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Übersicht:
Geschichte des Euro
Teilnehmerländer
Wie kam es zum Euro?
Europäisches System der
Zentralbanken
Begriffsklärungen (Glossar)
Alles
über Banknoten
Alles über
Euro-Münzen
Geschichte des Geldes
10 Jahre Euro!
Seit dem 1. Januar 1999 ist der
Euro eine feste Größe in der Finanzwelt.
Am 1. Januar 2002 wurde der Euro durch die Einführung der neuen Banknoten und
Münzen in ganz Europa Wirklichkeit.
Doch welchen Hintergrund hat der Euro? Welche Länder nehmen teil? Wie kam es zum
Euro? Wie wurden die Milliarden Euro-Banknoten und -Münzen in Umlauf gebracht?
Hier erhältst du Antworten auf diese und viele andere Fragen. Hier findest du
alles, was du über die größte Währungsumstellung aller Zeiten wissen musst.
1.
Januar 2002 – neue Banknoten und Münzen für Europa
Unser neues Geld ist über viele Jahre hinweg vorbereitet worden.
Der Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft (1957) erklärte einen
europäischen Binnenmarkt (Handel innerhalb der europäischen Staaten) zum Ziel
einer Entwicklung, die den wirtschaftlichen Wohlstand steigern und zu "einem
immer engeren Zusammenschluss der europäischen Völker" beitragen sollte.
Die Einheitliche Europäische Akte (1986) und der Vertrag über die Europäische
Union (1992) stützen sich auf dieses Fundament. Sie führten zur
Wirtschafts- und Währungsunion
(WWU) und sind der Grundstein für unsere einheitliche Währung.
Die dritte Stufe der WWU begann am 1. Januar 1999, als die Umrechnungskurse
(also die Umrechnung von der italienischen Lira in Euro oder von griechischen
Drachmen in Euro...) der teilnehmenden Währungen unwiderruflich festgelegt
wurden. Seither betreiben die Teilnehmerstaaten eine gemeinsame Geldpolitik.
Der Euro wurde gesetzliches Zahlungsmittel und die zunächst elf nationalen
Währungen Untereinheiten des Euro. Am 1. Januar 2001 trat Griechenland dem
Eurosystem bei. Somit wurden die Euro-Banknoten und -Münzen am 1. Januar 2002 in
zwölf Mitgliedstaaten
der Europäischen Union eingeführt. Bis dahin gab es den Euro
ausschließlich als Buchgeld. Das heißt, Schecks, Überweisungen und Lastschriften
konnten schon in Euro ausgestellt, Konten und Sparbücher wahlweise in der
nationalen Währungseinheit oder in Euro geführt werden.
Die Einführung des Euro ist ein Meilenstein auf dem Weg zu einem Europa, in dem
sich Menschen, Dienstleistungen, Kapital und Waren frei bewegen können.
Dies ist ein Ereignis von historischer Bedeutung. Es handelt sich um die größte
Währungsumstellung, die die Welt je erlebt hat. F
zum Anfang
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| Zwölf Mitgliedstaaten der Europäischen Union haben die Euro-Banknoten und -Münzen am 1. Januar 2002 eingeführt: |
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| Dänemark, Schweden und das Vereinigte Königreich sind zwar Mitglieder der Europäischen Union, sind zurzeit aber nicht Mitglieder des Eurosystems. |
Unsere neue Währung hat ihren
Ursprung in den europäischen Verträgen. Ausgehandelt und unterzeichnet wurden
die Verträge von den Mitgliedern des Europäischen Rates, in dem die Staats- und
Regierungschefs aller Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) vertreten
sind. Anschließend wurden sie von den einzelnen Ländern ratifiziert (in den
einzelnen Parlamenten beschlossen).
Die Regierungen der Mitgliedstaaten haben den Euro zusammen entwickelt. Im
Dezember 1995 beschloss der Europäische Rat in Madrid, die neue Währung "Euro"
zu nennen.
Die Europäische Zentralbank (EZB) wurde am 1. Juni 1998 gegründet. Sie hat ihren
Sitz in Frankfurt am Main. Ihr Ziel ist die Gewährleistung der
Preisstabilität und die Durchführung einer
einheitlichen Geldpolitik im gesamten Euroraum. Die EZB organisierte auch die
Entwicklung und Einführung des Euro-Bargelds.
Die konkrete Vorbereitung der Bargeldumstellung erfolgte durch die EZB und die
nationalen Zentralbanken der Teilnehmerländer, die zusammen als
Eurosystem bezeichnet werden.
zum
Anfang
Europäisches System der Zentralbanken
|
Die nationalen
Zentralbanken (NZBen) der Europäischen Union und die Europäische Zentralbank
(EZB) bilden zusammen das Europäische System der Zentralbanken (ESZB). Das Eurosystem Die nationalen Zentralbanken des Euroraums und die EZB bilden zusammen das Eurosystem. Das vorrangige Ziel des Eurosystems ist es, die Preisstabilität zu gewährleisten. Die grundlegenden Aufgaben des Eurosystems bestehen darin: |
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Die NZBen der Teilnehmerstaaten spielen eine entscheidende Rolle bei der reibungslosen Umstellung auf das Euro-Bargeld. Ihre Aufgaben waren hierbei u.a.: |
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Devisen
Im engeren Sinn versteht man unter Devisen die Bankguthaben bei ausländischen
Währungen, die im so genannten Devisenverkehr eingesetzt werden. Dieser
bezeichnet Geldgeschäfte, in deren Verlauf die Währung eines Landes in die eines
anderen umgerechnet wird.
