Groß- und Kleinschreibung - Fälle bestimmen - Geschichten schreiben - Zeichensetzung bei wörtlicher Rede -
Bildergeschichten - Vergangenheitsformen üben - Lange und kurze Vokale - s-Laute - Kreuz  und quer
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Groß- und Kleinschreibung

Eigentlich ist die Sache gar nicht so schwer. In der deutschen Sprache wird nur in drei Fällen großgeschrieben: Alle Nomen (Substantive, Namenwörter), alle Satzanfänge und die Sie-Anrede im Brief oder der wörtlichen Rede. Leider ist es aber doch ziemlich kompliziert herauszufinden, wann ein Wort denn nun ein Nomen ist und wann nicht. Dabei gibt es aber ein paar einfache Regeln. Zu jedem Nomen gibt es einen unbestimmten oder bestimmten Artikel (Begleiter): ein Mann, ein Kind, eine Frau - der Mann, das Kind, die Frau. Häufig sind diese Artikel in anderen Wörtern versteckt: am (an dem), zum (zu dem), beim (bei dem), aufs (auf das), durchs (durch das) und so fort. Es ist also nicht so schlecht, wenn man ein paar Zusatzregeln kennt, die aus der Grammatik stammen. So ist zum Beispiel jedes Wort (außer den Pronomen, also den stellvertretenden Fürwörtern), das man mit einer Fall-Frage erfragen kann (wer oder was?, wessen?, wem?, wen oder was?) ein Nomen.
Anders herum weißt du ja schon, dass alle Wörter, die du mit Was tut...? Was geschieht...? erfragen kannst, Verben (Tuwörter, Tätigkeitswörter) sind und kleingeschrieben werden müssen. Ebenso weißt du, dass alle Wörter, die du mit Wie? erfragen kannst, Adjektive (Wiewörter) sind und auch kleingeschrieben werden müssen.
So, mit diesen Regeln kannst du fast alles richtig schreiben.....

Hier findest du die Regeln noch einmal kurz im Überblick:

1. Das erste Wort am Satzanfang oder in einer Überschrift schreibt man groß.

2. Das erste Wort einer wörtlichen Rede schreibt man groß!

3. Nomen werden großgeschrieben.
Signalwörter:
der, die, das, des, dem, den, eine, ein, eines, einem, am (=an dem), ins (= in das), vom (= von dem), zum (=zu dem), ans (=an das) usw.
(!) Zwischen Signalwort und Nomen kann sich ein Adjektiv schieben (der graue Wal).

Wörter mit den Endungen –heit, -keit, -ung, -tum, -schaft und –nis, sind Nomen und werden ebenfalls großgeschrieben.

4. Verben können als Nomen gebraucht werden. Man schreibt sie groß.
(das Füttern, sein Lachen, beim Fressen)
Signalwörter :
der, die, das, des, dem, den, ein, eines, einem, mein, dein, sein, ihr, euer, unser, ihr, am, beim, im, zum, vom, usw.
(!) Zwischen Signalwort und einem als Nomen verwendeten Verb kann sich ein Adjektiv schieben (das laute Schreien).

5. Adjektive können als Nomen gebraucht werden. Man schreibt sie groß.
(im Allgemeinen, das Beste)
Signalwörter:
der, die, das, ein, eine, etwas, viel, manches, wenig, nichts, alles
(!) Die Höchststufe des Adjektivs wir immer klein geschrieben: am besten, am schönsten.
Aber: Es ist das Schönste, was ich je gesehen habe. Für mich war das Größte der Ballonflug.
 

Mach doch hier gleich mal einen kleinen Test!

Groß oder klein Nr. 1
 

Oft Helfen dir kleine Wörter dabei herauszufinden, ob groß- oder kleingeschrieben werden muss. Pass also genau auf!
Diese Aufpass-Wörter (=Signalwörter) sind im folgenden Text fett gedruckt. Lies den Text genau und überlege, was groß- und was kleingeschrieben werden muss! Schreibe den Text ab und verbessere dabei!
 
