeschichtlich befinden wir uns jetzt schon in der Erdneuzeit. Solche Tiere - Säugetiere - waren z.B. das Mammut und das Wollnashorn.
Vor erst etwa 3 Millionen Jahren beginnt die Entwicklung des Menschen. Gemessen am Alter der Erde leben Menschen auf ihr erst seit „gerade eben“!

Diese Fragen zum Text hat die Klasse 5F der Anne-Frank-Schule zusammengestellt:
1.  Wie alt etwa ist die Erde?
2.  Aus was hat sich die Erde entwickelt - so wie die Wissenschaftler das glauben?
3.  Wann etwa begann die Entwicklung des Menschen?
4.  Aus welchen Tieren entwickelten sich die Dinosaurier?
5.  Nenne drei der ersten Landpflanzen auf der Erde!
6.  Wo entwickelten sich die ersten Tiere?
7.  Vor wie viel Millionen Jahren lebten die ersten Tiere im Urozean?
8.  Was sind eigentlich Amphibien?
9.  Welche Tierart beherrschte nach den Dinosauriern langsam die Erde?
10. Nenne zwei Amphibien?
11. Was benötigen Tiere, die auf dem Land leben können?
12. Was sammelte sich um die Erde - als Voraussetzung für endlose Regengüsse?
13. Was produzierten die Pflanzen im Wasser (Voraussetzung für tierisches Leben)?
14. Aus was entwickelten sich die ersten Landpflanzen?
15. Wie viel Millionen Jahre waren schon vergangen, bis sich die ersten Pflanzen im Meer entwickelten?

Du findest hier zwar die Antworten, aber wenn du genau gelesen hast, brauchst du sie eigentlich gar nicht!
Jetzt kannst du locker diesen zweiten Lerntext als Lückentext bearbeiten!

Der folgende Kalender des Lebens veranschaulicht die Entwicklung! Beachte, welch geringen Zeitraum die Menschheitsgeschichte im Vergleich zum Erdalter einnimmt! Das verdeutlicht auch die Erdzeituhr unter der Tabelle!:

Kalender des Lebens
 

0 Uhr

Die Erde entstand vor fünf Milliarden Jahren als Feuerball und kühlte sich sehr langsam ab.

1 Uhr

Sie glüht weiß.

4 Uhr

Sie glüht gelb.

8 Uhr

Sie glüht rot.

8 – 9 Uhr

Die Erde bildet erste Krusten.

12 Uhr

Krustenbildung beendet.

13 – 14 Uhr

Die Ozeane entstehen.

18 – 19 Uhr

Erste Lebewesen entwickeln sich im Wasser.

21.20 Uhr

Erste Pflanzen.

21.30 Uhr

Erste Landtiere.

21.50 Uhr

Gliedertiere gehen an Land.

22.10 Uhr

Wälder versinken im Sumpf.

22.45 Uhr

 Erste Vögel.

22.55 bis

23.41 Uhr

Saurier-Zeit.

23.59 Uhr

Frühe Menschen in Afrika.

1 Sekunde

vor 24.00

Uhr

Eiszeit: Vorfahren des modernen Menschen besiedeln die ganze bewohnbare Erde.

 
Neben der Erdzeituhr siehst du "Lucy" in einer Nachbildung. Lucy ist das bisher älteste und vollständigste Skelett eines frühen Menschen. Lucy ist fast drei Millionen Jahre alt. Sie ertrank vermutlich im Alter von 30 Jahren in einem See. Ihr Skelett ist so gut erhalten geblieben, weil der Schlick den Körper zudeckte und haltbar machte. Lucy war 1,05 Meter groß und ging aufrecht. Das kann man an der Form der Beckenknochen erkennen.
Kalender und Bilder aus Klett, IGL, 1995

Wissenschaftliches zur Entstehung des ersten Lebens (sehr ausführlich - für Alleswissenwoller!)
Einen guten Überblick über die Erdgeschichte gibt diese Seite: Zeittafel Erdgeschichte

Die Entwicklung der Erde und die des Lebens auf der Erde wird eingeteilt in verschiedene Phasen ODER Perioden mit eigentümlichen Namen. Hier findest du eine Tabelle und die notwendigen Erklärungen dazu: Erdgeschichte

Fragen zur Entwicklung des Lebens:

Das Leben kam aus dem Meer - aber wie entstanden die Meere?
Und warum ist es salzig?
Die Bedeutung des kambrischen Zeitalters für die Entwicklung des Lebens
Genaueres zur Entstehung des Lebens auf der Erde
Wann traten die ersten Fische auf?
Wie kamen die Tiere aufs Land?
Woher wissen wir, wie die Tiere der Urzeit aussahen?
Was ist ein Fossil? Grundtext  (mit Lückentext-Übung) Zusatzwissen
Ganz genau: Was sind Ammoniten? (mit Lückentext-Übung)

Menschheitsgeschichte


 

Das ist der Stammbaum des heutigen Menschen, des Homo sapiens: Unser Urahn ist der Ramapithecus, von dem bisher nur ein Teil eines Oberkiefers gefunden wurde. Aus ihm entwickelten sich die Primaten (Herrentiere) und der 1978 entdeckte Afar-Mensch. Dieser wiederum ist Stammvater zweier Entwicklungslinien: Die eine mündet in die verschiedenen Formen des Australopithecus, der vor etwa 500 OOO Jahren ausstarb. Die andere Linie führt geradewegs über den Homo habilis (der fähige, geschickte Mensch) und den Homo erectus (der aufrecht gehende Mensch) zum Homo sapiens - das sind wir. Der Neandertaler konnte sich nicht durchsetzen und starb aus.

