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Überblick über diese Seite:

Diese Übersicht wurde in Anlehnung an eine Veröffentlichung der LehrerInnenfortbildungsseite
Baden-Württembergs zusammengestellt und durch weitere im Netz aufgespürte Materialien und Hinweise ergänzt.
http://lehrerfortbildung-bw.de/unterricht/webquest/index.html


Was sind WebQuests?
Warum WebQuests?
WebQuests im Unterricht
Kleine und große WebQuests
Wie WebQuests erstellt werden
Anleitung zum "Bau" einer FrontPage-Seite
Anleitung zum Bau eines WebQuests mit Word
Ein Formular benutzen um WebQuests zu erstellen
Design-Tipps für die Erstellung von WebQuests
Das Präsentieren der Ergebnisse
Wo findet man WebQuests im Internet?
Evaluation von WebQuests
Weitere Links zum Thema
Richtig suchen mit Suchmaschinen
Goldene Regeln für das Verwenden von Suchmaschinen

Praxis: WebQuests für Schülerinnen und Schüler

Sammlung einzelner guter WebQuests anderer Autoren

Hinweise und Tipps aus einem Schoolwiki (Österreich)zu WebQuests

Übungsaufgabe: Erstellen eines WebQuests "Mona Lisa aus dem Louvre entführt"

...und am Ende mit Stefan Waba von Leonardo.com einen WebQuest über WebQuests machen!
Hier finden Sie zahlreiche Beispiele für die Einbindung von Hausaufgaben in WebQuests sowie weiterführende Literatur zum Thema (lehrer-online).

Was sind WebQuests?

Frei übersetzt bedeutet WebQuest "abenteuerliche Spurensuche im Internet". Manche Autoren sprechen auch von einer Schnitzeljagd durchs Internet, andere bezeichnen WebQuests als Weg- oder gar als WebWeiser für Lernende durch das Internet. Etwas wissenschaftlicher ausgedrückt sind WebQuests Lehr-/Lernarrangements, die über das Internet oder Intranet  zur Verfügung gestellt werden.

Allen Definitionen gemeinsam ist, dass den Schülerinnen und Schülern Internetquellen als Ausgangspunkte für die Bearbeitung einer Aufgabe, eines Problems usw. zur Verfügung gestellt werden. Für die Erfinder der WebQuests, Tom March und Bernie Dodge, steht dabei die eigenständige Arbeit der Lernenden im Vordergrund, die zur selbständigen Konstruktion von Wissen führen soll und nicht ein gelenktes Vorgehen, um Faktenwissen reproduzieren zu lassen.

In aller Regel gehen WebQuests nach einer mehr oder weniger einheitlichen Struktur vor:

Ausgehend von einer möglichst authentischen Situation (Einführung) erhalten die Schülerinnen und Schüler Arbeitsaufträge, die sie mit Hilfe der zur Verfügung gestellten Internetquellen, aber auch sonstiger Quellen wie z.B. Bücher und Zeitschriften, bearbeiten können. Es ist durchaus erwünscht, dass sie sich weitere Informationsquellen erschließen und in ihre Bearbeitung einbeziehen. Typisch für WebQuests ist auch, dass konkrete Hinweise für die Vorgehensweise (Prozess) vorgeschlagen werden. Im Vordergrund steht dabei die Kooperation und Kommunikation in der jeweiligen Arbeitsgruppe sowie die Präsentation der Arbeitsergebnisse für die anderen. Häufig findet man auch ein Bewertungsschema (Evaluation), das den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit bietet, sich vorab über die Bewertungskriterien zu informieren. Den Abschluss eines WebQuests bildet meist eine (selbstkritische) Reflexion des gesamten Arbeitsprozesses (Fazit).

 Warum WebQuests?

Der sichere Umgang mit den neuen Informations- und Kommunikationsmedien, vor allem mit dem Internet, stellt heute eine Fertigkeit dar, die (fast) von jedem erwartet wird, wenn es darum geht, Informationen zu beschaffen. Dennoch wird eine Internetrecherche im Unterricht mittlerweile immer kritischer gesehen. Gründe hierfür sind u. a.

  • die meist langwierige Suche im Internet

  • ein Wust an gefundenen (gegooglten) Informationen, der zum "information overflow" führen kann

  • die schwierige Bewertung der gefundenen Informationen (was stimmt denn nun tatsächlich?!?)

