Arbeiten mit Sachtexten
Diese Lerngeschichten in größerer Schrift und versehen mit vielen
anschaulichen Bildern
kann man sich im Original hier ansehen:
Quelle. Dort gibt es noch sehr viel mehr spannende
Sachen zum Lesen, Lernen und Spaßhaben! Autor: Alois Brei von der Hamsterkiste
| Für alle Lerngeschichten
gilt: |
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Tiere im Winter
1. Wie nennt man das dichte Fell, das einige Tierarten im Winter tragen?
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Wir Menschen genießen es, wenn
Schnee und Eis die Welt um uns herum verzaubern. Kinder bauen Schneemänner,
sie rodeln oder sausen mit Schlittschuhen über die gefrorene Eisfläche. Wenn
es uns zu kalt ist, ziehen wir uns in die Wärme der Häuser zurück. Für die frei lebenden Tiere jedoch ist der Winter eine harte Zeit. Es ist kalt, vor allem ist wenig Nahrung zu finden. Doch die Natur weiß auch damit umzugehen. Alle Lebewesen sind ihrem Lebensraum angepasst, also auch den winterlichen Verhältnissen. Die Tiere, die den Winter bei uns verbringen, überstehen diese schwierige Zeit auf verschiedene Weisen. Einige Beispiele findest du in dieser Lerngeschichte. Einigen hilft ein dickes Fell Pferde und Rinder verbringen den Winter meistens in einem geschützten Stall. Aber im Herbst wächst ihnen ein dichtes Winterfell, so dass sie auch in einem offenen Stall gehalten werden können. Wildpferde und einige Rinderrassen leben das ganze Jahr über draußen. Das Winterfell schützt die Tiere gegen Temperaturen bis etwa minus 20 Grad Celsius. Die Tiere brauchen jedoch im Winter mehr Futter und Wasser als in der übrigen Jahreszeit, denn der Energiebedarf ist im Winter deutlich höher. Draußen brauchen auch sie einen Schutz gegen den eisigen Wind. Auch die Tiere des Waldes wie Rehe, Hirsche, Wildschweine, Marder und Fuchs tragen ein dickes Winterfell, das sie gut gegen die Kälte schützt. Sie finden allerdings oft nur wenig Nahrung. Im Herbst haben sie meistens etwas Fett angesetzt, von dem sie jetzt zehren. Außerdem bewegen sie sich im Winter so wenig wie möglich, um Energie zu sparen. Vögel frieren nicht, aber ... Einige Vogelarten verlassen uns rechtzeitig im Herbst. Sie verbringen den Winter in den Ländern rund um das Mittelmeer oder in Afrika. Dazu gehören z. B. die Stare, die Schwalben und die Störche. Man nennt sie Zugvögel. Die Vögel, die bei uns bleiben, bezeichnen wir als Standvögel. Dazu gehören z. B. die Amseln, Meisen, Buchfinken und Rotkehlchen. Sie legen sich im Herbst ein dichtes Gefieder zu. Das schützt sie gut gegen Kälte. Aber auch für sie ist es mühsam, genügend Nahrung zu finden. Deshalb suchen sie im Winter gern Futterplätze auf, die Menschen für sie anlegen. Wasservögel wie Enten sind ebenfalls sehr gut gegen die Kälte geschützt. Ihr Gefieder ist wasserdicht. Unter den Deckfedern wächst ihnen eine Schicht dichter, wärmender Daunen. Die Deckfedern fetten sie regelmäßig mit einem Fett ein, das sie in der Bürzeldrüse am Hinterleib produzieren. Wenn die Gewässer zugefroren sind, haben aber auch sie Probleme, genügend Nahrung zu finden. Einige trotzen sogar arktischer Kälte Rentiere leben im Norden Europas und Nordamerikas. Sie sind besonders gut gegen Kälte geschützt. Ihr Fell ist sehr dicht. Zwischen den Haaren sind kleine Luftpolster eingeschlossen, die wie eine Isolierung wirken. Rentiere können so Temperaturen bis minus 40 Grad Celsius aushalten. Rentiere haben ein besonders dichtes Fell. Mit ihren breiten Hufen können Rentiere gut auf Schnee laufen oder unter dem Schnee Flechten und Moose freilegen. Auch der Husky kann sehr niedrige Temperaturen ertragen. Sein Fell besitzt zwei Schichten. Die obere wird von den Deckhaaren gebildet, die wasserabweisend und sehr robust sind. Darunter befindet sich die Unterwolle, die aus feinen Haaren besteht. Huskys lassen sich manchmal sogar einschneien. Nicht nur Igel halten Winterschlaf Im Sommer und im Herbst fressen sich die Igel ein Fettpolster an. Im Oktober oder November suchen sie sich ein geschütztes Plätzchen unter einem Haufen aus Holz oder Laub und schlafen ein. Ihre Körpertemperatur sinkt dann bis auf nur noch 4 Grad Celsius. Dadurch verbrauchen sie so wenig Energie, dass das Fettpolster bis zum Frühjahr reicht. Im Oktober oder November fallen Igel in einen Winterschlaf. Igel können so bis zu einem halben Jahr ohne Futter auskommen. Sie verlieren allerdings während des Winterschlafs 20 bis 40 Prozent ihres Gewichts. Ein Igel, der im Herbst 1000 g wog, ist im Frühling nur noch 600 bis 800 g schwer. Im März oder April wachen sie auf. Dann müssen sie schnell möglichst viel Futter finden. Auch Zwergfledermäuse halten einen Winterschlaf Andere Winterschläfer sind