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Einern besseren Überblick erhältst du, wenn du auch immer mal auf die Gesellschaftslehre-
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Evolution...

...bedeutet die schrittweise Veränderung der genetischen und äußeren Merkmale von Lebewesen im Laufe der Zeit. Dabei sterben Arten aus und neue entstehen. 

Übersicht

Evolutionstheorie
    Rückblick (Lamarck und Darwin)
    Die Sache mit den langen Hälsen der Giraffen
    Genetische Variation
    Population und Art
    Beweise für die Evolutionstheorie
        Morphologie
        Präsentation Brückentiere
       
Test zur Präsentation
        Keimesentwicklung
        Paläontologie (Fossilien)
  Verlauf der Evolution
        Chemische Evolution
        Biologische Evolution
Belege für die Evolution

Erläuterungen zu den Begriffen Mimese und Mimikry
Erläuterungen und Beispiele zu Selektion, Isolation, Mutation, Mimikry, Mimese
(rechts auf "Evolutionstheorie" klicken - auch weitere gute Informationen auf der
Seilnacht-Seite...)
Erläuterungen zur Abstammungslehre (rechts auf "Abstammungslehre" klicken!)

Vertiefende und ergänzende Informationen

  Selbstlernkurs Evolution (Mallig)
  Entstehung und Entwicklung des Lebens
  Perioden der Erdgeschichte
  Dinosaurier
  Systematik der Lebewesen (Säugetiere)
  Klasse der Säugetiere
  Säugetiere Kreuzworträtsel
  Übung zur Entwicklung der Wirbeltiere
 
Phylogenese und Ontogenese
  Eine gigantische Mutation machte uns zu Milchtrinkern

Glossar    Evolutionsbiologisches Glossar

Evolutionstheorie

Theorie über die Herkunft und Entwicklung der Tier- und Pflanzenarten. Die Evolutionstheorie geht davon aus, dass sich alle Arten aus einfachen Organismen entwickelt haben. Die Evolution ist die schrittweise Veränderung des Äußeren und des Verhaltens der Lebewesen im Laufe der Zeit. Dabei sterben Arten aus und neue entstehen.
Übergangsformen zwischen einzelnen Arten sprechen für die allmähliche stufenweise Entwicklung des sich in langen Zeiträumen vollziehenden Evolutionsprozesses.
Charles Darwin gilt als der geistige Vater der Evolutionstheorie. Nach dieser gründen alle Veränderungen und Neuentstehungen der Arten auf der natürlichen Selektion (Auslese): Individuen einer Gattung reagieren ganz unterschiedlich auf äußere Umwelteinflüsse. In Bereichen der Nahrungssuche, Revierverteidigung, Fortpflanzung und des Kräftehaushalts sind die einzelnen Lebewesen mehr oder weniger erfolgreich. Jene mit den nützlichsten Eigenschaften, setzen sich gegen die stets vorhandene Konkurrenz durch, d.h., sie leben länger und zeugen viele Nachkommen. Sie vererben ihre Merkmale mit den Genen an ihre Nachkommen.
Durch Mutationen, zufällige Abweichungen von den eigentlichen Erbanlagen, können neue Merkmale auftreten, die sich, wenn sie keine Nachteile bringen, über Generationen durchsetzen. Vor gut hundert Jahren wurde diese Theorie durch die Genetik bestätig.
(Quelle: Digi-Lex "Schülerwissen")

Am Ende dieser Seite findest du diesen Text mit ausführlichen Erläuterungen...
Hast du ihn gründlich gelesen, kannst du mühelos dieses Kreuzworträtsel zur Evolution lösen!
 

Die Erde, etwa 4,7 Milliarden Jahre alt, war zunächst ganz ohne Leben. sie war ein glühender Feuerball, der erst in endlos langer Zeit erkalten musste. Wie das geschah - und wie das erste Leben auf der Erde entstanden ist, darüber informiere dich hier (mit der Zurücktaste des Internet-Explorers kommst du dann wieder hierher zurück)! Einen Text, der dich in großen Sprüngen durch die Entstehung und Entwicklung des Lebens führt, findest du hier.
Uns geht es hier jetzt um die Theorie, wie aus biologischer Sicht Leben entstehen konnte - welche Voraussetzungen dafür gegeben sein mussten und wie es sich entwickelt hat:


Forscher haben herausgefunden, dass alle Lebewesen, egal ob Einzeller oder Mensch, die gleichen Grundlagen haben. Bei ihnen allen werden aus den chemischen Elementen Stickstoff, Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff - zusammen mit Phosphor und Schwefel Zucker, Fett und Eiweiße (Proteine) gebildet. Das ist die Grundlage des Lebens.
Hierzu schaut euch als Einführung das Brockhaus-Video Nr. 2 (VAAL BRO) aus unserer Schulbibliothek an!
 

Wie nun aus den ersten primitiven Lebewesen im Laufe der Jahrmillionen der Artenreichtum unserer Erde entstanden ist, das ist ein spannendes Forschungsgebiet der Biologie, die hier mit anderen Wissenschaften eng zusammenarbeitet. Wie du oben gelesen hast, bezeichnen wir diesen gesamten Prozess als Evolution.

Kleiner Rückblick
Aber diese Erkenntnis, dass die Welt in ständiger Entwicklung ist und Anpassungsvermögen und Auslese wichtige Bedingungen dieser Entwicklung sind, das ist eine Erkenntnis, die erst im 19. Jahrhundert ernsthaft in Betracht gezogen wird. Vorher glaubte man eher, dass alle Pflanzen und Tierarten vor langer, langer Zeit einmal geschaffen worden seien und seitdem unverändert die Erde bevölkerten. Diese Annahme nennt man die Konstanztheorie.

Im 18. Jahrhundert wurden viele Fossilien gefunden. Die Anhänger der Konstanztheorie behaupteten einfach, das seien Überreste von Lebewesen, die alle bei der biblischen Sintflut umgekommen seien. Das befriedigte viele Naturforscher damals nicht. Sie vermuteten vielmehr, dass Fossilien Reste von ausgestorbenen Vorfahren oder Vorläufern heute lebender Pflanzen- und Tierarten sein müssten.

Jean-Baptiste de Lamarck (1744-1829), ein französischer Naturforscher, stellte eine viel beachtete Theorie auf über die Abstammung der Lebewesen. Er behauptete, die heutigen Pflanzen- und Tierarten sind das Ergebnis einer langen Entwicklung (Evolution) im Laufe der Erdgeschichte. Dabei ging Lamarck von zwei Annahmen aus:
1. Organismen (Lebewesen) sind in der Lage, sich der Umwelt anzupassen - und
2. Organismen können erworbene Merkmale oder Eigenschaften an ihre Nachkommen vererben.
Die erste Annahme bezweifelt heute kein Mensch mehr. Die zweite hat sich als falsch erwiesen.