EIN SCHMALER BLONDER VERSPRACH NICHTS GUTES.
VOM SCHWIMMEN HIELT DER ALTE NICHT MEHR VIEL.
ALLES GUTE KOMMT VON OBEN.
ETWAS BESONDERES IST DAS REITEN IM DUNKELN.
VOR DER DUNKELHEIT KANN MAN SICH FÜRCHTEN.
ES IST ZUM VERZWEIFELN! VOM RAUCHEN BEKOMMT MAN MANCHMAL GELBE FINGER. HEUTE HAT RUDI KEINE LUST ZUM SPIELEN. LEIDER HAT MAN IHN BEIM ABGUCKEN ERWISCHT. AM HINKEN HABE ICH DEN DIEB WIEDERERKANNT.
Lösungen L
Jetzt kannst du diese Übungen erledigen:
Groß oder klein Nr. 2
Hier geht es darum, ganze Sätze oder Teilsätze richtig zu schreiben!
Groß oder klein Nr. 3
 
Hier folgen jetzt einige Texte in denen alles klein- oder großgeschrieben ist - und du musst herausfinden, wie die Texte richtig geschrieben werden:

Text abschreiben, Fehler verbessern!
carlonis erster fall: "die lauten schreie"
detektiv carloni trat gerade aus dem hausflur, als er heftige schreie hörte. sein feiner gehörsinn sagte ihm, dass die lauten rufe aus dem haus gegenüber stammten.
schnellen schrittes stürmte er über die straße bis zu einer verschlossenen eingangstür.
noch immer hörte er die jämmerlichen rufe und es war höchste eile geboten.
im ersten stock des hauses sah er ein geöffnetes fenster. eilig besorgte er sich eine leiter und kletterte in den hausflur.
er war so aufgeregt, dass er mehrmals stolperte, als er sich auf dem weg in die obere etage befand.
die rufe wurden immer lauter.
als er der quelle der schreie nah genug gekommen war, sah er zu seinem erstaunen einen laufenden fernseher.
jemand hatte die lautstärke sehr hoch gestellt, das fenster geöffnet und einen spannenden film laufen gelassen.

Übe diesen Text mit einem Lückentext!

Lösungen L
 
TEXT ABSCHREIBEN – FEHLER VERBESSERN!
ZUM GEBURTSTAG WÜNSCHE ICH DIR ALLES GUTE.
ES IST AM BESTEN, WENN DU JETZT NACH HAUSE GEHST.
DER ABEND WURDE DENNOCH EIN VOLLER ERFOLG.
ICH FAHRE ABENDS MIT DEM BUS NACH HAUSE.
STELL DIR VOR, GESTERN ABEND FIEL DER STROM AUS.
SCHMATZ’ NICHT BEIM ESSEN.
DAS RICHTIGE ZU TUN, IST NICHT IMMER LEICHT.
ÜBER DEN NEUEN TRAINER HÖRT MAN WENIG GUTES.
NUR WENIGE HATTEN HEUTE DIE HAUSÜBUNG. DIE EINEN WAREN ZU FAUL, DIE ANDEREN KANNTEN SICH NICHT AUS.
LEIDER KANN DER EINZELNE NUR WENIG GEGEN DIE UMWELTZERSTÖRUNG AUSRICHTEN.
DIE TÄTER WURDEN GESTERN VERHAFTET. DIE BEIDEN HATTEN KEIN ALIBI.
DIE NACHRICHTEN BRACHTEN NICHTS NEUES.
ER HAT SCHULD AN DIESEM UNFALL. AUCH SIE IST SCHULD.
IN UNSERER KLASSE KÖNNEN DIE MEISTEN GUT SCHWIMMEN, NUR WENIGE ABER GUT SCHI FAHREN.
AUF DEM KURS LERNTE ICH VIEL INTERESSANTES.
SCHON EINIGE MALE WURDE ER WEGEN RASEREI ANGEZEIGT.
Lösungen L
Drei weitere kleine Übungstexte (Abschreiben, Fehler verbessern!)

Text Nr. 1:
der herbst kündigt sich an. der laubwald erhält eine wunderbare farbenvielfalt. die bäume verlieren mit den kalten und stürmischen temperaturen immer mehr blätter. dann bleiben nur die kahlen äste zurück. von tag zu tag wird es kühler.

Text Nr. 2:
im herbst gibt es auch schöne dinge. gerade die kinder haben viel spaß, wenn sie ihre drachen steigen lassen. andere kinder sammeln viele kastanien und basteln damit lustige und fantasievolle tiere mit ihren freunden. manche sammeln sogar verschiedenste bunte blätter und pressen sie, um dann lustige bilder daraus zu gestalten.

Text Nr. 3:
heute ist ein schöner tag. susi und peter wollen nach der schule ihre neuen drachen steigen lassen. gemeinsam marschieren sie auf ein nahe gelegenes feld. schon flattern ihre drachen im wind und schaukeln wild umher. peters fluggerät fliegt in die nähe eines strommastens. susi ruft: pass auf! es droht lebensgefahr! doch es ist noch einmal gut gegangen. zusammen gehen sie müde zurück.

