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Immer, wenn du dieses Schild siehst, gibt es für dich etwas zu tun (außer einfach nur konzentriert zu lesen)!
 

Unser Körper

Die hier ausgewählten Informationen und Fragen sollen keinen vollständigen Überblick geben, sondern das im Unterricht Gelernte und Erarbeitete ergänzen. Dabei kommen auch Dinge zur Sprache, die über den Unterricht hinausgehen.

 

Der Bewegungsapparat
Knochensystem, Skelett
Schädelskelett
Wirbelsäule
Zähne
Gelenke
Muskeln

Lernplan

 

 
Wie alles zusammenhängt

Unser Körper ist ein hoch organisierter Zellenstaat, in dem die Arbeitsteilung unter einer zentralen Oberleitung bis ins letzte durchgeführt und vervollkommnet ist. Aus den Zellen bauen sich die Organe auf, die eigentlichen Arbeitsstätten des Körpers, die alle ihre besondere Aufgabe zu erfüllen haben. Die gleichartigen Organe bilden Organgruppen oder Organsysteme, und diese bilden zusammen den ganzen Körper.
Das Knochensystem dient dem Körper als Stütze.
Das Muskelsystem ermöglicht die Bewegung. Die Muskeln sind die Motoren unseres Körpers.
Das Hautsystem bietet Schutz und sorgt dafür, dass die Körperwärme immer gleich bleibt.
Das Verdauungssystem zerlegt die Nahrungsmittel und macht sie für den Körper aufnahmefähig.
Das Ausscheidungssystem, gebildet durch die Nieren und die Schweißdrüsen der Haut, entzieht dem Blut in strenger Kontrolle alle wertlosen oder gar giftigen Abbaustoffe und scheidet sie aus dem Körper aus. Das Blutsystem bringt mit seinem weit verzweigten, in feinste Verästelungen auslaufenden Adernetz Nährstoffe in alle Teile unseres Körperstaates und holt dort gleichzeitig Abfallstoffe ab.
Das Lymphsystem, ähnlich verzweigt wie das Blutsystem, nimmt mit seinen Kriegern, den weißen Blutkörperchen, überall den Kampf auf, wo Giftstoffe eingedrungen sind.
Das Atmungssystem versorgt die Muskelzellen über die Blutbahn mit Sauerstoff, der zur Verbrennung der Nährstoffe notwendig ist.
Das Sinnessystem - Auge, Ohr, Geschmacks-, Geruchs- und Tastorgane - vermittelt uns Eindrücke der Außenwelt.
Das Nervensystem leitet die Sinneseindrücke weiter in die Zentralstellen Rückenmark und Gehirn. Diese Zentralstellen geben Befehle aus und sorgen für harmonische Zusammenarbeit aller Organe; sie leiten und überwachen den Ablauf des ganzen Geschehens im Zellenstaate.
Das Hormondrüsensystem regelt mit seinen in den Blutkreislauf entsandten Hormonboten äußerst wichtige, wenn auch noch recht geheimnisvolle Vorgänge des Stoffwechsels.
Das reibungslose, harmonische Zusammenarbeiten all dieser Organsysteme ist Vorbedingung für das Wohlergehen des ganzen Körpers.

Hier kann man den Inhalt trainieren
Als Lückentext
Als Zuordnungsübung

Der Bewegungsapparat des Menschen

Das Skelett

Die Knochen des Skeletts stützen den Körper und schützen die Organe.

 

Wie viele Knochen hat ein Mensch? Ein Erwachsener hat etwa 206 Knochen. Die Zahl kann ein wenig schwanken, weil manche Menschen ein zusätzliches Rippenpaar oder mehr Knochen in Händen und Füßen besitzen.

Wozu sind die Knochen da?
Die Knochen stützen die weichen Körperteile. Ohne sie wäre der Mensch ein formloser Haufen. Außerdem schützen sie wichtige Organe vor Schäden. Der Schädel umschließt zum Beispiel Augen und Gehirn, der Brustkorb schützt Lunge und Herz. Das Skelett dient darüber hinaus als Ansatzstelle für die Muskeln, die für Bewegung sorgen, und schließlich stellen einige Knochen die lebenswichtigen Blutzellen her.

