Merkhefttexte ab
Jahrgang 6, 2. Halbjahr 2010/2011
Merkhefttexte ab
Jahrgang 7, 1. Halbjahr 2011/2012
![]() |
|
|
![]() |
![]() |
![]() |
| Märchen: eine kurze, mündlich oder schriftlich verbreitete Prosaerzählung, die von fantastischen Zuständen und Vorgängen berichtet. In einer zeitlich und räumlich nicht festgelegten Umgebung greifen übernatürliche Mächte in die Alltagswelt ein: Tiere oder Pflanzen nehmen menschenähnliche Gestalt an und können sprechen; Menschen werden zu Tieren oder Pflanzen verwandelt; Zauberer, Hexen, Riesen, Zwerge, Drachen und Feen beschützen oder gefährden den Menschen. Die einem Märchen zugrunde liegende Weltordnung ist immer einfach: Der Gute wird letztlich belohnt, der Böse bestraft. Die Gestalten des Märchens sind meist typisiert: ein König, ein Fischer, ein armes Mädchen u. Ä. Märchenhafte Motive und Erzählformen finden sich zu allen Zeiten und in allen Regionen der Welt. Fabeln |
| Sage: Im Gegensatz zum Märchen zielt die Sage auf die Wiedergabe der Realität, also der wirklichen Geschehnisse. Sie will mehr sein - ihr soll geglaubt werden. Die Sage gibt Kunde. Sie erzählt von wirklichen Ereignissen und Begebenheiten. Die Sage will Spannung und Erschütterung, will zum Nachdenken und Staunen führen. |
| Schwank Schwänke sind wirklichkeitsnahe Begebenheiten mit humorvollem, jedoch oft derbem Inhalt. Beliebte Motive sind Betrügereien, die später aufgedeckt werden, Angebereien, Protzereien, Eheprobleme usw.. Der Schwank will unterhalten, weniger belehren wie die Fabel. Es darf und soll gelacht werden. Bekannt sind einzelne Gestalten, die sich um die Schwänke gruppieren -z.B. Till Eulenspiegel oder Graf Münchhausen. Aber auch um eine Gemeinde, ein Dorf, eine Stadt kann sich der Schwank drehen (z.B. Schilda). |
| Zeichensetzung |
| 1. Satzschlusszeichen |
| Aussagesatz schließt mit einem Punkt: Die Sonne scheint heiß. |
| Befehls- oder Aufforderungssatz schließt mit einem Ausrufezeichen: Nimm bitte die Füße vom Tisch! |
| Ebenso Ausrufe: Hau ab! Donnerwetter! Tolle Sache! |
| Fragen enden mit einem Fragezeichen: Was ist drei mal neun? Kommst du heute? |
| 2. Komma bei Aufzählungen, gleichartigen Wortgruppen oder Satzgliedern: |
| Gestern Abend standen Käse, Wurst, Quark, Gurken und Tomaten auf dem Tisch. |
| Wir könnten Fußball spielen, eine Wanderung machen, ein Museum besuchen oder einkaufen gehen. |
| Wollen wir ins Schwimmbad gehen, das Johannisfest besuchen, ein Eis essen gehen oder einfach nur abhängen? |
| Am Ende von Aufzählungen darf vor und und oder kein Komma stehen! |
| 3. Komma zwischen Haupt- und Nebensatz |
| Ein Hauptsatz hat immer mindestens zwei Satzglieder: Subjekt und Prädikat |
| Die meisten Sätze haben aber als Ergänzung weitere Satzglieder, z. B. Objekte und Adverbiale Bestimmungen... |
| Die normale Stellung der
Satzglieder in einem Aussagesatz ist: Subjekt -
Prädikat - Objekt: Karl trifft das Tor. Das Prädikat steht also beim Hauptsatz an zweiter Stelle. |
| Häufig haben wir es aber auch mit Satzgefügen zu tun. Satzgefüge sind verbundene Haupt- und Nebensätze. |
| Nebensätze sind mit dem Hauptsatz meistens durch Bindewörter, so genannte Konjunktionen, verbunden. |
| Beispiel: Karl trifft das Tor, weil er gut trainiert hat. Er kaut laut, während er die Zeitung liest. |
| Im Nebensatz steht das Prädikat oder ein Teil des Prädikats am Ende des Satzes. Der Nebensatz kann auch am Satzanfang stehen. |
![]() |
![]() |
![]() |
|
|
![]() |
![]() |
| Merkhefttexte Jahrgang 7 |
Adjektive und Verben können zu Nomen werdenAdjektive und Verben, die wir ja immer kleinschreiben, können unter bestimmten Umständen zu Nomen werden. Man kann sie dann nicht mehr mit den Fragen „Wie ist etwas...?“ oder „Was geschieht, was tut ...?“ erfragen, sondern nur mit den Fragen der vier Fälle (wer/was, wessen, wem, wen/was)! Außerdem findet man vor so einem substantivierten Wort einen bestimmten oder unbestimmten Artikel oder einen in einem Wort versteckten Artikel (am, zum, beim = an dem, zu dem, bei dem) Der Lehrer hat ihn beim Rauchen erwischt. Ich lerne das Schwimmen einfach nicht mehr. Kann ich das Rote mal anprobieren? Ja, das ist ja gerade das Schöne! Ist doch klar, dass der Schnellste gewinnt! Im Märchen gewinnt am Ende fast immer das Gute. Wenn ich müde bin, fällt mir das Lernen sehr schwer. |
|
Merktext Wochentage und Tageszeiten - Regeln und Beispiele Wochentage und Tageszeiten mit s am Ende müssen