(Hinter den Links stecken mehr Informationen!!!)

 


Mensch und Menschenaffen haben ein und denselben Vorfahren - sie sind also verwandt. Der Mensch stammt nicht vom Affen ab.

Überblick im Blitztempo: Die Entwicklung des Homo sapiens

Vor ... Millionen Jahren
   
65 In Eurasien, Amerika und wahrscheinlich auch in Afrika, erscheinen die ersten Primaten (Herrentiere).
40 Die ersten höheren Primaten, Affen und Menschenaffen, erscheinen.
10 In Indien und Afrika entwickelt sich der Ramapithecus, der erste Primat mit menschenähnlichen Zügen. Er wagt sich aus dem Schutz der Bäume in die Savanne hinab.
3 In Afrika lebt der Afar-Mensch.
2 Der Homo habilis stellt in Afrika das erste Werkzeug her.
1,5 In Indien und Afrika erscheint der Homo erectus. Er gilt heute als Frühmensch.
1 Der Homo erectus dringt nach Europa vor.
   
Vor ...tausend Jahren
   
800 Der Mensch lernt, Feuer zu entzünden und zu benutzen.
600 Die letzte Eiszeit beginnt. 
500 Menschen schließen sich zu Gemeinschaften zusammen und jagen gemeinsam Elefanten (Mammuts).
400 Aus Zweigen und Fellen werden die ersten Zelte und Hütten gebaut.
100 Der Neandertaler wandert von Afrika und Asien aus in Europa ein.
60 Bestattungsbräuche in Europa und Vorderasien weisen auf den Glauben an ein Leben nach dem Tod hin.
40 Der Cro-Magnon-Mensch erscheint in Europa, Asien und Afrika; wenig später dringt er nach Australien und über die Beringstraße nach Amerika vor. Die älteste bekannte schriftliche Aufzeichnung, ein auf Knochen gezeichneter Mondkalender, wird in Europa hergestellt.
30 Der Neanderlaler stirbt aus. Die ersten Felsbilder werden gemalt, die ersten Figuren aus Stein und Knochen geschnitzt. Nadel und Faden werden erfunden.
20 Nadel und Faden werden erfunden.
12 In Mitteleuropa geht die letzte Kaltzeit zu Ende.
10 Pfeil und Bogen werden erfunden; sie ermöglichen, Tiere aus größerer Entfernung zu töten. In Amerika wird das erste Haustier, der Hund, gezähmt.
 8 Im Jordantal wird die erste Stadt der Welt, Jericho, gebaut.

Ein Bild zeigt das Ganze noch einmal anschaulich im Überblick:

Ein zusammenfassender Text mit anschließendem Lückentext:

Auszug aus dem Paradies – Wie der Mensch die Welt erobert
Der Ursprung der Menschen liegt in Ostafrika, das belegen Knochenfunde, die Anthropologen und Archäologen v.a. im Rift-Valley gefunden haben. Diese Knochen haben sich in Sedimenten (das sind Gesteinsschichten, die durch verfestigte Ablagerungen entstanden sind) abgelagert, wurden über Millionen von Jahren erhalten und kamen schließlich durch Erdbewegungen wieder an die Oberfläche. Außerdem leben noch heute nahe Verwandte von uns in Afrika, die Menschenaffen wie Gorilla, Schimpanse und Bonobo.

Als sich das Klima in den tropischen Regenwäldern änderte, die Gegend trockener wurde und es weniger Bäume gab, begannen die frühen Vorfahren ihr Baumleben aufzugeben und sich einem Leben in der offenen Savanne anzupassen. Dazu entwickelten sie den aufrechten Gang. Unser frühester Vorfahre hieß Australopithecus, was so viel wie Südaffe heißt. Bisher wurde nur ein komplettes Skelett gefunden, das man eben Lucy (siehe oben!) nannte.

Neben den Südaffen entstanden mehrere Typen aufrecht gehender Menschen, die man unter dem Sammelbegriff Homo erectus zusammenfasst.

Auf dem Weg zum Menschen wurde das Gehirn immer größer, unsere Ahnen lernten Werkzeuge herzustellen, entwickelte eine Sprache und soziale Fähigkeiten.

Vereinfacht dargestellt kann man unsere Entwicklung in drei Stockwerken/Stufen darstellen: Das unterste Stockwerk bilden die Australopthecinen, darauf kommt Homo erectus und darauf schließlich der Homo sapiens.