Welches ist der kleinste Knochen?
Im Mittelohr befindet sich ein winziger Knochen, der Steigbügel. Er ist nur drei Millimeter lang und wiegt etwa drei Milligramm.

Welches ist der größte Knochen?
Am größten ist der Oberschenkelknochen. Durch seinen besonderen Aufbau ist er gleichzeitig auch der kräftigste Knochen. Bei einem erwachsenen Mann von 1,80 m Größe ist er etwa 50 cm lang.

Hier findest du ein interaktives Skelett, an dem du ganz prima trainieren kannst!

Wir teilen das gesamte Skelett mit seinen 220 Knochen in 5 große Bereiche ein: Kopfskelett (Schädelkapsel), Rumpfskelett (Wirbelsäule, Brustkorb, Rippen), Beckengürtel (Beckenknochen), Schultergürtel (Schlüsselbeine, Schulterblätter) und Gliedmaßenskelett (Oberschenkel; Unterschenkel mit Waden- und Schienbein; Fuß mit Fußwurzelknochen, Mittelfuß- und Zehenknochen; Oberarm; Unterarm mit Elle und Speiche; Hand mit Handwurzel-, Mittelhand- und Fingerknochen).

Was befindet sich in einem Knochen?

Die äußere Schicht eines Knochens ist hart und sehr kräftig. Im Inneren gibt es viele Hohlräume. Hier ist der Knochen ebenfalls kräftig, aber er ist leichter, so dass das Skelett als Ganzes nicht zu schwer wird und sich einfacher bewegen kann. Große Knochen haben im Inneren einen Hohlraum, der mit Knochenmark gefüllt ist.

Was ist Knochenmark?
Knochenmark ist ein geleeähnliches, fetthaltiges Gewebe im Inneren der großen Knochen. Es stellt jeden Tag bis zu fünf Milliarden rote Blutzellen her, und auch bestimmte weiße Blutzellen entstehen hier. Außerdem dient es als Fettspeicher.

Gibt es Blutgefäße in den Knochen? Ja. In der äußeren, festen Knochenschicht bilden die Zellen winzige Röhren, die so genannten Havers-Kanäle; in jedem einzelnen dieser Kanäle liegt ein Blutgefäß.

Haben Knochen eine Haut?
Ja. Jeder Knochen ist von einer dünnen Hülle überzogen, der Knochenhaut. Sie enthält besondere Zellen, die Osteoblasten, aus denen neue Knochenzellen hervorgehen. So trägt die Knochenhaut zum Wachstum und zur Regenera­tion der Knochen bei.

Wie viele verschiedene Arten von Knochen gibt es?
Wenn man die Knochen nach der Form einteilt, gibt es vier Typen. Lange Knochen finden sich in Armen, Händen, Beinen und Füßen. Hand- und Fußgelenke bestehen aus kurzen Knochen. Rippen, Brustbein und Schädelknochen sind flach, und die Wirbel im Rückgrat sowie die Gesichtsknochen sind unregelmäßig geformt.

Schädelskelett

 

Aus wie vielen Knochen besteht der Schädel?
Den Schädel könnte man für einen einzigen Knochen halten, aber er besteht in Wirklichkeit aus 29 Teilen, einschließlich der Gesichtsknochen und der drei kleinen Knochen in den Ohren. Die meisten Schädelknochen sind durch unbewegliche Gelenke verbunden, die man Schädelnähte nennt. Beweglich sind allerdings nur der Unterkiefer und die Mittelohrknochen.
 

Die meisten Schädelknochen sind miteinander verwachsen.
Sie bilden eine Schutzkapsel für das Gehirn.

 

Warum sind Knochen so kräftig?
Der harte Teil der Knochen besteht vorwiegend aus Calciumphosphat, einem Mineralstoff, und eingelagerten Fasern aus dem Protein Kollagen. Calciumphosphat macht den Knochen hart, Kollagen gibt ihm Elastizität. Das lässt sich durch ein Experiment nachprüfen, nämlich indem man einen Hühnerknochen kocht. Das Kollagen wird herausgelöst, und der Knochen wird spröde. Legt man ihn dagegen in Essig, verschwindet das Calcium, und der Knochen wird biegsam wie Gummi.

Wie heilt ein gebrochener Knochen?
Wenn ein Knochen gebrochen ist, vermehren sich die Knochenzellen an der Bruchstelle, bis die Lücke wieder geschlossen ist.
 