  • hoher Zeitaufwand für die eigentliche Auswertung und Verarbeitung der Informationen im Unterricht

Hier bieten WebQuests durch die vorgegebenen Links und die didaktische Struktur einen guten Ausgangspunkt für eine weitere Recherche  und die selbständige Bearbeitung eines Problems. Da die verlinkten Materialien bereits vorselektiert sind und somit relevante Informationen enthalten, steht deutlich mehr Zeit für die eigentliche Bewertung zur Verfügung. Außerdem bleibt den Schülerinnen und Schülern Zeit, sich eine eigene Meinung zu bilden, vor allem auch dann, wenn sich die Materialien u. U. widersprechen oder Sachverhalte von unterschiedlichen Seiten beleuchten.

Durch ihre didaktische Struktur bieten WebQuests den Schülerinnen und Schülern Anhaltspunkte für das eigenständige Vorgehen, ohne dass sie sich ziel- und planlos im Internet verlaufen.

Arten von WebQuests

Der Erfinder Bernie Dodge differenziert Webquests nach dem Zeitrahmen, über den sich Schülerinnen und Schüler mit dem WebQuest beschäftigen  - Short Term WebQuests (kleine WebQuests) und Longer Term WebQuests (große Webquests):

  1. Kleine Webquests
    Die Schülerinnen und Schüler erhalten eine bestimmte Menge an neuen Informationen über ein Sachgebiet und setzen sich mit ihnen innerhalb weniger Unterrichtsstunden auseinander. Ungeordnete Informationen eines Sachthemas werden nach Kriterien strukturiert und in den Wissenshorizont der Schülerinnen und Schüler integriert sowie von ihnen präsentiert.
     
  2. Große WebQuests dienen der Bearbeitung einer komplexen Fragestellung über einen längeren Zeitraum (u. U. über ein Schulhalbjahr) hinweg. Ziel ist ein Ausbau und das Vertiefen von Wissen sowie eine Problemlösung. Die Schülerinnen und Schüler analysieren und transformieren ein Wissensgebiet tiefgründig und umfassend.

Heinz Moser, der die WebQuest-Methode in den deutschsprachigen Raum gebracht hat, unterscheidet drei Grundformen von WebQuests:

  1. WebQuests, in denen Informationen zu Wissen- und Erfahrungswelten verdichtet wird.
  2. WebQuests, mit denen Probleme gelöst werden.
  3. WebQuests im kommunikativen Austausch. (Über die Kommunikationsmöglichkeiten des Internets nehmen die SchülerInnen Kontakt zu externen Expertinnen und Experten oder anderen Schülerinnen und Schülern auf.)

Daneben können WebQuests auch in Form eines Rollenspiels konzipiert werden. Die Schülerinnen und Schüler bearbeiten ein Problem aus unterschiedlichen Rollen heraus und kommen so zu unterschiedlichen Lösungen und Sichtweisen.

Wissen reproduzieren oder konstruieren?

Unterrichten mit WebQuests hat viel mit neuer Lernkultur zu tun, in deren Mittelpunkt der Lernende und nicht der Lehrende steht. Dies bedeutet vor allem, dass Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit eröffnet wird, selbständig zu lernen. Wenn Schülerinnen und Schüler innerhalb von WebQuests an und in authentischen Situationen und Problemstellungen lernen, werden sie zu explorativem Verhalten angeregt. Das Lernen zielt nicht auf die Reproduktion von Faktenwissen ab, sondern auf vielfältig anwendbare Handlungskompetenz. Kurz zusammengefasst geht es bei dem WebQuest-Modell darum, komplexe Sachverhalte zu beurteilen und zu analysieren und sie dann anderen zu präsentieren. Im Sinne einer konstruktivistischen Auffassung von Lernen wird Wissen von den Lernenden konstruiert und nicht lediglich reproduziert. So entsteht nicht träges Wissen, das zwar reproduziert, aber nicht auf andere Kontexte angewendet werden kann.

WebQuests im Unterricht

Einsatzbereiche von WebQuests

WebQuests können in allen Schularten eingesetzt werden. Grundvoraussetzung ist allerdings, dass die Schülerinnen und Schüler über Grundfertigkeiten im Lesen verfügen und die textbasierten Informationen aufnehmen und verarbeiten können. Daneben sollten Grundkenntnisse im Umgang mit PC und Internet vorhanden sein oder in diesem Zusammenhang vermittelt werden.

Der Einsatz von WebQuests ist nicht an bestimmte Unterrichtsfächer gebunden, sondern grundsätzlich in jedem Unterrichtsfach möglich. Außerdem eignen sich WebQuests hervorragend für den fächerübergreifenden Unterricht und für den Einsatz in der Erwachsenenbildung wie etwa der Lehrerfortbildung.