z. B. Murmeltiere, Fledermäuse, Siebenschläfer oder Haselmäuse. Sie senken ebenfalls ihre Körpertemperatur bis auf wenige Grad ab. Ihr Herz schlägt sehr langsam und sie atmen nur noch ganz selten. Eichhörnchen und Hamster sorgen vor Eichhörnchen legen in einem hohlen Baumstumpf oder in einer Astgabel ein Nest an, das man Kobel nennt. Ein Kobel ist etwa einen halben Meter breit, hat innen ungefähr 20 cm Platz und wird mit Moos und Gras ausgepolstert. Er hat einen Eingang von unten und ein Dach, so dass es im Inneren trocken ist. Eichhörnchen halten Winterruhe, keinen Winterschlaf. In diesem Kobel verschlafen die Eichhörnchen die meiste Zeit des Winters. Sie bereiten sich aber besonders vor: Ihnen wächst ein dichtes Winterfell und im Herbst sammeln sie eifrig Eicheln, Bucheckern, Zapfen und Nüsse, die sie an verschiedenen Stellen vergraben. Wenn sie dann im Winter aufwachen, brauchen sie nur noch ihre Verstecke zu finden und können sich wieder richtig satt futtern. Da Eichhörnchen zwar viel schlafen, aber mehrmals wach werden, nennt man ihre Methode Winterruhe. Auch andere Säugetiere wie Dachs, Feldhamster oder Maulwurf halten eine Winterruhe. Feldhamster legen sich einen unterirdischen Getreidevorrat an. Kälte ja, aber bitte keinen Frost Sobald es draußen kälter wird, suchen Frösche, Kröten, Eidechsen einen geschützten Ort auf. Mit den sinkenden Temperaturen fallen sie in eine Winterstarre. Die Tiere bewegen sich nicht mehr, ihre Körpertemperatur ist so hoch wie die der Umgebung. Sie atmen nur sehr selten und ihr Herz schlägt nur wenige Male in der Minute. Die Tiere müssen nur rechtzeitig an einem Ort sein, an dem sie vor Frost geschützt sind. Sonst würde ihr Körper, der ja zum Teil aus Wasser besteht, gefrieren und zerstört werden. Frösche ziehen sich z. B. auf den Boden eines Teiches zurück. Der Teichfrosch muss im Herbst rechtzeitig einen vor Frost geschützten Ort finden. Auch einige Insekten und Schnecken fallen in die Winterstarre, ebenso einheimische Schlangen wie die Ringelnatter. Sie verbringen den Winter z. B. unter einem Laubhaufen oder in einem Mauseloch. Bienen haben sogar eine Heizung Bienen verbringen den Winter in ihrem Bienenstock. Zu einem Bienenvolk gehören in dieser Zeit einige tausend Arbeiterinnen und eine Königin. Im Sommer werden die Arbeiterinnen nur 6 Wochen alt, im Winter jedoch leben sie 6 Monate lang. Das ist für alle sehr wichtig. Die Bienen kriechen in der kalten Zeit in ihrem Stock ganz eng zusammen. Eine hält sich an der anderen fest und bewegt ihre Flugmuskeln. So entsteht eine so genannte Wintertraube. Bienen geben dabei wie alle Lebewesen auch Wärme ab. Durch die körperliche Anstrengung wird diese Wärmeabstrahlung noch erhöht. So wird es im Inneren der Traube ganz schön warm. Die Temperatur kann auf bis zu 30 Grad Celsius klettern. Ganz innen sitzt die Königin. Die soll nämlich auf jeden Fall überleben. Die Arbeiterinnen wechseln ihre Plätze von Zeit zu Zeit. So kommt jede mal nach innen, und für kurze Zeit kann man es auch am kalten Rand der Traube aushalten. Marienkäfer sind nicht gern allein Marienkäfer suchen sich einen geschützten Ort unter Laub, Moos, Holz oder Steinen. Sie haben in ihrem Körper eine Flüssigkeit, die dafür sorgt, dass sie auch bei Frost nicht zerplatzen, ein eingebautes Frostschutzmittel sozusagen. So können sie Temperaturen bis zu minus 15 Grad Celsius aushalten. Marienkäfer überwintern in großen Gruppen an geschützten Stellen. So können sie im Frühjahr ohne langes Suchen einen Partner finden. Das ist nicht so anstrengend und spart Energie. Im Winter leben sie von Fett und anderen Stoffen, die sie in ihrem Körper angesammelt haben. Fische zieht es in die Tiefe Fische passen ihre Körpertemperatur der Temperatur des Wassers an. Wenn das Wasser warm ist, ist auch der Körper des Fisches warm. Wenn das Wasser kälter wird, nimmt auch die Körpertemperatur des Fisches ab. Forellen und andere Fische bewegen sich im Winter möglichst wenig. Sie halten sich in der Tiefe der Gewässer auf. Außerdem bewegen sich die Fische im Winter nur so viel wie nötig, um Energie zu sparen. Im Herbst haben sie etwas Fett angesetzt, von dem sie jetzt zehren. Sie halten sich in der kalten Jahreszeit in der Tiefe der Gewässer auf und warten auf den Frühling. Die Schleie z. B. hält sogar einen Winterschlaf im Schlamm. Überleben in Höhlen und kleinen Ritzen Die meisten Schmetterlinge sterben, bevor der Winter beginnt. Einige Arten jedoch überwintern als voll ausgewachsene Insekten, z. B. der Zitronenfalter und das Tagpfauenauge. Sie verstecken sich in hohlen Bäumen oder in den Bauten und Höhlen anderer Tiere und verharren dort regungslos. Der Zitronenfalter kann auch als ausgewachsenes Insekt überwintern und das Tagpfauenauge auch. Von den meisten Arten überwintern aber nur Raupen, Puppen oder sogar nur die Eier. Man findet sie in kleinen Ritzen, in hohlen Stängeln von Pflanzen oder an einen Baum oder an eine Hauswand geklebt. Die Raupe des Schwarzgefleckten Bläuling lässt sich sogar von Ameisen gefangen nehmen und in den schützenden Ameisenbau verschleppen. Als Entschädigung sondert sie ab und zu einen süßen Tropfen ab, den die Ameisen so gern mögen. Wenn man mehr wissen will ... Das waren einige Beispiele. Mehr kannst du unter anderem hier erfahren: |
