Lyrik
Gedichte interpretieren
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Übersicht:

Wie interpretiere ich ein Gedicht?
Links zur Gedichtinterpretation
Rhetorik und Stilistik (gute Übersicht!)
Online-Kurs zur Gedichtinterpretation (Passwort!)
Goethe, Erlkönig
Fontane, Brück am Tay
Zur Einteilung in literarische Gattungen
Epochenwanderung
Mittelalterliche Lyrik (Walther)
Barock (Gryphius)
Aufklärung (Lessing)
Exkurs: "Unreine Reime"
Sturm und Drang (Goethe)
Faust I - Text! Max Zimmermann meint, hier sollte man mal ein wenig schmökern!
Selber dichten
 

  Mit manchen Gedichten muss man sich ein bisschen aufhalten und
manchmal erst herausfinden, was schön daran ist.
Solange sie nämlich Mühe machen, verfallen sie nicht. (Brecht)

"Du bist hier, damit das Leben blüht
und die Persönlichkeit,
Damit das Spiel des Mächte weitergeht
und du deinen Vers dazu beitragen kannst." (Walt Whitman)
 
  Wie interpretiere ich ein Gedicht (schriftlich)?

I. Das Gedicht auf sich wirken lassen

1. Lies das Gedicht still für Dich! Sei ganz konzentriert dabei! Lass es auf Dich einwirken!
2. Lies es (nach einer Pause) ein zweites Mal! Lies das Gedicht dabei sinngemäß, d. h. nicht unbedingt nach seiner äußeren Form (Reime, Versende), sondern nach seiner inhaltlichen Aussage! (z. B. ein Enjambement [Zeilensprung] auch wirklich ohne Pause am Versende lesen!)

II. Einleitung- und erster Eindruck

1. Nenne als erstes in Deiner schriftlichen Interpretation noch einmal den Titel des Gedichtes (evtl. auch den Verfasser) und gib kurz den Inhalt wieder! (Worum geht es eigentlich in dem Gedicht?)
2. Beschreibe kurz, wie das Gedicht dem ersten Eindruck nach auf Dich wirkt! (Was Dich erstaunt, befremdet, Dir gefällt oder auch unverständlich vorkommt.)

ZWISCHENBEMERKUNG: Die beiden nachfolgenden Teile III und IV sind in ihrer Reihenfolge beliebig austauschbar; es ist auch möglich, sie in einem Gliederungsabschnitt miteinander zu verschränken, sie aufeinander zu beziehen. Wenn Dir das gelingt, kann Teil V („Übereinstimmung von Gehalt und Gestalt")'evtl. ganz wegfallen oder sich auf eine kurze wiederholende Zusammenfassung beschränken.

III. Die Form (Gestalt) des Gedichts ()

1. Strophen: Anzahl, Anordnung, Länge, Strophenbau
2. Reimschema: Endreim (weiblich, männlich), Stabreim, Paarreim, Kreuzreim, umarmender Reim
3. Sprache: Satzbau, Enjambement, Einschübe, Satzablauf glatt, flüssig oder verzögernd, Wortwahl, Symbole, Vergleiche, Metaphern, Wiederholungen
4. Metrum: Hebungen, Senkungen, Jambus, Trochäus, Rhythmus allgemein

Dies steht nicht in eurem kopierten Leitfaden:

Historischer und biografischer Hintergrund (falls relevant bzw. erforschbar)

IV. Die Aussage (der Gehalt) des Gedichtes

1. Beachte den Titel, die Überschrift des Gedichtes! Geht daraus schon etwas hervor?
2. Gehe zunächst chronologisch vor! Was wird in der ersten Strophe zum Ausdruck _gebracht, was in der zweiten usw.? (Aber schreibe keine Nacherzählung!) Gibt es eventuell Steigerungen, Widersprüche, Wiederholungen?
3. Stelle dar, was der Dichter insgesamt mit dem Gedicht aussagen will! Belege Deine Deutungen mit Textstellen, zitiere!