WebQuests werden eingesetzt, um kooperatives Lernen zu ermöglichen. Im Sinne ihrer Erfinder Dodge und March sollen sie keine Drill- und Practiceprogramme sein, die in Einzelarbeit auf das Auswendiglernen von Faktenwissen abheben, sondern ein Ausgangspunkt, um möglichst selbstständig in Gruppen zu lernen und zu arbeiten. WebQuests werden deshalb im Rahmen von Gruppenarbeit eingesetzt.

Sofern das WebQuest im WWW verfügbar ist, können die Schüler und Schülerinnen sowohl in der Schule als auch von zu Hause oder beispielsweise einer Bücherei darauf zugreifen. Dies stellt einen wichtigen Vorteil gegenüber in der Schule lokal installierter Software dar, die deshalb nur in der Schule im Computerraum und/oder schulischen Medienecken genutzt werden kann. Allerdings sollte beachtet werden, dass die kooperativen Aspekte von WebQuests dennoch zum Tragen kommen, wenn WebQuests außerhalb der Schule bearbeitet werden.

Im klassischen Frontalunterricht wird der Unterricht sehr stark durch die Lehrkraft gesteuert. Beim Einsatz von PC und Internet im Zusammenhang mit WebQuests ist dies nur sehr eingeschränkt erforderlich und wünschenswert.

Sofern es sich um ein gelungenes WebQuest handelt, werden sich die Schülerinnen und Schüler aus eigenem Interesse und intrinsischer Motivation mit der Problemstellung und den Aufgaben beschäftigen und selbstständig
arbeiten bzw. lernen. Allerdings kommt es hier auch sehr stark auf das individuelle Lernverhalten der einzelnen Schülerinnen und Schüler an. Unselbstständig arbeitende Schülerinnen und Schüler benötigen sicherlich Hilfe und Unterstützung, die im Laufe der Zeit allerdings reduziert werden sollte. Außerdem ist es wünschenswert, dass sich die Schülerinnen und Schüler gegenseitig unterstützen und erst dann die Hilfe durch die Lehrkraft in Anspruch nehmen, wenn sie selbst nicht mehr weiter kommen. Voraussetzung für den Erfolg des WebQuests ist auch, dass die Schülerinnen und Schüler gewohnt sind, arbeitsteilig in Gruppen zu arbeiten

Bei der Aufgabenbearbeitung sollten die Schülerinnen und Schüler Fehler machen dürfen, ohne dass die Lehrkraft sofort einschreitet. Aus der Reflexion der Fehler ist u. U. ein höher Lernzuwachs möglich, als durch die ständige Unterbrechung und Anleitung durch die Lehrkraft.

Insgesamt ist der Unterricht mit WebQuests sehr schülerzentriert. Dies bedeutet auch, dass die Kommunikation hauptsächlich zwischen den Schülerinnen und Schülern abläuft. Die abschließende Präsentation der Arbeitsergebnisse der einzelnen Gruppen sollte allen die Gelegenheit bieten, Rückfragen zu stellen und noch vorhandene Probleme auszuräumen. Zudem kann über den gesamten Lernprozess ein Fazit gezogen werden. Da der Lern- und Arbeitsprozess möglichst selbstständig abläuft, ist es sehr wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler ein Feedback erhalten. Dies kann z.B. schriftlich mit Hilfe eines Evaluationsbogens durch die Lehrkraft erfolgen.

Grundsätzlich gilt, dass die Kenntnisse im Umgang mit dem PC und den notwendigen Programmen vorausgesetzt werden müssen - und nicht zusätzlicher Lerngegenstand eines WebQuests sein können. Außerdem sollten einige klare Regeln gesetzt sein, z.B. dass bei der Präsentation der Ergebnisse nur selbst formulierte Sätze, kurze Zitate - nicht jedoch sinnlos kopierte Textpassagen von Internetseiten erlaubt sein sollten! D.h. das "wichtigste" Arbeitsinstrument am PC ist der College-Block für Notizen und Stichwörter, die später zu selbst formulierten Erkenntnissen herangezogen werden können.

Erstellung von WebQuests

Für die Erstellung von WebQuests werden keine Programmierkenntnisse benötigt und auch nicht die Beherrschung komplexer Tools zur Erstellung von HTML-Seiten. Grundsätzlich reicht es aus, wenn das WebQuest z.B. in Word erstellt und als HTML-Datei und nicht als DOC-Datei abgespeichert wird. Ansprechender lässt sich natürlich mit einem Programm zur Erstellung von Internet-Seiten wie Frontpage oder der Entsprechung im OpenOffice arbeiten.