Lösungen L
 
 
Weitere Online-Übungen zur Großschreibung
Übung A
Übung B
Übung C
Übung D
Übung E
Übung F
Übung G
Übung H
Nominalisierung von Adjektiven
Nomen finden
Nominalisierte Verben finden
 
 
 
Von (fast) jedem Nomen kann man einen Plural (Mehrzahl) bilden. Erledige die folgende Übung!
Plural bilden
 
Nomen können in vier Fällen stehen. Zu jedem Fall (lateinisch: Kasus) gehört eine Frage. Diese Fälle mit ihren Fachbezeichnungen und Fragen heißen
1. Fall Nominativ Wer oder was?
2. Fall Genitiv Wessen?
3. Fall Dativ Wem?
4. Fall Akkusativ Wen oder was?
Wenn du also herausfinden willst, in welchem Fall ein Nomen im Satz steht, muss eine dieser vier Fragen passen - sonst kann es sich nicht um ein Nomen handeln!
In der folgenden Übung schreibst du bitte jeweils in die Lücke hinter einem Nomen, in welchem Fall es steht. Verwende die Fachbezeichnungen Nominativ usw.! Wenn dir das sehr schwer fällt, dann ist das nicht so schlimm - wir beschäftigen uns später noch sehr viel genauer mit dieser Sache.

Fälle bestimmen
 
Die Erkennungswörter oder Nomensignale zusammengefasst:
bestimmter Artikel - der Mann, die Frau, das Haus
unbestimmter Artikel - ein Mann, eine Frau, ein Haus
Pronomen - sein Haus, eure Tasche, unsere Klasse, ihr Taschentuch.....
versteckter Artikel - zum Rudern (zu dem Rudern), vom Trinken (von dem Trinken), am, beim ...
Endungen: -heit, -keit, -nis, -ung, -schaft, -tum  (Einheit, Fröhlichkeit, Finsternis, Atmung,  Freundschaft, Altertum
vorangestelltes Adjektiv - der kahle Baum, das runde Ei
 
Geschichten schreiben

Vor dem Schreiben einer Geschichte lege ich mir im Kopf einen Plan zurecht:
1. Wovon handelt die Geschichte ?
2. Womit will ich beginnen?
3. Was ist das Wichtigste?
4. Wie soll die Geschichte enden?


Jetzt kann ich die Geschichte in Stichworten aufschreiben - oder gleich beginnen.
Dabei überlege ich, was der Leser am Anfang wissen muss, um die Geschichte zu verstehen. Dies schreibe ich in die Einleitung. Hier entscheide ich mich auch schon dafür, in welcher Zeit ich meinen Text schreibe. Ich muss also jetzt immer besonders auf die Verben achten, denn die zeigen ja an, in welcher Zeit meine Geschichte spielt!

Im Hauptteil erzähle ich nun das eigentliche Ereignis, das Wichtigste. Das kann sehr spannend, sehr lustig, sehr dramatisch oder sehr traurig sein. Das hängt vom Thema, vom Inhalt der Geschichte ab. Ich muss der Reihe nach erzählen, sonst kommt der Leser durcheinander. Was ich erzähle, muss zusammenpassen. Ich versuche auch, das Spannendste oder das Witzigste nicht zu früh zu verraten, sonst hört nachher keiner mehr zu. Also bereite ich diesen Höhepunkt des Hauptteiles langsam vor. Fachleute reden vorn einer "Spannungskurve": Die Spannung soll langsam ansteigen (der Hörer oder Leser wird immer neugieriger...) dann soll der Höhepunkt kommen!
Jetzt soll der Leser noch erfahren, wie die Sache ausgegangen ist - oder welche Folgen sie hatte. Dieses gehört in den Schluss eines Textes. Am Ende kann auch ein eigener Gedanke von mir stehen, wie ich das ganze finde - oder was ich anders machen würde. Auf jeden Fall passt da gut etwas hin, was die ganze Sache ein bisschen zusammenfasst.

Das alles ist wichtig für den Inhalt meiner Geschichte. Aber das allein macht noch keine wirklich gute Geschichte.

Was muss also noch alles dazukommen?