V Die Übereinstimmung von Aussage und Form (Gehalt und Gestalt)

1. Setze die Formelemente des Gedichtes in Beziehung zur Aussage! Gibt es Übereinstimmungen bzw. Entsprechungen? (Wenn Du dies schon in III und IV behandelt hast, beschränke Dich auf eine kurze Zusammenfassung oder lass diesen Punkt auch ganz weg.)

VI. Eigene Stellungnahme

1. Schreibe auf, was Dich an dem Gedicht am meisten beeindruckt!
2. Erläutere, warum Dir das Gedicht gefällt oder begründe, warum es Dir nicht gefällt oder was Dir gefällt und was nicht und warum  das so ist!
 
  Fahrplan zur Gedichtinterpretation (literatur-wissen.de)
  Wie interpretiere ich ein Gedicht?
  Wie interpretiere ich ein Gedicht (PDF)
  Abfassen einer literarischen Erörterung / Interpretation (Balladen, Erlhönig)
  Epochen deutscher Literatur
  Literaturgeschichte
  Epochen der Lyrik mit Beispielen bis 1925 (Expressionismus) - (sehr empfehlenswert)
   
  Einstieg in die Lyrik-Einheit mit zwei Balladen (Balladeneinheit in Klasse 7!)
   

Text mit Zeilennummerierung

Johann Wolfgang von Goethe

Der Erlkönig

Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
Es ist der Vater mit seinem Kind;
Er hat den Knaben wohl in dem Arm,
Er faßt ihn sicher, er hält ihn warm.

"Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht?"
"Siehst, Vater, du den Erlköig nicht?
Den Erlenkönig mit Kron und Schweif?"
"Mein Sohn, es ist ein Nebelstreif."

"Du liebes Kind, komm geh mit mir!
Gar schöne Spiele spiel ich mit dir;
Manch bunte Blumen sind an dem Strand;
Meine Mutter hat manch gülden Gewand."

"Mein Vater, mein Vater, hörst du es nicht,
Was Erlenkönig mir leise verspricht?"
"Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Kind;
In dürren Blättern säuselt der Wind."

"Willst, feiner Knabe, du mit mir gehn?
Meine Töchter sollen dich warten schön;
Meine Töchter führen den nächtlichen Reihn
Und wiegen und tanzen und singen dich ein."

"Mein Vater, mein Vater, und siehst du nicht dort
Erlkönigs Töchter am düsteren Ort?"
"Mein Sohn, mein Sohn, ich seh es genau:
Es scheinen die alten Weiden so grau."

"Ich liebe dich, mich reizt deine schöne Gestalt;
Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt."
"Mein Vater, mein Vater, jetzt faßt er mich an!
Erlkönig hat mir ein Leids getan!

Dem Vater grauset's, er reitet geschwind,
Er hält in den Armen das ächzende Kind,
Erreicht den Hof mit Müh und Not;
In seinen Armen das Kind war tot.
 

Goethe, "Der Erlkönig" - dreisprachiger Text, verschiedene Vertonungen
Wikipedia zum Erlkönig - schöne Links zu Satiren und Parodien!
Marco Rima veralbert das Gedicht
JDD - Junge Dichter und Denker vertonen das Gedicht
Viele schöne Parodien auf den Erlkönig (hat Max Zimmermann entdeckt!)
   
  Erste Orientierung über die Brück am Tay über das Internet
Vorbemerkung: Zu allen bekannteren Gedichten findet man im Internet vorgefertigte Interpretationen von sehr unterschiedlicher Qualität. Man sollte damit vorsichtig sein. Ist man auf sich alleine angewiesen und muss dann eine Interpretation alleine schreiben, fehlen einem die Vorübungen, wenn man sich zu intensiv im Internet bedient.

Arbeite dich durch die Links, notiere, was dir wichtig erscheint. Vorher (!) lies bitte oben noch einmal nach, was du für eine gute Interpretation eigentlich brauchst!!
 