Kurzanleitung zur Erstellung einer einfachen Seite mit FrontPage
Kurzanleitung zur Erstellung eines einfachen WebQuests mit Word

Um die Veröffentlichung eines WebQuests noch einfacher zu machen, kann man ein vorbereitetes Formular verwenden:

webquest_formular
(Erläuterungen unten!)

Es empfiehlt sich eine Orientierung an den Elementen, die in WebQuests enthalten sein sollten:

1. Einführung
Die Einführung sensibilisiert für ein Thema, macht neugierig und sollte aufgrund der Authentizität den Wunsch in den Schülerinnen und Schülern erwecken:

Ich will „es“ wissen!

Sie sollte kurz und prägnant sein. Nach Moser sollte auch ein klarer Bezug zu den im Lehrplan niedergelegten Bildungsinhalten vorhanden sein.

2. Aufgabe(n)
Klar und präzise werden hier Aufgaben- und / oder Problemstellungen dargestellt und ggf. durch Schülervorschläge ergänzt. Allerdings sollten reine Reproduktionsaufgaben weitgehend vermieden werden.

3. Ablauf
Ergänzend zu den Aufgaben werden hier Informationen über die Arbeitsorganisation zur Verfügung gestellt:  z.B. Vorschläge für die einzelnen Arbeitsschritte, die Sozialform (Gruppen- oder Einzelarbeit), Aufteilung einer Gesamtaufgabe in einzelne Teilaufgaben, grundsätzliche Regeln, die beachtet werden sollten, zur Verfügung stehende Zeit usw.

4. Materialien/Hilfsmittel/Quellen
Hier wird eine Vorauswahl von Links zur Verfügung gestellt, die es den Schülerinnen und Schülern unter zeitökonomischen Aspekten ermöglichen, Informationen aus dem Internet beschaffen, die zur Lösung der Aufgaben- bzw. Problemstellung beitragen. Ergänzend können Hinweise auf weitere Literatur, sonstige Materialien, die  z.B. in der Schülerbücherei oder im Arbeitsraum selbst zur Verfügung stehen, gegeben werden.

5. Bewertung (häufig auch Evaluation genannt)
Grundsätzlich sollte jedes WebQuest evaluiert werden. Dabei kommt der Selbstevaluation durch die Schülerinnen und Schüler, die aufgefordert sind, über ihren eigenen Arbeitsprozess und die Qualität ihres Arbeitsergebnisses zu reflektieren, große Bedeutung zu.  Dennoch sollten die SchülerInnen möglichst auch ein (schriftliches) Feedback über ihre Arbeit von der Lehrkraft erhalten. Es kann auch eine Bewertung in Form von Noten erfolgen. Die Bewertungskriterien können den SchülerInnen an dieser Stelle  - besser noch vor dem Arbeitsbeginn - offen gelegt werden - s.u.!

6. Präsentation
Das Präsentieren der Ergebnisse einer angeleiteten Internet-Recherche ist unabdingbar. Was soll das Ganze sonst? Über den Umfang und die Form kann verhandelt werden. Die Schülerinnen und Schüler müssen nur vorher sehr genau darüber informiert wird, was am Ende der Arbeit von ihnen erwartet wird. Verschiedene Möglichkeiten bieten sich an:

6.1. Darstellung der Ergebnisse mit einer Präsentationssoftware (MS PowerPoint, entsprechendes Modul von Open Office, oder das entsprechende Modul von Star Office - oder für Fortgeschrittene: Mediator von Matchware). Hier muss vorher geklärt werden, ob die Präsentation die Vorlage für einen mündlichen Vortrag sein soll - oder eine möglichst vollständige Darstellung der Ergebnisse, sozusagen als Form eines schriftlichen Referats, wenn einem dazu die Textverarbeitungssoftware nicht ausreicht. Siehe hiezu auch: Gelungene Präsentation

6.2. Zusammenfassung als mündlicher Vortrag (Spickzettel, Plakat und andere Hilfsmittel klären)

6.3. Zusammenstellung der Ergebnisse in einem Word-Dokument (Umfang klären)

6.4. Darstellung der Ergebnisse auf einer Webseite (FrontPage, NVU, Word, andere kostenlose Programme zur Erstellung von Internetseiten)

6.5. Darstellung der Ergebnisse auf einem oder mehreren Lernplakaten (klären, ob als Vortragshilfe oder als möglichst vollständige Form für eine Ausstellung)

6.6 Vorstellung der Ergebnisse in einem Rollenspiel - die unterschiedlichen Aspekte eines Themas personifizieren und miteinander in Wettstreit treten lassen (Experten-Streit - Streitgespräch auf dem Schulhof...)