Die ersten Frühmenschen waren wahrscheinlich Vegetarier, ernährten sich aber auch von Aas; das Jagen mussten sie erst mühsam erlernen. Warum sie schließlich ihre Heimat verließen ist umstritten, mögliche Gründe könnten sein: Krankheiten wie Malaria oder Schlafkrankheit, Wassermangel oder Nahrungsmangel.

In Deutschland wurden die ersten Knochen von Frühmenschen im so genannten Neandertal bei Düsseldorf gefunden. Daher nennt man diesen Menschentyp Neandertaler, der zur Gruppe des Homo sapiens zählte und vor etwa 30.000 Jahren ausstarb. Die heutigen Menschen zählt man zur Gruppe Homo sapiens sapiens

Lückentext
Kreuzworträtsel


Steinzeit, erste Phase der Menschheitsgeschichte. Werkzeuge und Waffen wurden aus Stein hergestellt, die Verwendung von Metall war unbekannt. Die Steinzeit umfasst generell das Eiszeitalter (Pleistozän), das durch den Wechsel von Kalt- und Warmzeiten geprägt war und von etwa 2,5 Millionen bis ungefähr 8000 v. Chr. andauerte. Der Übergang in die Metall verwendende Bronze- oder Kupferzeit ist aber je nach Region unterschiedlich. In den am weitesten entwickelten Teilen des Nahen Ostens und Südostasiens endete sie ungefähr 6000 v. Chr., in Europa, im übrigen Asien und Afrika dagegen dauerte sie bis etwa 4000 v. Chr. Auf dem amerikanischen Kontinent begann die Steinzeit mit dem ersten Eintreffen des Menschen vor etwa 30 000 Jahren und endete in manchen Gebieten frühestens 2500 v. Chr.
In der riesigen Zeitspanne der Steinzeit bewirkten vor allem häufige Klimaveränderungen eine Anpassung und Weiterentwicklung der Kultur. Sie wird in drei Perioden unterteilt: das Paläolithikum (Altsteinzeit), das Mesolithikum (Mittelsteinzeit) und das Neolithikum (Jungsteinzeit).
Das Paläolithikum dauerte am längsten. Es begann vor etwa 2,5 Millionen Jahren, als der Australopithecus erstmals Steinwerkzeuge herstellte. Sie lebten vor allem in den Savannen Afrikas. Diese ersten Menschen sammelten vor allem Früchte, sonstige Pflanzenteile, kleinere Tiere und Eier. Zudem nutzten sie wahrscheinlich von Raubtieren geschlagene Beute, die aktive Jagd spielte zunächst keine große Rolle. Die ersten Werkzeuge waren behauene Flussschotter oder Werkzeuge aus zersplitterten Steinen.
Vor etwa einer Million Jahren tauchte der Homo erectus auf. Er begann, das Feuer zu nutzen - eine wichtige Voraussetzung für die Besiedelung kühlerer Regionen. Neben dem Sammeln von Früchten bildete die Jagd auf Großwild die Grundlage der Ernährung. Holzlanzen und Faustkeile waren die wichtigsten Werkzeuge dieses Abschnitts. Mit der Neandertal-Kultur erschien vor etwa 200 000 Jahren der erste Homo sapiens. Diese Zeit ist durch eine deutliche kulturelle Entwicklung und eine Bevölkerungszunahme gekennzeichnet. Die Menschen lebten in größeren Horden zusammen und verlegten ihren Siedlungsplatz je nach Aufkommen von Wild. Die Werkzeuge waren feiner bearbeitet; besonders geeignete Materialien wie Feuersteine oder Obsidiane wurden mitgeführt. Neben Steingeräten waren wohl Holzgeräte üblich, von denen kaum etwas erhalten blieb. Knochen und Geweihgeräte sind selten.
Am Ende des Paläolithikums stellte der 40.000 v. Chr. erstmals aufgetretene Homo sapiens sapiens spezialisierte Werkzeuge wie Nadeln und Harpunen her. Die Jagdgeräte und die Jagdtechnik waren weiter ausgefeilt. Mit Pfeil und Bogen wurden Hirsche, Elche und Biber gejagt. Schmuckgegenstände waren besonders häufig. Durch eine weite Verbreitung z. B. von Muscheln des Mittelmeeres kann auf einen ausgedehnten Tauschhandel geschlossen werden. In Höhlen, z. B. in Cro-Magnon in Frankreich, zeugen Wandzeichnungen von religiösen Bräuchen und deuten auf eine weit entwickelte Kultur hin.