Der Text der Ballade
Informationen zur Ballade (Wikipedia)
Umfassende Informationen zum Gedicht und Link zum Realismus (Tipp von Sylvana)
Kurzbiografie Fontanes
Die Epoche des Realismus. Hier ein besserer, verständlicherer Text, nehmt lieber den: - und wer ein bisschen weiter rumgucken will: - und natürlich hat die Wikipedia auch was zu bieten:   Bei dieser Umschau entdeckt ihr einige Seiten, die sich mit der gesamten Literaturgeschichte befassen. Die braucht ihr später immer wieder. Merkt euch eine, die euch am verständlichsten erscheint.
Erzählperspektive
  Verfasse einen Text über den poetischen Realismus!
   
Zur Einteilung der Literatur in Epik, Dramatik, Lyrik (Poesie)
Literarische Gattungen
Lückentext dazu (Quelle: )
Zuordnungsübung am Smartboard (nur möglich mit Smartboard-Software)
Lösung dieser Übung (als PDF: )
   
  Wanderung durch die Epochen mit Riesenschritten
  Abschnitt 1: Mittelhochdeutsche Dichtung
   
      Die mittelhochdeutsche Dichtung ist wesentlich gekennzeichnet 
    durch folgende Formen:

Ritterlich höfisches Epos

    Das ritterlich-höfische Epos entstand erst um 1140, als die 
    Ritterburgen nun Mittelpunkt der Kultur waren und die Ritter anfingen,
    sich untereinander Standesdichtungen zu schreiben. 
    Sie achteten auf Reinheit und Rhythmus der Verse und schafften somit ein Idealbild, 
    nach dem sich das ritterliche Leben ausrichten sollte. 

    Der eigentliche Begründer des deutschen Ritterepos war Heinrich von Veldecke  (1140-1204), 
    der sein Hauptwerk Eneide etwa um 1180 verfasste. 

    Was Veldecke begann, führte Hartmann von Aue 1200 mit seinen Werken
    Erec, Gregorius und Der Arme Heinrich weiter.

    Der bekannteste Autor aus dieser Epoche war Gottfried von Straßburg 
    (gestorben um 1200), der mit seiner Bearbeitung von Tristan und Isolde bekannt wurde.
 
Volksepos

    Als zweite Dichtungsform des Mittelalters gilt das Volksepos,
    welches das deutsche Sagengut behandelte. 
    Trotz seines Namens war das Volksepos nicht eine Dichtung aus dem Volk für das Volk, 
    sondern es handelte sich wiederum  um von Rittern für Ritter gedichtete Werke. 
    Zu den berühmtesten Volksepen gehören :
    a. das Nibelungenlied
    b. das Gudrunlid
    c. Dietrich von Bern .
 
Minnegesang


Die dritte Epoche in der mittelhochdeutschen Dichtung war der Minnegesang.
Der Minnegesang widmete sich der Beziehung zwischen Mann und Frau.
Der Inhalt befasste sich meist mit Liebesbotschaften und dem Gespräch zwischen Dame und Ritter.
Man drückte die schmerzliche Trennung der Liebenden aus oder den Tod eines Fürsten.
Jeder Minnesänger verfasste seine Texte und Melodien selbst, wobei das geistige Eigentum streng beachtet wurde.
Die Lieder wurden mit der Geige oder der Fidel vorgetragen oder nur vom Sänger gesungen.
Die Minnelieder waren damals sehr beliebt. Man verbreitete sie erst von Mund zu Mund ,
bevor man sie auf Pergamentstreifen aufschrieb.
Im älteren Minnegesang (vor 1175) trat gewöhnlich die Dame als Werbende auf.
Ab 1175 spricht man vom jüngeren Minnegesang, in dem der Ritter die Dame umwirbt.
 

    Als größter Minnesänger des Mittelalters gilt Walther von der Vogelweide,
    dessen berühmteste Werke in der Blütezeit des Minnegesangs entstanden.
    Dieser Autor ist der vollendetste und vielseitigste Lyriker des  Mittelalters. 
    Er schrieb Mädchenlieder, in denen er echte Weiblichkeit und Anmut preiste, 
    aber auch Spruchdichtungen über politische Angelegenheiten.

   
  Wir suchen uns den Minnesang als Beispiel heraus.
   