Erst Charles Darwin (1809-1882), ein englischer Biologe, entwickelte die Evolutionstheorie zu einer schlüssigen Deutung der Entwicklung des Lebens. Er ging von folgenden Annahmen aus:

1. Die Welt ist in ständiger Entwicklung, Evolution, begriffen, die sich langsam, nicht sprunghaft vollzieht.(Gradualität)
2. Arten, die einander ähnlich sind, sind miteinander verwandt und stammen von gemeinsamen Vorfahren ab.
3. Die Vermehrungsrate der einzelnen Tier- und Pflanzenarten ist meist hoch. Nur ein Teil der zahlreichen Nachkommen überlebt.
4. Es besteht eine natürliche Auslese, Selektion, die in zwei Stufen abläuft:

In jeder Tier- oder Pflanzenpopulation besteht eine genetische Vielfalt (Variation).
Aus einer Population überleben und pflanzen sich nur die Lebewesen fort, die dank der genetischen  Variation am besten angepasst sind.

 

Informiere dich hier genauer über Leben und Werk von Charles Darwin:

Die Sache mit den Giraffen - und wie sich Lamarck und Darwin das mit den langen Hälsen vorgestellt haben:

Lamarck stellte sich die Evolution der Giraffen folgendermaßen vor: Die Vorläufer der heutigen Giraffen hatten das Bedürfnis, das saftige Laub der Baumkronen zu fressen. Um dies zu erreichen, mussten sie ihre Hälse strecken. Das häufige Strecken des Halses führte zu dessen Verlängerung. Den so erworbenen langen Hals vererbten die Giraffen an ihre Nachkommen. Nach vielen Generationen war die heutige Halslänge erreicht:

Evolution der Giraffen nach Darwin: In einer Population von Giraffen gibt es stets Tiere mit längeren und solche mit kürzeren Hälsen. Die kurzhalsigen Giraffen sind den langhalsigen bei der Nahrungssuche unterlegen, sterben früher und haben weniger Nachkommen. Von Generation zu Generation steigt die Anzahl der langhalsigen Giraffen, bis schließlich nur noch Tiere mit der günstigen Halslänge vorhanden sind:

Es ist aber nun einmal so, dass bis heute keine Eigenschaft gefunden wurde, die ein Lebewesen im Laufe seines Lebens erwirbt und die es an seine Nachkommen vererbt. Insofern ist Lamarck von falschen Annahmen ausgegangen. Sein Verdienst ist es, überhaupt eine langsame Entwicklung (Evolution) anzunehmen und sich damit von den Konstanztheoretikern abzusetzen.

Zum besseren Verständnis von Darwins Überlegungen sollen hier die wichtigen Begriffe "genetische Variation", "Population" und "Art" erläutert werden:


Genetische Variation
Diese Abbildung zeigt unterschiedliche Farbmuster auf den Deckflügeln einer Marienkäferart, die von Sibirien über China, Korea bis nach Japan verbreitet ist. Für die Färbung der Deckflügel ist ein bestimmtes Gen verantwortlich. Die unterschiedlichen Muster sind dadurch entstanden, dass sich das Gen abgewandelt, d. h. Varianten gebildet hat. Die unterschiedlich gefärbten Käfer leben in verschiedenen Räumen ihres riesigen Verbreitungsgebietes. Im Westen leben Marienkäfer mit gelborangen Flecken auf dunklem Grund, im mittleren Bereich Käfer mit schwarzen Flecken auf gelbem Grund und im Osten Tiere mit roten Flecken auf dunklem Grund.

Population und Art
Tiger bewohnen in Asien ein riesiges Gebiet, das sich von den Nadelwäldern der Taiga in Ostsibirien über China, Vietnam, Thailand, Burma, Indien bis zu den tropischen Urwäldern der Inseln Sumatra und Java erstreckt. Alle Tiger - vom Tiger Ostsibiriens bis zum Sumatratiger - können sich untereinander fortpflanzen. Auch ihre Nachkommen sind untereinander fortpflanzungsfähig. Daher werden sie als Art bezeichnet.
Tiger bewohnen oft den gleichen Lebensraum wie Leoparden, die ebenfalls Großkatzen sind. Tiger und Leoparden pflanzen sich untereinander nicht fort. Sie gehören verschiedenen Arten an. Unter natürlichen Bedingungen werden sich jedoch auch nicht alle Tiger untereinander fortpflanzen, da z. B. Sibirische Tiger in freier Wildbahn Indischen Tigern nie begegnen werden. Tierarten, die große Gebiete bewohnen, bilden meist mehrere Unterarten (Rassen), die sich in einigen Merkmalen unterscheiden.
Nicht alle Mitglieder einer Unterart pflanzen sich unter natürlichen Bedingungen untereinander fort, das Wohngebiet ist viel zu groß. Eine kleinere Einheit ist die Population. Zu einer Population gehören z. B. die Indischen Tiger, die ein bestimmtes Gebiet bewohnen und sich untereinander fortpflanzen. Die Tiger einer Population stimmen zwar in vielen Merkmalen überein, unterscheiden sich aber auch in vielen Merkmalen. Du wirst z. B. in einer Population nicht zwei Tiger finden - eineiige Zwillinge ausgenommen-, die in ihrem Streifenmuster völlig übereinstimmen.
Die verschiedenen Tigerpopulationen in Indien bilden zusammen die Unterart (Rasse) Indischer Tiger (auch Bengaltiger genannt). Alle Unterarten des Tigers (Sibirischer, Chinesischer, Indischer Tiger usw.) zusammen ergeben die Art.

Darwins Beweisführung hatte zunächst eine bedeutsame Lücke. Er konnte für die genetische Vielfalt innerhalb einer Art keine Ursache nennen. Diese Lücke wurde später geschlossen. Heute wissen wir, dass sich im Zellkern sehr viele Gene (Mendels Erbfaktoren) befinden. Gene können sich verändern und unterschiedliche Merkmale oder Eigenschaften - wie die Farbkombination des asiatischen Marienkäfers - hervorbringen. Wir nennen das Mutation. Gene sind auf den Chromosomen angeordnet. Bei der Zellteilung können sie neuartig miteinander kombiniert werden: Rekombination. Die Zahl der genetischen Varianten, die bei der Zellteilung entstehen können, ist unvorstellbar groß.
Im 20. Jahrhundert stellten Biologen die Synthetische Theorie auf. Sie bestätigt und erweitert Darwins Lehre durch die Einbeziehung neuer Erkenntnisse (z. B. aus der Chromosomentheorie, Genetik, Molekularbiologie, Paläontologie).