Skelett-Training

Wirbelsäule

 

Wo liegen die Wirbel?
Die Wirbel sind die Knochen, aus denen das Rückgrat besteht. Es sind insgesamt 33, die gemeinsam eine biegsame Säule bilden, die sich vom Hals bis zum unteren Ende des Rückens erstreckt. Die untersten neun Wirbel sind miteinander verwachsen. Die beiden obersten, Atlas und Dreher genannt, haben eine besondere Form, die es uns ermöglicht, den Kopf zu drehen und zu nicken.

Wozu sind die Rippen da?
Die Rippen bilden den Brustkorb, der Herz und Lunge schützt. Man kann die Rippen spüren: Sie verlaufen von dem Knochen in der Brustmitte seitlich bis zum Rückgrat. Die Rippen bewegen sich beim Atmen auf und ab. So kann die Lunge sich ausdehnen und wieder zusammenziehen.

Wie wachsen Knochen?
Bei einem ungeborenen Kind bestehen die Knochen aus Knorpel. Bis zur Geburt ist er zum größten Teil zu Knochen geworden. An den Enden der Knochen befinden sich aber noch die Wachstumszonen, in denen neue Knochenzellen entstehen. Sie verschwinden erst, wenn das Skelett ausgewachsen ist. Aber auch dann können Knochen ihre Form noch ein wenig verändern und z.B. nach einem Bruch wieder zusammenwachsen.

 

Ist der Knorpel in der Lage, Stöße abzufangen?
Knorpel ist ein biegsames Stützgewebe. Wegen seiner hohen Elastizität dient es als Stoßdämpfer zwischen den harten Knochen. Die Knorpelscheiben zwischen den Wirbeln im Rückgrat, die so genannten Bandscheiben, wirken wie Kissen, die Stöße abfedern und die empfindliche Wirbelsäule vor Schäden schützen.
 
Das Rückenmark
 

Was macht das Rückenmark im Körper?
Das Rückenmark ist ein Bündel von Nervenfasern, die von Wirbelknochen (Wirbelkanal, Rückenmarkskanal) umgeben sind. Es ist vergleichbar mit einer Telefonhauptleitung, die Botschaften zu und von einer Zentrale schickt. Das Rückenmark sendet Informationen zum und vom Gehirn an Muskeln, Haut und innere Organe. Über das Rückenmark werden Botschaften vom Gehirn an einen Muskel gesendet, wann, wie weit und wie schnell er sich bewegen soll. Meldungen über Empfindungen wie Temperatur, Schmerz, Berührung, Lage etc. werden zum Gehirn zurückgemeldet. Auf diese Weise kontrolliert das Gehirn auch die Funktion von Darm, Blase und Genitalien (Geschlechtsorganen). Die Verletzungen, wie sie bei Unfällen vorkommen, können durch eine Verschiebung von zwei oder mehr Wirbeln verursacht sein, so dass das Rückenmark gezerrt oder gequetscht wird. Rückenmarksschädigungen durch gebrochene Wirbel sind ebenfalls möglich. Weitere Schädigungen können durch Druck auf das Rückenmark, z.B. durch Tumoren, oder durch eine Unterbrechung der Blutzufuhr entstehen.

Zur Zeit erleiden in Deutschland jedes Jahr über 1000 Menschen eine Rückenmarkschädigung. Die zentrale Achse des menschlichen Skeletts – die Wirbelsäule - ist Grundlage für den aufrechten Gang. Sie besteht aus 24 Bausteinen - den Wirbelknochen - die durch Bandscheiben, Wirbelgelenke, Bänder und Muskeln miteinander verbunden sind. Die Bandscheiben trennen die Wirbel und wirken als Puffer bei Stößen und Belastungen. Die Wirbelsäule bildet einen schützenden Panzer für das Rückenmark sowie für die im Rückenmarkskanal verlaufenden Nervenbündel. An deren Austrittstellen können durch Bandscheibenschäden Nerven eingeklemmt und gereizt werden. Die Folge sind heftige Schmerzen, die bis zu den Zehen reichen können.