Der reine Text von Terra / ZDF - Minnesang ()
  Walther von der Vogelweide ist nicht nur der bekannteste Minnesänger, sondern auch ein Meister der Spruchdichtung. In ihr befasst er sich ebenso mit aktueller Politik wie mit Grundfragen menschlichen Verhaltens. Hier sitzt das Dichter-Ich auf einem Stein und überlegt, ob man Ehre und Besitz und die Gnade Gottes gleichermaßen erlangen kann. Resultat der Überlegung: ohne Frieden und Recht kann es nicht gehen. Doch Friede und Recht – so Walthers Zeiterfahrung – sind sêre wunt: todwund – verletzt und beschädigt.
 
 
"Ich saz ûf eime steine" Originalfassung

(Das Gedicht wurde im Zeitraum von 1190-1202 auf dem Hintergrundder gleichzeitigen Wahl zweier Kaiser im Deutschen Reich geschrieben. Damals wählten die Staufen Philipp von Schwaben und die Welfen Otto IV. zum deutschen Kaiser, so dass im Reich bürgerkriegsähnliche Zustände herrschten.)

Mittelhochdeutscher Text:

    Ich sâz ûf eime steine
    und dahte 1) bein mit beine:
    dar ûf satzt ich den ellenbogen.
    ich hete in mîne hant gesmogen 2)
5 daz kinne und ein mîn wange 3)
    dô dâhte ich mir vil ange 4)
    wie man zer werlte solte leben.
    deheinen rât kond ich gegeben,
    wie man driu dinc erwurbe,
 10der keinez niht verdurbe 5).
    die zwei sint êre und varnde guot,
    daz 6) dicke einander schaden tuot:
    daz dritte ist gotes hulde,
    der zweier übergulde 7).
15 die wolte ich gern in einen schrîn 8).
    jâ leider desn mac niht gesîn,
    daz guot und weltlich êre
    und gotes hulde mêre 9)
    zesamene in ein herze komen.
20 stîge unde wege sint in benomen:
    untriuwe ist in der sâze 10),
    gewalt vert ûf der strâze,
    fride und reht sint sêre wunt.
24 diu driu enhabent geleites niht 11),
    die zwei enwerden ê gesunt.
-Walter von der Vogelweide-

Erläuterungen:

1) inf. decken: bedecken
2) inf. smiegen: schmiegen, hineindrücken
3) meine eine Wange
4) adv. enge, sorgfältig, eindringlich
5) von denen keines verlorenginge (ohne dass eines Schaden nähme)
6) (Neutrum als Zusammenfassung von Substantiven mit verschiedenem Genus) die einander oft Abbruch tun
7) übergulte - was an Geltung etwas anderes übertrifft (lexikalischmöglich wäre auch übergulde als Übergoldung)
8) Kasten für Kleider, Kostbarkeiten, Reliquien
9) dazu
10) Versteck, Hinterhalt
11) haben keinen Schutz (keine Sicherheit), wenn nicht

Übersetzung:
Ich saß auf einem Stein
und schlug ein Bein über das andere.
Darauf setzte ich den Ellbogen.
Ich hatte mein Kinn und meine eine Wange
in meine Hand geschmiegt.
In dieser Stellung dachte ich angestrengt darüber nach,
wie man sich auf der Welt verhalten solle.
Ich konnte keinen Rat geben,
wie man drei Dinge erwürbe,
ohne dass eines von ihnen zugrunde ginge:
die ersten beiden sind Ehre und bewegliche Güter,
was einander oft schadet,
das dritte ist die Huld Gottes,
die noch mehr wert ist als die beiden.
Die alle hätte ich gerne in einem Schrein beisammen.
Ja leider, das ist unmöglich,
dass Vermögen und Ehre bei den Menschen
und dazu noch Gottes Huld
zusammen in ein Herz kommen könnten.
Stege und Wege dazu sind ihnen genommen,
denn die Untreue lauert im Hinterhalt
und die Gewalt zieht offen auf der Straße einher.
Friede und Recht sind schwer verletzt.
Die drei haben keinen Geleitschutz, bevor diese beiden (Friede und Recht) gesunden.
 