1. Ich versuche, überschaubare Sätze zu bilden. Wenn ein Satz zu lang wird, schaue ich, wo ich sinnvoll einen Punkt setzen und einen neuen Satz beginnen kann. Die Satzanfänge dürfen sich nicht wiederholen. Das kann ich gut vermeiden, wenn ich einfach ein anderes Wort des Satzes an den Anfang stelle, den Satz also umstelle.

2. Ich versuche, Nomen und Verben durch Adjektive genauer zu beschreiben, das macht die Sache anschaulicher und lebendiger. Ob jemand "durch die Nacht rennt" oder ob jemand "atemlos durch die stockdunkle Nacht rennt" - das macht doch schon einen Unterschied, oder? Überhaupt versuche ich, viele verschiedene Nomen, Verben und Adjektive zu verwenden. Um Wiederholungen von Namen oder anderen Nomen zu vermeiden, verwende ich Pronomen (Stellvertreter). Das geht aber nur dann, wenn der Leser genau weiß, um wen oder was es sich gerade handelt.

3. Oft kann eine Geschichte durch Wörtliche Rede lebendiger werden. Dabei kann ich die Begleitsätze mal an den Anfang, mal in die Mitte, mal an das Ende setzen. Aber bloß nicht zuviel davon, dann schaut nachher keiner mehr durch. Natürlich muss ich auch die Zeichen richtig setzen.

Wiederhole hier die Zeichensetzung bei wörtlicher Rede!

4.Wenn ich das alles möglichst gut und genau befolgt habe, dann ist es sehr wichtig, den fertigen Text mindestens zweimal ganz gründlich durchzulesen. Dabei fällt mir nämlich meistens noch eine Menge auf. Nicht nur Rechtschreibfehler, sondern auch anderes kann ich dabei noch entdecken:
- störende Wiederholungen
- Zeitfehler
- Stellen, wo gut noch ein Adjektiv hinpassen könnte
- unvollständige Sätze
- oder fehlt noch etwas ganz Wichtiges?

Bei der nächsten Geschichte, die du schreibst, legst du dir diesen Text daneben - schaust immer mal rein und versuchst, möglichst viel von dem, was hier aufgeschrieben ist, zu beachten. Besonders, wenn dein Text fertig ist, lohnt es sich, hier einmal nachzuschauen! Vielleicht fällt es dir mit dieser Hilfe ein bisschen leichter nächstes Mal....????

Bildergeschichten
Die Vater-und-Sohn-Geschichten eignen sich besonders gut, das Schreiben von Geschichten auszuprobieren. Frage deinen Lehrer danach!

Erzählzeit

Wenn, so hast du jetzt gelernt, eine Geschichte geschrieben wird, musst du dich für eine Erzählzeit entscheiden. Meistens wird die Vergangenheit (das Präteritum) gewählt. Das entscheidet sich im ersten Satz deiner Geschichte. Du musst diese Zeit dann auch durchhalten. Die Vergangenheit ist eine Form, die wir mündlich eigentlich nicht verwenden, da benutzen wir fast immer die vollendete Gegenwart (das Perfekt). Du sagst sicher nicht morgens: "Ich schlief schlecht." Du sagst: "Ich habe schlecht geschlafen." Die Formen des Präteritum sind deswegen häufig ungewohnt. Damit es dir leichter fällt, findest du hier einige Übungen:
ich trinke - ich trank
ich trinke - du trankst
 

Lange und kurze Vokale
Unser Alphabet hat 26 Buchstaben. Davon sind 5 Vokale (Selbstlaute), nämlich a-e-i-o-u. Man nennt sie Vokale oder Selbstlaute, weil sie selbst - ohne einen zweiten Buchstaben - klingen. Alle anderen Buchstaben sind Konsonanten (Mitlaute). Sie erklingen nur mit einem Vokal zusammen. Es gibt Wörter mit kurzen und Wörter mit langen Vokalen. Das Unterscheiden von kurzen und langen Vokalen ist für das richtige Schreiben von Wörtern sehr wichtig. Probiere hier einmal, ob du auf Anhieb richtig liegst: Lange und kurze Vokale

Lange Vokale werden verschieden geschrieben:
1. Das Dehnungs-h: sahnig - dehnen - Sohn - ihr - Pfuhl
2. Das Dehnung-e (nur hinter einem i): Dieb - Sieb - Liebe - Biene
3. Der Doppel-Vokal: Saat - Meer - Moor - Tee - Fee - Haar
4. Zusammentreffen von ie und Dehnungs-h: du siehst - er zieht  (dabei stammt das h aber von der zweiten Silbe des Verbs im Infinitiv: se-hen, zie-hen
5. Ein langer Vokal kann auch lang sein ohne jedes Dehnungszeichen: Tal - Schal - Ton - Schaf - wir

Auf einen kurzen Vokal können zwei gleiche Konsonanten folgen (Doppelkonsonanten), es kann tz oder ck folgen - oder leider auch nichts von alledem - hier helfen zwar ein paar Regeln, aber das Einprägen und Üben schwieriger Wörter bleibt immer noch die wirksamste Methode! Kommen nach einem kurzen Vokal zwei aufeinanderfolgende unterschiedliche Konsonanten, darf nichts verdoppelt werden, z. B. Hände, verschwunden, rangeln, bange...

