Märchen

Was Märchen eigentlich sind….

Märchen [von mittelhochdeutsch maere »Kunde«, »Nachricht«], Prosaerzählung meist geringen Umfangs, die wunderbare Begebenheiten schildert, bei allen Völkern und zu allen Zeiten verbreitet. Im Deutschen ist der Begriff vor allem bestimmt durch die Sammlung der Brüder Grimm. Die »Kinder- und Hausmärchen« (1812–15) enthalten allerdings auch Geschichten, die im engeren Sinn keine Märchen, sondern Legenden, Fabeln oder Schwänke sind. Eine genaue Abgrenzung, auch zum Mythos, ist kaum möglich.

Merkmale und Typen: Echte Volksmärchen beruhen auf mündlicher Erzähltradition. In Europa wurden sie seit dem 16./17. Jahrhundert gesammelt, aufgezeichnet und dem jeweils herrschenden literarischen Geschmack angepasst. Dennoch haben sich bestimmte gemeinsame Merkmale erhalten: Zeit und Ort sind nicht festgelegt, die Naturgesetze haben keine Geltung, Pflanzen, Tiere und Gestirne können sprechen und sind dem Menschen gleichgestellt, Verwandlungen aller Art dienen als Belohnung oder Strafe, am Ende steht immer der Sieg des Guten, Fleißigen, bestraft werden Faulheit, Bosheit, Hochmut. Zahlen (z. B. 3 und 7) spielen eine wichtige Rolle. Nach der Art der Handlung werden unterschiedliche Märchentypen unterschieden, z. B. Tiermärchen, Zaubermärchen, Feenmärchen (Fee), Lügenmärchen. (Meyer’s Lexikon)

Märchen (mittelhochdeutsch Maere = „Kunde, Bericht, Nachricht“) gehören zur Literaturgattung der Epik. Es handelt sich um kürzere Erzählungen, die von fabelhaften und wunderbaren Begebenheiten berichten, die allesamt frei erfunden sind und keinerlei wirkliche Begebenheiten als Grundlage haben. Sie finden sich zu allen Zeiten und bei allen Völkern dieser Welt. In Deutschland prägten insbesondere die Brüder Grimm den Begriff. Sie haben die Märchen gesammelt und aufgeschrieben. (Wikipedia)

Unter einem Volksmärchen versteht man dank genauer Definition der Literaturwissenschaft  eine kürzere volksläufig-unterhaltsame Prosaerzählung von phantastisch-wundersamen Begebenheiten ohne zeitliche und räumliche Festlegung. Dabei ist die Hauptfigur des Märchens stets so gezeichnet, dass sie zur Identifikation anregt. 
Typisch sind 
*  das Eingreifen übernatürlicher Gewalten ins Alltagsleben 
*  redende und Menschengestalt annehmende Tiere 
*  Tier- oder Pflanzengestalt annehmende verwunschene Menschen 
*  Hexen, Zauberer, Feen, Zwerge, Riesen, Drachen u. ä. 
*  Bestrafung des Bösen - Belohnung des Guten (Happy End) 
*  einfache Form - eindimensionales Erzählen. 

Das Volksmärchen ist aus dem Erzählen des Volkes hervorgegangen und hat den Zusammenhang mit der Erzählweise des Volkes nicht verloren. Es ist daher auch Gegenstand der Volkskunde. In der Erzählweise wird die ganze Welt eingefangen: alles in ihr ist an seinem Platz.  Das Volksmärchen ist auf einfache, naive Weise eine erzählerische, in sich geschlossene Bewältigung der Welt. 
http://www.udoklinger.de/Deutsch/Grimm/Einfuehrung.htm         

Die Brüder Grimm

 

Jacob (1784 - 1863) und Wilhelm (1786 - 1859) Grimm sammelten Deutsche Hausmärchen und schrieben sie in zwei Bänden auf. Dies geschah in den Jahren 1816 - 1818. Beide waren aber außerdem bekannte Wissenschaftler, die sich mit der Sprache beschäftigten. Unter MÄRCHEN versteht man mündlich überlieferte Erzählungen, die wunderbare Begebenheiten schildern. Der Begriff Märchen umfasst Fabeln, Tiergeschichten, Lügengeschichten, Legenden, Novellenstoffe u.a.; man unterscheidet das Volksmärchen (ursprünglich mündliche Überlieferung, kein namentlich bekannter Autor) vom Kunstmärchen (ein Schriftsteller erfindet etwas Märchenhaftes).


 

 Typische Merkmale von Märchen

Märchen sind mündlich überlieferte Erzählungen, die gesammelt worden sind
(z. B. von den Gebrüdern Grimm)

Ort und Zeit sind nicht festgelegt: So beginnen sie oft mit "Es war einmal ..." 
und enden mit dem Satz "Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute."

Märchen haben ein glückliches und gerechtes Ende (z. B. Hochzeit, Reichtum, Befreiung von einem Zauber u. ä. ): Die Guten werden belohnt und machen ihr Glück, die Bösen werden bestraft.

Fantastische Ereignisse mitten im Alltag - es kommen häufig vor:
- Fabelwesen (Drachen, Feen, Hexen, Zwerge, Riesen, Einhörner und Teufel)
- sprechende Tiere, Pflanzen, Dinge
- wunderbare Hilfsmittel: Topf, Zauberlampe u.a.

Ein Mensch muss sich bewähren: geht auf Wanderung, muss schwierige Aufgaben lösen etc.

Es kommen schöne Prinzen und Prinzessinnen vor, oft auch böse Stiefeltern.

Es gibt meistens 3 Aufgaben, 3 Wünsche, 3 Kinder (z. B. Tischlein deck dich)
Die magischen Zahlen 3 ,7 und 12 kommen häufig vor, zum Beispiel:
Die sieben Raben; Schneewittchen und die sieben Zwerge; Der Wolf und die sieben Geißlein;
Das tapfere Schneiderlein (sieben auf einen Streich und drei schwierige Aufgaben);
Der Teufel mit den drei goldenen Haaren; Der  Froschkönig; Aschenputtel  ...Das Märchen vom Rätsel: 12 Mörder

Vieles wird verniedlicht: Brüderchen und Schwesterchen; Schneeweißchen; Rumpelstilzchen

Oft finden sich Gegensätze:
schön, aber arm - hässlich, aber reich - arm, aber gut und freigebig - reich, aber böse und geizig -
dumm - schlau / gottlos - gläubig / bescheiden - maßlos
Zaubersprüche, magische Formeln, magische Gegenstände, Verwandlungen, Verzauberungen, Verwünschungen spielen oft eine Rolle.
 

Schüler
Einführung in die Märchen
Bekannte Märchentexte der Brüder Grimm
Alle Märchen der Brüder Grimm (Texte beim Projekt Gutenberg)
Leseübung zum Märchen Sterntaler
Leseübung zum Märchen Wassernixe

 
Lehrer
Märchen: Lesekompetenz trainieren mit kreativen Übungen - Märchentexte motivieren viele Kinder zum Lesen. Mit kreativen, internetbasierten Übungen lassen sich gleichzeitig das sinnentnehmende Lesen und der Umgang mit einem Autorenprogramm üben.
 
 
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