Zusammenfassend stellen wir fest:
Die Vielfalt der heute lebenden Pflanzen- und Tierarten ist das Ergebnis einer langen Entwicklung (Evolution), die in Hunderten von Jahrmillionen auf der Erde stattgefunden hat und weiterhin stattfindet.
Der Entwicklungsprozess vollzieht sich in zwei Stufen:
1. Durch Rekombination und Mutation entstehen genetische Varianten innerhalb der Populationen.
2. Als Folge natürlicher Auswahl (Selektion) setzen sich nur die Varianten durch, die optimal an die Umwelt angepasst sind.


Nun kann auch Darwin viel behaupten - entscheidend sind die "Beweise" für seine Annahmen. Solche hat er selber im Laufe seines Forscherlebens zahlreich erbracht - und natürlich haben weitere Forschungen Darwins Grundannahmen bestätigt. Besonders schlagkräftige Beweise finden wir in den Bereichen Morphologie (Lehre vom Körperbau), Keimesentwicklung, Paläontologie (die Wissenschaft vom Leben der Vorzeit; ihre Untersuchungsobjekte sind die Fossilien - s. Glossar).

Beweise für die Evolutionstheorie
Viele Teilgebiete der Biologie liefern eine große Anzahl von Beweisen: z. B. die Morphologie, die Lehre von der Keimesentwicklung, die Paläontologie.

Morphologie (Lehre vom Körperbau)

Die Abbildung zeigt Vorderbeine verschiedener Wirbeltiere. Auf den ersten Blick fallen dir sicher die großen Unterschiede auf, z. B. zwischen der Vorderflosse eines Wals und dem Flügel eines Flugsauriers.

Bei genauer Betrachtung erkennst du, dass die Vorderbeinknochen in ihrer Lage zueinander und in ihrer Aufeinanderfolge eine große Übereinstimmung zeigen. Das gilt nicht nur für die hier abgebildeten Wirbeltierarten, sondern alle Wirbeltiere und der Mensch haben je einen Oberarmknochen, 2 Unterarmknochen (Elle und Speiche), mehrere Handwurzelknochen, Mittelhand- und Fingerknochen. Diese Übereinstimmung im Grundbauplan kann man überzeugend damit erklären, dass alle heute lebenden Wirbeltiere gemeinsame Vorfahren haben, dass sie stammesgeschichtlich verwandt sind.
Organe, die vom Bauplan und von der Lage am Köper her gleich oder sehr ähnlich sind, nennt man homologe Organe. Informiere dich darüber mit den beiden folgenden Links:
Organe, die von ihrer Funktion her gleich oder sehr ähnlich , aber in ihrem Bauplan unterschiedlich sind, nennt man analoge Organe. Informiere dich darüber mit diesen beiden Links:

Du wirst fragen, wie die Unterschiede bei den Vorderbeinen zustande gekommen sind. Während der Evolution, die über Jahrmillionen andauerte, haben die Vorfahren der heutigen Wirbeltiere ihre Lebensweise geändert. Maulwürfe leben heute vorwiegend in der Erde, Meeresschildkröten und Wale sind Meeresbewohner geworden, Flugsaurier hatten und Vögel haben den Luftraum erobert. Die Vorderbeine, die ursprünglich zur Fortbewegung auf dem Boden dienten, mussten andere Aufgaben erfüllen, z. B. als Grabwerkzeuge, Flossen, Flügel. Verantwortlich für die Umwandlung ist die natürliche Auslese (Selektion). Die Abbildung zeigt ein weiteres Beispiel:

Blindschleichen sind trotz ihres Aussehens keine Schlangen. Sie sind beinlose Echsen, die von vierfüßigen Echsen abstammen. Ihr Skelett zeigt noch Reste von Schulter- und Beckenknochen. In der Evolution sind die Vorfahren der Blindschleichen von der laufenden zur schlängelnden Fortbewegung übergegangen. Interessanterweise besitzt ein Verwandter der Blindschleiche, der Scheltopusik (Panzerschleiche), noch stummelförmige Hinterbeine. Dagegen hat eine andere Verwandte, die im südlichen Nordamerika lebende Krokodilschleiche, 2 wohl ausgebildete Beinpaare mit jeweils 5 Zehen. Bei den einheimischen Blindschleichen sind die Beinpaare bis auf Knochenreste zurückgebildet. Man nennt solche Reste zurückgebildeter Organe Rudimente. Die folgende Abbildung zeigt ein weiteres Beispiel:

Die Schwimmblase der Fische (A) und die Lungen der Landwirbeltiere (B-D) sind aus Ausstülpungen des Vorderdarms entstanden. Während die Schwimmblase der Fische nur ein einfacher Sack ist, ist bei den Lungen der Landwirbeltiere die innere Oberfläche vergrößert. Sie nimmt von den Amphibien (B) über die Reptilien (C) bis zu den Säugern (D) und Vögeln zu. Mit der Vergrößerung der inneren Oberfläche wird eine Leistungssteigerung erreicht.

 

Fossilien-Funde haben beweisen können, dass es so genannte Bindeglieder zwischen verschiedenen heute lebenden (rezenten) Arten gibt. Ein weiterer "Evolutions-Beweis"! Man nennt diese Tiere Brückentiere. Informiere dich mit Hilfe der Präsentation BRÜCKENTIERE darüber!
Und jetzt zeigst du bitte mit diesem TEST, wie viel du behalten hast!

Der Urvogel im Seckenberg-Museum Frankfurt (Sonderausstellung)!

Keimesentwicklung

In der Keimesentwicklung vieler Lebewesen werden Organe angelegt, die den ausgewachsenen Tieren fehlen.

Bartenwale besitzen zum Beispiel keine Zähne, sondern Reusen, die aus Hornplatten (Barten) bestehen. Damit filtern sie riesige Mengen an Kleinkrebsen (Krill) aus dem Meereswasser. Bartenwalembryonen bilden jedoch Zahnanlagen aus. Aus ihnen entwickeln sich nie Zähne, sondern die Anlagen werden bereits vor der Geburt wieder zurückgebildet. Die Ausbildung von Zahnanlagen bei Bartenwalen deutet darauf hin, dass ihre Vorfahren Zähne besaßen. Heute weiß man, dass Wale mit ziemlicher Sicherheit von landlebenden Huftiervorfahren abstammen und sich vor etwa 60 Mill. Jahren an eine Lebensweise im Wasser angepasst habe

Paläontologie

Die Paläontologie liefert Erkenntnisse von ausgestorbenen Lebewesen der Vorzeit. Sie untersucht Fossilien und versucht, die Pflanzen- und Tierwelt vergangener Jahrmillionen zu rekonstruieren.