Um 10.000 - 8.000 v. Chr. kam es zu einer Erwärmung des Klimas. Durch die zunehmende Wiederbewaldung entwickelten sich andere Tiere, die eiszeitliche Fauna (Tierwelt) entwickelte sich zurück. Die Jagd auf Hirsche, Rehe, Wildschweine und Vögel sowie der Fischfang nahmen an Bedeutung zu. Neben der Jagd und dem Fischfang spielte das Sammeln von Früchten und Beeren eine Rolle. Da die bejagten Tiere ortsfest lebten, gründete auch der Mensch dauerhafte Siedlungen. Im Mittelmeerraum fand durch das Ernten von Wildgetreide der Übergang zum Ackerbau statt, die Haltung von Haustieren setzte ein. Größere Friedhöfe und Familienbestattungen waren häufig. Diese Zeit wird Mesolithikum oder Mittelsteinzeit genannt.
Die sich daran anschließende Jungsteinzeit war vor allem durch den Anbau von Kulturpflanzen und die Viehhaltung gekennzeichnet. Rinder, Schweine, Ziegen und Schafe wurden domestiziert. Der Beginn der Jungsteinzeit ist von Region zu Region unterschiedlich. Der früheste Beginn der Jungsteinzeit ist für Kleinasien und Mesopotamien um 9000 v. Chr. belegt. Siedlungen wuchsen zu beachtlicher Größe und wurden mit Mauern und Türmen befestigt. Rohstoffe und Waren wurden gehandelt. Bekanntes Beispiel dafür ist Çatal Hüyük in der Türkei - hier wurde bereits Blei verarbeitet. In Europa begann die Jungsteinzeit im 6. Jahrtausend im Bereich der Balkanhalbinsel. Von hier breitete sie sich nach und nach aus. Die Werkzeuge waren weiter verfeinert worden, Keramik wurde reich verziert. Die Verarbeitung von Metall bildete den Übergang in die Bronzezeit.
Quelle: "Steinzeit." Microsoft® Encarta® Enzyklopädie 2001. © 1993-2000 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten.

 
Die Steinzeiten umfassen die früheste Epoche der menschlichen Geschichte. Sie sind durch Herstellung und Gebrauch von Steinwerkzeugen gekennzeichnet und machen über 99,8% der Menschheitsgeschichte aus. Dabei unterscheiden wir Altsteinzeit (Paläolithikum), die Mittelsteinzeit (Mesolithikum) und die Jungsteinzeit (Neolithikum). Sie umfasst auch das Pleistozän, das Eiszeitalter. Der Neandertaler trat vor 150.000 Jahren auf. Neben Jagdwaffen stellte er Tonfiguren her und erzeugte bereits Feuer. Sein Nachfahre war der Cromagnon-Mensch, der vor 4.0000 Jahren lebte. Von ihm sind bereits Höhlenmalereien überliefert. Vor 30000 bis 15000 Jahren wurden in Frankreich und Spanien Wände und Decken von 120 Höhlen mit einer Vielzahl von Tieren, Jagdmotive und religiösen Motiven bemalt. Die Jäger und Sammler gaben seit etwa 10000 Jahren zunehmend das Nomadenleben auf und siedelten sich in Dörfern an. Die Bewirtschaftung des Landes warf bereits so hohe Erträge ab, dass diese in Vorratshäusern gesammelt wurden. Damit der Nahrungsreichtum und das Vieh nicht einfach rivalisierenden Nachbarn oder Nomadenkriegern zufielen, wurde damit begonnen, die Siedlungen und Speicher zu befestigen und gegebenenfalls zu verteidigen.
In Anlehnung an das Digi-Lexikon SCHÜLERWISSEN
 