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An der Nordsee
1. Mit welchem Ozean ist die Nordsee verbunden? 2. Welche Länder grenzen an die Nordsee? 3. Wie tief ist die Nordsee? 4. Wie wird die Nordsee auch genannt? |
Blauer Himmel, das Meer rauscht, es ist warm, wir können herrlich im Sand
spielen, im Wasser plantschen, Muscheln suchen, Quallen fangen, Kanäle
bauen. Viele Menschen machen Urlaub an der Nordsee, nicht nur im Sommer. Auf den Inseln und dem Festland kann man sich gut erholen - und sehr viel Interessantes entdecken. Wo liegt die Nordsee? Die Nordsee ist ein kleines Meer am Rande des Atlantischen Ozeans. Sie liegt zwischen den Ländern Großbritannien, Norwegen, Dänemark, Deutschland und den Niederlanden. Die Nordsee ist ein flaches Meer. Sie ist selten tiefer als 40 Meter. Aber die Wellen können trotzdem ganz schön hoch werden. Weil sie ganz wild und gefährlich werden kann, wird die stürmische Nordsee auch "Blanker Hans" genannt. |
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| 5.
Wie nennt man die Zeit des sinkenden Wassers? 6. Wie nennt man die Zeit des steigenden Wassers? 7. Welche anderen Begriffe verwendet man für diesen Vorgang? 8. Wie lange dauert es ungefähr von einer Ebbe bis zur nächsten? 9. Wie hoch ist der Unterschied zwischen den beiden Wasserständen an der Nordsee? |
Ebbe und Flut Der Wasserstand der Nordsee ist nie gleich. Mal ist das Land bis an die Deiche von Wasser bedeckt. Dann zieht sich das Wasser zurück und Meeresboden wird sichtbar. An der Nordsee herrscht ein ständiger Wechsel zwischen niedrigem und hohem Wasserstand. Wenn das Wasser sinkt, nennt man dies Ebbe, wenn es steigt, kommt die Flut. Man spricht auch von den Gezeiten oder einer Tide. In ungefähr 25 Stunden gibt es zweimal Ebbe und zweimal Flut. Der Unterschied beträgt an der Nordsee ungefähr 3,50 Meter. |
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| 10.
Welcher Himmelskörper verursacht Ebbe und Flut? 11. Wie viele "Wasserberge" wandern um die Erde? 12. Wie oft am Tag entstehen Ebbe und Flut? |
Wie entstehen Ebbe und Flut?
Ebbe und Flut auf der Erde werden vor allem vom Mond verursacht. Mond und Erde ziehen sich nämlich gegenseitig an. Die Anziehung durch den Mond hebt den Wasserspiegel auf der Seite der Erde an, die dem Mond zugewandt ist. Wenn Sonne und Mond in einer Richtung stehen, kann diese Wirkung noch verstärkt werden. Auch auf der gegenüber liegenden Seite entsteht ein Wasserberg. Da Erde und Mond sich nicht nur anziehen, sondern auch im Kreis bewegen, wirken auf dieser Seite Fliehkräfte. Da die Erde sich dreht, wandern die Wasserberge um die Erde herum. So sind an den Küsten zweimal am Tag Ebbe und Flut zu beobachten. |
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| 13. Woraus bestehen die Inseln an
der Nordseeküste? 14. Wie alt sind diese Inseln? 15. Zu welchem Land gehören die Westfriesischen Inseln? 16. Zu welchem Bundesland gehören die Ostfriesischen Inseln? 17. Wie bezeichnet man die Inseln vor der Küste Schleswig-Holsteins und Dänemarks? 18. Was sind Halligen? Welche Insel in der Nordsee besteht aus felsigem Material? |
Die Inseln Zwischen dem Meer und dem Festland liegen Inseln. Sie bestehen vorwiegend aus hellem Sand. Das Meer und der Wind verändern ihre Form ständig. Sie sind sehr jung, wahrscheinlich nicht älter als 2000 Jahre. Während der Eiszeit lag der Meeresspiegel etwa 60 m tiefer als heute. Als es vor 10.000 Jahren wieder wärmer wurde, schmolz das Eis und Teile des Festlandes wurden überflutet. Die Flüsse schwemmten jedoch viel Sand ins Meer. Der Wind formte aus diesem Sand Dünen. Aus den sandigen Dünen entstanden die Inseln. Die Westfriesischen Inseln liegen vor der niederländischen Küste. Dazu gehören z. B. Texel und Ameland. Die Ostfriesischen Inseln finden wir vor der Küste von Niedersachsen. Die größten heißen Borkum, Juist, Norderney, Baltrum, Langeoog, Spiekeroog und Wangerooge. Die Nordfriesischen Inseln liegen vor der Küste von Schleswig Holstein und Dänemark. Dazu gehören Pellworm, Sylt, Amrum und Föhr. Die Halligen sind Reste des Festlandes. Nur die Insel Helgoland besteht aus felsigem Material. Sie ist viel älter als die anderen Inseln. |