Meist sind nur Hartteile von ausgestorbenen Lebewesen erhalten geblieben, wie die Gehäuse von Schnecken, Muschelschalen, Krebspanzer, Skelettreste von Seeigeln, Knochen und Zähne von Säugern. Unter günstigen Bedingungen blieben auch Weichteile erhalten, gelegentlich sogar vollständige Körper.

Berühmt geworden sind die eiszeitlichen Mammutkadaver aus dem Frostboden Sibiriens. Mammute waren Elefanten, die in den Kaltsteppen Nordamerikas, Europas und Asiens lebten. Von ihnen wurden bisher etwa 40 gefunden. Die meisten der tiefgefrorenen Kadaver fanden sich an Kliffen. Solche Kliffen entstehen an Flüssen und Strömen durch die alljährlichen Hochwasser. Die großen und schwerfälligen Tiere sind erstickt, indem sie entweder im Morast ertrunken sind oder von Erdmassen, die an den Steilhängen durch Sonneneinstrahlung aufgetaut waren, begraben wurden.
Dank der niedrigen Temperaturen verliefen die Zersetzungsvorgänge im Zeitlupentempo, so dass die Körper heute noch gut erhalten sind.
Außerhalb der Frostbodengebiete sind von Mammuten nur Skelett- und Gebissreste (meist Stoßzähne) erhalten geblieben.
 

Wie entstehen aus toten Pflanzen- und Tierleichen Fossilien? Die Körper verendeter Tiere werden auf der Landoberfläche in kurzer Zeit zerstört. Die Weichteile verwesen, verfaulen, werden von Aasfressern verzehrt, so dass zunächst nur die Hartteile übrig bleiben, die auseinander fallen und gleichfalls zerstört werden. Deshalb findet man von den im Jahresverlauf verendeten Wildtieren nur selten Körper oder Knochen. Ein Fossil kann nur dann entstehen, wenn der Körper rasch von Ablagerungen (z. B. Sand) eingebettet und dadurch vom Sauerstoff der Luft abgeschlossen wird. So hemmt die Einbettung die Zersetzung. Deshalb findet man nur dort Fossilien, wo sich viele Stoffe ansammeln und rasch abgelagert werden, z. B. in Flachmeeren, Seen, Sümpfen und Flussbetten.

Woher wissen wir, wann die Lebewesen, die als Fossilien erhalten sind, gelebt haben? Es gibt verschiedene Methoden, das Alter von Fossilien zu bestimmen. Wenn die Ablagerungen (Sedimente) durch spätere Ereignisse nicht verändert wurden, kann man davon ausgehen, dass die am tiefsten liegenden Sedimente auch die ältesten sind. Vergleicht man verschiedene Schichtenfolgen miteinander, so erkennt man, dass in bestimmten Sedimentschichten nur bestimmte Pflanzen- und Tierfossilien eingebettet wurden. Alle Schichten haben ihre charakteristischen Fossilien, man nennt sie Leitfossilien. Ein Vergleich von Schichten erbringt jedoch nur Aussagen in der Art: Schicht A ist früher abgelagert als Schicht B, d. h. das Fossil in Schicht A ist älter als das in Schicht B.

Eine ziemlich genaue Altersbestimmung ermöglichen so genannte geologische Uhren. Radioaktive Elemente wandeln sich in ganz bestimmten Zeitabschnitten in andere Elemente um. Jedes radioaktive Element hat eine charakteristische Halbwertzeit. Das ist die Zeit, in der die Hälfte einer bestimmten Menge des Elements zerfällt. Druck und Temperatur haben keinen Einfluss auf die Halbwertzeit. Findet man in einer Gesteinsschicht mit eingebetteten Fossilien radioaktive Elemente, kann man aus ihrer Menge mit Hilfe der Halbwertzeit errechnen, wie alt die Gesteinsschicht und die in ihr eingebetteten Fossilien sind.

Vertiefung: Wie ein Fossil entsteht

Verlauf der Evolution

Die kleine Auswahl aus einer Vielzahl von Beweisen hat gezeigt, dass wir mit großer Sicherheit von einer Entwicklung der Lebewesen auf der Erde sprechen können. Jetzt wollen wir einen kurzen Blick auf den Verlauf der Evolution werfen.

Mit Hilfe der geologischen Uhren hat man herausgefunden, dass die Erde vor etwa 4,6 Md. Jahren erstarrt ist. Leider sind die meisten Zeugnisse aus der frühesten Erdgeschichte durch spätere Ereignisse zerstört worden. Zu den ältesten Sedimentgesteinen gehören Ablagerungen in Südafrika, die 3,4 Md. Jahre alt sind. Sie enthalten Fossilien kleinster Lebewesen (Mikrofossilien), die heutigen Bakterien ähnlich sehen. Offenbar gab es vor 3,4 Md. Jahren einfache Formen von Lebewesen auf der noch jungen Erde.

Was geschah jedoch in dem Zeitraum von der Entstehung der Erde bis zum Auftreten der ersten Lebewesen? Direkte Zeugnisse für diese Zeit gibt es nicht. Die Seiten für die ersten Jahre im Geschichtsbuch der Erde sind leer. Doch aus den Erkenntnissen der Chemie und aus dem Verlauf der Evolution des Lebens kann man Annahmen über diese Zeit machen.

Chemische Evolution

Die junge Erde bildete durch Abkühlung ziemlich schnell eine feste Erdkruste und eine Lufthülle, die aus den Gasen Methan, Ammoniak und Wasserdampf bestand. In der ersten Lufthülle fehlte freier Sauerstoff völlig. Wasser sammelte sich im Urozean an. Die Früherde war ein wirkungsvolles Labor, in dem vielfältige chemische Verbindungen in der Lufthülle und im Urozean produziert wurden. Energiequellen waren elektrische Entladungen (Gewitter) und die ultraviolette Strahlung der Sonne, die ungehindert bis zur Erdoberfläche vordringen konnte, da die Lufthülle noch keine Ozonschicht enthielt. Das Labor Erde stellte in den 1,2 Md. Jahren seit der Erdentstehung alle Stoffe her, die als Stufen zur Entstehung von Lebewesen notwendig waren. Welche Stoffe waren das? Eine Antwort auf diese Frage erhalten wir, wenn wir uns an die wichtigsten Eigenschaften lebender Zellen erinnern

- Zellen haben einen Stoffwechsel. Sie überleben dadurch, dass sie energiereiche Stoffe aus ihrer Umgebung aufnehmen und in Stoffe für ihren Lebensunterhalt umwandeln.
- Zellen vermehren sich. Sie erzeugen Nachkommen und überleben dadurch Jahrmillionen.