Altsteinzeit, Paläolithikum  2,5 Millionen bis 125.000
Die ältere Altsteinzeit (Altpaläolithikum) begann mit den ersten Steinwerkzeugen und dauerte bis zum Ende des mittleren Eiszeitalters (Mittelpleistozän) vor etwa 125.000 Jahren.
Die mittlere Altsteinzeit (Mittelpaläolithikum) begann mit der Eem-Warmzeit vor 125000 Jahren und endete vor etwa 35.000 Jahren. Die jüngere Altsteinzeit (Jungpaläolithikum) begann vor etwa 35000 Jahren und endete vor etwa 10.000 Jahren.
Grundlage für die Erforschung der Altsteinzeit ist der archäologische Fundstoff; mengenmäßig treten dabei die Steingeräte besonders hervor. Sie wurden hergestellt durch Behauen (Kernstein- und Abschlagtechnik) und Retuschieren (Überarbeiten). Bei der Kernsteintechnik wurden von einem Rohstück so lange Späne entfernt, bis als Kern das beabsichtigte Gerät übrig blieb; bei der Abschlagtechnik wurden von dem Rohstück Späne abgesprengt und diese mit und ohne Überarbeitung als Geräte verwendet. Bei der Überarbeitung (Retuschieren) wurden Teile der Späne mittels eines Schlagsteins abgeschlagen oder durch einen Druckstock aus Holz oder Knochen abgesprengt.  Sonderausprägungen.
Wirtschaftsweise
Das die älteste Stufe der Altsteinzeit ist durch roh behauene, meist dicke Faustkeile gekennzeichnet. In der 2. Stufe, sind die Faustkeile regelmäßig geformt und durch Verwendung eines Schlagholzes feiner bearbeitet. Später tauchen kleine rundliche und lange, spitz ausgearbeitete Faustkeile auf. In dieser Zeit  ist der Neandertaler in Europa recht verbreitet, der seine Toten erstmalig bestattete. In der gesamten Altsteinzeit bildeten die Jagd und das Sammeln pflanzlicher Nahrung die Grundlage der Ernährung. Doch erst der Gebrauch des Feuers  erlaubte eine bessere Nutzung der Nahrung, gewährte Schutz vor Kälte und Sicherheit vor Raubtieren. Man jagte das Großwild (u. a. Mammut) mit dem Stoßspeer oder erlegte es in Fallgruben. Diese Wirtschaftsweise zwang zum öfteren Wechsel der Siedlungsplätze. Freilandlagerplätze schützte man mit einfachen Windschirmen oder Laubdächern, als Behausung diente sonst zunächst nur die Höhle. In der späteren Altsteinzeit wird man die Wohnmöglichkeiten von Felsschutzdächern mit Windschirmen oder Zelteinbauten verbessert haben; kleine ovale und kreisförmige Grundrisse von Wohnstellen im Freien lassen sich als Hütten und Zelte rekonstruieren. In Osteuropa fand man Grundrisse von Langhütten mit mehreren Herdstellen, wahrscheinlich Gemeinschaftshäuser.
Kunst und Kultur
Bestattungen mit Beigaben und Rotfärbung durch Ocker, Teilbestattungen (Schädelbestattungen), Menschen- und Tieropfer charakterisieren in Verbindung mit der Kunst die Religion der Altsteinzeit. Sie zeigt eine enge Bindung an das Jagdtier.
Die altsteinzeitliche Kunst  erstreckt sich auf Wand- und Felsbilder, Statuetten, verzierte Geräte und Knochen . Menschliche Darstellungen sind in der Wandkunst selten, an ihre Stelle treten oft menschengestaltige Mischwesen. In der Kleinkunst gibt es besonders viele Frauenfiguren und Tierplastiken. Später tauchen imposante Felsreliefs auf, z. T. mit szenischen Darstellungen, gekennzeichnet . Die Wandkunst, deren Mittelpunkt das Jagdtier war, gipfelt in der  Malerei der Höhlen von Altamira (Spanien), Font-de-Gaume und Lascaux (beide Frankreich) .


Mittelsteinzeit, Mesolithikum
In der Mittelsteinzeit (Mesolithikum), die in Afrika und Südeuropa etwa um 12500 v.Chr., in Nordeuropa etwas später begann, änderte sich das Klima abrupt. Es wurde in großen Gebieten zunehmend wärmer, teilweise auch feuchter. Aus den Alpen zogen sich die Gletscher zurück und das skandinavische Festland hob sich unter abtauenden Eisblöcken an. Vor 8000 Jahren begannen sich in Nord- und Mitteleuropa Kiefern und Birken anzusiedeln, ehe bei weiterer Erwärmung gegen Ende des Mesolithikums Laubmischwälder mit reichem Tierbestand entstanden.
Die Menschen fuhren mit Einbäumen über die Gewässer und fingen Fische mit allen erdenklichen Mitteln. Netze und Haken, Paddel zum Rudern waren bekannt. Fischerei wurde wahrscheinlich schon von Spezialisten betrieben, genauso wie die Behandlung von Krankheiten. Zahlreiche Funde belegen, dass z.B. Medizinmänner verschiedene Krankheiten mit Schädel-Trepanationen zu heilen versuchten.
Zu den wichtigsten Erfindungen der Mittelsteinzeit gehörte das Feuersteinbeil. Mit ihm konnte man den Wald roden, Bauholz für Hütten oder Zelte zurechthauen. Die Menschen bildeten zeitweilig ziemlich große Siedlungen, in denen sie oft monatelang wohnten. Doch mussten Jäger und Sammler in Dürrezeiten ihre Jagdgründe immer wieder verlassen – oder auch um den Wanderungen der Tiere zu folgen.
Die kleinen, kaum mehr als 1,70 m großen Menschen stellten massenhaft auffallend kleine, oft nur daumennagelgroße Feuersteingeräte (Mikrolithe) her, die sie als Pfeilspitzen für Kleingetier verwendeten oder meist mit mehreren Klingen kombinierten.
Nach Skelettresten zu schließen, litten diese Menschen nicht selten unter Kiefer-, Gebiss- und Zahnkrankheiten. Anthropologen haben auch Geschwülste an Kiefern, Arthrose der Kiefergelenke und einen extremen Abschliff der Schneide- und Backenzähne durch harte Nahrung oder Benutzung als Werkzeug, Karies und Zahnausfall diagnostiziert. Es ließen sich so ganze Lebens- und Leidensgeschichten rekonstruieren, die mit dem Tod endeten.

