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Die Geschichte des Geldes lässt sich in mehrere Stufen einteilen, die zwar sachlich deutlich verschieden, zeitlich aber nicht gegeneinander abzugrenzen sind. Im wesentlichen unterscheiden wir folgende Stufen: |
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Naturaltausch und Naturalgeld |
48 Ellen Tuch = 120 Stockfische
eine Tonne Wein = 100 Stockfische
Hufeisen für 5 Pferde = 20 Stockfische
1/8 Tonne Honig = 15 Stockfische
1/2
Tonne Tran = 15 Stockfische
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Die bekannteste Form des Naturalgeldes dürfte die
Kaurimuschel sein, die auch heute noch unter den Namen "Diwarra" und "Tambu"
in Melanesien (Südsee) gültiges Zahlungsmittel ist. |
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Jahr - Geldeinheit |
Silbergehalt |
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1500 - Sächsische Taler |
27,41 g Feinsilber |
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1566 - Reichstaler |
25,98 g Feinsilber |
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1750 - Deutscher Vereinstaler |
16,70 g Feinsilber |
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1903 - 3 Reichsmark |
7,70 g Feinsilber |
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1951 - 5 Deutsche Mark |
7,00 g Feinsilber |
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1975 - 5 Deutsche Mark |
0,00 g Feinsilber |
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2002 - EURO |
0,00 g Feinsilber |
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Zeitlich gesehen ergeben sich in diesem Abschnitt ebenfalls
Überschneidungen. Babylonier, Ägypter, Griechen und Römer verfügten
bereits über geprägtes Metallgeld. Andererseits zahlte man 1.000 Jahre
nach den Römern in Brandenburg und Mecklenburg noch mit ungeprägtem
Metallgeld (vgl. Wendisches Hacksilber). |
Quelle:
http://www.sparkasse-bonn.de/privatkunde/jungesangebot/schulservice/schulservice426.html
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Mit Hilfe des Geldes können wir Waren oder Dienstleistungen verschiedenster Art miteinander vergleichen, sogar ein Mofa mit einem Brötchen. Jeder wird natürlich sagen, dass das Mofa mehr wert ist als das Brötchen. Um wie viel es aber mehr wert ist, das können wir erst mit Hilfe des Geldes ausdrücken. Geld dient also als Wertmaß.
Was aber ist das Geld, und wie entsteht es? Sachlich betrachtet ist Geld lediglich ein Mittel, um eine Leistung gegen eine andere einzutauschen. Wir können auch von einem allgemeinen Tausch‑ oder Zahlungsmittel sprechen. Ohne Geld müssten wir umständlich im Tauschhandel Güter und Dienstleistungen gegen andere Güter oder Dienstleistungen eintauschen. Das wäre ziemlich zeitraubend. Deshalb haben die Menschen das Geld erfunden, mit dem sie anstelle des Tauschhandels Kaufhandel betreiben können.
Die Einführung des Geldes veränderte nicht nur die Handelsformen, sondern förderte auch die Entstehung einer Vielzahl von spezialisierten Berufen. Der Familienvater, der bisher alles selber herstellen musste, was er für sich und seine Familie benötigte, konnte nun vieles gegen Geld "eintauschen". Er hatte jetzt auch Zeit, sich auf eine einzige Tätigkeit zu spezialisieren: Er fertigte beispielsweise nur noch Schuhe. Die verkaufte er gegen Geld, und mit diesem Zahlungsmittel kaufte er Nahrung, Getränke, Kleider, ein Haus, natürlich auch Material und Werkzeug. Damit war die arbeitsteilige Wirtschaft geschaffen, in der sich jeder auf bestimmte Tätigkeiten spezialisierte. Denn Geld und Arbeitsteilung bedingen sich gegenseitig. Ein weiterer Vorteil des Handels "Ware gegen Geld" ist: Niemand muss dabei erworbenes Geld sofort wieder gegen andere Ware eintauschen. Es kann aufbewahrt werden. Wir nennen das Geld‑Aufbewahren "sparen". Geld ist also auch ein Wertaufbewahrungsmittel.
Geld ist auch Wertübertragungsmittel Nehmen wir folgenden Fall an: Die Großmutter möchte ihrem Enkelkind gerne etwas in einem ganz bestimmten Wert zum Geburtstag schenken. Sie weiß aber nicht recht, ob sie dem Enkel z. B. einen Kassettenrecorder, einen Plattenspieler, ein Kofferradio oder etwas anderes von gleichem Wert schenken soll. Was tut sie? Sie schenkt statt einer Ware Geld (= Kaufkraft). Sie überträgt damit den in Aussicht gestellten Wert in Form von Geld. Mit der Einführung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs wurde Geld auch ein Mittel des Kapitaltransportes. Man kann heute bequem vom Schreibtisch aus Zahlungen über jede Entfernung leisten. All die bisher genannten Funktionen kann das Geld freilich nur dann zufrieden stellend erfüllen, wenn jeder bereit ist, jederzeit seine Waren oder Dienstleistungen gegen das Geld herzugeben. Deshalb waren die ersten Geldstücke überhaupt aus edlen, wertvollen Metallen, die schon immer sehr begehrt waren. Denken wir nur an den Dukaten aus Gold, den Golddollar oder die Goldmark des Deutschen Kaiser‑Reiches, mit der man bei uns bis zum Ersten Weltkrieg bezahlte.
Zusammengefasst hat Geld diese Funktionen:
Wertmaß oder Wertmesser
Alles über den Euro © gerhard wellmann, 2008 |