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| 19. Wie nennt man das Gebiet
zwischen Inseln und Festland? 20. Wie nennt man die "Flüsse", durch die Wasser hinein und hinaus fließt? 21. Wie nennt man den Boden in diesem Meeresgebiet? 22. Warum bezeichnet man dieses Meeresgebiet als "Kinderstube der Nordsee"? |
Das Wattenmeer Zwischen den Inseln und dem Festland liegt das Wattenmeer. Bei Flut ist es von Wasser bedeckt. Bei Ebbe ragen weite Flächen aus dem Wasser. Durch Priele fließt das Wasser hinein und hinaus. Der Boden ist von glitschigem Schlick bedeckt. An manchen Stellen kann man bei Ebbe vom Festland bis zu den Inseln laufen. Aber Vorsicht: Das Meer verändert das Wattenmeer ständig. Deshalb darf man hier nur mit einem erfahrenen Wattführer laufen. Im Wattenmeer leben sehr viele Tiere. Man bezeichnet es als die "Kinderstube der Nordsee", weil hier viele Junge geboren werden. |
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| 23. Wie lang kann ein Seehund
werden? 24. Aus wie vielen Teilen bestehen die Schalen der Muscheln? 25. Wovon lebt der Wattwurm? |
Tiere an und in der Nordsee (1)
Der Seehund gehört zu den Robben. Er wird bis zu 2 m lang. Er kann sehr gut schwimmen. Er jagt Fische aller Art. Die Schalen der Muscheln werden gern von Kindern gesammelt. Die Muscheln leben zwischen den beiden Hälften der Schale. Der Boden im Wattenmeer ist oft übersät von Haufen, die die Wattwürmer ausscheiden. Der Wattwurm oder Prielwurm frisst Sand. Sein Körper verdaut die essbaren Bestandteile, der Rest wird ausgeschieden. |
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| 26. Welche Farbe hat das Gefieder
der Austernfischer? 27. Welche Möwen leben auch an Flüssen und Seen im Binnenland? 28. Zu welcher Fischfamilie gehören die Schollen? 29. Warum kommen Ringelgänse im Winter an die Nordsee? |
Tiere an und in der Nordsee (2)
Die Austernfischer gehören zu den häufigsten Vögeln an der Nordsee. Er hat ein schwarz-weißes Gefieder. Die Lachmöwen leben auch an Flüssen und Seen. Die Flunder gehört ebenso wie die Scholle zu den Plattfischen. Beide sind beliebte Speisefische. Ringelgänse kommen wie viele Vögel im Winter aus dem kalten Norden. An der Nordsee finden sie immer reichlich Futter. |
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| 30. Welche Farbe hat der Schnabel
der Silbermöwen? 31.Welches Meerestier bezeichnet man auch als Krabbe? |
Tiere an und in der Nordsee (3)
Die Krabbe hat zwei Scheren, mit denen sie tüchtig zupacken kann. Silbermöwen folgen gern den Schiffen, die zwischen Festland und den Inseln fahren. Ihre Schnäbel sind gelb-orange gefärbt. Nordseegarnelen bezeichnet man auch als Krabben. Sie werden von Krabbenkuttern gefangen und gelten als Delikatesse. |
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| 32. Wie nennt man die
Lebensge-meinschaft von Pflanzen, die Salzwasser vertragen? 33. Welche Pflanze hält den Sand der Dünen besonders gut fest? 34. Warum sollte ein Deich immer dicht bewachsen sein? |
Die Pflanzen Manche Flächen an der Nordsee werden oft oder ständig von Salzwasser überspült. Die Pflanzen müssen dieses Wasser also auch vertragen. Es bilden sich Salzwiesen. Der Sand der Dünen wird leicht vom Wind fortgetragen. Deshalb pflanzt man Strandhafer. Er ist anspruchslos und seine Wurzeln halten den Sand fest. Eine typische Pflanze des Wattenmeeres ist der Queller. Er verträgt Salzwasser und seine kräftigen Wurzeln krallen sich im Boden fest. So überstehen sie auch manche Überflutung. Eine wunderschöne Pflanze an der Nordseeküste ist der Strandflieder. Auf den Deichen wachsen verschiedene Gräser. Ihre Wurzeln schützen den Deich vor Zerstörung. Schafe sorgen dafür, dass das Gras kurz und der Boden immer schön fest bleibt. |
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| 35. Wodurch werden Land und
Menschen an der Nordsee oft bedroht? 36. Was ist der wichtigste Schutz gegen das Meer? 37. Wie breit und wie hoch sind die heutigen Deiche? 38. Woraus bestehen "Lahnungen"? |
Sturmfluten bedrohen das Land
Wenn es im Herbst oder im Winter kräftig stürmt, wird die Nordsee gefährlich. Sturmfluten bedrohen das Land und das Leben der Menschen. 1953 ertranken in den Niederlanden über 2.000 Menschen nach einer Sturmflut. 1962 wurden in Norddeutschland mehr als 300 Menschen ein Opfer des "Blanken Hans". Die Menschen an der Küste haben gelernt, mit den gewaltigen Kräften des Meeres zu leben. Der wichtigste Schutz vor dem Meer sind die Deiche. Ein altes Sprichwort an der Nordsee sagt: "Wer nicht will deichen muss weichen!" Die Deiche mussten im Laufe der Jahrhunderte immer höher gebaut werden. Sind sind heute am Fuß ungefähr 100 m breit. Die Deichkrone liegt etwa 8 m über dem mittleren Hochwasserstand. Zum Meer ist ein Deich sehr schräg angelegt, damit die Wellen nicht mit Wucht gegen den Deich schlagen, sondern auslaufen können und so ihre Kraft verlieren. Immer wieder müssen die Deiche überprüft, erneuert oder verbessert werden. Vor den Deichen baut man Lahnungen aus Pfählen und Reisig. Sie teilen das Vorland des Deiches in rechteckige Felder. Zwischen den Lahnungen lagert sich Sand ab. So wird die Gewalt der Wellen vermindert, bevor sie den Deich erreichen. |
