|
Das Jahresprojekt des Jugendclubs vom Jungen Theater
Göttingen
|
||
| Der Inhalt des klassischen Sommernachtstraums von
Shakespeare Der Feenkönig Oberon und seine Gattin zürnen miteinander, leben voneinander getrennt, aber doch in ein und demselben Wald in der Nähe von Athen. In diesen Wald kommen zwei Liebespaare: Helena, die den Demetrius, Demetrius, der die Hermia, Hermia, die den Lysander, Lysander, der die Helena liebt. Oberon erbarmt sich der Liebenden und lässt durch einen Diener Puck - nachdem dieser durch Schelmerei zuerst das Blatt gewendet und neue Verwirrungen angerichtet hat - durch einen Zaubersaft das Gleichgewicht herstellen.
|
||
|
|
||
Der Autor ![]() Shakespeare, wie der Name in allen amtlichen Urkunden lautet, oder Shakespere, wie der Dichter selbst in den fünf erhaltenen eigenhändigen Unterschriften seinen Namen schrieb, heißt deutsch etwa Speerschüttler, Speerschwinger, Speerträger. Möglicherweise sind Vorfahren des Dichters Landsknechte oder Polizisten gewesen. Fast alle Shakespeares, von denen wir wissen, gehörten den niederen Ständen an, waren Handwerker oder Ackerbürger. Portrait Shakespeares: Der um 1560 geborene Großvater des Dichters, Richard Shakespeare, hatte ein Landgut unweit Stratford. Nach diesem am Avon gelegenen Marktflecken siedelte etwa 1551 sein dritter, 21jähriger Sohn John über. Er wird als Fleischhändler, Wollhändler oder Handschuhmacher bezeichnet; wahrscheinlich nutzte er also die Produkte des väterlichen Gutes und der Landwirtschaft überhaupt, soweit sie sich auf Fleisch, Häute und Wolle bezogen, kaufmännisch aus. Er brachte es zu Vermögen, heiratete 1557 Mary Arden, die jüngste Tochter des wohlhabenden, dem niederen Adel angehörenden Robert Arden, und ward nacheinander Polizeimeister, Ratsherr (Alderman) und Bürgermeister von Stratford. Von seinen acht Kindern waren die beiden ältesten Mädchen, die früh starben. Um so freudiger ward der 1564 einpassierende erste männliche Spross begrüßt, der als William am 26. April in der (evangelischen) Stratforder Pfarrkirche getauft ward. Sein Geburtstag ist wahrscheinlich der 22. April (nach dem neuen, gregorianischen Kalender der 4. Mai). Stratford war damals ein Landstädtchen von etwa 1500 Einwohnern, das trotz seiner wenig romantischen Lage und seiner Weltabgeschiedenheit dem Knaben doch mannigfache Anregungen bot. Im benachbarten Coventry gab es die berühmten Mysterienspiele anzustaunen, das nahegelegene Kenilworth sah glänzende Hoffeste zu Ehren der Anwesenheit Elisabeths, Stratford selbst war bei umherziehenden Schauspielertruppen sehr beliebt, die dort häufig ihre Künste zeigten. Vielleicht waren die Eindrücke, die der Knabe davon empfing, für sein ganzes späteres Leben entscheidend. Etwa von 1571 an besuchte er die Statforder Lateinschule. Hier las er erst Ovid und andere römische Dichter in der Ursprache und erwarb sich auch sonst genügende historische und andere römische Dichter in der Ursprache und erwarb sich auch sonst genügende historische und allgemeine Kenntnisse, so dass er durchaus nicht so ungebildet war, wie es oft hingestellt wird. Immerhin soll er die Schule verhältnismäßig früh verlassen haben, da die Vermögensverhältnisse seines Vaters sich sehr verschlechterten. William kam entweder zu einem Fleischer in die Lehre oder als Schreiber zu einem Advokaten. Aus den nächsten Jahren berichtet die Überlieferung dann, dass der Most sich etwas wild gebärdete. Aus