Jungsteinzeit, Neolithikum
Die zunehmende Beherrschung von Ackerbau und Viehzucht führte ab 7000 v. Chr. zu einer reichen kulturellen Entfaltung im Vorderen Orient. Durch die gesicherte Nahrungsgrundlage - die Menschen waren nicht mehr vom Jagdglück abhängig - stieg die Bevölkerungszahl merklich an. Der daraus resultierende Bevölkerungsdruck löste Wanderungen und Gründungen von Siedlungen aus. Immer mehr Siedlungen wuchsen in den Randbereichen des "Fruchtbaren Halbmondes" heran. Einige Bauern zogen bald weiter nach Süden und gelangten entlang der Ströme Tigris und Euphrat nach Mesopotamien. Außerdem streiften sie den Rand des Zentralpersischen Beckens und gelangten im Norden bis nach Südanatolien.
Gegen Ende des 7. Jahrtausends v. Chr. fuhren Familien auf Schiffen mit ihren Nahrungsvorräten, ihrem Saatgut und ihren Haustieren über die Ägäis. Resultat war die Gründung von Bauerndörfern entlang der griechischen Ostküste ebenso wie die Besiedlung der Mittelmeerinseln Kreta und Zypern. Bald stießen bäuerliche Kolonisten in andere Balkanländer wie Bulgarien, Rumänien und Jugoslawien vor. Von Südosteuropa drangen die Ackerbauern und Viehzüchter ins übrige Europa vor. An der Mittelmeerküste entlang wanderten Gruppen bis nach Spanien. Andere Gruppen wanderten vom unteren Donaugebiet aus zu den fruchtbaren Lößböden der Ukraine, Tschechiens, der Slowakei, Österreichs, Deutschlands, der Nordschweiz, der Niederlande und des Pariser Beckens.
Die ersten Bauern Mitteleuropas mussten die Eichenmischwälder mit ihren Steinbeilen roden oder mit Feuer Brandrodungen durchführen. Das Vieh, welches das Jungholz abweidete, trug dazu bei, dass sich die Wälder innerhalb kurzer Zeit zu lichten begannen. Da für die Bodenbearbeitung nur Grabstöcke zur Verfügung standen, muss diese Arbeit sehr mühsam und äußerst zeitaufwendig gewesen sein. Der von Rindern gezogene Hakenpflug, mit dem man die Erde aufreißen konnte, wurde vermutlich erst 3000 v. Chr. erfunden. Zu dieser Zeit tauchte unter den sumerischen Schriftzeichen in Uruk auch ein Symbol auf, das für den Pflug stand. Die Jungsteinzeit endet, als die Menschen in der Lage waren, aus Erzen Metalle heraus zu schmelzen. Das war an verschiedenen Stellen der Erde zu sehr unterschiedlichen Zeitpunkten. Eine genaues Ende der Jungsteinzeit kann man daher gar nicht allgemein bestimmen. In unserer mitteleuropäischen Region geht die Jungsteinzeit etwa 2.000 v. Chr. zu Ende.
Eine interessante Jungsteinzeit-Seite (links auf die Schaltfläche "Jungsteinzeit" klicken!)
 

Die Ausbreitung der Landwirtschaft in der Jungsteinzeit (Neolithikum)


Quelle: Die ZEIT, Nr. 30, 2006
www.zeit.de/landwirtschaft
Studiere die Ausbreitungskarte und die Erklärung der Farben (links) genau und verfasse einen kleinen Bericht über die Ausbreitung der Landwirtschaft vom Ursprungsraum bis nach Westeuropa. Nimm einen Atlas zur Hilfe!


Eiszeit
http://www.lonetal.net/urtiere.html

Was ist eine Eiszeit?
Tiere wie die Mammuts lebten vor langer Zeit auf der Erde. Damals war es sehr viel kälter als heute. Diese Epoche nennt man Eiszeit. Sie dauerte viele tausend Jahre. Große Teile der nördlichen Erdhälfte waren von Gletschern bedeckt, die bis zu drei Kilometer dick waren. Es ist bis heute ein Geheimnis, weshalb sich das Erdklima so stark abkühlte. Wissenschaftler gehen davon aus, dass sich die Kreisbahn der Erde um die Sonne geändert hatte. Dadurch sei die Erde weniger von der Sonne erwärmt worden, so dass es sehr kalt wurde.
Nicht nur die Säbelzahntiger waren in der Eiszeit gefürchtete Jäger. Auch die damaligen Menschen gingen erfolgreich auf die Jagd. Geduldig legten sie sich auf die Lauer, schlichen sich an und erlegten Pferde, Rentiere und Schneehasen mit einer Wurflanze. Die Jagd auf die Mammuts war für sie zu gefährlich. Das Risiko, angegriffen zu werden, war groß. Umso aufregender wurde es, wenn es ihnen dennoch gelang, eines dieser Urtiere zu erbeuten. Aus den Häuten und Knochen bauten sie Hütten, denn Holz als Baustoff war selten.

Höhlenmalerei und Fossilien helfen unserer Vorstellung: Mammuts gibt es schon lange nicht mehr. Keiner von uns hat sie je in Wirklichkeit gesehen. Trotzdem wissen wir vieles über die Eiszeit. Denn die Menschen von damals hinterließen Bilder an den Wänden ihrer Höhlen. Diese Malereien zeigen uns, wie Tiere und Landschaften der Eiszeit aussahen. Weitere Informationen geben die Fossilien, die man gefunden hat. Das sind versteinerte Reste von Tieren und Pflanzen.