 
Lückentext Rückenmark
 
Tipps für einen gesunden Rücken: Rückenschule
 
Informationen: Unsere Knochen sind doppelt so hart wie Granit und so zugkräftig wie Gusseisen. Sie halten einen Druck aus wie Beton und tragen die Last eines ganzen Lebens.

Dabei sind sie so leicht wie Aluminium und machen nur etwa zwölf Prozent des Körpergewichts aus. Die durchschnittlich 206 Knochen eines 70 Kilogramm schweren Menschen wiegen insgesamt also etwa 8,4 Kilogramm. Damit das so bleibt, bauen spezielle Knochenzellen ständig Substanz ab und wieder neu auf. Dass Knochengewebe keineswegs lebloses Material ist, wird uns oftmals erst bewusst, wenn es Schmerzen bereitet. Besonders Wirbelsäule, Hüfte, Knie sowie Arm und Schulter gelten als die knöchernen Schwachpunkte des Menschen. Experten erklären, warum, und welche Maßnahmen man ergreifen kann.

Gewichtträger Wirbelsäule

Langes Stehen oder Sitzen, Heben und Bücken - die Wirbelsäule muss den Anforderungen des Alltags genügen und uns gleichzeitig aufrecht und stabil halten. Kein Wunder, dass rund 25 Millionen Menschen in Deutschland über Rückenschmerzen klagen. Die häufigsten Knochenerkrankungen an unserer tragenden Achse sind Arthrosen und Osteoporose. „Arthrosen entstehen durch den Verschleiß der kleinen Wirbelgelenke. Sie treten besonders bei Berufsgruppen auf, die ihren Rücken einseitig belasten und über Jahre hinweg in einer gebückten Haltung arbeiten, wie beispielsweise Fliesenleger oder Gärtner", erklärt Prof. Dr. Dr. Christian Kasperk, Leiter der Sektion Osteologie an der Universitätsklinik Heidelberg.
Osteoporose hingegen hat in der Regel Knochenbrüche, meistens an den Wirbeln, zur Folge. Etwa sechs Millionen Deutsche, jede dritte Frau und jeder fünfte Mann über 50, leiden unter dem Knochenschwund. Dabei werden besonders die Wirbelknochen immer poröser und brechen oft schon beim Bücken oder Staub saugen", berichtet der Wirbelsäulenexperte. Doch man kann vorbeugen: „Regelmäßige Bewegung, beispielsweise beim Walken oder Wandern, und eine kalziumreiche Ernährung sind das A und 0 für gesunde Knochen." Das Gefährliche am Knochenschwund ist, dass man die Krankheit selbst nicht spürt. Erst, wenn Wirbel brechen, treten Schmerzen auf. Beschwerden am Rücken, im Brust- oder im Bauchbereich könnten Anzeichen erster Brüche und einer Osteoporose sein. „Ein deutliches Indiz für die Krankheit ist, wenn man mehr als vier Zentimeter im Jahr kleiner geworden ist," weiß Prof. Kasperk.

Sollbruchstelle Arm und Schulter

Mit rund 10.000 Armbrüchen im Jahr ist die Fraktur des Unterarmknochens eine der häufigsten Knochenverletzungen in Deutschland. „Man spricht sogar von einer Art Sollbruchstelle zwischen dem Ellenbogen und dem Handgelenk", sagt Dr. Jens Agneskirchner, Schulterspezialist an der Unfall- und Wiederherstellungschirurgie der Henriettenstiftung in Hannover. Beim Sturz von einer Leiter, vom Fahrrad oder beim Inlineskaten fängt man sich reflexartig mit den Händen ab. Dabei bricht der relativ dünne Knochen wie ein Stück Holz. Eine Fraktur gehört unbedingt in chirurgische Behandlung. Nur so können die Knochenstücke wieder genau in der richtigen Stellung zusammenwachsen. „Knochen heilen dann sehr gut und in der Regel innerhalb von vier bis zwölf Wochen", berichtet der Experte.
Die Schulter ist unser instabilstes und ein sehr kompliziertes Gelenk. „Besonders bei Ballsportlern, Tennisspielern und Skifahrern besteht die Gefahr, dass der Oberarm aus der Pfanne springt und die Schulter auskugelt", erklärt Dr. Agneskirchner.
Häufig kommen auch Patienten mit Schulterarthrosen in seine Klinik. „Gelenke, die nicht richtig in der Pfanne sitzen, falsch zusammengewachsene Oberarmfrakturen oder Fehlbelastungen über viele Jahre hinweg können zu diesem mitunter sehr schmerzhaften Verschleiß an Gelenk und Knochen führen." Der Experte rät, gleichförmige und belastende Bewegungen möglichst zu vermeiden. Wenn doch bleibende Beschwerden an Arm oder Schulter auftreten, ist es wichtig, sich frühzeitig fachärztlich untersuchen zu lassen.