Stoffwechsel und Vermehrung sind den Zellen nur möglich, wenn ihnen folgende Stoffe zur Verfügung stehen:

1. Eiweiße (Proteine) als Baustoffe und als Enzyme (Katalysatoren des Stoffwechsels).
2. Nukleinsäuren (z. B. DNS) als Träger der Erbinformation und damit als Voraussetzung für die Vermehrung.
3. Lipide (fettartige Verbindungen) für die Bildung von Zellmembranen.

Diese Stoffe haben sich in den 1,2 Md. Jahren seit Entstehung der Erde gebildet, dann erst konnten erste lebende Zellen entstehen. Man bezeichnet diesen Prozess als chemische Evolution.

Biologische Evolution

Die ersten Lebewesen, die heute lebenden Bakterien ähnlich waren, konnten nur existieren, wenn sie in ihrer Umgebung energiereiche Verbindungen fanden. Sie selbst konnten solche Stoffe nicht erzeugen.

Die Anzahl der Lebewesen hing davon ab, wie viele energiereiche Stoffe im Labor Erde gebildet werden konnten. Hätten sich die Lebewesen zu stark vermehrt, wäre es zu einer Energiekrise gekommen. Die Gefahr einer Energiekrise wurde dadurch beseitigt, dass einige Lebewesen die Photosynthese „erfanden". Bei diesem Prozess wird die Energie des Sonnenlichts zur Erzeugung energiereicher Stoffe genutzt. Dabei wird Sauerstoff frei. Lebewesen, die zur Photosynthese fähig waren, hatten einen großen Überlebensvorteil. Sie vermehrten sich stark und sorgten dafür, dass die Erdatmosphäre, die ja ursprünglich keinen freien Sauerstoff enthielt, mit Sauerstoff angereichert wurde.
Die ältesten Lebewesen waren Einzeller.

Erinnerung: Fotosynthese

Es dauerte fast 3 Md. Jahre, ehe die ersten Vielzeller auftraten. Überblickt man den Zeitraum, in dem es Leben auf der Erde gibt, so fällt folgendes auf:

- In vier Fünfteln des Zeitraums lebten nur einzellige Organismen auf der Erde.
- Erst im letzten Fünftel, vor 700 Mio. Jahren, traten Vielzeller auf. Sie haben sich wahrscheinlich mehrfach und unabhängig voneinander aus Einzellern entwickelt.
Grundlage für diesen Abschnitt "Das Bio-Buch 7-10", Diesterweg

  Belege für die Evolution

 

Links:
Entstehung und Entwicklung des Lebens
Die Evolution des Menschen

Hier siehst du in einer Tabelle, in welchen Phasen der Erdgeschichte welche Lebewesen aufgetaucht sind. Und hier der Link, der dir hilft, das Ganze etwas besser zu verstehen:  Erklärungen zur Tabelle "Erdzeitalter"
 

Klicke auf das Bild - du kannst dich
genauer informieren, wie und in welchen Perioden
welche Tiere sich entwickelt haben...

....und hier noch einmal in einer Übersicht:


Jahreszahlen der Erdgeschichte und der Entwicklung des Lebens in Millionen Jahren.


Was für Tiere und Pflanzen lebten wann? Diese "Lebensbilder" (Auswahl) machen das etwas anschaulicher:

Zu den Begriffen "Nacktsamer" und "Bedecktsamer" bitte im Glossar nachsehen!

Grobgliederung der Erdgeschichte:

Erdneuzeit (Neozoikum, Känozoikum)
Quartär
Tertiär

Erdmittelalter (Mesozoikum)
Kreide
Jura
Trias

Erdaltertum (Paläozoikum)
Perm
Karbon
Devon
Silur
Ordovizium
Kambrium

Erdurzeit  (Präkambrium)

Wenn du in die Eingabemaske der Encarta "Geologische Zeitrechnung" eingibst, wirst du eine Menge mehr erfahren, als du hier lesen und lernen kannst....!

Links der vollständige Überblick!


Lebensbild aus dem Tertiär: l Sumpfzypressen, 2 Seerosen, 3 Fiederpalmen,
4 Zimtbaum, 5 Tulpenbaum, 6 Schmetterling, 7 Frosch, 8 Alligator, 9 Nashornvogel,
10 Urpferd, 11Säbelzahntiger, 12 Halbaffe.


Lebensbild aus dem
Jura: 1 Ginkgobäume, 2 Palmfarne, 3 Farne, 4 Seelilien,
5 Belemnit, 6 Ammonit, 7 Schmelzschupperfisch, 8 Fischechse, 9 Maasechse,
10 Paddelechse, 11 Donnerechse, 12 Schlangenhalsechse, 13 Rückenplattensaurier,
14 Flugechse, 15 Urvogel.


Lebensbild aus dem Karbon: 1 Schuppenbaum, 2 Siegelbaum, 3 Baumfarn,
4 Schachtelhalme, 5 Farnsamer, 6 Riesenlibelle, 7 Skorpion, 8 Tausendfüßer,
9 Landschnecke, 10 Schlangenlurch, 11 Lurch.


Lebensbild aus dem Kambrium: 1 Algen, 2 Schwämme, 3 Bodenkorallen, 4 Quallen, 5 Armfüßer, 6 Dreilapper (Trilobit), 7 Schwertschwanz, 8 Ringelwürmer, 9 Pfeilwurm,
10 Stummelfüßer, 11 Schnecken.
Bildquelle: Schroedel, Biologie heute 2, 1985

Einen guten Überblick über die Erdgeschichte gibt diese Seite:   Zeittafel Erdgeschichte

Dinosaurier:

Spannend ist immer wieder das Auftauchen und Verschwinden der Saurier. Informiere dich zunächst mit dem Text "Grundwissen Dinosaurier", studiere dann die drei Steckbriefe und löse jeweils das dazugehörige Kreuzworträtsel!

Sehr gute Informationen zu Wirbeltieren / Sauriern  (rechts auf Wirbeltiere/Saurier klicken!)