Vor 10.000 Jahren begannen die Gletscher zu schmelzen. Es wurde wärmer auf der Erde. Das war das Ende der letzten Eiszeit – und auch einiger ihrer Tiere. Auch die Pflanzenwelt veränderte sch nämlich, sodass viele Tiere nicht mehr die erforderliche Nahrung finden konnten. Sie starben aus.

Eiszeiten werden wahrscheinlich von außerplanetarischen Faktoren hervorgerufen. Beispielsweise können die Schwankungen des Neigungswinkels der Erdachse zur Bahnebene kombiniert mit der unterschiedlichen Sonnennähe des Planeten die Schwankungen der Warm- und Kaltzeiten innerhalb einer Eiszeit (oder eines Eiszeitalters) verursachen.

Vor 120.000 Jahren hatte mit der Würm- oder Weichseleiszeit (= die amerikanische Wisconsin-Eiszeit) die jüngste Kaltzeit begonnen (Glazial). Der Höhepunkt der letzten Vereisung lag vor 20.000 Jahren (Glaziales Maximum). Ein Drittel des gesamten Festlandes vereiste. Der absinkende Meeresspiegel ließ Tausende Quadratkilometer Land freiwerden. Er ermöglichte zum Beispiel die Besiedlung Nordamerikas und später Südamerikas über die Beringstraße und Alaska. Vor nur 15.000 Jahren waren Regionen, wo heute moderne europäische und nordamerikanische Städte gedeihen, unter dicken Eisschichten begraben.

Seitdem sind viele biologische Arten wegen der Klimaänderungen ausgestorben. Mit der Vereisung der Pole wurde es in Mitteleuropa, Nordamerika und Mittelasien um rund 10-15 Grad kälter. Erste Fröste trugen in Mitteleuropa zur Verarmung der Pflanzendecke bei. Die Vertreter der Gattung des Australopithecus - Nachfahren des Ramapithecus - begannen, Afrika zu besiedeln.

Was ist eine Eiszeit? Wie entstehen Eiszeiten? (schwerer Text!)

 
Schau dich hier in der Ausstellung "Tiere der Eiszeit" im Kasseler Naturkundemuseum um! Hier findest du eine Karte, die die Vereisung zeigt und ganz viele spannende Informationen zu allen wichtigen Dingen rund um die Eiszeit! Dort findest du auch einige ausgesuchte Links zum Thema Eiszeit!


Höhlenmalerei
Bereits der Neandertaler stellte einfache Skulpturen her. Aber erst der Cromagnon-Mensch begann, Wände von Höhlen mit unzähligen Motiven aus Tier- und Jagdszenen zu bedecken. Es gibt viele Fundorte in Europa und Sibirien, besonders beeindruckend sind die 15000 Jahre alten Höhlenmalereien in den Höhlen von Lascaux in Frankreich.
Die frühen Künstler malten mit Stiften aus Manganoxid, ritzten Linien in die Wände, verwendeten Knochenröhrchen mit Haarbüscheln als Pinsel - oder malten einfach mit den Fingern. Farben wurden aus Erdpigmenten, Metalloxiden und Kohle gewonnen. Sie wendeten sogar eine Methode an, Farbe durch einen Röhrenknochen zu blasen - eine frühe Variante der Spritztechnik!
Die Bilder an den Decken von 50 Zentimeter hohen Gängen konnten nur im Liegen bei einer Tranfunzel angebracht worden sein. Das mit Kalzit angereicherte Sickerwasser konservierte die Kunstwerke bis zum heutigen Tag in erstaunlicher Qualität.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Höhlen von Lascaux in Frankreich - hier kannst du sie tatsächlich "besuchen"!

Offenbar waren die Höhlenmalereien der Steinzeitkünstler mehr als nur dekorativ. So sind die Bildnisse, die nur eine begrenzte Anzahl der Tiere aus der Erfahrungswelt des Steinzeitkünstlers darstellen, oft an schwer zugänglichen Orten innerhalb der Höhlen ausgeführt. Hin und wieder gar wurden offensichtlich unbewohnte Höhlen mit Malereien versehen. Vermutlich versuchte  der Steinzeitmensch , mit Hilfe der Abbildung Gewalt über das Abgebildete zu gewinnen , Herr seiner Umwelt zu werden. Interessanterweise stammen die in ausgemalten Höhlen gefundenen Knochen nicht von jenen Tieren, deren Jagd des Öfteren auf den Zeichnungen geschildert wird. Das deutet darauf hin, dass es in der kultischen Höhlenmalerei kaum darum ging, die reale Lebenswelt der Steinzeitmenschen abzubilden.

Hier erfährst du Genaueres zur Eiszeitkunst und Höhlenmalerei

 

Schau dich auf der Lernseite der Claus-Rixen-Schule in Schleswig-Holstein um, die haben ein schönes Steinzeitprojekt gebastelt: Steinzeitprojekt Den Steinzeit-Quiz dort kannst du auch schon mitmachen!
 