kleingeschrieben werden. Beispiele: |
| Schuld/schuld Wenn jemand nicht weiß, wie er mit Schuld umzugehen hat, so ist das nicht unbedingt seine Schuld. Denn man kann sowohl im Kleinen schuld sein als auch große Schuld haben. Wenn vor der "Schuld" ein Artikel oder ein Possessivpronomen steht, dann ist "Schuld" ein Namenwort und wird großgeschrieben: • Wer trägt die Schuld? • Wessen Schuld ist es gewesen?• Gib nicht mir die Schuld! • Es ist allein deine Schuld. "Schuld" wird immer großgeschrieben, wenn es den Charakter eines Nomens hat: • Wer hat Schuld? • Daran haben nicht die Schüler Schuld, sondern die Lehrer. • Gib nicht immer mir Schuld, sondern dir! • Daran tragen allein die Politiker Schuld. Nur dann, wenn Schuld - wie "schuldig" - mit den Formen von "sein" gebraucht wird und somit eindeutig ein Adjektiv ist, wird es kleingeschrieben: • Wer ist schuld? • Daran sind nicht die Schüler schuld, sondern die Lehrer. • Ich bin nicht schuld daran, du bist schuld! • Die Politiker sind an allem schuld. |
| Angst/angst "Angst" wird nur dann klein geschrieben, wenn es als Adjektiv benutzt wird, also mit "wie?" erfragt werden kann. Tritt es als Nomen auf, wird es selbstverständlich groß geschrieben. Ob es sich um ein Nomen handelt, erkennt man an der eventuellen Voranstellung eines Artikels, Attributs oder einer Präposition (die Angst war groß; in ständiger Angst sein; aus Angst nichts sagen) und daran, ob man die Angst mit "was?" erfragen kann: • Ich habe Angst. (Was habe ich? -> Nomen) • Mir wird angst. (Wie wird mir? -> Adjektiv) • Du machst mir Angst. (Was machst du mir? -> Nomen) • Ihm war angst und bange. (Wie war ihm? -> Adjektiv) |
| Paarformeln Adjektive in der Grundform, die mehrere Personen gemeinsam bezeichnen, werden großgeschrieben. Man nennt sie Paarformeln. (Alte und Junge; Groß und Klein; Arm und Reich) Als Nomen gebrauchte Adverbien, Präpositionen, Konjunktionen und Interjektionen (Ausrufe) schreibt man groß. Sie treten häufig ebenfalls als Paarformeln auf. (Drum und Dran; das Für und Wider; Ob und Wie; Weh und Ach...) |
| mal / Mal |
|
„Mal"
schreibt man getrennt und groß, wenn es als Nomen gebraucht
wird, z.B.: dieses Mal. Als Adverb wird es hingegen klein
geschrieben, z.B.: diesmal. |
|
Zahlwörter Alle Grundzahlen (Kardinalzahlen) schreibt man klein. (Die zwei sind nett. Sie wollte um acht anrufen.) Aber: Eine Grundzahl schreibt man groß, wenn sie eine Zahl / Ziffer bezeichnet. (Er fürchtet die Dreizehn.) Zahlwörter, die als Nomen verwendet werden, werden groß geschrieben. (Es gibt ein Dutzend Möglichkeiten.) In solchen Fällen schreibt man auch unbestimmte Pronomen groß. (alles Mögliche, die Einzige, das bestimmte Etwas...) Aber: Die vier Zahladjektive viel, wenig, eine, andere werden immer klein geschrieben. (Das haben schon viele erlebt. Die anderen kommen später.) |
![]() |
| Namen im Genitiv |
| In der deutschen Rechtschreibung
wird das s im Genitiv nicht abgetrennt: Pedros Schwester - Juanitas Bein - Dr. Mendozas Frau |
| Im Englischen ist das anders! |
|
|
![]()
1.
Trotz der Demonstration vor der Bibliothek zündete sich der Manager eine
Zigarette an und trank zum Dessert einen hochqualitativen Whisky.
|
| Definition Ballade Das Wort „Ballade" stammt aus Südfrankreich und bezeichnet ein Lied, das beim Tanzen gesungen wurde (= Tanzlied). Die Ballade erzählt oft in Dialogform ein düsteres, geheimnisvolles, schreckliches oder tragische Geschehen, z. B. von Helden, Dämonen oder Geistern. Diese Textform wird heute auch häufig als „Erzählgedicht" bezeichnet. Goethe schrieb einmal: „Das Geheimnis der Ballade entspringt aus der Vortragsweise." Man muss nur einmal eine Ballade laut lesen oder vortragen, um den Rhythmus als Wesensmerkmal so richtig zu spüren. Im Gegensatz zu den meisten Gedichten, die doch in ersten Linie Gefühle, Stimmungen und persönliches Erleben aussagen, erzählt die Ballade. |
| Methoden der Textanalyse (von
Balladen): Wichtiges unterstreichen Text abschnittsweise zusammenfassen Inhaltsangabe verfassen (Handlungsebene!) Aufbau / Textstruktur untersuchen Metrik untersuchen (Reimschema, Versmaß, Kadenzen) Kernaussage / Botschaft formulieren (Sinnebene!) Den Text für einen Vortrag vorbereiten (Tempo, Lautstärke, Pausen, Betonungen eintragen) |
| Zeichensetzungsregeln (werden verteilt und dürfen ins Merkheft geklebt werden) |