einem tugendholdigen Musterjüngling wär' auch kein Shakespeare geworden. Er soll ein wackerer Zecher gewesen sein und der Anführer der städtischen Jugend bei gewaltigen Bierturnieren. Neben manchem Rausch soll er ferner auch manchen Rehbock nach Hause getragen haben, den er auf Wilddiebspfaden in den Forsten der Nachbarschaft schoss. Dafür soll ihn der Besitzer der Jagd haben einsperren oder gar auspeitschen lassen, und Shakespeare soll sich durch ein Spottgedicht gerächt haben. Jedenfalls ward ihm Stratfords Boden allmählich zu heiß, und eine übereilte Ehe, die der Achtzehnjährige mit einer um acht Jahre älteren Bäuerin namens Anna Hathaway schloss, - die Erklärung dafür bietet vielleicht ein schon wenige Monate nach der Hochzeit geborenes Kind -, trug auch nicht dazu bei, ihm den Aufenthalt in der Enge des Landstädtchens angenehmer zu machen. Im Februar 1585 ward ihm ein Zwillingspaar geboren, und bald nachher führte er einen wohl längst genährten Plan aus: er verließ, wahrscheinlich heimlich, Stratford und ging nach London. Es ist anzunehmen, dass ihn dabei von vornherein die Absicht leitete, Schauspieler zu werden. London zählte zu jener Zeit etwa eine Viertelmillion Einwohner, und auf der Themse wie in den engen Straßen spielte sich das bunte, farbige, lustige Leben Alt-Englands ab. Über die ersten Londoner Jahre Shakespeares wissen wir nichts. Er muss aber rasch seinen Weg gemacht haben, denn schon 1592 spottet Greene in seiner Schrift "Für einen Pfennig Weisheit" über ihn als den Allerweltskünstler, den wahren Hans Faktotum, der sich für den einzigen Bühnenerschütterer (Shakescene) im Lande halte. Von den sechs Truppen, die London bei der Ankunft des Dichters beherbergte, trat Shakespeare derjenigen bei, die sich um den genialen Richard Burbadge scharte, unter dem Patronat des Grafen Leicester, später unter dem verschiedener anderer Granden stand und nacheinander im alten "Theater", in der "Rose", im "Globus" und im Blackfriarstheater spielte. Als Schauspieler mag Shakespeare nicht allzu
bedeutend gewesen sein. Er soll u.a. den Geist im "Hamlet" und den Pater
Lorenzo im "Romeo" gespielt haben, - also keine führenden Rollen. Aber als
Dramaturg, Regisseur und Dichter war er für die Truppe von größtem Wert, und
es dauerte nicht lange, so verfügte er über verhältnismäßig reiche
Einnahmen, die er teils in London, teils in Stratford anlegte. Er war
Mitbesitzer des Globe- und Blackfriarstheaters, erwarb später ein Haus mit
Garten und kaufte sich besonders in seinem Heimatstädtchen ein. Hier gehörten
ihm nicht nur bald Häuser und Äcker, sondern er konnte auch der Stadt den
Zehnten abpachten, so dass er am Ende der wohlhabendste Mann und größte
Grundbesitzer von Stratford war. Auch mit seiner Familie war es nach 1590
wieder aufwärts gegangen: sie erhielt sogar ein Wappen und ward in die
Gentry, den niederen Adel, aufgenommen. Überhaupt scheint es Shakespeares
Plan von vornherein gewesen zu sein, in London sich Geld zu erwerben und
dann nach Stratford zurückzukehren. Der Erwerbssinn ist außerordentlich
stark in ihm ausgeprägt. Er lieh Geld auf Zinsen, was damals mehr oder
minder als Wucher galt, verklagte säumige Schuldner und war ein praktischer
und energischer Geschäftsmann. Dass er dabei kein Geizhals und Duckmäuser
war, beweisen die aus der Londonder Zeit erzählten Anekdoten, nach denen der
Dichter weder einem guten Trunk noch einem galanten Abenteuer abgeneigt war.