Steinzeit-Kreuzworträtsel
 

Diesen Lernplan solltest du dir kopieren und ausdrucken, teile deine Zeit sinnvoll ein und hake Erledigtes ab! Es handelt sich bei diesem Plan um das unbedingte Grundwissen zu unserem Thema...

Lerninhalt

Wann?

abgehakt

 

 

 

Du musst wissen, wie alt die Erde etwa ist und wie sie sich entwickelt hat – von der Entstehung über Krustenbildung, Urozean, erste Lebewesen, Tiere im Wasser, Tiere und Pflanzen auf dem Land…Säugetiere - Mensch

 

 

 

 

 

Schwerpunkt des Themas ist die Geschichte der Menschen. Du musst wissen, welche ersten Vorfahren wo gelebt haben, wie sie sich entwickelt und verbreitet haben.

 

 

 

 

 

Du musst das Leben in der Altsteinzeit beschreiben können (wo und wie haben die Menschen gelebt, was haben Männer, was Frauen getan, welche Waffen, Geräte, Kleidung hatten sie…)

 

 

 

 

 

Der bedeutendste Teil der menschlichen Entwicklung fand in der Eiszeit statt. Du musst wissen, welche Tiere damals lebten, wie sie gejagt wurden. Du musst etwas über Höhlenmalereien wissen, über den Neandertaler und den Cro-Magnon-Menschen.

 

 

 

 

 

Über die Materialien, aus den Menschen in diesen Zeiten alles herstellten, wie sich die Technik verbesserte, wie bestimmte Dinge (Pfeilspitzen und geschäftete Äxte z.B.) hergestellt wurden – darüber musst du Bescheid wissen.

 

 

 

 

 

Du musst das Leben in der Jungsteinzeit beschreiben können. Dabei ist besonders wichtig, dass du erklären kannst, wie es vom Nomadentum zur Sesshaftigkeit kommen konnte, welche Erfindungen in der Jungsteinzeit besonders wichtig waren usw.

 

 

 

 

 

Du musst wissen, was es mit Eiszeiten und Warmzeiten auf sich hat.

 

 

Hier trägst du ein, welche Materialien du zusammen haben musst, um erfolgreich zu wiederholen (dein Schulbuch, deine Fachmappe, andere Aufzeichnungen, Kopien etc....)

 

 

 

   

 

 

Evolution des Menschen
Wer sich zum absoluten Fachmann der ersten Schritte der Entwicklung des Menschen machen will, der kann hier nachlesen und alles über Evolution des Menschen noch sehr viel genauer und ausführlicher erfahren. Dann wird man so schlau, dass man seinen Lehrerinnen und Lehrern manches wird erzählen können, was die gar nicht so genau wissen.... Ausprobieren!!!"
 
TIPPS
Spannende Internetseiten zum Thema:
Tolle Seite zur Evolution des Menschen
Ausführliche Zeittafel der Menschheitsgeschichte
Gute Übersichtsseite zur Steinzeit
Neandertal Museum
Basiswissen Steinzeit

Leben in der Steinzeit (Quarks&Co) Auf dieser Internet-Seite findest du spannende Informationen zu diesen Themen (klicke darauf!)
http://www.swr.de/steinzeit/html/DAS_EXPERIMENT.html Die Seite zur Serie

Weitere interessante Links zum Thema:
http://www.quarks.de/dyn/15813.phtml
http://www.scc-neumuenster.de/eiszeit2.html
http://claus-rixen-schule.lernnetz.de/steinzeit/aufgabe3/loesung3.htm
http://www.rolfesser.de/urzeit/eiszeit.html
http://www.kinder-hd-uni.de/fossilien/sterben.html
http://www.zum.de/Faecher/G/BW/Landeskunde/rhein/kultur/museen/speyer/eiszeit1.htm
http://www.bingo-ev.de/~ks451/archaeol/pal-lebn.htm
http://www.wissenschaft.de/wissen/news/239206.html
http://www.deutsches-museum.de/bildung/akademie/feuer/f2.htm
http://www.blinde-kuh.de/tiere/saebelzahntiger/
Steinzeit im Unterricht - Links:
http://www.geschichtsunterricht-online.de/steinzeitlinks.htm

Schau auch hier nach: Menschheitsentwicklung (Evolution, Bio-Links)

Gute Videos (Hessen)
Ötzi - der Mann aus dem Eis (4202380)
Kunst und Magie auf Höhlenwänden (4251213)
Mit dem Eiszeitmenschen auf Mammutjagd (4248418)
Handwerker der Steinzeit i (4249695)
Handwerker der Steinzeit II (4249696)
Eiszeit (4202543)
Erdgeschichte - DVD - (4601007)

In diesem Museum waren wir am 22.3.2005:
http://www.museum-kassel.de/museum/hlm/start.html

Und hier kann man sehen, was wir dort erfahren haben.

Auf Anregungen, Ergänzungen, Verbesserungen - Erfahrungen mit diesen Materialien im Unterricht -bin ich angewiesen. Nur damit kann die Sache immer besser werden. Also: Eintrag ins Gästebuch - oder eine E-Mail schreiben!

Aufgaben zur Internetrecherche und weitere gute Links hier!

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