Problemfall Hüfte

„Das Hüftgelenk liegt relativ geschützt und ist fester gebaut als andere Gelenke", erklärt Prof. Dr. Thomas Horstmann, ärztlicher Leiter Sportorthopädie der Universitätsklinik Tübingen, Abteilung Sportmedizin und Leiter des dortigen Hüftinstituts. „Und dennoch sind die Knochen auch dort nicht vor Arthrosen gefeit." Der typische Schmerz des Hüftgelenks zeigt sich in der Leistengegend, strahlt aber oft auch bis ins Knie aus.
Angeborene Fehlstellungen oder genetisch bedingte Knorpelveränderungen sind die Hauptursachen für den Verschleiß der Hüfte. „Wer bereits vorbelastet ist, also Familienangehörige mit Hüftproblemen hat, sollte auf Sprung- und schnelle Ballsportarten sowie Marathonläufe verzichten", rät der Sportorthopäde. Er empfiehlt stattdessen sanfte, runde Bewegungen, wie beim Radfahren oder Wandern. Wer nicht bergab geht und sich beim Wandern auf Stöcke stützt, schont seine Hüfte besonders. Beim Radfahren beträgt die Belastung der Hüfte etwa das 1,5-Fache des Körpergewichts. Beim Gehen ist es etwa das 3-Fache und beim Laufen bereits das bis zu 5,5-Fache an Last.
Das Wichtigste für Hüftpatienten ist die Stabilisierung der Hüfte und damit die Kräftigung der Gesäß- und Rumpfmuskulatur. Physiotherapeuten bieten dazu auch spezielle Gymnastikprogramme an.

Wunder Punkt Knie

Im Knie lasten kurzfristig bis zu eineinhalb Tonnen Gewicht auf nur wenigen Quadratzentimetern. Daher ist das Gelenk besonders anfällig für Arthrosen. Durch Alterungsprozesse oder wenn Teile des Knies beschädigt sind, kommt es zum Verschleiß der Knorpel. Schließlich reiben Oberschenkel- und Schienbeinknochen aufeinander, verformen und entzünden sich. Das Knie schmerzt dann beimAufstehen, bei Belastung oder sogar in Ruhestellung. Häufig knirscht es, lässt sich nicht mehrvollständig strecken oder beugen. „Unfälle, Fehlstellungen wie X- und 0-Beine, starkes Übergewicht oder Bewegungsmangel begünstigen eine Arthrose im Knie", erklärt Dr. Andreas Halder, Chefarzt der Endoprothetik und Kniechirurg an der Sana Klinik Sommerfeld. Regelmäßiges Spazierengehen oder Walken, lockeres Radfahren oder Schwimmen seien die besten Möglichkeiten, die Knochen- und Gelenkserkrankung zu vermeiden. Bei manchen Arthrosepatienten wird künstliche Gelenksschmiere ins Knie gespritzt, um die Entzündung zu mindern. „Ist der Verschleiß noch nicht allzu weit fortgeschritten, können auch verschiedene Präparate zum Knorpelaufbau die Beschwerden lindern", berichtet der Kniechirurg. Wirklich heilen könne man eine Arthrose aber bisher nicht.
Quelle: alverde, Juni 2007, S.44-46

In diesem Artikel werden besonders belastete Teile unseres Skeletts beschrieben. Nenne diese Teile, begründe, warum sie besonders belastet oder anfällig sind und beschreibe, was man vorbeugend tun kann, wenn du magst, lege dazu eine Tabelle an!
 

Lies dir diese Informationen genau durch (manches hast du schon im Text, der hier drüber steht,gelesen - und bearbeite dann den Knochentest, den du unter dieser Tabelle findest!

Etwa die Hälfte aller menschlichen Knochen befindet sich in den Händen und Füßen.
 