6.7 Verarbeitung der Ergebnisse im Rahmen einer Podiumsdiskussion (Moderator - vorbereitete Statements der Experten - z.B. konventionelle Landwirtschaft gegen Alternativen Landbau / Webquest s.u.!)

Grundsätzlich zu beachten ist die Tatsache, dass Schülerinnen und Schüler bei der Arbeit am WebQuest lange Zeit am PC gearbeitet haben - und bei der Darstellung ihrer Ergebnisse nicht unbedingt auch noch nur am PC arbeiten müssen.

Design-Tipps für WebQuests

Es empfiehlt sich vor der Umsetzung eines WebQuests die Designs unterschiedlicher Autoren anzuschauen. Grundsätzlich können zwei Richtungen unterschieden werden:

  1. Das gesamte WebQuest wird auf einer Seite dargestellt. Dies hat den Vorteil, dass keine zusätzliche Verlinkung einzelner WebQuest-Seiten erfolgen muss. Nachteilig ist das Scrollen auf der Seite, damit alles gelesen werden kann.
     
  2. Für jedes Strukturelement des WebQuests wird eine eigene Seite erstellt, so dass das Scrollen weitgehend entfällt. Die Erstellung ist etwas schwieriger, da die einzelnen Seiten verlinkt werden müssen. Beispiel: Online-Bewerbung von Sonja Gerber

Viele grelle Farben und blinkende Animationen können auf Dauer nervend wirken. Legen Sie Wert auf klare Strukturen und beschränken Sie sich auf wenige Farben und Animationen bzw. Bilder. Letztere sollen die Schülerinnen und Schüler beim Lernen unterstützen und nicht davon ablenken. Beachten Sie bei der Verwendung von Animationen und Bildern unbedingt auch das Urheberrecht. Über Google lassen sich schnell schöne Animationen und Bilder finden, aber sie sind in aller Regel nicht frei von Rechten und dürfen somit nicht ohne Zustimmung des Rechteinhabers eingebunden werden.

Wenn Sie kein eigenes Design entwerfen wollen, können Sie auch auf Templates (Vorlagen) aus dem Netz zurückgreifen:

Templates der San Diego University (Das Original - englisch))
Deutschsprachige Templates von Karl Wilbers

Sehr schlichtes Formular von mir

Finden von WebQuests

Das Auffinden von WebQuests ist leider im deutschsprachigen Raum immer noch mit einiger Recherchemühe verbunden. "Googlen" ;-) Sie und versuchen Sie Ihr Glück mit dem Suchbegriff "WebQuest*" und weiteren Begriffen, die zu dem von Ihnen gewünschten Thema passen.

Daneben gibt es einige wenige deutschsprachige Angebote im WWW, die systematisch Informationen bzw. Links zu WebQuests zur Verfügung stellen:

Das WebQuest-Forum
wird seit 2003 vom Land Niedersachen in Kooperation mit Hochschulen aus der Schweiz und Österreich betrieben und bietet eine WebQuest-Datenbank an, die nach Themen und Klassenstufen durchsucht werden kann.

WebQuests.de
ist die deutsche WebQuest-Site, die seit 2002 privat von Sonja Gerber betrieben wird. Hier finden sich nach Fächern sortiert, kommentierte Links zu Unterrichtsbeispielen (eine Datenbankabfrage ist nicht möglich).

Lehrer-online
bietet über die Suchfunktion auch die Möglichkeit, WebQuests zu finden. Bei Volltextsuche "Webquests" eingeben!

Weitere Beispielsammlungen weiter unten

Evaluation von WebQuests

Schon beim ersten Öffnen und Durchlesen des WebQuests haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, sich über die Bewertungskriterien zu informieren, da "Evaluation" als eigenständiges Element im WebQuest auftaucht. Somit bietet sich für sie die Möglichkeit, sich gleich zu Beginn an diesen Kriterien zu orientieren. Allerdings sollte es möglich sein, die Kriterien mit den Schülerinnen und Schülern zu besprechen und ggf. zu überarbeiten. Im Internet finden sich einige Evaluationsbögen, die auf das jeweilige WebQuest problemlos angepasst werden können. Hier zwei Beispiele:

Abplanalp, Christoph: Beurteilungsbogen für eine Gruppe 

Mit Hilfe der Evaluationskriterien können die Arbeitsergebnisse und der Arbeitsprozess der Schülerinnen und Schüler bewertet werden. Ziel sollte sein, dass die Schülerinnen und Schüler ihre eigenen Stärken und Schwächen analysieren können und ggf. ihre Handlungs- und Lernstrategien überdenken. Dabei ist sowohl eine Selbstevaluation des eigenen Lernprozesses und des Arbeitsergebnisses wünschenswert als auch eine Fremdevaluation durch die anderen Gruppen und / oder durch die Lehrkraft.