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| 39. Was soll ein Sperrwerk
verhindern? 40. Wie heißt eine der größten Werften an der Nordseeküste? 41. Welche Gefahren gehen zum Beispiel vom Schiffsverkehr aus? |
Sperrwerke und Tanker
In den Niederlanden hat man die Küstenlinie verringert und an den Mündungen der Flüsse riesige Sperrwerke gebaut. An der Ems wurde ebenfalls ein Sperrwerk gebaut. Es soll verhindern, dass das Wasser der Nordsee in die Ems eindringt. Außerdem können Schiffe, die auf der Meyer-Werft in Papenburg gebaut werden, dann besser die Nordsee erreichen. Nicht nur vom Meer, auch vom Schiffsverkehr auf dem Meer gehen Gefahren aus. Wenn Öltanker verunglücken, werden oft weite Meeres- und Küstenflächen verseucht. Das Gefieder der Seevögel verklebt, sie können nicht mehr fliegen. Die Aufzucht junger Meeresbewohner wird durch das Öl empfindlich beschädigt. Bisher ist die deutsche Nordseeküste zum Glück von schweren Tankerunfällen verschont geblieben. |
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| 42. Was ist der Sinn eines
Nationalparks? 43. Welche Nationalparks gibt es im Wattenmeer? 44. Wie lang ist das Wattenmeer zwischen Dänemark und den Niederlanden? |
"Natur Natur sein lassen..."
Das ist der Sinn eines Nationalparks Wattenmeer. Ein Nationalpark ist ein Schutzgebiet. Die Tiere und Pflanzen sollen ihre Ruhe haben und die Natur soll sich selbst überlassen bleiben. Menschen sollen möglichst nicht in die Natur eingreifen. Dennoch soll ein Nationalpark für die Menschen zugänglich sein, um sich dort zu erholen oder um zu forschen. Der Nationalpark "Niedersächsisches Wattenmeer" reicht von Borkum bis Cuxhaven und schließt die Inseln Juist, Norderney Baltrum, Langeoog, Spiekeroog und Wangerooge mit ein. Vor Cuxhaven in der Deutschen Bucht liegt der "Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer" mit den Inseln Neuwerk und Scharhörn. Das Mündungsgebiet der Elbe ist wegen des Zusammentreffens von Salz- und Süßwasser besonders reich an natürlichen Nährstoffen und damit auch an Küsten- und Seevögeln. Daran schließt sich der "Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer" an. Zu ihm zählen auch die Insel Trischen, sowie die Halligen Habel, Hamburger Hallig, Norderoog, Südfall und Süderoog. Das gesamte Wattenmeer zwischen Esbjerk (Dänemark) und Den Helder (Niederlande) ist ca. 500 km lang und schließt eine Fläche von 8000 qkm ein. Insgesamt macht es aber nur 1,5 % der Nordsee aus. |
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Die Sonne und ihre Planenten
1. Aus welchem Gas besteht die Sonne hauptsächlich?
11. Woraus besteht Merkur?
13. Warum kann man von der Erde aus nicht auf die Oberfläche von Venus
sehen?
16. Warum erscheint die Erde aus dem Weltall blau?
19. Wie viele Menschen haben bisher den Mond betreten?
25. Warum
bezeichnet man den Mars als den "roten Planeten"?
29. Wie schwer ist Jupiter im Vergleich zu den anderen Planeten?
35. Wie lange braucht der Saturn für eine Umdrehung?
39. Wie lange dauert eine Umdrehung des Uranus?
42. Welchem Planeten ist Neptun ähnlich?
44. Wie kalt ist es auf Pluto? |
Die Sonne
Die Planeten
Also: In 150 m Entfernung würde eine Nuss um dich kreisen, das wäre die
Erde. In 797 m Entfernung könntest du einen Handball vielleicht gerade noch
sehen, es wäre Jupiter. In 5.000 m Entfernung kreist Neptun, so groß wie ein
Tennisball, den könntest du schon nicht mehr sehen. Und Pluto? Er wäre so
groß wie ein Streichholzkopf und fast 6 km von dir entfernt... |
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Höhlenmalerei der
Steinzeit
1. Was bedeutet das Wort "Altamira"?
6. Wann entstanden die Bilder in der Höhle von
Altamira?
11. Warum könnten diese Bilder gemalt worden
sein? Mindestens zwei Möglichkeiten solltest du kennen.
13. Mit welchen Farben malten die
Steinzeitmenschen?
15. Wo kann man noch andere Bilder der Steinzeit-menschen sehen? 16. Warum kann die Höhle von Altamira heute nur
noch von wenigen Menschen besucht werden? |
Wir wissen nicht, wer dieses Bild gemalt hat. Es zeigt ein
Rind, das von Menschen der Steinzeit gejagt wurde. Damals lebten in Europa
das Wisent und der Auerochse, der auch Ur genannt wird.
Warum entstanden diese Bilder?