Grundwissen Dinosaurier (PDF)
Steckbrief Anatosaurus  (PDF)
Steckbrief Apatosaurus  (PDF)
Steckbrief Tyrannosaurus  (PDF)

Kreuzworträtsel "Grundwissen Dinosaurier"
Kreuzworträtsel zum Anatosaurus
Kreuzworträtsel zum Tyrannosaurus rex
Kreuzworträtsel zum Brontosaurus (Apatosaurus)

Zu diesem Thema gibt es auch viele gut informierende Internet-Seiten. Ich habe einige zusammengestellt - schau dich um und mache dir Notizen!

dinosaurier-interesse.de
jura und kreide
Häufig gestellte Fragen zu den Sauriern - hier die 
Antworten!
dinosaurier-web.
Dinosaurier-Rekorde
Säugetiere und Saurier
Senckenberg-Museum in Frankfurt
 

 

Ordnung im Reich der Lebewesen

Wir unterscheiden derzeit bei den Lebewesen mindestens fünf "Reiche". Das Tierreich ist eingeteilt in unterschiedliche "Stämme". Hier findest du eine Grafik zu den Großgruppen im Tierreich: . Alle Tiere eines Stammes haben wichtige Gemeinsamkeiten. So bilden zum Beispiel alle Tiere mit einer Wirbelsäule den Stamm der Wirbeltiere. Dazu gehören nun aber unendlich viele Tiere. Daher untergliedert man den Stamm weiter in verschiedene Klassen. Eine solche "Klasse" bilden beispielsweise die Säugetiere (bei weitem nicht alle Wirbeltiere gebären lebende Junge und säugen sie). Weitere Klassen der Wirbeltiere: Vögel, Kriechtiere, Lurche, Fische. Diese Systematik nennt der Biologe TAXONOMIE (s. Glossar)
Nun gibt es aber so viele und so verschiedene Säugetiere, dass unbedingt eine weitere Ordnung in die Angelegenheit muss. Daher untergliedern wir weiter nach "Ordnung" (z. B. Raubtiere), nach "Familie" (z. B. Katzenartige, Hundeartige oder Bären), "Gattung" (Füchse, Wölfe...), "Art" (z. B. Haushund und Wolf aus der Gattung "Wölfe") - und schließlich die "Rasse": Rassen nennt man die unterschiedlichen Formen, die sich innerhalb einer Art gebildet haben oder gezüchtet wurden. So ist zum Beispiel der Schäferhund eine Rasse der Art "Haushund".

Am Beispiel des Schäferhundes (zusammengefasst):
Tierreich (Fauna)
Stamm
der Wirbeltiere -
Klasse
der Säugetiere -
Ordnung
der Raubtiere -
Familie
der Hundeartigen -
Gattung
der Wölfe -
Art
: Haushund -
Rasse
: Schäferhund

Säugetiere
Schon lange bevor die Saurier ausstarben, gab es die ersten Säugetiere. Wie du sicher bei deinen Nachforschungen auf den Saurier-Seiten im Internet herausgefunden hast, gibt es bestimmte Theorien über das Aussterben der Saurier. Klar ist nur, dass die Säugetiere sich an die sich verändernden Lebensbedingungen auf der Erde besser angepasst haben und insgesamt anpassungsfähiger waren. Das hat ihnen bis heute ihr Überleben in so riesiger Anzahl ermöglicht.
Zu Klasse der Säugetiere gehören der Mensch und alle anderen Tiere, die ihre Jungen mit Milch säugen und deren Haut in der Regel ein Haarkleid trägt. Säugetiere haben von allen Tieren das am höchsten entwickelte Nervensystem. Alle Säugetiere haben leistungsstarke Sinnesorgane. Die meisten Tiere dieser Klasse besitzen vier Gliedmaßen, die im Allgemeinen als Beine ausgebildet sind. Diese können aber (wie bei den Seehunden) zu Flossen oder (wie bei den Fledermäusen) zu Flügeln umgestaltet sein. Einige Arten haben Gliedmaßen, die zu kleinen "Resten" im Körperinnern reduziert wurden (wie bei den Walen) oder überhaupt nicht mehr vorhanden sind (wie bei den Seekühen).
Alle Säugetiere, außer den Eier legenden Kloakentieren, gebären lebende Junge, welche die frühen Entwicklungsstadien im Körper des Muttertieres durchlaufen . Einige Säugetiere sind nach ihrer Geburt völlig hilflos (Nesthocker), andere werden mit voll ausgebildetem Fell sowie mit geöffneten Augen geboren und können sofort laufen (Nestflüchter).
Eine Eigenart hat die Evolution auch noch zu bieten - Eier legende Säugetiere, wie das Schnabeltier zum Beispiel. Es legt Eier und die geschlüpften Jungen werden von der Mutter gesäugt.
Zu den Merkmalen von Säugern gehören ein hoch entwickeltes Gehirn und ein hohes Maß an elterlicher Fürsorge. Als gleichwarme Wirbeltiere haben Säuger die verschiedensten Lebensräume erobert.
Voraussetzung der Fortpflanzung ist die Befruchtung - dabei verschmelzen eine weibliche Eizelle und eine männliche Samenzelle.
Die Herzen der Säugetiere haben immer vier Kammern. Das bedeutet, dass sie alle einen Lungenkreislauf und einen Körperkreislauf haben. Darüber kannst du dich genau hier informieren.
Eine Sonderform der Säugetiere sind die Beuteltiere (z. B. Koala und Känguru). Alle Säugetiere sind Wirbeltiere. Ihre Wirbelsäule hat sieben Halswirbel und endet im unterschiedlich ausgeprägten Schwanz.
Wenn du diesen Text aufmerksam gelesen hast, kannst du dieses Kreuzworträtsel bestimmt leicht lösen.

Übung Entwicklung Wirbeltiere

Phylogenese und Ontogenese:
Phylogenese (griechisch phyle: Stamm, und genesis: Entstehung), Bezeichnung für die stammesgeschichtliche Entwicklung von Lebewesen. Sie gibt Auskunft über die verwandtschaftlichen Verhältnisse innerhalb einer bestimmten Gruppe von Lebewesen. Um die phylogenetische Entwicklung von Arten, Gattungen, Klassen usw. zu rekonstruieren, werden erblich bedingte Eigenschaften lebender Arten oder von Fossilien untersucht. Das Ergebnis einer solchen Rekonstruktion lässt sich in Form eines Stammbaums beschreiben.
Im Unterschied zur Phylogenese bezieht sich die Ontogenese auf die Entwicklung eines einzelnen Individuums. Der Philosoph und Zoologe Ernst Haeckel formulierte 1866 das so genannte biogenetische Grundgesetz, demzufolge die Ontogenese „die kurze und schnelle Rekapitulation der Phylogenesis" sei; in der embryonalen Entwicklung eines einzelnen Lebewesens wiederhole sich die stammesgeschichtliche Entwicklung seiner Art.
Microsoft® Encarta® Enzyklopädie 2001
Dies veranschaulicht dieses Bild:

Hier hilft der Film "Entstehung des Lebens - Stammbaum der Wirbeltiere" (4202139), 17 Min.
Kurzinhalt:
Der Stammbaum der Wirbeltiere ist zur Klärung der Frage nach der Herkunft des Menschen von besonderem Interesse. Wichtige Aufschlüsse lassen sich vor allem aus dem Vergleich der Embryonalentwicklung verschiedener Wirbeltiere gewinnen. Verblüffenderweise ähneln sie sich in bestimmten Entwicklungsstadien so sehr, dass äußerlich fast kein Unterschied besteht zwischen dem Embryo eines Fisches, eines Schweines eines Vogels oder eines Menschen. Computeranimationen und neueste. sensationelle Aufnahmen von Lennart Nilsson bieten erstmalig die Möglichkeit, evolutive Prozesse ansprechend zu visualisieren und damit der eigenen (embryonalen) Vergangenheit auf die Spur zu kommen.