Euro-Währungsgebiet
Das Euro-Währungsgebiet umfasst die Mitgliedstaaten der Europäischen
Union, die den Euro als gemeinsame Währung eingeführt haben und in denen unter
Verantwortung der zuständigen Beschlussorgane der EZB eine einheitliche
Geldpolitik betrieben wird. Zum Euro-Währungsgebiet (Euroraum) gehören derzeit
die Länder Belgien, Deutschland, Griechenland, Spanien, Frankreich, Irland,
Italien, Luxemburg, die Niederlande, Österreich, Portugal und Finnland.
Euro-Symbol
Das grafische Symbol für den Euro ist vom griechischen Buchstaben Epsilon
abgeleitet und bezieht sich auf den ersten Buchstaben des Wortes "Europa". Die
beiden Querstriche stehen für die Stabilität des Euro. Die offizielle Abkürzung
für den Euro ist EUR. Die Abkürzung ist bei der International Organisation
for Standardisation (ISO) eingetragen.
Europäische
Zentralbank (EZB)
Die Europäische Zentralbank (EZB) wurde am 1. Juni 1998 gegründet. Sie
hat ihren Sitz in Frankfurt am Main. Sie sorgt dafür, dass die dem Eurosystem
und dem ESZB übertragenen Aufgaben entweder durch ihre eigene Tätigkeit nach
Maßgabe ihrer Satzung oder durch die nationalen Zentralbanken erfüllt werden.
Eurosystem
Das Eurosystem umfasst die Europäische Zentralbank (EZB) und die
nationalen Zentralbanken der Mitgliedstaaten, die den Euro in der dritten Stufe
der Wirtschafts- und Währungsunion (WWU) eingeführt haben. Derzeit gehören zwölf
nationale Zentralbanken dem Eurosystem an. Das Eurosystem wird von dem EZB-Rat
und dem EZB-Direktorium geleitet und ist seit dem 1. Januar 1999 für die
einheitliche Geldpolitik im Euroraum verantwortlich. Sein vorrangiges Ziel ist
es, die Preisstabilität zu gewährleisten.
Europäisches System der Zentralbanken (ESZB)
Das ESZB besteht aus der EZB und den nationalen Zentralbanken aller 15
Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Neben den Mitgliedern des Eurosystems
sind also auch die nationalen Zentralbanken der Mitgliedstaaten vertreten, die
den Euro nicht eingeführt haben. Das ESZB wird von dem EZB-Rat und dem
EZB-Direktorium geleitet. Ein drittes Beschlussorgan ist der Erweiterte Rat.
Geldpolitik
sämtliche Maßnahmen zur Beeinflussung der Geldnachfrage und des Geldangebotes.
Die Geldpolitik liegt jetzt vor allem in den Händen der Europäischen Zentralbank
in Frankfurt. Diese versucht, durch eine Veränderung der Geldmenge und des
Zinses auf die wirtschaftliche Entwicklung einzuwirken und die Geldversorgung
des Landes der Menge angebotener Güter und Dienstleistungen anzupassen. Dadurch
soll der Binnenwert (der Wert im Inland) des Geldes stabilisiert und somit das
Preisniveau möglichst gleich bleibend gehalten werden. Dieselben Ziele werden
durch die Währungspolitik in Bezug auf den Außenwert (der Wert im Ausland,
also außerhalb der europäischen Währungsunion) des Geldes verfolgt.
Wirtschafts- und Währungsunion (WWU)
Der Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft beschreibt den Weg
zur Wirtschafts- und Währungsunion innerhalb der Europäischen Union als
dreistufigen Prozess.
Die erste Stufe der WWU begann im Juli 1990 und endete am 31. Dezember 1993; sie
war gekennzeichnet durch die Abschaffung der Beschränkung des freien
Kapitalverkehrs innerhalb der Europäischen Union.
Die zweite Stufe der WWU begann am 1. Januar 1994. Sie sah unter anderem die
Errichtung des Europäischen Währungsinstituts (als Vorläufer der Europäischen
Zentralbank), das Verbot der Finanzierung der öffentlichen Hand durch die
Zentralbanken und ihres bevorrechtigten Zugangs zu Finanzinstitutionen sowie die
Vermeidung übermäßiger Defizite in den öffentlichen Finanzen vor.