Ein neugeborenes Kind hat mehr als 300 Knochen beziehungsweise Knorpel. Sie wachsen im Verlauf der Entwicklung teilweise zusammen. Beim Erwachsenen sind es noch etwa 206. Die Anzahl der Kleinknochen in Füßen und Wirbelsäule kann variieren.
 
Das Knie ist das größte Gelenk. Es kann kurzfristig bis zu eineinhalb Tonnen tragen.
 
Die noch nicht verknöcherten Platten am Säuglingsschädel nennt man Fontanellen. Sie ermöglichen während des Geburtsvorganges, dass sich die Knochenplatten übereinander schieben können. Nach etwa drei Jahren sind sie vollständig verwachsen und verknöchert.
 
       
Der Mensch hat mit rund 206 Knochen etwa 40 Knochen weniger als eine Katze. Pferde haben etwa 250 und Hunde über 300 Knochen.
 
Vitamin D bestimmt den Kalziumhaushalt. Menschen können das Vitamin aus Cholesterin selbst herstellen. Voraussetzung ist, dass die Haut ausreichend mit Sonne bestrahlt wird.
 
Knochensubstanz und Beton haben eine Druckfestigkeit von 15 Kilogramm pro Quadratmillimeter
 
Die Skelettmasse nimmt auch nach dem Abschluss des Knochenwachstums bis zu einem Alter von etwa 30 bis 40 Jahren zu. Danach nimmt sie bei Frauen verstärkt, bei Männern langsamer wieder ab.
 
       
Das Skelett macht nur etwa zwölf Prozent des Körpergewichts aus, die Muskeln etwa 40 Prozent. Damit liegt das Gewicht der Knochen eines 60 Kilogramm schweren Erwachsenen bei etwa sieben Kilogramm.
 
Der kleinste menschliche Knochen, der Steigbügel im Ohr, ist drei Millimeter lang und drei Gramm schwer.
 
Knochen-Quiz                                          

Unsere Zähne

Du kennst das, wenn man während des Zahnwechsels nicht so richtig mit den Schneidezähnen abbeißen kann, weil sie wackeln oder zum Teil schon ausgefallen sind. Die Milchschneidezähne sind ausgefallen, weil die Schneidezähne des bleibenden Gebisses nachwachsen. Mit ihnen konntest du dann wieder ohne Schwierigkeiten zubeißen . Wie lange du das allerdings auch in Zukunft kannst, hängt von der Pflege deiner nun bleibenden Zähne ab. - Kannst du denn kräftig von einem harten Apfel abbeißen, oder hast du dabei schon einmal Schmerzen verspürt?
Deine Zähne sind keine toten Werkzeuge wie Meißel, Raspel oder Kneifzange, sondern lebende Körperteile. Nur mit gesunden Zähnen kannst du gründlich kauen. Zu diesem Zweck ist dein Gebiss besonders gebaut. Mit den Schneidezähnen beißt du mundgerechte Bissen ab. Bei besonders harten Speisen werden dabei die Eckzähne zu Hilfe genommen. Anschließend wird der Bissen beim Kauen zwischen den breiten Kronen der Backenzähne zerquetscht und zerrieben.
„Werkzeuge", die diese Arbeit verrichten, müssen eine harte Oberfläche besitzen. So bedeckt Zahnschmelz als harter Überzug die Krone des Zahnes. Der Zahnschmelz glänzt wie Porzellan. Er ist härter als Stahl, aber auch spröde wie Glas.
Darunter liegt das Zahnbein. Es ist eine feste, knochenartige Masse. Sie ragt in den Kieferknochen hinein und verankert den Zahn mit dem unteren Abschnitt, der Wurzel. Die Wurzeln sind mit Zahnzement überzogen. Zusammen mit Fasern aus der Wurzelhaut des Zahnfleisches sorgt er für den festen Sitz der Zähne. Die Zahnhöhle im Inneren des Zahnes wird von Blutgefäßen und Nerven durchzogen. Die Blutgefäße transportieren Stoffe, die zum Aufbau und zur Ernährung des Zahnes notwendig sind. Nerven geben „Alarm", wenn der Zahn beschädigt wird oder erkrankt ist.
Das vollständige Gebiss eines Erwachsenen, das Dauergebiss, hat 32 Zähne. Die hintersten Backenzähne nennt man Weisheitszähne. Sie erscheinen meist erst nach dem 20. Lebensjahr.
Bei kleinen Kindern entwickelt sich zuerst das Milchgebiss mit 20 Zähnen. Milchzähne haben nur kleine Wurzeln. Etwa vom 6. Lebensjahr an wachsen im Kiefer unter den Milchzähnen die Zähne des Dauergebisses heran. Sie schieben die Milchzähne vor sich her: Die Milchzähne werden locker und fallen aus.
Manchmal wachsen die neuen Zähne bei diesem Zahnwechsel schief aus dem Kiefer. Dadurch kann man schlechter beißen und kauen. Durch Aufsetzen von Metallklammern kann der Zahnarzt die Stellung der Zähne während des Wachstums regulieren.