Ein zweites Beispiel:

"Under der linden"
Walther von der Vogelweide
 
  Under der linden an der heide,
dâ unser zweier bette was,
dâ mugt ir vinden schône beide
gebrochen bluomen unde gras.
vor dem walde in einem tal -
tandaradei!
schöne sanc die nachtigal.

Ich kam gegangen zuo der ouwe,
dô was mîn friedel komen ê.
da wart ich enpfangen hêre frouwe,
daz ich bin sælic iemer mê.
kuster mich? wol tûsenstunt!
tandaradei!
seht, wie rôt mir ist der munt.

Dô het er gemachet also riche
von bluomen eine bettestat.
des wird noch gelachet innecliche,
kumt iemen an daz selbe pfat.
bî den rôsen er wol mac -
tandaradei!
merken, wâ mirz houbet lac.

Daz er bî mir læge, wessez iemen,
- nu enwelle got - sô schamt ich mich.
wes er mit mir pflæge, niemer niemen
bevinde daz wan er unt ich
und ein kleinez vogellîn!
tandaradei!
daz mag wol getriuwe sîn.
 
Unter den Linden auf der Heide,
wo unser gemeinsames Bett war,
könnt ihr es sehen:
gebrochene Blumen und gedrücktes Gras
vor dem Wald in einem Tal -
Tandaradei -
schön hat die Nachtigall gesungen.

Ich kam zu der Wiese
da kam auch mein Liebster hin
und empfing mich - O, Heilige Maria,
wie hat er mich selig gemacht!
Küßte er mich? Wohl tausendmal!
Tandaradei!
Seht wie rot mein Mund geworden ist.

Da hatte er ganz toll
ein Bett aus Blumen gebaut,
erst wurde (nur) gelacht, sehr verliebt...
käme jemand an diesen Pfad,
könnte er wohl bei den Rosen merken,
Tandaradei!
was wir getrieben haben.

Wie er bei mir lag, wüßt' es jemand,
- um Gottes Willen - ich schämte mich,
was er mit mir angestellt hat, niemals,
niemals sag ich's, das bleibt unter uns
und der kleine Vogel-
Tandaradei -
der wird wohl verschwiegen bleiben.
 

Das Lied vertont

Alles zum Text und seiner Übersetzung

Weitere Übertragungen ins Neuhochdeutsche
   
  Aufgaben zur mittelalterlichen Lyrik (PC-Raum oder zu Hause)
  Passen euch meine Links nicht, könnt ihr auch selber recherchieren...
  1. Am Ende des Abschnitts "Mittelhochdeutsche Dichtung" (direkt über diesem Arbeitsauftrag) findet ihr ein Gedicht von Walther von der Vogelweide - "Under der linden". Schreibe die mittelhochdeutsche und die übersetzte Fassung in dein Lyrikheft!

 

2. Informiere dich hier genauer über den Minnesang und Minne und verfasse eine kurze Erläuterung dazu für dein Lyrikheft!

3. Schau dich hier um und verfasse für dein Lyrikheft eine Kurzbiografie von Walther!
4. Hier findest du ein Kurzvideo über die "Manessische Handschrift". Schau es dir an! Jetzt weißt du, was diese Handschrift ist, was sie darstellt und welchen Wert sie hat.
5. Lies dir die Erklärung genau durch und formuliere einen Kurzeintrag über die "Manessische Liederhandschrift" für dein Lyrikheft; das im Video gewonnene Wissen kannst du natürlich mit einfließen lassen!
6. ...und hier findest du die gesamte Manessische Handschrift digitalisiert! Nimm dir Zeit und studiere diese einmaligen Zeichnungen! Wähle eine aus und fertige mit Bleistift eine Skizze in deinem Lyrikheft an. Zu Hause zauberst du dann eine möglichst perfekte Kopie daraus. Merke dir dazu Nummer und Titel, den Link findest du ja hier jederzeit wieder.
   