Weitere Informationen, Beispiele und Literatur zu WebQuests:

Moser, Heinz: Abenteuer Internet. Lernen mit WebQuests, Zürich 2000
Ein an Moser angelehnter Beurteilungsbogen ist online bei globales-lernen.de abrufbar.

Diese Übersicht wurde in Anlehnung an eine Veröffentlichung der LehrerInnenfortbildungsseite
Baden-Württembergs zusammengestellt und durch weitere im Netz aufgespürte Materialien und Hinweise ergänzt.
http://lehrerfortbildung-bw.de/unterricht/webquest/index.html

 

http://www.lehrerfortbildung-bw.de/unterricht/webquest/beispiele/
http://www.lehrerfortbildung-bw.de/unterricht/webquest/
 

Guter und schneller Überblick: http://www.webquests.de/eilige.html

http://www.webquest-forum.de/
http://webquests.grg21oe.at/ WebQuests im Unterricht
http://www.lernen-mit-webquests.de
http://www.friedenspaedagogik.de/service/unter/webquests/in_webq.htm (WebQuest Zivilcourage)
http://www.mathe-webquests.de/
Mathe-WebQuests für alle Schulstufen
http://www.lehrerfortbildung-bw.de/unterricht/webquest/beispiele/ (Beispiele vom Bildungsserver Baden-Württembergs)

Tipps von Christine Bescherer (Fachfrau mit Schwerpunkt Mathematik)

http://www.mathe-webquests.de/
http://de.wikipedia.org/wiki/Webquests

Übersicht (Lehrerfortbildung Baden-Württemberg) – Lernen und arbeiten mit Neuen Medien:
http://www.lehrerfortbildung-bw.de/unterricht/
 

Suchmaschinen richtig nutzen:

Suchoperatoren

Wirklich effizient werden Datenbanken erst durch die Abfragesprachen, die komplexe Suchanfragen erlauben. Wir haben Informationen zusammengestellt, die einen Einstieg in die professionelle Suche erleichtern.

Logische Operatoren

AND, OR und NOT sind logische Operatoren aus der Boole'schen Algebra. Ihre Wirkung bei der Suchanfrage entspricht nicht ganz den Erwartungen, die wir aus der Alltagssprache an sie herantragen. Trotzdem helfen Sie, komplexe Fragen, wie wir sie in der Alltagssprache formulieren würden, für die rechnergestützten Datenbanken zu übersetzen.

 AND: Dies ist die üblichste Verknüpfung zweier oder mehrerer Suchbegriffe. Bei vielen elektronischen Datenbanken ist das AND schon standardmäßig in die "einfache Suche" integriert, so dass Sie nur zwei oder mehr Begriffe ins Suchfeld eintragen müssen und die Maschine verknüpft diese automatisch mit einem "Und". Das Ergebnis der Suchanfrage ist die Schnittmenge aus allen Suchbegriffen.

OR: Das logische "Oder" erzwingt eine größere Treffermenge als das "Und". Hier werden alle Dokumente herausgefiltert, die den einen oder den anderen oder alle Suchbegriffe enthalten. Das erhöht die Ergebniswahrscheinlichkeit, kann aber die Relevanz der Treffer vermindern.

NOT: Mit diesem Suchoperator können sie das Suchergebnis beschränken, in dem Sie Begriffe ausschließen. Wenn Sie z.B. Dokumente suchen, die E-Learning zum Thema haben, nicht aber im Zusammenhang mit Hochschule stehen, dann würden Sie folgenden Suchstring eingeben: "E-Learning NOT Hochschule".

Klammerung: Mit den Klammern können Sie Abfragen mit o.g. Suchopperatoren zusammensetzten Beispiel: "E-teaching AND (E-learning OR Hochschule) NOT Hamburg" findet alle Dokumente, die das Wort E-teaching enthalten und zusätzlich entweder das Wort E-learning oder Hochschule oder beide Worte, nicht aber das Wort Hamburg.

Weitere Suchoperatoren

 Neben den logischen Verknüpfungen gibt es je nach Datenbankanbieter und der verwendeten Abfragesprache weitere Suchoperatoren:

 Abstandsoperatoren: Mit dem Abstandsoperator kann das Suchgebiet eingegrenzt werden.

Wenn Sie wollen, das Ihre Suchbegriffe in dem Zieldokument in einem genau definierten Zeichenabstand vorkommen, können Sie dies z.B. mit W(n) definieren.