Diesen Stier kann man in der Höhle von Lascaux (sprich Lasko)
in Frankreich bewundern. Das Bild ist etwa 16.000 Jahr alt. Im nördlichen
und im südlichen Afrika kann man andere Tierbilder sehen. Manchmal sind es
farbige Bilder, manchmal nur eingeritzte Zeichnungen in den Felsen wie zum
Beispiel in Namibia. |
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| Als Omas Oma zur Schule ging
1. "Die Dorfschule von 1848" wurde gemalt von
... ? |
Die meisten Omas heute sind 50 bis 60 Jahre
alt. Als Oma klein war, war ihre Oma auch 50 bis 60 Jahre alt. Omas Oma
lebte also vor ungefähr 100 Jahren. ![]()
Wie man
auf dem Bild sieht, waren die Kinder damals total anders gekleidet als
heute. Computer, Fernseher und sogar das Radio waren noch unbekannt. Autos
gab es erst sehr wenige, Flugzeuge waren gerade erfunden worden. Und
natürlich ging es auch in den Schulen ganz anders zu als heute. |
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3. Welchen "Nebenberuf" hatte der Lehrer? |
Eine Schule vor 150
Jahren Das Bild oben hat der Schweizer Maler Albert Anker gemalt. Er hat es "Die Dorfschule von 1848" genannt. Es zeigt eine Schule in Süddeutschland vor ungefähr 150 Jahren. Etwa 40 Kinder befinden sich in dem Raum. Sie sitzen auf engen Holzbänken. Alle Klassen werden gemeinsam unterrichtet. Die Mädchen verhalten sich sehr brav. Die Jungen auf der hinteren Bank interessieren sich jedoch kaum für den Unterricht. Der Lehrer hält einen Stock in der Hand. An der Wand hängt Werkzeug. Der Lehrer war ein Küfer, also ein Fassmacher. Morgens unterrichtete er die Kinder, am Nachmittag machte er Holzfässer. |
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4. Wer regierte vor 100 Jahren in Deutschland? 5. Wie viele Menschen lebten damals in Deutschland? 6. Wie nennt man die damalige Zeit? 7. Welches war das wichtigste Verkehrsmittel? 8. Warum zogen damals viele Menschen in die Städte? 9. Wer lebte in der Villa Hügel in Essen? |
Deutschland vor 100
Jahren Vor 100 Jahren gab es das Deutsche Reich. Es war 1871 gegründet worden. Damals regierte in der Hauptstadt Berlin Kaiser Wilhelm. Uniformen und Soldaten waren ihm sehr wichtig. Ca. 60 Millionen Menschen lebten in Deutschland. Erfindungen veränderten das Leben. Große Fabriken entstanden. Man nennt diese Zeit die Industrielle Revolution. Viele Menschen zogen vom Land in die Städte und waren froh, in den Fabriken Arbeit zu finden. Die Arbeitszeit betrug noch mehr als 60 Stunden in der Woche. Die Löhne der Arbeiter waren niedrig. Etwas besser erging es den Angestellten, die z. B. in solchen Büros arbeiteten. Aber Schreibmaschinen, Telefon oder gar Computer gab es dort noch nicht. 1886 war das Auto erfunden worden. Nur reiche Leute konnten sich damals ein Auto leisten. Das wichtigste Verkehrsmittel war die Eisenbahn. Die Menschen in den Städten lebten in Mietskasernen. Vor den Häusern versuchten manche, kleine Gärten anzulegen. Sie waren es gewohnt, Tiere zu halten und Gemüse anzubauen. Einige Familien wurden sehr reich. Sie ließen sich große Villen bauen. In der Villa Hügel in Essen lebte die Familie Krupp. Auf dem Land hatte sich noch nicht sehr viel verändert. Die Menschen lebten von der Landwirtschaft. Fast alle Arbeit wurde von den Menschen selbst oder von Zugtieren erledigt. In den Häusern auf dem Lande war die Küche der wichtigste Raum. Dort stand der Herd, auf dem gekocht und heißes Wasser bereitet wurde. Eine Heizung in den übrigen Räumen gab es noch nicht. |
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10. Wodurch z. B. unterschieden sich damalige Familien von heutigen? 11. Wie alt wurden die Menschen im Durchschnitt vor 100 Jahren? 12. Welche Arbeiten wurden von Kindern ausgeführt? |
Kinderleben im Kaiserreich
Zu jeder Familie gehörten viele Kinder. Es kam oft vor, dass eine Familie 10 oder mehr Kinder hatte. Viele starben jedoch im Kindesalter. Im Durchschnitt wurden die Menschen damals 47 Jahre alt. Weil Kaiser Wilhelm eine große Kriegsflotte bauen ließ, brauchte er viele Matrosen. Daher waren für Jungen Matrosenanzüge sehr beliebt. Die Kinder in den Städten waren übrigens gar nicht sehr brav. Ein Schriftsteller schrieb über sie: Man muss "erschrecken über die Brutalität und die Gemeinheit ihrer Denk- und Sprechweise. Der einzige Gesprächsstoff besteht aus unflätigen Zoten, ... man prahlt mit Taten, derer beschuldigt zu werden, einem anständigen Menschen das Blut ins Gesicht treiben würde." Alle Kinder arbeiteten: Sie machten Botengänge, lieferten Waren aus, halfen im Lager. Sie brachten den Arbeitern in der Werkstatt, in der Fabrik oder im Bergwerk Wasser und Essen. Auf dem Land hüteten sie das Vieh, halfen bei der Ernte und beim Dreschen. In manchen Fabriken gab es auch noch Kinderarbeit. |
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| 13. Wie viele Kinder
mussten in einem Klassenraum manchmal arbeiten? 14. Wo fand Sportunterricht statt? 15. Was gehörte zur Lehrmittelausstattung einer kleinen Dorfschule? |
