Formen schriftlicher Äußerung
|
Die
Inhaltsangabe |
|
|
| Zwei
Beispiele, Regeln aufzustellen: 1.Inhaltsangabe aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie Eine Inhaltsangabe oder Zusammenfassung bietet eine Übersicht über den wesentlichen Inhalt eines Textes, Filmes oder Ereignisses. Gebräuchliche Formen von Inhaltsangaben sind das Inhaltsverzeichnis, das Abstract und andere Formen dokumentarischer Referate. Auch die englische Bezeichnung Summary ist in wissenschaftlichen Arbeiten üblich. Im Gegensatz zu einem aus dem Französischen Resumé bzw. Fazit oder einem Review enthalten Inhaltsangaben keine Interpretationen und Bewertungen. Im Gegensatz zu Nacherzählungen dürfen Inhaltsangaben keine Spannungsbögen enthalten und werden in der Regel in der Gegenwart (Präsens, bei Vorzeitigkeit Perfekt) abgefasst. Da Inhaltsangaben in der Regel wesentlich kürzer als der Originaltext sein sollen, müssen sie zwangsläufig Teile des Inhalts auslassen. Sie können als Mittel der Sacherschließung dienen. Aufbau [ • Keine Spannung • Präsens • Übersichtlicher Aufbau • Basissatz am Anfang (Titel, Autor, Textart etc.) • Eine Inhaltsangabe ist logisch, chronologisch, nachvollziehbar • Wiederholungen aller Art vermeiden; abwechslungsreich schreiben • Keine direkte Rede; sondern indirekte Rede • sachliche und nüchterne Sprache, keine Schilderungen • Inhalt mit eigenen Worten wiedergeben (keine Textstellen aus dem Text verwenden) • keine Gefühle hineinbringen (außer die der Personen aus dem Text) Quelle: Die Inhaltsangabe Eine Inhaltsangabe berichtet über einen Text (Erzählung, Kurzgeschichte, Roman, Drama, Gedicht, Film, ...) und soll den Leser sachlich informieren, worum es geht. Dabei beschränkt sie sich auf das Wesentliche. Aufbau In der EINLEITUNG nennt man den Titel, die Textsorte, den Verfasser und fasst den Inhalt in einem Satz zusammen. Im HAUPTTEIL wird der Inhalt so knapp wie möglich mit eigenen Worten formuliert. Im SCHLUSS erwähnt man, was der Verfasser mit dem Text zeigen will oder schreibt eine persönliche Stellungnahme zum Text. WICHTIG!!! Während bei einer NACHERZÄHLUNG nur das PRÄTERITUM (Mitvergangenheit) verwendet wird, muss eine INHALTSANGABE im PRÄSENS (Gegenwart) geschrieben werden. Außerdem darf keine DIREKTE REDE vorkommen. Quelle: |
| Die wichtigsten Regeln zum
Schreiben einer Inhaltsangabe Die Einleitung soll folgende Informationen enthalten: Formulierungen, die bestimmte Gefühle auslösen und Spannung erzeugen, werden weggelassen. |
|
Merkmale einer Kurzgeschichte Kurzgeschichte: Erzählform, konzentriert sich auf einen Zustand oder ein Ereignis im Leben der Hauptfigur, dem besondere Bedeutung zukommt (Schicksalsschlag, Grenzsituation) in deutscher Literatur ab dem 20. Jahrhundert, besonders nach 1945 Autoren z.B.: Wolfgang Borchert, Heinrich Böll, Martin Walser, Günter Grass, Bertolt Brecht Merkmale: 1. Kürze: 1-6 Buchseiten (im Gegensatz zu Fabeln, Anekdoten, Novellen) 2. Offenheit: offenes Ende keine Einleitung (überraschendes Ende) 3. Alltäglichkeit: Inhalt aus dem Leben gerissen Umgangssprache leicht verständliche Sätze normale Personen und Ort 4. Begrenztheit: Zeit: eng begrenzter Zeitrahmen Ort: kaum Schauplatzwechsel Personenzahl: 2-3, kaum Namensgebung Handlung: straffe Handlungsspanne, keine Nebenhandlung
|
| Ausführlichere Beschreibung Die Inhaltsangabe Definition Eine Inhaltsangabe soll einen Text knapp zusammenfassen, um einen Leser oder Zuhörer über den Inhalt einer Erzählung, eines Romans, einer Kurzgeschichte, eines Films oder eines Theaterstückes zu informieren. Hauptziel ist dabei die Information des Lesers und nicht - wie bei der Nacherzählung - seine Unterhaltung. Es geht um eine sachliche, logische und präzise (genaue) Wiedergabe des Inhalts ohne schmückende Elemente. Anwendung Gebraucht werden Inhaltsangaben zum Beispiel im Rahmen einer Textinterpretation oder einer Rezension. Auch der Klappentext in der Schutzumschlaginnenseite eines Buches ist eine Spezialform