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Meine neue Schule

In der 5. Klasse der Anne-Frank-Schule kommen Schüler aus sehr vielen umliegenden Grundschulen zusammen. Wir möchten, dass du dich schnell in der neuen Schule zurecht findest und die Schule kennen lernst als einen Ort, an dem viele Personen und Personengruppen zusammenwirken und der von verschiedenen Gruppen beeinflusst wird.
 
Personen und Personengruppen, die in der AFS leben und arbeiten:
 
Schülerinnen und Schüler
Lehrerinnen und Lehrer
Sekretärinnen: Frau Pitsch und Frau Wickenträger
Hausmeister: Herr Stephan und das Reinigungspersonal
Mitarbeiter aus Handwerksberufen, aus dem musischen, sportlichen und künstlerischen Bereich, die einzelne Stunden geben oder eine AG leiten
 
Jede Schule hat eine Leitung. Bei uns besteht sie aus diesen Personen:
Schulleiter: Herr Ingrisch
stellvertretender Schulleiter: Herr Schaub
Stufenleiter für die Jahrgänge 5 und 6: Herr Kasischke
Stufenleiter für die Jahrgänge 7 - 10: Herr Schake
 
Außerdem haben die in der Schule beschäftigten Gruppen Personalräte, die ihre Interessen gegenüber der Leitung wahrnehmen.
 
Personengruppen und Behörden (Ämter, Einrichtungen), die nicht in der Schule anwesend sind, aber trotzdem sehr wichtig für die Schule sind:
 
Eltern
Personen beim Werra-Meißner-Kreis, die für die Gebäude und die Ausrüstung der Schule verantwortlich sind.
Das Staatliche Schulamt, das unter anderem für die Versorgung der Schule mit Lehrkräften zuständig ist.
Das Kultusministerium in Wiesbaden, das dafür verantwortlich ist, was in der Schule gelernt wird, wie viele Unterrichtsstunden ihr habt, dass ihr Bücher ausgeliehen bekommt und dass genügend Lehrerinnen und Lehrer da sind.

Sprecht darüber, wer die Schule und das ganze Drumherum eigentlich bezahlt!

Jede Schule ist ein bisschen anders aufgebaut. Ihr besucht eine so genannte "Integrierte Gesamtschule". Das bedeutet, dass ihr von der 5. bis zur 7. Klasse alle in einer Klasse zusammenbleibt. In der sechsten Klasse wird in den Fächern Mathematik und Englisch in zwei Kursen unterrichtet, in der 7. Klasse wird auch in Deutsch in zwei Kursen unterrichtet. Hier eine Grafik, aus der du weitere Einzelheiten zur Organisation deiner Schule entnehmen kannst:

 Klicke hier,  um noch sehr viel mehr Spannendes über deine neue Schule zu erfahren!

Für den fünften Jahrgang haben eure Lehrerinnen und Lehrer einige Regeln festgelegt, die unbedingt befolgt werden müssen, damit wir alle in Ruhe und ohne Stress den anstrengenden Schultag bewältigen können:

1. Im Jahrgangsflur gilt das Motto: langsam, leise, rücksichtsvoll
 

Das heißt, dass nicht laut gerufen oder gar gebrüllt wird, dass ihr nicht rennen und freundlich und rücksichtsvoll miteinander umgehen sollt. Dann dürft ihr gerne auch andere Kinder in anderen Klassen in den großen Pausen besuchen, denn ob ihr in den großen Pausen raus geht oder im Klassenraum bleibt, dürft ihr euch ja aussuchen.

2. Eure Klassenräume sind Lern- und Ruheräume

Das heißt, wer brüllen, rennen und toben will, muss in den Pausen auf den Schulhof gehen. Im Klassenraum kann man in Ruhe frühstücken, sich etwas erzählen, am Tisch spielen oder lesen. Wer sich an diese Regeln nicht hält, muss leider für eine ganze Zeit in den großen Pausen auf den Hof gehen.

3. Nach dem ersten Gong nach einer großen Pause....

.... gehen alle in ihre Klassen und verhalten sich bei geschlossener Tür ruhig - bis eine Lehrerin oder ein Lehrer kommt.  Niemand steht an der Tür oder läuft etwa noch im Flur herum. Wenn die Lehrerin oder der Lehrer die Klasse betritt, kommen alle ganz schnell zur Ruhe. Auf den Tischen liegt bereits alles, was für das jetzt aktuelle Fach gebraucht wird.