So soll er einmal belauscht haben, wie eine hübsche Bürgersfrau, die Richard
Burbadge in seiner Rolle als Richard III. entzückt hatte, den berühmten
Schauspieler zum Stelldichein lud. Als Richard III. sollte er nachts an ihre
Tür klopfen. Das Stichwort aber machte sich Shakespeare zunutze, und als
Richard Burbadge erschien, war die Stelle schon besetzt, und Shakespeare
rief ihm spöttisch durch die Tür zu, dass William der Eroberer vor Richard
III. komme. Wenn die Geschichte nicht wahr ist, so ist sie doch gut
erfunden, und sie wirft auch ein hübsches Schlaglicht auf die sittlichen
Zustände des Merry Old England. Auch an einer schweren, schmerzensreichen
Herzensleidenschaft hat der Dichter in London getragen, wie die Sonette uns
verraten. Näheres davon wissen wir jedoch nicht.Verhältnismäßig früh zog sich Shakespeare von der Bühne zurück. Er fühlte sich vielleicht vor der Zeit gealtert. Schon seit etwa 1603 scheint er immer öfter nach Stratford zurückgekehrt zu sein, seit etwa 1610 mag er für immer in seiner Vaterstadt geweilt haben. Dort vermählte er 1607 seine älteste Tochter dem Mediziner, Dr. John Hall, 1616 seine zweite Tochter einem angesehenen Weinhändler. Von Krankheit geplagt, hatte er schon vorher ein ausführliches Testament gemacht, das, mit Änderungen und Nachträgen versehen, im März 1616 von fünf Zeugen durch Unterschrift bekräftigt ward. Die Urkunde ist uns erhalten; sie enthält dreimal den eigenhändigen, mit unsicherer Hand gegebenen Namenszug des Dichters. Wenige Wochen nach der Ausfertigung des Testaments, am 23. April 1616, starb Shakespeare; am 25. April ward er in der Pfarrkirche beigesetzt. Auf seiner Grabplatte stehen die vielleicht von ihm selbst dafür gedichteten Worte: «Gutfreund, bei Jesus! störe du Nicht diesen Staub in seiner Ruh: Gesegnet, wer ihn ehrt, den Stein; Verflucht, wer rührt an mein Gebein.» Aus: "Geschichte der Weltliteratur" von Carl Busse. Der Sommernachtstraum 2007 - gespielt vom Jugendclub des Jungen Theaters Göttingen
Nach der Aufführung konnten interessierte Schülerinnen und Schüler unter
der Regie der Theaterpädagogin, Frau Daniela Urban, mit den Darstellerinnen
und Darstellern reden. Dabei wurde klar, dass sie alle, als Schülerinnen und
Schüler, in ihrer Freizeit dieses Stück eingeübt haben und dafür, zumal in
der Zeit vor der ersten Aufführung, ihre gesamte freie Zeit dem Projekt
geopfert haben. Kommentare aus der 7B: |
||
Ich fand das Stück sehr schön, aber am Anfang fand ich es
ziemlich verwirrend, dass die Darsteller ihre Rollen (untereinander) so oft
gewechselt haben. Nach einiger Zeit habe ich da aber durchgeblickt. Die
Leistung der Schauspieler fand ich auch sehr gut, weil sie die Gefühle...
auch gut dargestellt haben. Wie manche von den Darstellern gesungen haben,
fand ich richtig gut. Lisa Waduschat mir hat das ganze stück an sich gefallen!!!die schauspieler
haben sich in ihre rollen gut reinversetzt!!!die instrumente und das singen
in dem stück waren auch gut!!! Nastia Panchenko Am 6. Juli waren wir in Göttingen im Jungen Theater. Dort
haben wir uns das Stück "Sommernachtstraum 2007" nach Shakespeare
angeschaut. Ich fand es ganz gut. ich fand es nur doof, dass die Rollen
manchmal gewechselt wurden. Die Schauspieler haben das sehr gut gemacht.
Auch die Emotionen haben sie gut dargestellt. Laura Waduschat Als Herr Wellmann uns von der Idee, ins Theater zu fahren und ein Shakespeare-Stück anzusehen, erzählt hat, fand ich es erst langweilig. Desto besser fand ich es allerdings danach, weil ich die neue, aufgepeppte Version viel besser fand. Im Gegenteil zu manchen anderen hat mich das Wechseln der Rollen untereinander nicht gestört und nicht verwirrt. Auch die Emotionen, das Singen und den ganzen Rest fand ich gut. Linda Karges Zuerst war ich nicht angetan von diesem Stück ,aber als wir dann in dem Theater saßen, gefiel es mir dann doch. Was ich sehr gut fand war , dass einige Schauspieler auch gut singen konnten und einige Musikstücke auch selbst ausgedacht waren!!! Dominik Hoffesommer
|
||
![]() |
||
|
Wir können allen nur dringend empfehlen, einen Besuch des Jugendclubs vom
Jungen Theater in Göttingen zu organisieren - mit dem Großgruppenticket
kommt man für 2,50 nach Göttingen und sogar wieder zurück (für unter
14-Jährige) - und der Eintritt kostet gerade mal 4 Euro! Über das Programm
des Jugendclubs und des gesamten Theaters kann man sich hier umfassend
informieren: Wir bedanken uns bei den tollen Darstellerinnen und Darstellern, bei
Frau Urban für die Gelegenheit, mit ihnen zu sprechen und bei Herrn Eulig
für das Überlassen der tollen Fotos. Es wird nicht unser letzter Besuch
gewesen sein! |
||
|
|
||
|
|
||
|
|
||
|
|
||
|
|
||
|
© gerhard wellmann, juli 2007 |
||