Wörter mit kurzem Vokal und Doppelkonsonant:
Kurzes a: Affe, Tasse, Kanne, Falle ...
Kurzes ä: Fälle, Blässe, Pässe ...
Kurzes e: Kelle, rennen, Penne, kennen ...
Kurzes i: Pille, rinnen, beginnen, Kinn ...
Kurzes o: Tonne, kommen, Sonne, toll ...
Kurzes ö: können, Löffel, gönnen ...
Kurzes u: Schluss, Kuss, Kummer, Hummer ...
Kurzes ü: Schüssel, Fülle, Gülle ...

Merke: Alle Wörter mit einem Doppelkonsonant werden nach dem ersten der beiden Konsonanten getrennt: Kel - le, Tas - se ...

Wenn du genau hinschaust, dann stellst du fest, dass bei diesen Wörtern der Doppelkonsonant immer zwischen zwei Vokalen steht. Also Kelle, Tanne ... Bei einsilbigen Wörtern wie Fall, musst du das Wort nur verlängern, dann hast du wieder den Doppelkonsonanten zwischen zwei Vokalen: Fall - Fälle. Daher lautet eine
Regel: Ein Doppelkonsonant kommt nur zwischen zwei Vokalen vor!

Wörter mit kurzem Vokal und ohne Doppelkonsonant:
Hier findest du jetzt Wörter mit kurzen Vokalen, die keinen Doppelkonsonanten haben:
Helm, Bank, Zink, Schlange, Wind, Volk, Wolke, Harke...
Wenn du wieder genau hinschaust, dann siehst du, dass hier nach dem kurzen Vokal zwei unterschiedliche Konsonanten folgen. Daraus können wir wieder eine Regel machen:
Regel: Folgen auf einen kurzen Vokal zwei unterschiedliche Konsonanten, kann niemals auf den kurzen Vokal ein Doppelkonsonant folgen!

Wörter mit ck oder tz
Häufig folgen auf einen kurzen Vokal tz oder ck:
Katze, Fratze, Hitze, Ritze, Klotz, hetzen ...
blockieren, dreckig, Hecke, dick, Blick

Hier gilt wieder: ck und tz kommen nur zwischen zwei Vokalen vor (notfalls verlängere das Wort wieder oder bilde eine abgeleitete Form!).
Eine kleine Regel hilft zusätzlich:
Nach l, m, n, r, das merke ja,
kommt nie tz und nie ck.

Also: Harke hat zwar genau so ein kurzes a wie Hacke, aber da nach dem a ein r folgt, darf kein ck stehen!

Merke: Nach den neuen Regeln werden Wörter mit tz zwischen t und z getrennt:
Kat - ze, het - zen
Das ck allerdings muss immer zusammenbleiben: Ha - cke, ba - cken.

Zusammenfassung: Lange und kurze Vokale -

S-Laute

Jedes Eszett muss danach geprüft werden, ob sich davor ein kurzer oder langer Vokal befindet. Nach kurzem Vokal wandelt sich das bisherige Eszett in Doppel-s, nach langem Vokal bleibt es auch in Zukunft erhalten. Zu den langen Vokalen zählen übrigens auch das "ie" und die so genannten Diphthonge (Doppel-oder Zwielaute) "ei, eu, äu, au".

Was heißt das in der Praxis? Die Masse - die Maße, er schoss - der Schoß, der Strass - die Straße: Durch die Schreibung mit Doppel-s oder Eszett wird eindeutig, wie der entsprechende Vokal auszusprechen ist, und damit auch, um welches Wort es sich handelt.

Da der Laut, den das Eszett bezeichnet, nur im Wortinneren oder am Wortende vorkommt, wird es nur in der Kleinschreibung verwendet. Ein großes Eszett lässt sich nur in ein Doppel-s auflösen: STRASSE oder GROSSSCHREIBUNG. Das Eszett fügt sich nicht ins Alphabet ein. Und überhaupt gibt es das Eszett nur im Deutschen. Ein echter Außenseiter also.