In eurer Klasse werdet ihr euch eine eigene Klassenordnung geben, die das Verhalten während des Unterrichts regelt. Eine solche Klassenordnung wird zum Beispiel diese Fragen beantworten müssen:

1. Worauf soll bei einem Gespräch im Unterricht geachtet werden?
2. Was passiert, wenn Hausaufgaben nicht erledigt werden?
3. Wie sollen Streitigkeiten beigelegt werden?
4. Wie wollt ihr bei der Arbeit mit eurem Partner oder in der Gruppe miteinander umgehen?
5. Wollt ihr Zeichen oder etwas Ähnliches vereinbaren? (Alle kennen irgend ein "Leisezeichen" aus der Grundschule...)
6. Was passiert mit Kindern, die sich nicht an die vereinbarten Regeln halten?

Ihr seht, es gibt innerhalb der Klasse am Anfang eine Menge zu regeln. Ohne verbindliche Regeln klappt es leider nie. Wenn sich alle daran halten, entsteht eine angenehme, entspannte und freundliche Atmosphäre! Hier habe ich euch von anderen Schule ein paar Bausteine für Klassen- und Schulordnungen zusammengesucht. Vielleicht helfen die euch dabei, eine eigene Klassenordnung zu verfassen: Bausteine für eine Klassenordnung

 
Deine Schule steht aber auch an einem ganz bestimmten Ort. Viele von euch kommen mit dem Bus aus anderen Gemeinden des Werra-Meißner-Kreises und können sich mit der Schule und ihrer näheren Umgebung noch nicht auskennen. Schau dir die beiden Pläne einmal genau an!
Die Gebäude deiner Schule
Die nähere Umgebung deiner Schule
Für die folgenden Aufgaben brauchst du einen Ausdruck beider Pläne (besorgt dein Lehrer oder deine Lehrerin für dich!).

Aufgaben mit diesen Plänen:
 
Suche auf dem Umgebungsplan den Standort der Schule. Bestimme die Lage weiterer wichtiger Gebäude auf dem Heuberg: Die Beruflichen Schulen, das Oberstufengymnasium, die Geschwister-Scholl-Schule, die beiden Kirchen. Zeichne diese Gebäude in deinen Plan ein! Zeichne die Wege ein, die du gegangen bist, um diese Gebäude zu finden! Dazu musst du natürlich die Schule mit einem Erwachsenen verlassen und einen Rundgang durch den Stadtteil Heuberg unternehmen. Ich schätze, das wird dein Lehrer oder eure Lehrerin mit euch machen)! Unterwegs musst du immer wieder deine Position auf dem Plan bestimmen.
 
Voraussetzung für die Arbeit mit Plänen und Karten:

Um deinen Plan sinnvoll nutzen zu können, musst du wissen, wie du ihn richtig  "halten" kannst, damit du auch in die richtige Richtung läufst.
Bei jeder gedruckten Karte zeigt der obere Kartenrand immer nach NORDEN. So ist das auch bei diesen beiden Plänen. Um den Plan so hinzulegen, dass der obere Kartenrand wirklich nach Norden zeigt, brauchst du einen Kompass.
Das Einnorden einer Karte:
So nennt man das. Du wartest, bis die Kompassnadel sich beruhigt hast, drehst dann den Kompass vorsichtig, bis das N genau mit der Nadelspitze übereinstimmt. Jetzt drehst du die Karte oder den Plan so, dass der obere Kartenrand genau dort liegt, wo die Pfeilspitze hinzeigt. Der rechte und linke Kartenrand liegt jetzt parallel zur Kompassnadel. Jetzt weißt du genau, wie Gebäude und Straßen in Wirklichkeit zueinander liegen.
 
Für Wanderer und Autofahrer ist es immer sehr wichtig zu wissen, wie weit sie laufen oder fahren müssen. Finde heraus, wie weit du von deiner Schule bis zur Geschwister-Scholl-Schule laufen musst!

Dazu musst du etwas über den Maßstab deines Planes wissen. Am unteren Rand findest du eine Angabe: "Maßstab 1:7500" und rechts unten ist ein kleiner Balken zu sehen, in dem "100m" steht. Diese Angaben helfen dir, die Entfernung genau zu bestimmen.
Die Angabe des Maßstabs bedeutet, dass 1 cm auf der Karte einer Strecke von 75m in der Wirklichkeit entspricht. Ein Trick hilft dir: Streiche in Gedanken zwei Nullen (00) von 7500 weg, dann hast du die Meterzahl (=75m).
Jetzt kannst du mit dem Lineal die Entfernung auf dem Plan messen und nimmst diese gemessene Zahl einfach mit 75m mal. Dann hast du die genaue Entfernung. Wenn deine gemessene Strecke von der AFS zur Geschwister-Scholl-Schule 17 cm beträgt, dann heißt die Rechnung:
17 (gemessene Karten-Zentimeter) x 75 (Meter in der Wirklichkeit) = 1275 m. Das sind - in Kilometern (km) ausgedrückt -  1,275 km.