Zur Evolution des Menschen geht es hier lang!

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Evolutionstheorie 2

Theorie über die Herkunft und Entwicklung der Tier- und Pflanzenarten. Die Evolutionstheorie geht davon aus, dass sich alle Arten aus einfachen Organismen entwickelt haben. Die Evolution ist die schrittweise Veränderung des Äußeren und des Verhaltens der Lebewesen im Laufe der Zeit. Dabei sterben Arten aus und neue entstehen.
Übergangsformen zwischen einzelnen Arten sprechen für die Gradualität des sich in langen Zeiträumen vollziehenden Evolutionsprozesses.
Charles Darwin gilt als der geistige Vater der Evolutionstheorie. Nach dieser basieren alle Veränderung und Neuentstehung der Arten auf der natürlichen Selektion: Individuen einer Gattung reagieren ganz unterschiedlich auf äußere Umwelteinflüsse. In Bereichen der Nahrungssuche, Revierverteidigung, Fortpflanzung und des Kräftehaushalts sind die einzelnen Lebewesen mehr oder weniger erfolgreich. Jene mit den nützlichsten Eigenschaften, setzen sich gegen die stets vorhandene Konkurrenz durch, d.h., sie leben länger und zeugen viele Nachkommen. Sie vererben ihre Merkmale mit den Genen an ihre Nachkommen.
Durch Mutationen, zufällige Abweichungen von den eigentlichen Erbanlagen, können neue Merkmale auftreten, die sich, wenn sie keine Nachteile bringen sind, über Generationen durchsetzen. Vor gut hundert Jahren wurde diese Theorie durch die Genetik bestätig.
Ein umstrittener Punkt ist der Gradualität der Entwicklungen, das heißt die langsame, graduelle Veränderung der Merkmale von Arten. Gerade die fossilen Funde bringen nur sehr wenige Zwischenformen ans Tageslicht, wie zum Beispiel den Archaeopteryx, der als eine Echse mit Vogelcharakteristika oder als ein Vogel, der mit den Reptilien verwandt ist, betrachtet werden kann.
Die Evolutionstheorie steht im Widerspruch zur biblischen Schöpfungsgeschichte und räumt dem Menschen, der ihr zufolge wie Schimpansen oder Gorillas zu den Primaten gehört, keine Sonderstellung mehr ein.

 Art
Alle Individuen, die sich miteinander paaren und fruchtbare Nachkommen zeugen können, gehören zu einer Art. Lebewesen einer Art haben gleiche Eigenschaften und Merkmale. Besteht eine Art nur aus einer einzigen Population, dann fallen die Begriffe Art und Population zusammen.

Eine Population ist eine Gruppe von Individuen einer Art, die innerhalb eines bestimmten, zusammenhängenden Ökosystems eine Fortpflanzungsgemeinschaft bilden.

Ökosystem
Komplexes, miteinander verflochtenes Gefüge von belebten Biozönose) und unbelebten Biotop) Umweltfaktoren. Bekannte Ökosysteme sind die Ökosysteme Wald, See oder Meer.

 

Konkurrenz
Wettbewerb; in der Biologie beschreibt Konkurrenz den Wettstreit von Tieren oder Pflanzen um die besten Lebensräume, Reviere, Nahrungsgründe und Geschlechtspartner. Wer sich gegen die Konkurrenz durchsetzt, hat die besseren Bedingungen um sich fortzupflanzen und sein eigenes Erbgut weiterzugeben.

 Mutationen
fehlerhafte Kopie des elterlichen Erbguts bei der Keimzellenbildung; solche zufälligen Mutationen können dazu führen, dass die Nachkommen ganz neue, von den Eltern abweichende Merkmale aufweisen. Sind diese eigentlich abnormalen neuen Eigenschaften in Körperbau oder Verhalten von Nutzen für das Überleben, haben sie gute Chancen wiederum an den Nachwuchs weitergegeben zu werden und sich auch dauerhaft durchzusetzen. Sie verbreiten sich über die Generationen. So können per Zufall oder durch einen Fehler neue Arten entstehen. Gefördert wird dieser Vorgang durch begrenzte Lebensräume, wie zum Beispiel Inseln oder Täler, in denen die Zahl der möglichen Partner geringer ist, sich ein verändertes Gen schneller verbreitet und über Generationen etabliert.
Mutationen, die eine negative Auswirkung auf das Überleben eines Individuums haben, können selten bestehen, da zum einen die Lebenserwartung des betroffenen Tieres oder der betroffenen Pflanze sinkt und auch die Chance, viele Nachkommen zu zeugen, entsprechend gering wird.

Gradualität
Abstufung; in der Evolutionstheorie die allmähliche, stufenweise (Weiter-Entwicklung der Arten.)

Archaeopteryx
Einer der ältesten prähistorischen Vögel ("Urvogel"); lebte wahrscheinlich schon vor über 150 Mio. Jahren. Reptilienmerkmale wie der lange Schwanz und der Besitz von Zähnen vorhanden; besaß eine Klaue an jedem Flügel. Jedoch muss ich darauf hinweisen, dass man inzwischen belegen kann, dass, entgegen der üblichen Schullehre, der Archaeopterix kein wirkliches Brückentier zu den Vögeln ist. Die Paläontologie weiß
heute, dass die Linie des Archaeopterix ausgestorben ist und die Vögel
sich erst aus den Reptilien entwickelt haben.

Reptilien  (Reptilia)
auch Kriechtiere; wechselwarm, überwiegend Landbewohner, Haut mit Hornschuppen bedeckt und trocken; in unterschiedlichsten Lebensräumen zuhause: von Sumpfgebieten bis zu den trockensten Gebieten der Erde. Legen in der Regel Eier. Vier Ordnungen: Schnabelköpfe (Brückenechse), Schildkröten, Krokodile und die Eigentlichen Schuppenkriechtiere zu denn Echsen und Schlangen zählen.