Die neue ss/ß-Regelung ist eine der wenigen, bei der es tatsächlich keine Ausnahmen gibt. Deshalb muss auch das "daß" jetzt als dass geschrieben werden.

Eszett bleibt bei Eigennamen

Wem innerhalb eines Wortes zu viele S, nämlich mehr als zwei, erscheinen, der sei noch einmal an den Bindestrich erinnert. Neben Nussschokolade und Passstelle sind also auch die Schreibweisen Nuss-Schokolade und Pass-Stelle möglich.

Zum Schluss noch ein paar Beispiele für veränderte Schreibungen: Fluss, er muss, ich wusste (aber: ich weiß), Schloss, Hass, bisschen, Nuss, Verschluss, Kuss, er riss (aber: er reißt) und viele andere mehr. Vorsicht gilt aber bei Eigennamen! Sie sind grundsätzlich nicht von der Reform betroffen. Es bleibt also bei Darß und Litfaßsäule.

Quelle

Vermischte Übung - erkenne kurze und lange Vokale und schreibe richtig!


Lange und kurze Vokale nach der Rechtschreibreform

Im Deutschen gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Länge oder Kürze eines betonten Vokals (Selbstlauts) zu kennzeichnen. Für die langen Vokale ist die Palette bunt: Der Vokal selbst wird verdoppelt (Saal, Moor), er wird durch ein angefügtes "h" verlängert (Ruhm, fahren), das "i" erhält ein "e" (spazieren, Tier) oder der Vokal bleibt, wie er ist (Rute, Mond). Das führt zu einer variantenreichen Schreibung desselben Lautes: Wal - Aal - Mahl - Qual.

Anders ist es bei einem kurzen Vokal. Hier haben wir nur die Möglichkeit, den nachfolgenden Konsonanten (Mitlaut) zu verdoppeln: bitten, Ampulle, wenn, Paddel. Diese Regel erklärt auch, warum wir Galopp und nicht Gallop schreiben. Der betonte Vokal ist das "o", also wird "p" verdoppelt. Es gab bisher einige Wörter, die sich dieser Kürze-Regel entzogen haben und mit der Rechtschreibreform angeglichen wurden. Dazu gehören Karamell (bisher: Karamel), Mopp (Mop = Staubwedel), Ass (As), Messner (Mesner), Tollpatsch (Tolpatsch), Stepp (Step, Stepp tanzen) und Tipp (Tip).

Das gute alte "Stopp" bleibt sich treu: Wer sich von den entsprechenden roten Verkehrsschildern orthographisch in die Irre leiten lässt, hat nicht bedacht, dass wir es hier mit einem international gültigen Terminus zu tun haben. Im Englischen heißt es natürlich "stop", aber eben nicht im Deutschen.

Ausnahmen: Keine Regel ohne Ausnahme und so ist es auch hier. Es gibt insgesamt acht Gruppen von Wörtern, die von dieser Regel bisher nicht betroffen waren und es auch in Zukunft nicht sein werden:

1. Viele einsilbige Wörter, die häufig aus dem Englischen stammen - Bus, Jet, Job, Pop, Klub - abgeleitet aber: jetten, jobben, poppig; Ausnahmen: Tipp, Stepp

2. Die fremdsprachigen Nachsilben -ik und -it, auch wenn sie kurz gesprochen werden - Kritik, Profit

3. Wortbestandteile, die nicht selbstständig vorkommen - Damwild, Sperling, Himbeere

4. Viele Fremdwörter - Ananas, April, Hotel, Roboter

5. Wörter mit den unproduktiven Nachsilben -d, -st, -t: Brand - trotz
brennen, Gespinst - trotz spinnen, Geschäft - trotz schaffen

6. Viele einsilbige Wörter mit grammatischer Funktion - an, im, man, plus, was

7. Verbformen: ich bin, er hat

8. Einzelne Wörter: Drittel (nicht Dritttel), dennoch (nicht dennnoch) und
Mittag (nicht Mitttag).

Schau mal, ob du die Sache verstanden hast! Hier ist ein Text mit versteckten Fehlern:

Quelle:

Auf Anregungen, Ergänzungen, Verbesserungen - Erfahrungen mit diesen Materialien im Unterricht -bin ich angewiesen. Nur damit kann die Sache immer besser werden. Also: Eintrag ins Gästebuch - oder eine E-Mail schreiben!

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