  Abschnitt 2: Barock

Text des Sonetts von Andreas Gryphius "Alles ist eitel" mit Arbeitsaufträgen (PDF)

Lies die ersten eineinhalb Seiten zum Barock und fasse schriftlich zusammen! Freiwillig drafst du gerne weiterlesen, schaden kann es nichts!

Ergänzend schau dich bitte hier um!

Informiere dich hier über Gryphius und  was ein Sonett ist!
   
  Abschnitt 3: Aufklärung

 


Gotthold Ephraim Lessing - Der Tanzbär


Ein Tanzbär war der Kett’ entrissen,
Kam wieder in den Wald zurück,
Und tanzte seiner Schar ein Meisterstück
Auf den gewohnten Hinterfüßen.
"Seht", schrie er, "das ist Kunst; das lernt man in der Welt.
Tut es mir nach, wenn’s euch gefällt,
Und wenn ihr könnt!" - "Geh", brummt ein alter Bär,
"Dergleichen Kunst, sie sei so schwer,
Sie sei so rar sie sei,
Zeigt deinen niedern Geist und deine Sklaverei."

Ein großer Hofmann sein,
Ein Mann, dem Schmeichelei und List
Statt Witz und Tugend ist;
Der durch Kabalen steigt, des Fürsten Gunst erstiehlt,
Mit Wort und Schwur als Komplimenten spielt,
Ein solcher Mann, ein großer Hofmann sein,
Schließt das Lob oder Tadel ein?

   
  Exkurs: "Unreine Reime" sind Reime, die nicht völlig übereinstimmen:
  Unreinheit der kurzen Vokale:
i: ü
Es funkeln auf mich alle Sterne
Mit glühendem Liebesblick,
Es redet trunken die Ferne
Wie von künftigem, großem Glück!

e : ö
Sitzen da in dunklen Löchern,
Trinken aus den trüben Bechern

ä : ö
Doch nun holt der kleine Rächer
Spitze Pfeile aus dem Köcher.

Lange Vokale und Diphthonge:

i : ü
Und langsam knarrt des Stalles Tür, -
Die Uhr schlägt vier.

e : ö
Ein heiliger Bezirk ist ihm die Szene,
Verbannt aus ihrem festlichen Gebiet
Sind der Natur nachlässig rohe Töne.

ä : ö
Beseligend war ihre Nähe,
Und alle Herzen wurden weit,
Doch eine Würde, eine Höhe ...

e : ä
Und wie nach hoffnungslosem Sehnen
Nach langer Trennung bittrem Schmerz
Ein Kind mit heißen Reuetränen ...

ei: eu
Und in der Grazie züchtigem Schleier
Nähren sie wachsam das ewige Feuer.
Geschmückt mit grünen Reisern,
zog heim zu seinen Häusern. (Bürger)

Langer Vokal reimt mit kurzem:

a : a / u : u
Trübe Wolken, Herbstesluft,
Einsam wandl ich meine Straßen,
Welkes Laub, kein Vogel ruft -
Ach, wie stille! wie verlassen!(Lenau)

i : i
Schweben weit, in Eins verspielt.
Städte, die wir nachts durchzogen,
Sind ein einfach-lichtes Bild

o : o
Sie trat hinzu und brach davon
Und fand auf diesen Tag den Ton.
  Abschnitt 4: Sturm und Drang

Goethe "Willkommen und Abschied" (Texte beider Fassungen)

Informiere dich weiter über die literarische Epoche des Sturm und Drang! Den Text von hier: hast du bereits

Goethes Liebeslyrik findet ihren stärksten Ausdruck in den "Sesenheimer Liedern"

Interpretation von "Willkommen und Abschied" von Linda Karges (PDF)
   
  Hilfen beim Dichten
   
Reimlexikon der "Lyrikecke"
Online-Reimlexikon (Begriffe mit der gleichen Endung finden)
Endung eingeben - Reimwörter werden aufgeführt
Reimbox - Endung eingeben, los geht's! Auch Synonyme

Auch ein Synonymwörterbuch kann helfen...
   
Hier gibt es eine übersichtliche Aufstellung zu Vers, Versfuß und Kadenz
Hier ist die Sache ausführlicher beschrieben
 
 
   
   
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