Beispiel:

Sie suchen Dokumente, in denen die Worte E-Learning und Hochschule in einem Abstand von höchstens 2 Worten stehen. Der Suchstring wäre dann:

"E-Learning (2W) Hochschule".

Mit Hilfe der Abstandsoperatoren ist darüber hinaus eine Phrasensuche möglich. Wenn die Suchbegriffe direkt hintereinander stehen sollen, dann können Sie dies beispielsweise mit "E-Learning ADJ Hochschule" oder "E-Learning (W) Hochschule" erreichen.

Wie die Abstandsoperatoren (Word Proximity) benutzt werden, hängt von der jeweiligen Datenbank ab. Informationen dazu finden Sie in den Datenbankbeschreibungen.

Trunkierung: Mit der Trunkierung kann man Zeichenfolgen suchen, die Teil eines Wortes sind. Dazu werden in der Regel die Zeichen "*", "?", "# oder "$" verwendet.

Beispiel: Sie geben die Zeichenfolge "lauf*" als Suchbegriff ein. Die Maschine ersetzt das "*" durch eine beliebige Zeichenmenge von 0 bis unendlich und wird Ihnen als Ergebnis Dokumente liefern, die eines oder mehrere der folgende Wörter enthalten: "lauf", "laufen", "laufend", "Laufmasche" usw. Gelegentlich bieten Ihnen Datenbanken auch die Linkstrunkierung an.

Beispiel: Die Suchzeichenkette ist "*lauf". Mindestens eines der folgenden Begriffe muss im Ergebnisdokument enthalten sein: "gelaufen", "Verlauf" etc. Besonders eignet sich die Trunkierung, wenn Sie sich über die Schreibweise eines Namens nicht sicher sind.

Treffermengen der verschiedenen Suchoperatoren 

Welche Möglichkeiten für Suchanfragen die einzelne Datenbank bietet und wie diese formuliert werden müssen, hängt immer von Anbieter und verwendetem Standard ab. Deshalb ist es unerlässlich, sich in jedem Fall mit Hilfe der individuellen Bedienungshinweise zu informieren, wenn man alle Optionen nutzen will.

 

Beispiel für gezieltes Suchen:
Deutsch: Webrecherche zu Schlinks "Der Vorleser"
Am Beispiel des Romans "Der Vorleser" von Bernhard Schlink zeigt Ihnen Norbert Tholen, wie man im Internet für das Fach Deutsch nach Material sucht und es findet - ohne dafür womöglich mehr als 20 000 angezeigte Treffer durchforsten zu müssen. Dieser Roman wurde ausgewählt, weil er für das Zentralabitur 2007 in NRW zum Pflichtprogramm Deutsch gehört.
http://www.lehrer-online.de/dyn/9.asp?url=524779.htm

WebQuests für Schülerinnen und Schüler:

Formular
Mit rechter Maustaste anklicken - "Ziel speichern unter..." wählen und unter einem anderen Namen an einem Ort auf der eigenen Festplatte  speichern, den man später möglichst wiederfindet. Die nun gespeicherte html-Datei  - also das Formular - kann mit jedem Programm, mit dem Internetseiten bearbeitet werden können (auch mit WORD), geöffnet und ausgefüllt werden. Wenn es dann auf einem Datenträger oder als E-Mail-Anhang den Weg zu mir findet, wird es hier veröffentlicht - und alle können online darauf zugreifen.

Jahrgang /Klasse Thema
   
Jahrgang 5 Steinzeit
Jahrgang 6 Ägypten
   
   
   
   
   
   
   
 

Bei
Anregungen, Ergänzungen, Verbesserungen Gästebuch - oder E-Mail
 
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Hilfen (Quellen) für diese Seite:
http://www.lehrerfortbildung-bw.de/unterricht/webquest/  
http://www.e-teaching.org/didaktik/recherche/operatoren/
 

 

Thema WebQuests bei lehrer online
Linksammlung zu Webquests (2006)
Beispiele für einzelne WebQuests
 
Erdkunde-Webquest zur konventionellen und ökologischen Landwirtschaft
http://www.goethe-gymnasium.de/schuelerseiten/Webquest/index.htm
The 1960's Museum
http://school.discovery.com/schrockguide/museum/webquest.html
Tourismus mit Einsicht
http://www.globales-lernen.de/Schwerpunkte/Reisen/webquest.htm
Genfood – Essen der Zukunft
http://www.biologie-digital.de/Genfood/index.htm
Webquest EU
http://www.lehrerfortbildung-bw.de/faecher/gkg/gymgk/ib/webquest/wqirland/?menu=0
Seuchen durch die Jahrhunderte
http://webquests.grg21oe.at/seuchen/Index.htm
Conflict Yellowstone Wolves
http://www.powayschools.com/projects/mt&r/ConflictYellowstoneWolf.htm
WebQuests im Geschichtsunterricht
http://www.lehrer-online.de/dyn/9.asp?url=587264.htm 
WebQuest Kaiserpinguine
http://www.lehrer-online.de/dyn/9.asp?url=588134.htm
WebQuests und Hausaufgaben bei lehrer-online
WebQuest "American Dream" (lehrer-online)
 
Eine Eingabe in einer einschlägigen Suchmaschine "Webquests im Unterricht" fördert viele, viele weitere Beispiele zutage!
 