Jetzt kennst du die Umgebung deiner Schule schon sehr genau. Vielleicht übernimmst du bei der nächsten Tour durch eine fremde Stadt den Plan oder die Karte und "lotst" deine Eltern zum Ziel!? Ein Kompass hilft dir dabei. Wünsch dir doch einmal einen!

Jetzt kennt ihr euch schon eine ganze Zeit - und es wird Zeit, einen Klassensprecher oder eine Klassensprecherin zu wählen! Eine solche Wahl muss geheim und frei sein. Das bedeutet, dass niemand dazu gezwungen werden darf, jemanden zu wählen und dass niemand zugucken darf, wen du wählst.
Zuerst solltet ihr ausführlich über die Aufgaben einer Klassensprecherin oder eines Klassensprechers sprechen. Seine Hauptaufgabe ist sicher, eure Wünsche und Beschwerden zu sammeln und sie dem Lehrer oder der Lehrerin vorzutragen. Er soll aber auch nach und nach in der Schülervertretung der Schule mitarbeiten. Was ist sonst noch wichtig?
Folgende Schritte, die auch bei jeder "Erwachsenen-Wahl" eingehalten werden müssen, finden nun statt:
1. Ein Wahlleiter oder eine Wahlleiterin und zwei Heferinnen oder Helfer führen die Wahl durch. Diese Personen müsst ihr zuerst durch Handaufheben bestimmen. Dabei hilft euch noch der Lehrer oder die Lehrerin.
2. Jetzt nehmen die Helfer die Wahlvorschläge entgegen und schreiben sie an die Tafel. Damit habt ihr die Kandidatinnen und Kandidaten aufgestellt. Jetzt wird jede und jeder gefragt, ob sie oder er "die Kandidatur annehmen", das bedeutet, ob sie auch bereit sind, das Amt zu übernehmen, wenn sie tatsächlich gewählt werden.
3. Ihr solltet nun die Kandidatinnen und Kandidaten fragen, wie sie denn dieses Amt ausüben wollen, worauf sie Wert legen würden und was ihnen wichtig ist. Dann könnt ihr euch ein besseres Bild machen. Man nennt das eine Kandidatenbefragung
4. Jetzt werden die Wahlzettel (die alle gleich aussehen müssen) verteilt und jeder schreibt einen Namen darauf. Das ist die eigentliche Wahl. Es wird gefragt, ob alle ihre Wahl getroffen haben und die Zettel werden in einer Urne (einem Karton oder so) eingesammelt. Nach dem Einsammeln die Frage: "Hat jeder seine Stimme abgegeben?"
5. Zu zweit - unter der "Aufsicht" des Wahlleiters oder der Wahlleiterin - werden nun die Stimmzettel entfaltet, die Namen laut vorgelesen und für jede Stimme kommt ein Strich hinter den Namen an der Tafel. Das nennt man die Stimmenauszählung.
6. Die Kandidatin oder der Kandidat mit den meisten Stimmen ist jetzt eure gewählte Klassensprecherin oder euer gewählter Klassensprecher. Zum Schluss fragt die Wahlleitung, ob der oder die Gewählte das Amt nun auch wirklich annehmen. Damit ist die Wahlhandlung beendet.
Genauso verfahrt ihr nun mit der Wahl des Stellvertreters oder der Stellvertreterin. Über die Wahlhandlung wird ein kleines Protokoll geschrieben, in dem die Kandidatinnen und Kandidaten mit der entsprechenden Stimmenzahl und die Gewählten erscheinen.

Demokratische Wahlen müssen gleich, frei und geheim sein. Das bedeutet:
> Jeder und jede hat nur eine Stimme, niemand, der ein Wahlrecht hat, darf von der Wahl ausgeschlossen werden .
> Es muss jedem freigestellt werden, ob er zur Wahl geht oder nicht oder dort eine Person oder Partei wählt oder nicht.
> Niemand darf herausbekommen, was jemand gewählt hat, man muss seine Wahl unbeobachtet durchführen können.

Wenn ihr das ganze Verfahren und diese Grundsätze beachtet habt, dann habt ihr eine Wahl durchgeführt, wie sie in Vereinen, Parteien oder beim Elternabend ganz genau so stattfindet!

Wenn du im Unterricht gut aufgepasst hast und diese Seite bis hierhin genau studiert hast, dann kannst du sicher dieses Kreuzworträtsel locker lösen! (in Vorbereitung). Wenn ihr auf einzelne Begriffe gar nicht kommt, kehrt zu dieser Seite zurück und lest noch einmal nach!


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