Schulen auf dem Lande Die meisten Dorfschulen bestanden aus 2 Klassenräumen. Manchmal wurden dort bis zu 150 Kinder unterrichtet. Zur Schule gehörten auch ein Vorraum und eine Aufbewahrungskammer. Ein Klassenraum war etwa 9 m lang und 7 m breit. Darin standen in 4 Reihen 16 Knaben- und 16 Mädchenbänke, ein Katheder (das ist das Pult, an dem der Lehrer stand und lehrte), ein Kartenständer, 2 Wandtafeln mit Gestell, ein Schrank und ein Ofen. Eine Rechenmaschine, eine Wandtafel und ein kleines Harmonium gehörten meistens zu Ausstattung dazu. Draußen befanden sich die Turngeräte. Neben der Schule stand das Toilettenhaus. |
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| 16. Warum mussten die
Kinder der Volksschule Bickendorf auch nachmittags zur Schule? 17. Wie viele Kinder waren in einer Klasse? 18. Wie waren die Kinder aufgeteilt? 19. Welche Kleidung mussten die Mädchen tragen? |
Eine Schule in der Stadt In der "Katholischen Volksschule Bickendorf" in Köln mussten die Kinder manchmal auch am Nachmittag zur Schule. Es wurde in 3 Schichten unterrichtet, weil fast 2.000 Kinder hier zur Schule gingen. Es gab 32 Klassen, 16 Mädchenklassen und 16 Knabenklassen. Die Jungen hatten einen eigenen Eingang und einen eigenen Schulhof. In einer Klasse waren ungefähr 60 Mädchen oder Jungen. Die Lehrer waren sehr streng. Die Mädchen durften nur in Kleidern und Schürzen zur Schule kommen. Die Lehrerin kontrollierte, ob sie saubere Hände und Fingernägel hatten. Die Lehrerinnen wurden "Fräulein" genannt. |
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20. Welche damaligen Fächer gibt es heute nicht mehr? 21. Wie viele Jahre gingen Kinder zur Schule? 22. Wie lange dauerten die Pausen? |
Ein alter Stundenplan Ein Stundenplan von damals würde heute so aussehen:
Die Kinder gingen 8 Jahre zur Schule. Die Jahrgänge waren in die
Abteilungen 1, 2 und 3 eingeteilt. Zur Abteilung 1 gehörten die Jahrgänge 1
bis 3, zur 2. Abteilung die Jahrgänge 4 bis 6. Die älteren Schüler bildeten
die 3. Abteilung. Viele Stunden hatten die Kinder gemeinsam, in anderen
halfen die älteren den jüngeren. |
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| 23. Welche Schrift wurde damals
gelernt? |
Die Schrift Omas Oma schrieb in einer anderen Schrift als wir heute. Man nannte sie die Sütterlin-Schrift oder die Deutsche Schrift. Manche Leute sagen, dass die Kinder damals schöner schrieben als heute. ![]() Das i lernten die Kinder so: Rauf, runter, rauf, Pünktchen drauf! Ein 9jähriges Mädchen schrieb im Schuljahr 1900/1901 in sein Schön- und Rechtschreibheft: "Die Eisenbahn ist ein Verkehrsmittel. Die Lokomotive bewegt den Zug. Derselbe besteht aus Pack- oder Personenwagen. Es gibt Güter- und Personenzüge. Der Zug bewegt sich auf dem Geleise oder auf den Schienen." |
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24. Wie kamen Kinder zur Schule? 25. Was gehörte zu den Schulsachen der Kinder? |
Die Schulsachen Omas Oma war gewohnt, zur Schule zu laufen, oft mehrere Kilometer weit. Fahrräder für Kinder gab es noch nicht. Auf dem Land trugen die Kinder Holzschuhe, die in der Schule im Vorraum ausgezogen wurden. Später hatten die Kinder Schultaschen aus Eichenholz. Sie bargen die wenigen Schulsachen der Kinder: Schiefertafel, Griffelkasten und in späteren Jahren Schreibhefte und Katechismus (= religiöses Lehrbuch nach den 10 Geboten). Im Museum in Cloppenburg werden diese alten Schultaschen aufbewahrt. |
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| 26. Seit wie vielen
Jahren besteht in Deutschland die Schulpflicht? 27. Welche Schulen besuchten die meisten Kinder? 28. Welche Schulen entwickelten sich aus den Lateinschulen? |
Volksschulen und "höhere Schulen"
Vor 200 Jahren gingen noch viele Kinder in Deutschland nicht zur Schule. Oder es gab nur Unterricht im Winter. Seit ungefähr 180 Jahren gab es in den meisten deutschen Ländern die Schulpflicht. Das heißt, die Kinder mussten eine Schule besuchen. Die meisten Kinder gingen vor 100 Jahren in öffentliche Volksschulen. In vielen Orten gab es jedoch schon lange private Schulen. Oft nannten sie sich "Lateinschulen". Aus manchen dieser Schulen wurden später Realschulen, aus einigen auch Gymnasien. Einige Schulen wurden gleich als Gymnasien gegründet. Mädchen waren für diese "höheren" Schulen lange nicht zugelassen. Später gab es Klassen nur für Jungen oder Mädchen. Oder es wurden Schulen nur für Mädchen gegründet. |
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1) Welches sind die
wichtigsten Getreidearten auf der Erde? |
Die