Hinweise und Tipps aus einem Schoolwiki (Österreich)

Kurzinfo

WebQuests werden allgemein als eine Art „abenteuerliche Spurensuche im Internet“ (Gerber, 2004) bezeichnet. "Die Abenteuer sind nicht mehr im Kopf sondern im WEB" .Die Schülerinnen und Schüler haben dabei im Rahmen einer Geschichte bestimmte Aufgaben zu bewältigen; von den Lehrerinnen und Lehrern bekommen sie dafür bestimmte Ressourcen zur Verfügung gestellt (z.B. in Form von relevanten Links). So werden die Schülerinnen und Schüler, von ihren Lehrerinnen und Lehrern begleitet, dazu befähigt, sich selbständig Wissen anzueignen. Ein klassischer WebQuest hat folgenden Ablauf:

  • Einführung in das Thema (Themenstellung, Rahmengeschichte)
  • Aufgabenstellung
  • Prozess (Handlungsanweisungen)
  • Ressourcen (Quellen für die Lernenden)
  • Präsentation durch die Lernenden
  • Evaluation, Bewertung (kann sowohl durch Lehrende als auch durch Lernende erfolgen)

Der Vorteil eines WebQuests liegt darin, dass Lernenden eine gewisse Vorstrukturierung geboten wird, ohne sie jedoch zu stark bei ihrer Wissensaneignung einzuschränken. In der Regel wird ein WebQuest auf einer Html-Seite erstellt. Analog dazu sollte auch im Projekt Die Nationalpark Österreichs für jedes Thema, das von den Schulklassen bearbeitet wird, ein WebQuest in einem Wiki erstellt werden. In diesem Wiki präsentieren die Lehrerinnen und Lehrer das Thema sowie die zu bewältigenden Aufgaben und legen die entsprechende Vorgehensweise fest. Die Wahl des Themas und die damit zusammenhängenden Aufgaben sowie die Vorgangsweise können vorab auch mit den Schülerinnen und Schülern diskutiert werden. Zudem sollen den Schülerinnen und Schülern auf diese Weise gewisse Ressourcen und Informationen zur Verfügung gestellt werden, auf denen sie ihre eigene Forschungsarbeit aufbauen können. Die Präsentation der Forschungsergebnisse durch die Jugendlichen erfolgt dann ebenfalls im Wiki; die Lernenden sollten aber zudem die Möglichkeit haben, ihre Ergebnisse durch Podcasts, Fotos und Videos zu illustrieren bzw. zu präsentieren. Begleitend zu den Arbeiten der Schülerinnen und Schüler führen deren Lehrerinnen und Lehrer ein Forschungstagebuch in einem Weblog.

Informieren über WebQuest

e-Teaching.org. Kurzer Überblick zu WebQuest

Gerber, Sonja. (2004).WebQuests für Eilige.

LVA Wiki der JKU Linz. Projektseminar eLearning/Gruppe 3 – WebQuest

Empfohlener Artikel

Gerber, S. (2007). WebQuests – E-Learning nicht nur für Anfänger. pdf

Weiterführende Links

Offizielle WebQuest Seite

Deutsche WebQuest Seite Hier finden Sie auch ein Lernprogramm und können in einer Datenbank nach WebQuests suchen.

Seite von Sonja Gerber Inhalte: Einführung in die WebQuest Methode, Materialiensammlung und Unterrichtsbeispiele zu WebQuests und Fortbildung für Lehrende

Informationen zum Ablauf eines WebQuest

Beurteilungsbogen für WebQuest

Lehrer-Online: WebQuest in den Naturwissenschaften

Bespiele für WebQuest

Thema Klimawandel Autor: Elmar Uherek und Daniel Schiffbauer

Thema Französische Revolution Autor: Roger Bircher

Thema Zootiere Autor: Stefan Schleicher

Thema Tropischer Regenwald Autor: Grigioni Roland

Quelle

 

Bei
Anregungen, Ergänzungen, Verbesserungen Gästebuch - oder E-Mail
 
© gerhard wellmann, Juni 2006