Deine „lebenden Werkzeuge" können bei mangelhafter Pflege krank werden. Die Zahnfäule oder Karies ist zur Zeit die häufigste Zahnkrankheit. Süßigkeiten sowie mangelnde Zahnpflege sind die Ursachen. Zuckerhaltige Speisereste bleiben zwischen den Zähnen hängen. Sie bilden einen Nährboden für schädigende Bakterien. Es entstehen Säuren, die den Zahnschmelz entkalken. Nun können Bakterien eindringen und die inneren Teile des Zahnes angreifen. Sie gelangen bis in die Zahnhöhle und verursachen dort schmerzhafte Entzündungen.

Informiere dich hier genauer über Ursachen und Vermeidung von Karies:
Vorsicht Karies

Übe hier die richtigen Bestandteile des Zahns: Zahnaufbau
 
 
Gelenke

 

Wie viele Gelenke besitzt der Mensch?
Insgesamt hat der Mensch über 100 Gelenke. Es gibt fünf Haupttypen. Schulter und Hüfte sind Kugelgelenke, die viele Bewegungen in alle Richtungen ermöglichen. Scharniergelenke wie Knie und Ellenbogen und Sattelgelenke wie im Daumen sind nur in einer Richtung beweglich. Die Drehgelenke zwischen den Wirbeln erlauben kleine Kipp- und Drehbewegungen. Es gibt allerdings auch unbewegliche Gelenke. Diese verbinden z.B. die Knochen im Schädel und im Becken.

Kurzer Lückentext über Gelenke

Wie werden die Gelenke geschmiert?
An den Gelenken, die am stärksten beansprucht werden, befindet sich die Gelenkflüssigkeit zwischen den Knochen. Sie dient als Schmierstoff und vermindert die Reibung, so dass eine glatte Bewegung möglich wird.

 

Was ist ein Gelenk?
An einem Gelenk treffen zwei oder mehrere Knochen zusammen. Die Verbindung kann unbeweglich sein (z.B. am Schädel) oder aber beweglich (wie am Knie). Da Knochen sich nicht biegen können, machen erst die Gelenke unsere Körperbewegungen möglich.

Wie sind die Knochen am Gelenk befestigt?
Die Knochen sind an den Gelenken durch kräftige Gewebestränge verbunden, die Bänder. Sie bestehen aus Faserbündeln und machen Skelettabschnitte zu einheitlichen Funktionsgruppen.

Was sind Bänder?
Bänder sind dehnbare, faserartige Bindegewebsstränge, die bewegliche Teile des Knochenskeletts flexibel verbinden, aber die Beweglichkeit auf ein funktionell sinnvolles Maß einschränken. Bänder verbinden Knochen mit Knochen, wogegen Sehnen Knochen mit Muskeln verbinden. Bänder bestehen im Wesentlichen aus Collagen (Schau im Glossar nach, was Collagen ist!)
Werden Bänder über ihr natürliches Maß hinaus gedehnt (z. B. bei Umknicken eines Gelenks), kann es zu Bänderdehnungen oder Bänderrissen kommen.

Was ist Knorpel?
Knorpel ist eine glatte, bläulichweiße Substanz. Sie findet sich an den Enden der Knochen und sorgt dafür, dass die Gelenke sich reibungslos bewegen können.
 