Getreidearten Vor ungefähr 6000 bis 8000 Jahren lernten die Menschen, dass man den Samen einiger Gräser auch aussäen konnte. Einige Monate später erntete man dann sehr viel mehr, als man gesät hatte. Die Menschen legten Felder an. In der Nähe der Felder bauten sie Häuser. Bis dahin waren sie als Jäger und Sammler umher gezogen. Nun wurden sie sesshaft. Sie wurden Bauern. Die Gräser, aus denen man Körner gewinnen konnte, nannte man Getreide. Bei uns werden vor allem Gerste, Roggen, Weizen, Hafer und Mais gesät und geerntet. Andere wichtige Getreidearten auf der Erde sind Reis und Hirse, aber die werden bei uns nicht angebaut. |
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4) Woher stammt die
Gerste? 5) Wie nennt man die langen Härchen an den Ähren? 6) Welche Arten der Gerste unterscheiden wir? 7) Wozu wird Wintergerste vorwiegend verwendet? 8) Welche Genussmittel werden aus Gerste gewonnen? |
Die Gerste wird schon seit mehr als 6000 Jahren angebaut. Sie stammt ursprünglich aus Ostasien, unter anderem aus China. Die Ähren der Gerste haben in der Regel lange Grannen. An einer Ähre wachsen etwa 25 bis 50 neue Körner. Im September/Oktober wird Wintergerste gesät. Aus ihr gewinnt man Futter für Tiere. Die Sommergerste sät man bei uns im März oder April. Sie benötigt nur knapp 100 Tage bis zur Reife. Sommergerste wird vorwiegend zum Brauen von Bier verwendet. Aus Gerste macht man auch Whisky. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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9) Wann wird Roggen
gesät? 10) Wann wird er geerntet? 11) Wie hoch werden die Halme des Roggen? 12) Was wird aus Roggenmehl vorwiegend hergestellt? |
Der Roggen stammt aus Vorderasien. In Nordeuropa wurde er schon vor Christi Geburt angebaut. Er wird im Oktober gesät und kann im August des folgenden Jahres geerntet werden. An einer Ähre wachsen etwa 40 bis 50 neue Körner. Die Ähren haben Grannen. Die Halme werden bis zu 2 m hoch. Sie sind sehr stabil. Aber bei starkem Wind oder Unwettern können sie brechen. Roggenstroh ist sehr hart. Bei uns wird aus Roggenmehl vor allem Brot gebacken. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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13) Welche Weizenart wird
bei uns ausgesät? 14) Was wird aus Weizenmehl hergestellt? 15) Welche anderen Nahrungsmittel werden aus Weizen gewonnen? |
Der Weizen wird schon seit mehr als 6000 Jahren angebaut. Aus Weizenmehl werden Brot, Brötchen und Kuchen gebacken und Nudeln hergestellt. Aus Weizen gewinnt man auch Stärke und Alkohol. Etwa die Hälfte der Weizenernte wird als Viehfutter verwendet. Unsere Bauern säen Mitte September bis Anfang Dezember den so genannten Winterweizen aus. Die Pflänzchen überwintern auf dem Feld und können im Frühjahr schnell weiter wachsen. In jeder Ähre reifen durchschnittlich 35 Körner. Im August wird der Weizen geerntet. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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16) Wann wird Hafer
ausgesät? 17) Welche Tiere schätzen Hafer ganz besonders? 18) Welches Nahrungsmittel für Menschen wird aus Hafer hergestellt? |
Der Hafer wurde als Unkraut eingeschleppt. Zur Kulturpflanze ist er vor etwa 2000 bis 3000 Jahren geworden. Er stammt wie die meisten Getreidearten aus Vorderasien. Hafer wird im März oder April ausgesät und im August geerntet. Die Bauern verwenden Hafer überwiegend als Futtergetreide. Pferde mögen Hafer besonders gern. Ein geringer Anteil wird zu Haferflocken verarbeitet. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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19) Wo wurde Mais zuerst
angebaut? 20) Wann wird Mais gepflanzt? 21) Womit werden Maisfelder vor allem gedüngt? 22) Welche Futtermittel für Tiere werden aus dem Mais gewonnen? 23) Welches bei Kindern beliebte Nahrungsmittel wird aus Mais hergestellt? |
Der Mais ist seit über 5000 Jahren bekannt. Er ist in Südamerika entstanden. Vom Mais kann man die ganze Pflanze als Futter für Tiere verwenden. Mais wird Mitte April bis Anfang Mai gepflanzt. Auf einem Quadratmeter wachsen 8 - 10 Pflanzen. Mais braucht sehr viel Dünger. Dazu benutzt man vor allem Gülle. Maispflanzen werden 2 bis 3 m hoch. An jeder Pflanze wachsen 1 bis 2 Maiskolben. Ein Maiskolben enthält etwa 400 Körner. Die Bauern unterscheiden zwischen Silomais, dem Körnermais und dem Corn-Cob-Mix (CCM). Mais wird vorwiegend als Futter für Rinder, Schweine und Geflügel verwendet. Aus einigen Maissorten kann man aber auch z. B. Popcorn machen. Gerste, Roggen, Hafer und Weizen werden mit einem Mähdrescher geerntet. Bei der Maisernte werden Maishäcksler eingesetzt. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Goldregen
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Schön, aber
gefährlich Giftpflanzen in unserer Umgebung
Hauptsächlich betrifft es Kinder im Alter von ein bis fünf Jahren, die in
ihrem Entdeckungsdrang auch viele Dinge mit dem Mund erkunden. Die meisten
der gemeldeten Vergiftungsfälle verlaufen allerdings harmlos, oft schützen
natürliche Mechanismen wie Erbrechen oder auch die Abneigung von Kindern
gegen Bitterstoffe vor schwereren Erkrankungen. |
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