der Inhaltsangabe. Wenn ein Buchhändler in einem Verkaufsgespräch einem Kunden den Inhalt eines Buches kurz wiedergibt, wird er das in Form einer mündlichen Inhaltsangabe tun. Im privaten Bereich werden Inhaltsangaben benutzt, um z. B. Freunden einen gesehenen Film oder ein gelesenes Buch zusammenfassend und knapp zu erzählen. In der Schule wird diese Aufsatzform hauptsächlich in der Klasse 7 geübt, aber auch später immer wieder im Rahmen einer Textanalyse benutzt. In der Oberstufe gewinnt die Sonderform des Exzerpts besonders an Bedeutung. Merkmale einer Inhaltsangabe Im Gegensatz zur Nacherzählung, die unterhalten soll, ist das Ziel der Inhaltsangabe die Information. Dies hat Folgen für die sprachliche Ausgestaltung: sie soll sachlich und präzise sein. Auf die im Original vorhandene Spannung wird eher weniger Rücksicht genommen. Spannungsbogen und Höhepunkt werden nicht besonders hervorgehoben. Die Art der Textwiedergabe ist distanziert und emotionslos. Die Inhaltsangabe beschränkt sich auf das Wesentliche der Vorlage. Nebensächlichkeiten, die nicht unmittelbar zum Verständnis der Handlung notwendig sind, werden weggelassen. Eine Inhaltsangabe ist in jedem Fall kürzer als das Original. Erzählerische Ausschmückungen fallen zugunsten knapper informativer Formulierungen weg. Der Inhalt wird mit eigenen Worten wiedergegeben, ohne Ähnlichkeit mit der Textvorlage. Die Handlungsabfolge muss nicht beibehalten werden. Zur Verkürzung werden Handlungsstränge je nach ihrer Bedeutung für das Gesamtgeschehen ggf. zusammengefasst. Eine Inhaltsangabe kann von dem Ergebnis der Handlung ausgehen und von diesem aus den Inhalt aufrollen. Die Erzählperspektive des Autors wird nicht unbedingt übernommen, eine Ich-Erzählung grundsätzlich zugunsten der Erzählperspektive aus Sicht eines Dritten aufgegeben, um eine möglichst distanzierte, neutrale Darstellung zu erreichen. Die Zeitform der Inhaltsangabe ist das Präsens. Dialoge wandelt man, soweit sie handlungstragend sind, in indirekte Rede um. Aufbau Auch die Inhaltsangabe folgt, wie die oben genannten Erzählformen, dem Aufbau in Einleitung, Hauptteil und Schluss. In der Einleitung werden der Verfasser, die Textsorte, der Titel, die Hauptpersonen, der Schauplatz und die Zeit genannt. Auf den Inhalt des Textes weist man in einer Andeutung knapp hin, um den Leser zu informieren, worum es geht. Im Hauptteil gibt man den gesamten Inhalt der Handlung - also auch den Schluss - mit eigenen Worten wieder. Dabei ist der Ursache-Folge-Zusammenhang zu beachten, damit der rote Faden der Handlung deutlich wird. Die Benutzung von Konjunktionen und Zeitadverbien ist sinnvoll. Anders als bei den verschiedenen Formen der Erzählung enthält der Schluss der Inhaltsangabe bereits eine kurze bewertende Stellungnahme. Sie bildet oft die Überleitung zur Textanalyse auf der Grundlage von Interpretationsansätzen. Methodische Vorgehensweise Zuerst muss der Text gründlich gelesen werden und genau verstanden sein. Liegt er nicht schriftlich vor (Film, Theaterstück etc.), so schreibt man nach der Vorführung oder der Lesung Stichworte zum Handlungsverlauf nieder. Die Hauptvorarbeit ist das Herausfiltern wesentlicher Stellen aus dem Text. Hierzu bieten sich verschiedenen Methoden an. Eine Möglichkeit ist, alle überflüssigen Stellen aus dem Text wegzustreichen, so dass nur noch der rote Faden der Handlung übrig bleibt. Aus dem, was bleibt, wird dann mit eigenen Worten eine Inhaltsangabe formuliert. Diese Methode eignet sich vornehmlich für kürzere Texte. Bei längeren ist es zweckmäßiger, die wichtigen Textstellen zu unterstreichen und so den Handlungsverlauf zu markieren. Diese Stichworte können anschließend herausgeschrieben werden, um sie dann in eigenen Worten zu formulieren. Zu Übungszwecken ist es manchmal sinnvoll, erst eine Nacherzählung anzufertigen und daraus eine Inhaltsangabe zu erarbeiten. |
|
Weitere
Informationen zur Inhaltsangabe: |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|