Schildkröten
Untergruppe der Reptilien; urtümlich, etwa 200 lebende Schildkrötenarten. Der Körper ist von einem Panzer aus Knochenplatten umgeben, nur Beine, Schwanz und Kopf können hervorgestreckt werden. Einige Arten sind mit Hornschilden oder lederartiger Haut überzogen. Schildkröten haben keine Zähne, aber scharfe Hornkanten an den Kiefern. Land- und Wasserbewohner; weltweit verbreitet.

Krokodil
(Crocodylia)
auch Panzerechsen, Ordnung der Reptilien, flacher Körper mit seitlich ansetzenden Beinen, lang gezogener Kopf, kräftiger Ruderschwanz, mit großen Hornschilden gepanzert; Fleischfresser und Jäger; bewohnt Gewässer; weltweit verbreitet in warmen Gebieten; beispielsweise Alligatoren, Kaimane und Gaviale.

Echse
(Sauria)
auch Schuppenkriechtiere, eine Unterklasse der Reptilien; Kriechtiere mit einem langgestreckten Körper, der mit trockenen Hornschuppen bedeckt ist. Diese Hautverdickungen schützen die Tiere vor Austrocknung und auch vor manchen Feinden. Echsen haben meist vier Beine mit jeweils fünf Zehen. Bei einigen Arten sind diese Gliedmaßen stark zurückgebildet und können dicht an den Körper angelegt werden. Manche Arten sind völlig beinlos (Blindschleiche), Reste von Becken- und Schulterknochen sind aber noch vorhanden. Echsen sind sehr wändige Tiere und geschickte Kletterer. Die Fortbewegung ist schlängelnd bzw. kriechend. Bei einigen Arten wird der Schwanz in Gefahrensituationen abgeworfen. Der abgetrennte Teil zuckt durch noch vorhandene Nervensignale für kurze Zeit weiter und lenkt die Aufmerksamkeit des Feindes auf sich. So kann die Echse inzwischen fliehen. In den kommenden Monaten wächst ein neuer Schwanz nach. Dieser fällt meist kürzer aus als der alte und hat oft auch eine andere Beschuppung.
Echsen häuten sich ähnlich wie Schlangen. Ihre Haut wird aber nicht in einem Stück, sondern in Fetzen abgestreift. Die Nahrung von kleineren Echsen besteht überwiegend aus Kleintieren wie Würmern und Schnecken. Größere Arten fressen kleine Säugetiere, Vögel, Lurche, Fische usw..
Echsen pflanzen sich durch Eier fort. Das Weibchen legt zwischen 6 und 15 Eier. Diese werden in einem vorbereiteten Nest abgelegt und leicht bedeckt. Ein bis zwei Monate später schlüpfen die Jungen selbstständig und können sofort das Nest verlassen. Manche Echsenarten gebären lebende Junge, indem sie die Eier solange im Mutterleib tragen, bis diese kurz vor dem Ablegen aufplatzen.

Echsenfamilien sind beispielsweise Agamen, Chamäleons, Doppelschleichen, Geckos, Warane, Skinke und Teju-Echsen.

Schlangen
(Serpentes)
Unterordnung der Reptilien, etwa 2 500 Arten; stammt von Echsen mit Beinen ab, jetzt beinlos. Der langgestreckte Körper ist mit Schuppen bedeckt. Ihr Kiefer ist aushakbar; Fleischfresser; bewohnen fast alle Lebensräume; weltweit verbreitet.

Primaten
(Primates)
auch Herrentiere; Ordnung hochstehender Säugetiere mit Halbaffen und Affen; dazu gehört auch der Mensch.
 

Affen
(Simiae)
Säugetiere, die zu den Herrentieren gehören, lassen sich in zwei Teilordnungen gliedern: Altwelt- oder Schmalnasenaffen und Neuwelt- oder Breitnasenaffen.

Zu den Altweltaffen gehören u.a. die Familien der Gibbons, der Menschenaffen und die der Meerkatzen. Sie kommen nur auf der östlichen Erdhälfte vor. Weil ihre Nasenlöcher so nah beieinander stehen, werden sie auch Schmalnasenaffen genannt.

Neuweltaffen sind Brüllaffen, Kapuziner- und Kragenäffchen. Sie wohnen in den tropischen Urwäldern Süd- und Mittelamerikas. Wegen ihrer weit auseinander stehenden Nasenlöcher werden sie auch Breitnasenaffen genannt.
In früheren Zeiten waren Affen in einem viel größeren Teil der Erde zu finden. Heute beschränkt sich ihr Lebensraum auf die warmen Gebiete, denn Affen sind bis auf wenige Pavianarten sehr kälteempfindlich. Jeder Erdteil hat seine besonderen Arten, in Europa gibt es nur noch eine.
Affen leben überwiegend in den Wäldern und sind gut an ein Kletterleben angepasst.
Menschenaffen und Paviane sind nicht so beweglich. Die übrigen sieht man munter von Baum zu Baum springen. Dabei übernehmen Schwanz und Hinterbeine die Steuerfunktion. Mit dem Schwanz als fünfte Greifhand können viele Arten sich an einen Ast hängen und schaukeln oder sicher nach ihrer Nahrung greifen.
Affen ernähren sich von Blättern und Früchten der Bäume, aber auch von Wurzeln und Knollen. Manchmal fressen sie auch Eier und Vogeljunge.
So flink Affen auch beim Klettern sind, so plump und ungelenk wirkt der Gang auf dem Boden. Gibbons gehen beispielsweise aufrecht und versuchen mit ausgestreckten Armen das Gleichgewicht zu halten. Andere Arten stützen sich mit den Händen ab, um dann mit Körper und Hinterbeinen vorwärts zu schwingen.

Affen sind sehr gesellige Tiere. Die meisten von ihnen leben in größeren Gemeinschaften. Dort übernimmt das älteste oder kräftigste Männchen die Leitung und die Sicherheit der Bande.

Die Affenweibchen gebären jeweils ein Junges, das sich nach der Geburt an die Mutter hängt und ständig mit herumgetragen wird. Dabei kann es ungestört von der Muttermilch saugen.

Affen haben ein großes Gehirn und sind sehr gelehrig. Sie können zwar nicht sprechen, aber mit ihrer ausdrucksvollen Mimik und ihren unterschiedlichen Lauten können sie sich gut verständigen.
(Quelle: Digi-Lex "Schülerwissen")

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