Die dritte Stufe begann am 1. Januar 1999 mit der Übertragung der
geldpolitischen Zuständigkeit auf das Eurosystem und der Einführung des Euro.
zum
Anfang
Quellen:
http://www.euro.ecb.int/de/what.html
Website der Europäischen Zentralbank (www.ecb.int)
Alles über Banknoten: http://www.euro.ecb.int/de/section/testnotes.html
Alles Euro-Münzen: http://www.euro.ecb.int/de/section/euro0.html
Vor zehn Jahren fiel die
Entscheidung für die europäische Gemeinschaftswährung
D as Mittagessen dauerte bis in die Nacht. Am 2. Mai 1998 wollten die Staats-
und Regierungschefs der Europäischen Union beim Lunch die letzten offenen Fragen
zur Gemeinschaftswährung für elf der damals 15 EU-Staaten besprechen. Und daran
hatten sie schwer zu kauen: Der damalige deutsche Finanzminister Theo Waigel
(CSU) sprach später von einer „dramatischen Sitzung". Gegen Mitternacht fiel die
Entscheidung: Zum 1. Januar 1999 kam der Euro - zunächst auf dem Papier.
Festgebissen hatten sich die Staatsmänner an der Frage, wer an der Spitze des
Eurohüters Europäische Zentralbank (EZB) stehen sollte: Der Niederländer Wim
Duisenberg oder der Franzose Jean-Claude Trichet. Schließlich teilten sich die
beiden die Amtszeit. Der Euro begann sein Leben mit einem Kompromiss.
Ein schlechtes Zeichen, meinten Kritiker. Doch die Gemeinschaftswährung setzte
sich durch. Nach Anfangsschwächen - zeitweise war ein Euro nur etwa 82 US-Cent
wert - mauserte sich das Gemeinschaftsgeld zur zweitwichtigsten Weltwährung nach
dem Dollar.
Für viele Menschen ist der Euro ein Teuro. Gut jeder Dritte in Deutschland will
die Mark wiederhaben, fand das Mannheimer Ipsos-Institut heraus. Mit ihrer
Skepsis stehen die Deutschen nicht allein da, wie eine Umfrage des britischen
Marktforschungsinstituts TNS in den Euroländern zeigt. Auf die Frage, ob sie die
nationale der Gemeinschaftswährung vorzögen, gab es im Frühjahr 2007 breite
Bejahung: So sehnen sich 49 Prozent der Euro-Bürger nach den alten Zeiten. Am
höchsten ist der Prozentsatz in Griechenland (70 Prozent), am niedrigsten in
Irland: Nur jeder fünfte auf der grünen Insel will das irische Pfund zurück. Wer
in Euroländern reist, braucht nicht ständig Geld zu wechseln.
Die deutsche Exportwirtschaft profitiert ebenfalls von den ausgeräumten
Wechselkursrisiken: Gut 40 Prozent der deutschen Ausfuhren werden derzeit in
Euroländer geliefert. Der Höhenflug mit Kursen von bis zu 1,60 Dollar mildert
außerdem die Folgen der Ölpreisexplosion. Doch Exporteure sehen die Stärke der
Gemeinschaftswährung inzwischen mit Sorge, weil sie die deutschen Produkte im
Ausland verteuert.
318 Millionen Bürger bezahlen mit dem gleichen Geld. Sie alle leiden unter einer
Inflation, die mit drei Prozent so hoch ist wie noch nie in der Geschichte des
Euro. Vielleicht ist das der Grund, warum Brüssel auf den Festakt zum
historischen Beschluss verzichtet.
Die deutsche Exportwirtschaft profitiert ebenfalls von den ausgeräumten
Wechselkursrisiken: Gut 40 Prozent der deutschen Ausfuhren werden derzeit in
Euroländer geliefert. Der Höhenflug mit Kursen von bis zu 1,60 Dollar mildert
außerdem die Folgen der Ölpreisexplosion. Doch Exporteure sehen die Stärke der
Gemeinschaftswährung inzwischen mit Sorge, weil sie die deutschen Produkte im
Ausland verteuert,
318 Millionen Bürger bezahlen mit dem gleichen Geld. Sie alle leiden unter einer
Inflation, die mit drei Prozent so hoch ist wie noch nie in der Geschichte des
Euro. Vielleicht ist das der Grund, warum Brüssel auf den Festakt zum
historischen Beschluss verzichtet.
Gewusst?
Noch 14 Mrd. Mark sind im Umlauf! Münzen in alten Kleidungstücken, stille
Reserven im Bilderrahmen oder bündelweise Scheine in vergilbten Hochzeitskarten
- bei der Deutschen Bundesbank melden sich nach wie vor täglich Menschen, die
kleine oder große DM-Beträge (wieder-)gefunden haben. Etwa 1600 Personen
tauschen pro Tag ihre Scheine und Münzen um, der Durchschnittsbetrag liegt bei
525 DM.
Insgesamt sind nach Angaben der Deutschen Bundesbank noch gut 14 Milliarden DM
Im Umlauf, die Summe verteilt sich etwa zu gleichen Teilen auf Scheine und
Münzen. Damit sind gut fünf Prozent des Bargelds, das vor der Euro-Einführung
ausgegeben war, nicht zurückgebracht worden. Die Deutsche Bundesbank tauscht die
frühere Währung unbefristet und gebührenfrei in all ihren Filialen um - und zwar
unabhängig von der Summe. Quelle: WR vom 3. Mai 2008
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