Links: Gelenkentzündung mit Knorpelzerstörung (Rheuma); rechts: gesundes Gelenk

 

Ein Gelenk - etwas genauer hingeschaut:
 
Das Kniegelenk verbindet Ober- und Unterschenkel. Die Kreuz- und Seitenbänder sorgen dafür, dass das Gelenk bei gestrecktem Bein stabil ist und das Körpergewicht tragen kann. Die Kreuzbänder verhindern, dass Ober- und Unterschenkel beim Gehen gegeneinander verrutschen. Schienbeinkopf und Oberschenkel passen im Kniegelenk nicht besonders gut zusammen. Die geringe Kontaktfläche würde den Knorpel verstärkt abnutzen. Um die einwirkenden Kräfte gleichmäßig auf eine größere Fläche zu verteilen, liegen im Kniegelenk zwei Knorpelscheiben, die Menisken. Messungen haben ergeben, dass sie den Druck auf den Gelenkknorpel auf ein Viertel verringern. Zusätzlich haben die Menisken die Aufgabe, das Knie zu stabilisieren, so dass der Oberschenkel nicht auf dem Unterschenkelkopf herumrutscht. Damit sich die Oberschenkelsehne nicht durchscheuert, ist sie in der Mitte durch die Kniescheibe (Patella) verstärkt. Zusätzlich verbessert die Kniescheibe wie eine Umlenkrolle die Kraftübertragung vom Oberschenkelstrecker auf den Unterschenkel. Die Gelenkfläche des Knies besteht aus Knorpel. Das verringert die Reibung im Gelenk. Außerdem ist der Knorpel elastisch, so dass er Stöße im Gelenk abfedern kann. Die Gelenkschmiere mindert einerseits die Reibung zwischen den Gelenkflächen und ernährt andererseits die Knorpelzellen, die nicht von Blutgefäßen versorgt sind.

Hier präsentieren wir ausgewählte Schülerarbeiten zum Thema Skelett (PowerPoint):
Klasse 6A: Björn Wittmann Nils Winkelbach
Klasse 6B: Linda Karges, Laura Jahn
Klasse 6C: Tina Zimmermann,  Johannes Eke

 


 

 


Die Präsentationen sind im PC/AL-Unterricht entstanden.


Muskeln
 

Muskeln sorgen für Bewegung Wie machen sie das?
Sie erzeugen die Kraft, mit der die Knochen an einem Gelenk in eine neue Haltung gebracht werden. Sie sind mit Sehnen an die Knochen geheftet. (Balle eine Faust und du siehst deine Sehnen!) Muskeln befinden sich überall im Körper, nicht nur an den Knochen. (Das Herz, der Magen und andere Organe haben Muskeln.) Muskeln halten den Körper in seiner Position, sie sind nicht völlig gespannt und nicht völlig locker. Sie ziehen sich abwechselnd zusammen. So ermüden sie nicht. Ein Mensch hat über 650 Muskeln. 50 davon sind im Gesicht. Zum Lächeln braucht man 17 Muskeln zum Stirnrunzeln über 40. Die größten Muskeln sind die am Gesäß. Die stärksten Muskeln sind die Kaumuskeln.
Bei einer Frau kann ein Muskel besonders anwachsen: die Gebärmutter.
Hier siehst du, welche Muskeln, bzw. Muskelgruppen und Bänder allein für die Bewegung von Bein und Fuß vorhanden sind.

 


Alle Fragen und Antworten - aber völlig durcheinander geraten - findest du, wenn du auf das folgende Symbol klickst:
Du kannst sie dir ausdrucken, zerschneiden und richtig aufkleben oder die Antworten einfach mit den Nummern der Fragen versehen. Das ist ein gutes Lerntraining! Zur Kontrolle hast du ja die Fragen und Antworten auf dieser Seite!

 

 

Texte und Bilder z.T. aus "Wissen für Kinder - Der Mensch", Zug o.J.

Merke: Der gesamte Bewegungsapparat heißt nicht umsonst so - es ist kein "Ruheapparat". Also: Sport, Gymnastik, alles, was deinem Körper sinnvolle Bewegung abverlangt, ist gut:
  oder so:

 

Dein Lernplan

Weitere Bilder zum Thema

Muskel-Quiz

Kreuzworträtsel zum Bewegungsapparat des Menschen

Link:
http://www.g-netz.de/Der_Mensch/skelett/index.shtml

 
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